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Hilfe!

Carina000

Neues Mitglied
Hallo!

Ich habe ein großes Problem, und zwar geht es um eine meiner besten Freundinnen. Sie ist sehr depressiv und hat sich bis vor kurzem die Arme noch extremst aufgeschnitten. Sie war schon bei einer Psychologin in Therapie, was scheinbar aber nichts gebracht hat und deshalb war sie dann 1-2 Monate in einer Tagesklinik. Diese hat sie vorzeitig abgebrochen. Dann hat sie wieder versucht ihre Schule zu besuchen, in der sie eine Ausbildung zur Erzieherin angefangen hat. Jedoch hat sie sich nach kurzer Zeit krank schreiben lassen, über einen Monat insgesamt. Nun wurde sie in einer Klinik aufgenommen, wo sie in der Woche auch schlafen muss. Aber auch das will sie abbrechen, obwohl sie erst 3 Tage da ist. Heute ist Mittwoch, theoretisch müsste sie jetzt da sein, hat sich aber schon gestern abholen lassen und ist jetzt Zuhause.
Sie nimmt außerdem ein Antidepressivum, was sie höher dosieren lassen möchte.
Ich und unsere anderen gemeinsamen Freunde wissen nicht mehr weiter, sowie auch ihre Eltern nicht mehr weiter wissen. Es scheint ihr nichts zu helfen, sie bricht alles ab und redet außerdem nicht richtig mit uns.

Habt ihr irgendwelche Ideen, wie wir ihr helfen könnten? So kann es immerhin nicht weitergehen, ich bin selbst in therapeutischer Behandlung und es zieht uns alle sehr runter.
Wir haben uns schon gedacht, ob wir sie mal alle zusammen drauf ansprechen sollen, jedoch würde sie das höchstwahrscheinlich ziemlich über Druck setzen.
Ich habe mich auch schon über Zwangseinweisungen informiert, aber dafür braucht man natürlich ausschlaggebende Gründe, sie muss eine Gefahr für sich selbst sein. Zwar würde ich sie schon suizidal einschätzen, aber ich bin mir nicht sicher, wie extrem es ist.

Ich bedanke mich für jede Hilfe und Tipps.
 

Hallo Carina000,

schau mal hier: Hilfe!. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo Carina,

Das ist eine sehr beschi**enen Situation.
Denn du kannst nichts machen.
Der Wille und die Einsicht etwas zu tun, muss von deiner Freundin kommen.

Selbst eine Zwangseinweisung wurde dahingehend nichts ändern, als dass sie dennoch nicht kooperiren würde. Von der Zwangseinweisung als solches würde ich auch Abstand nehmen.

Ich sehe dich da nicht befugt, einen solchen solchen Stein ins Rollen zu bringen.

Du trägst auch keine Verantwortung, egal wie sehr du dir wünschst ihr helfen zu können. Sie hat ja Eltern. Und sie nimmt teilweise Hilfe in Anspruch in Form der Medikation und der ambulanten Therapie. Sehr gut möglich, dass das nicht reicht.

Diese Erkenntnis muss deine Freundin aber haben. Und das ist ein Prozess, den du nur begleiten kannst. Eingreifen kannst du nicht. Es ist ihr Leben.

Und das macht die Situation so "unerträglich". Weil man nur zuschauen kann, wie ein Mensch "rudert". Es erfordert viel Kraft und Stärke sowas dauerhaft auszuhalten !

Du bist nicht alleine. Du schreibst von Freundinnen und auch zur Familie deiner Freundin scheinst du Kontakt zu haben.

Stützt ihr euch auch gegenseitig? Redet ihr darüber, was die Situation mit euch macht? Welche Sorgen ihr habt?
Und auch wichtig, wie ihr für eure Freundin da sein könnt -von Herzen- ohne eure eigenen Leben zu vernachlässigen?

Liebe Grüße
 

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