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Hilflosigkeit - Der Tumor in der Lunge meiner Schwester

Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich sitze hier und kann seit gestern an nichts anderes denken.

Ein Abriss der Vorgeschichte: Vor ca. einem Jahr wurde bei meiner Schwester in der Lungenspitze ein weißer Fleck entdeckt. Der Arzt sprach von einem Tumor.
Das hat uns alle schockiert. Vor allen Dingen, da Tumor ja gleich mit Krebs assoziiert wird.
Weitere Tests (bin mir nicht sicher, ich glaube, es war ein CT) bestätigten dies schließlich – ein bösartiger Tumor.

Meine Schwester kam ins Krankenhaus. Es war kein toller Aufenthalt, sofern man dieses Wort in Kombination mit Krankenhaus überhaupt verwenden kann. Schlechte Hygiene, schlechte Patienten-Arzt-Kommunikation.
Es wurden Gewebeproben entnommen. Dabei stellte sich heraus, dass es sich bei dem Tumor wohl doch nicht um Krebs handelte. Es war wohl Narbengewebe, möglicherweise durch eine verschleppte Lungenentzündung verursacht.

Wie wir alle aufatmen konnten!

Meine Schwester verließ das verhasste Krankenhaus. Ihr behandelnder Arzt wollte jedoch weitere Untersuchungen durchführen, weil er anscheinend an dem Befund zweifelte. Meine Schwester wollte dies jedoch nicht.
Tatsächlich begann die Wucherung, ohne weiteres Zutun, sich zurückzubilden.

Nun, ca. ein Jahr später, stand meine Schwester gestern vor unserer Tür. Sie erzählte uns, dass Tumormarker in ihrem Blut stark erhöht seien und der Tumor wieder zurück sei – größer als zuvor (er war beim letzten Mal schon etwa so groß wie eine 2€ Münze).

Völlig am Ende brach sie Tränen aus. Sie konnte nicht mehr. Alles in ihrem Leben läuft derzeit nicht gut – Bei ihr wurde letztes Jahr Diabetes diagnostiziert (bei einem damaligen Zuckerwert von knapp 700, der mittlerweile jedoch unter Kontrolle ist, sodass sie aktuell nicht mal spritzen muss), sie hat stak abgenommen (was sich mittlerweile aber auch stabilisiert, so habe ich den Eindruck; sie nimmt zumindest wieder zu), sie hat starke Probleme mit ihren Zähnen (es wurden ihr fast alle gezogen und ihre Prothese sitzt nicht richtig, es tut weh, dazu hat sie wohl aktuell eine Entzündung an einem der Zähne) und sie und ihr Mann haben hohe Schulden. Sie sagt, sie schläft die Nächte höchstens 2-3 Stunden am Stück.

Dazu kommen noch andere Probleme, die sie hauptsächlich in sich hineingefressen hat. Sie versucht normalerweise Dinge mit sich selbst zu lösen, ist ein Steh-auf-Männchen.
Bis zu diesem Moment jedenfalls, an dem alles eingebrochen ist.

Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich dachte, wir wären letztes Jahr mit einem blauen Auge davongekommen. Ich habe Angst, dass meine Schwester nun wirklich Lungenkrebs haben könnte – Obwohl der Befund letztes Mal es verneint hat und der Tumor sich ohne Behandlung zurückgebildet hat. Ich weiß, niemand hier ist Arzt, aber welche Möglichkeiten gäbe es theoretisch noch, die solche einen Verlauf erklären könnten? Einfach zur Beruhigung, wisst ihr.
Eine CT steht natürlich an, leider erst Anfang Oktober.

Außerdem, es tut mir weh zu hören, in welcher Misere sie steckt. Und dass sie glaubt, völlig allein zu sein und es auch allein schaffen zu müssen. Sie hat massive Probleme und ich habe ihr geraten, sich vielleicht ans ambulant betreute Wohnen zu wenden. Da bin ich auch und die Hilfe ist großartig. Nur, eine psychische Diagnose hat sie nicht und diesbezügliche Untersuchungen gab es auch noch nie…
 

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Sisandra

Moderator
Teammitglied
Es tut mir sehr leid, dass es deine Schwester nun doch erwischt zu haben scheint.

Um einen Leitfaden an die Hand zu bekommen, wie du deiner Schwester beistehen kannst solltest du dich an eine onkologische Beratungsstelle wenden. So eine Anlaufstelle wäre sicher auch hilfreich für deine Schwester.

Heutzutage ist Krebs nicht automatisch ein Todesurteil. Es gibt inzwischen viele Behandlungsmöglichkeiten und auch viele Menschen, die den Krebs überwunden haben.

Alles Gute
 

Styx.85

Aktives Mitglied
Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich sitze hier und kann seit gestern an nichts anderes denken.

Ein Abriss der Vorgeschichte: Vor ca. einem Jahr wurde bei meiner Schwester in der Lungenspitze ein weißer Fleck entdeckt. Der Arzt sprach von einem Tumor.
Das hat uns alle schockiert. Vor allen Dingen, da Tumor ja gleich mit Krebs assoziiert wird.
Weitere Tests (bin mir nicht sicher, ich glaube, es war ein CT) bestätigten dies schließlich – ein bösartiger Tumor.

Meine Schwester kam ins Krankenhaus. Es war kein toller Aufenthalt, sofern man dieses Wort in Kombination mit Krankenhaus überhaupt verwenden kann. Schlechte Hygiene, schlechte Patienten-Arzt-Kommunikation.
Es wurden Gewebeproben entnommen. Dabei stellte sich heraus, dass es sich bei dem Tumor wohl doch nicht um Krebs handelte. Es war wohl Narbengewebe, möglicherweise durch eine verschleppte Lungenentzündung verursacht.

Wie wir alle aufatmen konnten!

Meine Schwester verließ das verhasste Krankenhaus. Ihr behandelnder Arzt wollte jedoch weitere Untersuchungen durchführen, weil er anscheinend an dem Befund zweifelte. Meine Schwester wollte dies jedoch nicht.
Tatsächlich begann die Wucherung, ohne weiteres Zutun, sich zurückzubilden.

Nun, ca. ein Jahr später, stand meine Schwester gestern vor unserer Tür. Sie erzählte uns, dass Tumormarker in ihrem Blut stark erhöht seien und der Tumor wieder zurück sei – größer als zuvor (er war beim letzten Mal schon etwa so groß wie eine 2€ Münze).

Völlig am Ende brach sie Tränen aus. Sie konnte nicht mehr. Alles in ihrem Leben läuft derzeit nicht gut – Bei ihr wurde letztes Jahr Diabetes diagnostiziert (bei einem damaligen Zuckerwert von knapp 700, der mittlerweile jedoch unter Kontrolle ist, sodass sie aktuell nicht mal spritzen muss), sie hat stak abgenommen (was sich mittlerweile aber auch stabilisiert, so habe ich den Eindruck; sie nimmt zumindest wieder zu), sie hat starke Probleme mit ihren Zähnen (es wurden ihr fast alle gezogen und ihre Prothese sitzt nicht richtig, es tut weh, dazu hat sie wohl aktuell eine Entzündung an einem der Zähne) und sie und ihr Mann haben hohe Schulden. Sie sagt, sie schläft die Nächte höchstens 2-3 Stunden am Stück.

Dazu kommen noch andere Probleme, die sie hauptsächlich in sich hineingefressen hat. Sie versucht normalerweise Dinge mit sich selbst zu lösen, ist ein Steh-auf-Männchen.
Bis zu diesem Moment jedenfalls, an dem alles eingebrochen ist.

Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich dachte, wir wären letztes Jahr mit einem blauen Auge davongekommen. Ich habe Angst, dass meine Schwester nun wirklich Lungenkrebs haben könnte – Obwohl der Befund letztes Mal es verneint hat und der Tumor sich ohne Behandlung zurückgebildet hat. Ich weiß, niemand hier ist Arzt, aber welche Möglichkeiten gäbe es theoretisch noch, die solche einen Verlauf erklären könnten? Einfach zur Beruhigung, wisst ihr.
Eine CT steht natürlich an, leider erst Anfang Oktober.

Außerdem, es tut mir weh zu hören, in welcher Misere sie steckt. Und dass sie glaubt, völlig allein zu sein und es auch allein schaffen zu müssen. Sie hat massive Probleme und ich habe ihr geraten, sich vielleicht ans ambulant betreute Wohnen zu wenden. Da bin ich auch und die Hilfe ist großartig. Nur, eine psychische Diagnose hat sie nicht und diesbezügliche Untersuchungen gab es auch noch nie…
Vorab, ich bin kein Arzt, habe aber ein wenig Erfahrung in diesen Geschichten.
Eine onkologische Beratung wäre gut für deine Schwester UND euch Angehörige. Ihr erfahrt dort auch, wie ihr sie am besten unterstützen könnt.
Anlaufstellen für deine Region gibt es bei eurem Hausarzt oder im Internet.

Ich möchte dir hier keine allzu großen Hoffnungen auf einen medizinischen Fehler machen.
Der Arzt von damals hatte wahrscheinlich Recht mit seinen Zweifeln und dem Wunsch nach weiteren Tests. In der Euphorie über die vermeintlich gute Nachricht, habt ihr darauf verzichtet... kann man nachvollziehen, doch lernt hieraus.

Krebs ist leider auch eine enorme Belastung für die Psyche. Eine Berg- und Talfahrt der Gefühle. Mache deiner Schwester keine falschen (!) Hoffnungen, bereitet euch lieber auf eine sehr schwere Zeit vor. Klärt jeden Befund ausgiebig mit dem behandelnden Arzt und seid offen für weitere Tests, wenn dieser sie vorschlägt. Sichert Befunde am besten mehfrach ab, wenn möglich.

Vor etwa 12 Jahren erkrankte mein Vater an Prostata-Krebs. Er wurde operiert und therapiert, galt zwischendruch 2 mal als geheilt, dann tauchte der Krebs innerhalb von Monaten immer wieder auf. Wieder Therapie. Es zog sich über fast 3 Jahre. Dann erst war Ruhe. Wobei mein Vater auch heute noch alle 3 Monate zum Checken beim Urologen erscheint.
 

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