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Hilfe meine Schwester konsumiert Drogen!

Sich auszuprobieren gehört sehr wohl dazu.
Die meisten Jugendlichen die nie Alkohol oder andere Drogen probieren, denen fehlt es schlicht an Gelegenheit.
Es wird auch nicht jeder süchtig. Wenn ich sehe, was ich mir nach der Wende alles reingepfiffen hab, weil es das jetzt mal einfach gab, dann würdest du mit den Ohren schlackern...

Sich ausprobieren?! Drogen gehören dazu? Mit Drogen wird viel Geld verdient. Das ruft üble Geschäftemacher auf den Plan, die Drogen noch zusätzlich strecken, um den Profit zu erhöhen. Diesen Dreck schlucken dann Menschen, die sich über die Auswirkungen nicht im Klaren sein können, weil sie nicht wissen, was sie überhaupt zu sich nehmen. Aber ist ja egal, hauptsache gekotzt oder sich "anders" gefühlt.

Ich finde diese Verharmlosung wirklich erschreckend und verantwortungslos.

Ich habe zwei Freunde an die Drogen verloren. Der eine starb an einer Überdosis, der andere hat sich so sehr verändert, dass man es neben ihm nicht mehr ausgehalten hat. Er hat sich zu einem rücksichtslosen, aggressiven und vernebelten Ar... verändert und bis heute ist das so geblieben. Das Risiko ist einfach verdammt hoch und wofür? Wie kann man diese Gefahr nur herunterspielen? Mein Patenkind geriet in ihrer "Sturm- und Drangphase" wegen ihres Freundes in dieses Milieu und entkam nur mit knapper Not schlimmen Dingen.

Ja, Verbote alleine bringen leider nichts, aber der sorglose Umgang mit giftigen und unbekannten Substanzen ist verdammt gefährlich. Aber so ist es, wenn Dummheit und Gier zusammen kommen. Dagegen gibt es noch immer kein Mittel.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, ich musste auch daran denken, was sich manche in ihrer Jugend gepfiffen haben (ich selber habe nur gekifft, hat schon gereicht) - und trotzdem haben viele überlebt.
Kerstin, auch in deiner Zeit sind sicher ein paar Leute kleben geblieben oder dran krepiert - das gehört zum Experimentieren dazu, natürliche Selektion und so.

Du hast eben Glück gehabt, herzlichen Glückwunsch! 😉

Deswegen finde ich schon, dass man da als Eltern drauf gucken muss - ich sehe in meinem freundeskreis, dass selbst nur die Langzeitkiffer schon kognitive Einbußen haben, von den ganzen Pillenschluckern ganz zu schweigen (langsam, dumm, bekommen teilweise Keinen mehr hoch, unzuverlässig....).
Daher sehe ich da schon Handlungsbedarf.

Ich würde gerne sehen, wie du deinen Kids ein Kilo Koks gibst und sagst "Probiert euch doch mal aus, ihr seid doch noch jung!" 🙄
 
Sich auszuprobieren gehört sehr wohl dazu.
Die meisten Jugendlichen die nie Alkohol oder andere Drogen probieren, denen fehlt es schlicht an Gelegenheit.
Es wird auch nicht jeder süchtig. Wenn ich sehe, was ich mir nach der Wende alles reingepfiffen hab, weil es das jetzt mal einfach gab, dann würdest du mit den Ohren schlackern.
Bin trotzdem immer zur Arbeit gegangen und habe mein Leben geordnet geführt.

komisch, ich frage mich bei solchen Äußerungen dann immer, wie wir ohne Drogen groß geworden sind. Wir haben lieber so langweilige und harmlose Sachen gemacht wie nach der Schule zuammen abhängen, Sport treiben, mit dem Fahrrad durch die Gegend fahren, shoppen gehen, lesen, fernsehen, Konzert, Kino, schwimmen usw- an Drogen haben wir überhaupt keine Gedanken verschwendet, das waren für uns immer irgendwelche Asi-Kids die solche Sachen ausprobiert haben. Kids aus schwierigen Verhältnissen. Kein junger Mensch muss Drogen ausprobieren. Warum manche dazu neigen, neugierig sind, sowas ausprobieren wollen und andere Kids eben nicht- das wird schon seine Gründe haben. Das hat sicherlich eine Menge damit zu tun, wie man aufgewachsen ist, welche Werte man vermittelt bekommen hat, welchen Freundeskreis man hat, in welchem Umfeld man großgeworden ist und wie die Eltern, Verwandten, Freunde, Besuch usw mit solchen Dingen umgegangen sind.
 
@nordic:

Eine andere Meinung ist kein Grund zur Beleidigung, zumal Kerstin ja nicht ganz so unrecht hat, auch wenn sie viele Punkte unter den Teppich kehrt.
 
@Nina: was Du tun sollst, ist wirklich nicht leicht zu entscheiden. Wenn sich jemand für Drogen entschieden hat, dann gelten oft kaum mehr rationale Argumente. Anstelle Deiner Eltern würde ich ein klares Verbot aussprechen: Deine Schwester darf keine Drogen in euer Haus bringen. Es bedarf klarer Grenzen und Vereinbarungen. Wer sich nicht daran hält, muss über die Konsequenzen Bescheid wissen.

Darüber hinaus sollte dies alles nicht Deine Entscheidung sein müssen. Die Verantwortung liegt primär bei Deinen Eltern. Wenn Deine Schwester angezeigt wird, kann dies schlimme Folgen haben, das ist wahr. Aber es war ihre Entscheidung, diesen Weg zu gehen. Vor den Folgen soll sie wer bewahren? Als Vater kann ich nur hoffen, dass ich nie vor dieser Entscheidung stehen muss, denn durch eine Anzeige stoßt man Deine Schwester erst recht noch tiefer in diesen Sumpf aus Gier, Unfähigkeit, Angst und Gewalt gegen sich selbst und andere.

Redet miteinander, kontaktiert eine Drogenberatung, findet heraus, was man tun kann. Es gibt wohl keine "Patentlösung", aber die Augen zu verschließen ist sicher auch keine. Mit 18 werden so viele Schritte aus dem Bauch heraus beschlossen und weil man nicht "Nein" sagen kann oder will. Das alles macht einen noch nicht zu einem schlechten Menschen. Vorurteile und Überreaktionen sind sicher auch nicht hilfreich. Es gibt leider Grenzen, die aus dem Nichts auftauchen und schlimme Folgen haben. Jetzt zählen Offenheit, Aufrichtigkeit und dass ihr füreinander da seid. Helft einander, nicht als Richter und Henker, sondern als Familie.

Pass auf Dich auf.
 
Guten Tag, Nina!
Ich staune, dass Du mit 15 die "Fundsachen" benennen kannst...
... und BTM-Gesetze "blöd" nennst.
Ich finde die Normalität von Alkohol "blöd".

Ohne zu wissen, warum Deine Schwester die Substanzen aufbewahrt / konsumiert
( ob "just for fun" oder aus einer depressiven Stimmung heraus)
und ohne zu wissen, wie Deine Eltern darauf reagieren
(hysterisch, desinteressiert, ratlos oder cool)
kann ich schlecht einen Rat geben.
Erzähl mal mehr!

Das Material an Dich zu nehmen, ist ein Vertrauensbruch - aber das kleinere Übel.
Nimm es - und frag Deine Schwester, was sie Dir empfehlen würde:
A) Schlucken oder B) Wegwerfen?

A) bedeutet, Du darfst Dich wie ein Junkie benehmen - der anderen die Drogen klaut.
B) bedeutet, Du darfst das Zeug wegwerfen

Wenn sie weder A) noch B) wählt, gib das Zeug kommentarlos Deinen Eltern.
Sei keine Petze - beantworte keine Fragen!
Und wenn Deine Schwester Dich trotzdem angreift, sag DANKE, denn:
"Jetzt weiß ich, dass ich in Zukunft vor Deinen Problemen die Augen verschließen darf."
 
komisch, ich frage mich bei solchen Äußerungen dann immer, wie wir ohne Drogen groß geworden sind. Wir haben lieber so langweilige und harmlose Sachen gemacht wie nach der Schule zuammen abhängen, Sport treiben, mit dem Fahrrad durch die Gegend fahren, shoppen gehen, lesen, fernsehen, Konzert, Kino, schwimmen usw- an Drogen haben wir überhaupt keine Gedanken verschwendet, das waren für uns immer irgendwelche Asi-Kids die solche Sachen ausprobiert haben. Kids aus schwierigen Verhältnissen. Kein junger Mensch muss Drogen ausprobieren. Warum manche dazu neigen, neugierig sind, sowas ausprobieren wollen und andere Kids eben nicht- das wird schon seine Gründe haben. Das hat sicherlich eine Menge damit zu tun, wie man aufgewachsen ist, welche Werte man vermittelt bekommen hat, welchen Freundeskreis man hat, in welchem Umfeld man großgeworden ist und wie die Eltern, Verwandten, Freunde, Besuch usw mit solchen Dingen umgegangen sind.

"Asi-Kids" - möglicherweise warst du ohne Erfahrung mit Drogen, Erfahrung mit Abwertungen von Menschen scheinst du aber verinnerlicht bekommen zu haben.
Du beschreibst im übrigen genau das, was ich sagte: du hattest keine Gelegenheit.
 
Vor allem wird hier gerne mal vergessen, so von wegen "Drogen werden zu Hause nicht akzeptiert", dass es fast(! - ich rede nicht von den Einzelfällen, von denen sich gewiss jeder einzelne hier im Thread rumtreibt) keinen Haushalt geben dürfte, der nicht Alkohol vorhält.
Und solange Alkohol eine gesellschaftlich akzeptierte Droge ist (Wie war das, Grundnahrungsmittel in Bayern?), und man sich vollkommen legal um Potenz, Verstand und Leben saufen darf, so lange braucht auch keiner einen Riss wegen ein paar Drogenkonsumenten irgendwelcher illegaler Substanzen zu machen.

Mal in Zahlen - von 215.000 Drogentoten entfallen
140.000 auf Nikotinkonsum
74.000 auf Alkoholkonsum (Und da sind die unschuldig verstorbenen wegen besoffenen Autofahrern noch aussen vor) und gerade mal 1000 auf illegale Drogen.

Also mal bitte die Verhältnismäßigkeit wahren. 🙄

Und wer sowas konsumiert weiß, worauf er sich einläßt. Er weiß, dass es gut gehen kann, als auch blöde enden - da kommt halt Darwin ins Spiel.
Meine Freunde und ich hatten Glück, wir haben es alle unbeschadet (einen leichten Dachschaden hatten wir schon vorher 😀) überstanden.

Von daher, die Eltern sollten mit der "Schwester der TE" reden, aber sie ist 18. Da ist mit Erziehung nicht mehr viel möglich.
Und mit Verboten wird man mal gar nichts erreichen. Wenn sie das Zeug nehmen will, dann wird sie das tun - verbotenes war schon immer interessanter als alles andere...
 
Zuletzt bearbeitet:
Also erstmal: Drogen sind natürlich keine einfache Angelegenheit und man sollte es nicht auf die leichte Schulter nehmen, aber man muss nicht sofort ein kaputter Junkie sein, wenn man immer wieder Drogen konsumiert. Ich will es nicht(!!!) verharmlosen, sondern nur Abstufungen aufzeigen und dass nicht jeder, der ab und zu kifft oder herumexperimentiert, ein drogenabhängiger und komplett kaputter Mensch ist.

Und jetzt sind manche hier schon dabei, dass sie dealt. Das weiß man nicht! Und die größere Menge kann auch einfach ein "Vorrat" sein. Weil man Drogen ja auch nicht wie im Supermarkt jeden Tag unter Umständen bekommt. Dieser Vorrat kann aber dafür sprechen, dass sie den Konsum langfristiger anlegt, bzw. angelegt hat. Oder sie hat für Freunde was mitbesorgt. Die Schwester muss jetzt nicht ein kaputter Junkie sein, der auch noch dealt und mit einem Bein im Knast steht!!! Lasst doch mal bitte die Kirche im Dorf.

Ich persönlich finde das jetzt nicht so okay, dass hier Panik geschürt wird und man der/dem TE vielleicht noch mehr Angst macht.

Ich kenne Leute, die haben mit Drogen herumprobiert. Und die sind nicht in eine Abhängigkeit gerutscht und die haben ihr Leben heute im Griff. Ich kenne aber auch Leute, die sind wirklich drogenabhängig geworden und mussten einen Entzug machen. Das kann sehr verschieden sein. Jemand aus meiner Familie hat sein Leben komplett gegen die Wand gefahren mit Drogen. Es war auch noch Heroin. Ich kenne aber auch jemanden, der kifft ab und zu und der hat einen super Job, das Privatleben stimmt auch und er hat noch andere Interessen, als Drogen. Das muss also zwangsläufig nicht das Aus für das Leben bedeuten oder dass jemand total abrutscht in den Drogensumpf und daran zerbricht.

Den Tipp mit den Ohrfeigen und dem Kontaktabbruch finde ich komplett daneben. Sorry. Was bringt es, die Schwester alleine zu lassen und den Kontakt abzubrechen? Das führt die Leute doch oft erst recht in eine Abhängigkeit und in die Probleme. Und Schläge als Lösung finde ich sowieso daneben. Als könnte man mit Ohrfeigen alles regeln. Schlimmstenfalls sorgt dieses Verhalten dazu, dass die Schwester erst recht dicht macht oder sich abwendet.

Ich würde mit der Schwester das Gespräch suchen und nicht nur über die Gründe versuchen zu sprechen, warum sie Drogen nimmt, sondern auch, wie sie konsumiert. Also sind wir hier schon dabei, dass sie die Drogen braucht, schlimmstenfalls vielleicht Probleme damit betäubt und sich jede Woche das Zeug reinzieht oder sind wir hier bei einer Experimentierphase? Oder weil der Freundeskreis Druck macht oder weil "alle das mal hin und wieder machen"? Ich finde, das kann schon viel aussagen und zeigen, warum sie das macht und wo man ansetzen kann.

Wenn es ganz brisant ist und ihr nicht weiter wisst, würde ich mit einer Beratungsstelle sprechen. Oder einem Beratungslehrer. Wenn das Zeug an der Schule kursiert und rumgereicht wird, wird das ja auch die Lehrer interessieren.

Die Polizei würde ich rauslassen. Ehrlich, man kann der Schwester da wirklich was richtig kaputt machen. Die Polizei reagiert da nicht immer so, wie es angebracht wäre und am Ende rutscht die Schwester erst recht in unseriöse Kreise ab oder bekommt ihr Leben nicht auf die Reihe, weil sie wegen ihrer Drogen dann eine Vorstrafe am Hals hat und das ganze Wohlfühlprogramm mit der Polizei hatte.

Ich würde meine Schwester auch aufklären, dass Drogen an sich schon sehr gefährlich für die Gesundheit sein können - und noch mehr, wenn das Zeug gepanscht wurde von irgendeinem Dealer. Was die Drogen für Auswirkungen auf ihren Körper haben. Vielleicht unterschätzt sie das auch total oder ist sich nicht bewusst, was alles passieren kann. Gerade Jugendliche sind da oft sehr unbedarft.
 
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