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Hilfe! Total verwirrt wegen Beziehung zu meinem Lehrer!!

Ich könnte jetzt natürlich sagen, dass es das Schlimmste und Unverantwortlichste ist, was ein Lehrer einem Schüler und andersrum antun kann. Aber was würde das bringen? Du sagst, du liebst ihn. Dann weißt du, was du willst. Aber du weißt nicht, was er will. Also stell ihm eine Frage: "Was willst du? Sag es jetzt, oder es ist aus!" Natürlich ist es schwer, und vielleicht ist es auch nicht das, was du wirklich denkst. Dein Kopf sagt "Ich will es jetzt wissen" und dein Bauch sagt "Lass ihm Zeit". Aber wenn du wirklich wissen willst, ob ihr eine Chance habt, dann musst du ihn so direkt fragen. Es sei denn, du willst ewig weiter nur als zweite Geige dienen, weil ihm seine Frau ja so wichtig ist.
Ganz ehrlich: die ist ihm anscheinend nicht so wichtig. Wenn ihr euch schon geküsst habt, und sie das erfährt, ist sie sowieso schon am Boden zerstört. Er hat nur durch diesen einzigen Kuss schon seine Ehe zerstört. Weil ehrlich mal, wer sich auf eine Schülerin einlässt, bei dem kann in der Ehe was nicht stimmen. Und das kann er sich auch nicht mehr schönreden!
Sorry wenn es so direkt ist, aber das ist die Wahrheit!
 
Hallo Mitternachtsstern,

was soll ich sagen, mir rast mein Herz, wenn ich das hier lese. Ich habe so ziemlich genau dasselbe erlebt wie du. In deinen Kommentaren habe ich sehr viele Gemeinsamkeiten entdeckt. Er war auch für mich da, als ich Probleme hatte, irgendwann fing er dann an, mir von seinen Problemen zu Hause zu erzählen. Ich dachte auch, wir wären Seelenverwandt, aber ich sage dir, das ist alles Quatsch.

Heute kann ich nur sagen, er hat mir über eine sehr schwere Zeit hinweg geholfen und ohne ihn wäre ich heute eine andere Person (im Guten wie auch schlechten Sinne). Aber er hätte auch für mich da sein können, ohne mir zu nahe zu kommen und das ist es, worüber ich heute stinkauser bin. Er hat meine damalige Situation ausgenutzt, vllt nicht mit Absicht, aber er war der ältere und hätte es merken müssen.

Es gibt kein Allheilmittel gegen solche Gefühl und ein mulmiges Gefühl habe ich heute auch noch, wenn ich an das Geschehene denke. Aber das Beste was du machen kannst, ist gänzlich den Kontakt abzubrechen. Ich mein gelesen zu haben, du wärst 20, dann müsstest du ja bald fertig sein mit der Schule,oder schon längst dein Abi haben, was die Sache vereinfacht.

Bei mir ist es so gelaufen, dass er noch jede Minute versucht hat auszunutzen, als ich Schülerin gewesen bin. Zum Studium bin ich dann in eine andere Stadt gezogen und habe von ihm nichts mehr gehört. Es war ein schleichender Prozess, aber irgendwann kamen einfach keine Emails mehr. Das war für mich der Punkt, an dem ich es endlich abhaken musste. Es war schwer, aber machbar. Heute bin ich in einer sehr glücklichen Beziehung und schaue wirklich sehr zuversichtlich in die Zukunft und bin mir sicher, mit meinem Lehrer wäre ich nie glücklich geworden. Er hat mich damals nur als Seelenstreichler gebraucht und als er sich zu Hause wieder gefangen hatte, war es damit vorbei, er hat sich nicht einmal verabschiedet.
 
Hallo,

Also ich verstehe dich sehr gut.

Auch ich war/bin seit ich 14 bin in meinen Lehrer verliebt, jetzt bin ich 20. heute kann ich sagen: Ich liebe ihn. Und zwar deshalb, weil ich ihm zu Liebe keine Affaire mit ihm begonnen habe. Ich wollte nicht, dass er in Schwierigkeiten kommt. Da war ein Punkt, an dem ich mt ihm hätte zusammenkommen können. Aber da sagte ich: Hey, wenn du ihn WIRKLICH liebst, dann musst du ihn JETZT loslassen. Dass er wieder glücklich mit seiner Familie wird. Ich habe stattdessen begonnen, für seine Frau zu beten. Sie hatte ihn verlassen. Ich habe jeden Abend gebetet, dass sie zurückkommt, dass seine Ehe wieder heilt. Ich spürte irgendwie, dass er mich zwar sehr lieb hat, aber sie mehr liebt als mich. Er liebt mich nicht gleich wie sie. Er liebt mich nicht so, wie ich ihn. Doch irgendwann mit 18 kam ich drauf, dass das okay ist. Er liebt mich eben so, wie er mich liebt! Erst dadurch, dass ich ihn losgelassen habe, kann ich heute sagen, dass ich ihn wirklich LIEBE. Eine Affaire hätte unsere Beziehung in Wirklichkeit mehr zerstört, als gestärkt.

Ich besuche ihn immer noch, allerdings sehr selten, so drei mal im Semster. Das war Anfangs total schwer für mich. Im ersten Jahr nach meiner Matura hab ich ihn fast jede Woche besucht. Aber es ist jetzt gut so. Ich kann mich immer an ihn wenden wenn ich was brauch oder in Not bin, das weiß ich.
Manchmal höre ich einen Melodie, oder sehe irgendetwas, es fällt mir etwas ein das mich an ihn erinnert. Dann muss ich innerlich lächeln und bin total dankbar, dass es ihn gibt. Es vergeht eigentlich kein Tag, an dem ich nicht zumindest einmal an ihn denke. Er hat einen festen Platz in meinem Herzen. Ich bin jetzt seit drei Jahren nicht mehr seine Schülerin.
Ja, es wäre immer noch mein Traum ihn zu heieraten. Doch ich weiß, dass es so für ihn besser ist und für seine Familie. Er hatte das alles aufgebaut...

Ich habe seit einem Jahr einen Freund, den ich auch sehr lieb habe. Man hat so viele Chancen im Leben... Und es gibt Menschen, die dich echt brauchen. Es gibt Erfahrungen, die du einfach mit gleichaltrigen durchstehen musst.
Weißt du, ich weiß einfach, dass es für meinen ehemaligen Lehrer besser so ist. Sonst wäre ich längst mit ihm verheiratet, kannst mir glauben. Ich wär mir da so egal gewesen und was die anderen denken auch.
Aber meine Liebe wäre nicht echt, wenn ich damit etwas zerstören würde, wie seine Ehe. Liebe zerstört nicht. Liebe ist sanftmütig, geduldig. Sie hört niemals auf. Sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf, sucht nicht ihren Vorteil, handelt nicht ungehörig... Sie freut sich nicht über Lügen und versteckte Sachen, sondern sie freut sich an der Wahrheit.

"Die Zeit ist das Scheidewasser, das das echte von dem Falschen trennt.", hat Franz Werfel geschrieben. Nimm dir Zeit! Liebe ihn platonisch. Wenn er in 3 Jahren geschieden sein sollte und ihr einander dann immer noch liebt, könnt ihr immer noch ein Paar werden.
Meiner hat diesen Schritt nicht getan... Er sagts mir zwar nicht konkret, aber ich glaube er liebt mich heute dafür, dass ich damals "nein" gesagt habe. Seit diesem Moment ist unsere Beziehung tiefer als zuvor, wir sind uns irgendwie näher. Er wollte vor seinen Problemen flüchten, doch daraus wurde (Gott sei Dank) nichts. Stattdessen haben wir an einem Strang gezogen, irgendwie, stumm einander verstehend, einfach nur weil ich sagte: "Nein, besser nicht. Sie sind doch verheirtat." (Als er mich fast geküsst hätte) Ich sagte das total sanft und echt liebevoll glaube ich. Ich legte echt meine ganze Liebe und selbstbeherrschung da hinein. Es bedeutete soviel wie: "Hey, du bist mir total wichtig, dein Leben, deine Probleme, die nehme ich echt ernst. Auch deine Liebe zu deiner Frau, sie gehört zu dir. Ich will nicht dass du was falsches machst, was du sicher mal bereust. Ich will deine Ehe retten für Dich, Dir zu Liebe!" (was ich natürlich nicht, oder zumindest nicht aktiv getan habe, das hat er schon selbst. Ich hab nur dazu beigetragen, sie nicht komplett aufs Spiel zu setzen mit meinem "nein"). Ich glaube es war gut, er ist im Endeffekt so echt glücklicher.

Wie er damals auf mein "nein" reagierte? Ich weiß nicht so. Ich glaube er schämte sich kurz. Er hat die Augen niedergeschlagen, irgendwas in seinen Sachen gekramt. Ich bin stocksteif dagestanden, hab ihn stumm angesehen, er ist dann weggegangen. Als ich ihn 3 Tage später wieder im Unterricht hatte, war er wie immer. Aber etwas später, so vielleicht 2,3 Wochen, als ich ihm noch half einzutragen wer fehlte, nachdem schon alle weg waren, gab er mir dann die Hand, wie öfters, um mich zu verabschieden (es war 8. Stunde) sah mich echt so lieb an, so ein inniger, liebevoller Blick, wie ich ihn davor und danach nicht bei irgendjemandem je sah, und er sagte: "Du bist ein gutes Mädchen. Wie nicht von dieser Welt. Bleib so." Er sagte mir danach keine Komplimente mehr, echt nie mehr. Aber wenn er die Klasse betrat, lächelte er zuerst grüßend mich an. Auch am Gang lächelte er immer wenn er mich sah und grüßte mich. Und die Matura war einfach wundervoll. Zwar kam ich fast um vor Angst, ihn zu enttäuschen und roch deutlich, dass er vor Nervosität nicht nur eine Zigarette geraucht hatte. Aber ich kannte ihn einfach so gut... ich verstand seine Fragen und Hilfestellungen und er verstand immer meine Antworten, wie ich etwas eigentlich meinte... Es war einfach noch was, das wir gemeinsam durchstanden, diesmal etwas für mich. Wie eine zweite Geburt in mein neues Leben außerhalb der Schule.

Jetzt ist das Verhältnis mehr freundschaftlich, fast schon väterlich von seiner Seite aus. Seit nach der Matura ist das so. Ich hatte danach viele Sorgen mit Studium und Familie und kam oft zu ihm. Er hat mich immer aufgemuntert, irgendwie total glücklich gemacht und ich konnte gestärkt weiterkämpfen.

Ich wünsche dir alles Gute!!!

Seinen Lehrer zu lieben ist echt nicht leicht und oft total schmerzhaft, ich weiß. Was glaubst du, was ich um ihn geweint habe? Darum, dass er nicht glücklich ist und darum, dass ich ihn nicht zum Mann haben kann. Hätte ich ihn nicht doch anders (als seine Geliebte) glücklicher machen können? War es wirklich richtig gewesen, nein zu sagen? Hatte ich nicht DIE Chance meines Lebens verpasst mit dem Mann zusammenzusein den ich am meisten liebe? Auch wenn es nur für eine Woche gewesen wäre? Aber was wäre danach?... "Ich würde ihn doch viiiiel besser behandeln als seine Frau das tut! Ich würde ihn niiiiiiiiie verlassen.", klagte ich. Oder: "Ich liebe ihn einfach wie niemanden sonst. Was soll ich tun?" (letzeres kommt mir immer noch hoch, manchmal) Man ist ständig auf zu viel Distanz als Schülerin, hat man das Gefühl.
Aber das kann auch eine Chance sein, denk an das Scheidewasser, dass die echte Liebe von der falschen Verliebtheit trennt! Wahre Liebe brennt IMMER, auch in Wüstenzeiten, in denen das Feuerchen der Verliebtheit ausgeht und den Verliebten verdursten lässt. Wenn es hätte sein sollen, wären wir heute zusammen, doch die Liebe zu seiner Frau war im Endeffekt doch größer, bzw. einfach von "anderer Art". Heute weiß ich, dass es richtig war nein zu sagen. Wer weiß, wie wir beide sonst verletzt worden wären? Meine Liebe ist bei mir doch erst in diesem Moment als ich "nein" sagte, wirklich stark geworden.

Du wirst es nie vergessen und es wird dich dein ganzes Leben lang wärmen und froh machen, wenn du nur wirklich in der Liebe bleibst. D.h. in diesem Fall: platonisch ist echt besser, solange ihr Lehrer und Schüler seid. Und vor allem, solange er verheiratet ist.

Viel Stärke! Viel Klarheit!
 

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