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Gast

Gast
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll...

Also, ich bin 20 Jahre alt, weiblich, habe im Sommer Abitur gemacht und lebe noch bei meinen Eltern. Ich wurde mein ganzes Leben emotional und z.T. auch körperlich misshandelt. Meine Eltern haben mich fertig gemacht (Sprüche wie "ich wünsche du wärst tot" oder ich wurde als kleines Kind mitten in der Nacht in einer fremden Stadt ausgesetzt etc.), mein Vater hat mich auch öfters verprügelt.

Ich habe mir immer für alles die Schuld gegeben und dachte immer, ich müsste das immer alles aushalten- bin also zu Hause geblieben.

Im Laufe der Zeit habe ich schwere Essstörungen entwickelt, außerdem Zwänge, Ängste, z.T. SVV und Suizidgedanken. Mir geht es sehr schlecht.
Mittlerweile habe ich nicht nur psychische Symptome, mein ganzer Körper macht schlapp. Mir tut alles weh, ich kann einfach nicht mehr.

Heute ist es wieder eskaliert... ich würde nur Kosten versursachen und hätte sonst keinen Nutzen etc... noch dazu habe ich gerade Erfahren, dass sich durch die Essstörungen meine Schilddrüse verabschiedet hat. Dadurch hab ich in 2 Monaten 20kg zugenommen. Das ist für mich unglaublich schlimm, ich komme damit einfach nicht klar. Die Essstörung so ist schon schlimm genug, aber jetzt werde ich immer fetter, obwohl ich nichts esse.

Ich muss einfach weg von zu Hause... oder es passiert etwas wirklich schlimmes.

Das Problem ist... ich bin 20, habe gerade Abitur gemacht, mache jetzt ein Soziales Jahr (Vergütung 400 Euro) und meine Eltern verdienen nicht allzu schlecht Geld. Das bedeutet, dass mir vom Staat kein Geld zusteht- ich von zu Hause also nicht rauskomme.

Ich weiß, meine Eltern wären Unterhaltsverpflichtet- aber ich kann und will kein Geld mehr von ihnen annehmen.

Gibt es nicht irgendeine Behörde die zuständig ist für sowas?
Ich meine, die können mich doch nicht verrecken lassen. Ich will doch nur eine Wohnung... alles andere krieg ich hin.

Ich weiß einfach nicht, wo ich mich melden soll. :(

Ich hoffe mir kann hier jemand einen Tipp geben!

Vielen Dank fürs Lesen!
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Gast,
hast du schon mit dem Sozialamt Kontakt aufgenommen und vor allem dort die Hintergrundgeschichte erzählt, warum du von zu Hause weg willst? Da gibt es glaube ich eine Härtefallregelung. Bin leider hier nicht der Experte, aber auf dem Sozialamt müsstest du Experten finden. Auch auf der Diakonie oder bei der Caritas gibt es Beratungsstellen, die so was wissen.
Alles Gute und Gruß, Werner
 
G

Gast

Gast
Danke für deine Antwort!

Ich hab mich im Internet schon mal über das Sozialamt informiert und dachte, ich falle durch alle "Lücken". Also ich bin noch nicht 21, meine Eltern verdienen ganz gut --> folglich besteht Fürsorge- und Unterhaltspflicht.
Ich wusste nicht, dass es Härtefallregelungen gibt. Ich werde morgen mal dort anrufen!

Vielen Danke. :)
 

Avalon1712

Neues Mitglied
Hallo Gast

Dein Lebenslauf kommt mir bekannt vor- s. ein paar Threads vor Dir. Erfahrungsgemäß kann ich sagen das mir das Sozialamt nicht geholfen hat und ich nach meinem Auszug von "Zuhause" auf der Strasse saß. Eine "Härtefallregelung" gab es damals nicht- allerdings ist es auch schon ein paar Jahre her. Solltest Du jedoch unter 17 sein stehen Deine Chancen gut, denn dann springt das Amt für Dich ein ( Wohnung/Geld) ... nutz´diese "geschenkte" Zeit gut, denn mit 18 lassen sie Dich fallen da ihr Soll erfüllt ist. :/
Allerdings obliegt Dir die "Beweispflicht" - war zumindest bei mir so. Meine Eltern leugneten die Misshandlungen und stellten mich als schwererziehbar hin, je nach dem welchen Sachbearbeiter Du erwischst wirst Du durch eine Mühle gedreht. Es gibt jedoch auch auf solchen Ämtern nette Leute.
Falls meine Sätze nicht gerade aufmunternd wirken- es lohnt sich immer zu kämpfen... auch mit 30 Kilo mehr auf den Rippen ;) *knuff*

Lieben Gruß und alles Gute!!! ( laß Dir von deinen Eltern nichts einreden und glaub´an Dich- Deine Eltern sind die Versager...nicht Du!!!
 

Hilla11

Mitglied
Hallo liebe M.,

versuche doch mal ganz hartnäckig über deinen Hausarzt einen Aufenthalt zur Kur zu bekommen. Ich war dieses Jahr 6 Wochen lang in einer psychosomatischen Klinik. Und ich habe so viel an Erfahrungen gewonnen, es hat nur gut getan.

Schwierig...die Wartezeiten sind endlos. Ich hatte das Glück, dass ich eine Schwester habe, die immer wieder in der Klinik angerufen hatte. Man muss kämpfen um so eine Chance...aber ich könnte mir vorstellen, dass es dir gut tun würde.

Ich hatte selbst so lange überlegt....soll ich in Kur....im Nachhinein...es war das Beste was mir seit langem passiert ist.

Alles Liebe für dich....Hilla
 
G

Gast

Gast
Danke für eure Antworten!

Ich hab schon mit dem Sozialamt telefoniert und es sieht nciht gut aus. Meine Eltern hätten Unterhaltspflicht und darauf soll ich bestehen, aber sie können mir nicht helfen. Sie haben aber erstens nicht genügend Geld mich zu finanzieren und zweitens würde ich sie nie darum bitten (geschweige denn, dass sie es tun würden).

Ich möchte einfach weg. Völlig unabhängig von meinen Eltern sein. Damit es alles ein für alle mal vorbei ist. Ich ertrage das alles nicht länger.

In eine Klinik muss ich wegen den Essstörungen so oder so. Ich könnte so gegen März einen Platz bekommen. Aber danach will ich nicht mehr nach Hause. Das würde die ganze Therapie zu nichte machen. :(

Ich versteh nicht, warum mir niemand von den Ämtern helfen will... ich bin doch niemand, der den Staat ausbeuten will. Ich will nur endlich leben. Und ich habe Abitur, ich werde später noch genügend Steuern zahlen.

Lieben Dank!
 
G

Gast

Gast
HALLO ICH BIN SANDRA AUS LEIPZIG UND HABE ÄHNLICHE ERFAHRUNG GEMACHT..
Ich war damals erst 17Jahre.Ich hatte einfach keine Kraft mehr.
Bin zum Jugendamt und habe meine Situation erklärt.
Dei haben dann nach vielen Gesprächen erreicht das ich zu meinem Freund ziehen durfte.Habe sogar das Staatliche Kindergeld auf mein Konto bekommen.
Heute bin ich 27 Jahre habe eine kleine Tochter und lebe immernoch glücklich mit meinem Freund zusammen.
Versuch das mit dem Jugendamt.
Wenn du kein Freund hast dann ziehe zu einer Freundin.
Macht eine WG das spart Kosten und du bist nicht alleine.
Ich habe meinen Schritt nie bereut. Wünsch dir viel Kraft und einen schönen Start in dein neues Leben...Ganz liebe Grüße Sandra und Familie
 

Tyra

Sehr aktives Mitglied
das Sozialamt gibt erfahrungsgemäß oft falsche Auskünfte, da deren vorrangiges Interesse darin besteht Gelder einzusparen. In akuten Notlagen ist das Amt gesetzlich dazu verpflichtet Hilfe zu leisten, ggf. zunächst nur in Darlehensform und ggf. rückzahlbar bis die Unterhaltssachen geregelt sind. Aber dazu muss man dann schriftliche Anträge stellen, Nachweise für Hilfebedarf erbringen etc.
Du solltest dich an eine Lebensberatung von Caritas oder Diakonie wenden, die können auch in Sachen Sozialamt ggf. mal die richtigen Hebel ziehen und dir bei der Antragstellung helfen, falls das für dich in Frage kommt.
In Sachen Unterhalt musst du ggf. eine Klage gegen deine Eltern einreichen falls sie nicht freiwillig kooperieren.

Alternative wäre ggf. über die Klinik ggf. in betreutes Wohnen zu kommen..zumindest kannst du in der Klinik beim sozialen Dienst mal nachfragen..die helfen dort auch bei Amtssachen etc.

Die Idee hier im Vorpost mit WG und Freundin zusammen ziehen fand ich auch sehr gut. Meine Schwester hatte das damals so gemacht als sie 16 war und ausgezogen ist.

Tyra
 

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