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Hilfe,meine Kinder behandeln mich, wie Dreck.

FrauHolle meinte:
Bin endlich wieder online und möchte allen ganz herzlich danken, die mir damals geholfen haben - es war Hilfe, denn es waren Denkanstöße. Werde jetzt wieder öfter hiersein und auch ausführlicher. Danke!

Eine Bitte - schreib doch auch was über deine (hoffentlich positive) Weiterentwicklung!
Ich denke, viele Leser dieses Forums (auch - und gerade - die nicht registrierten) möchten wissen, ob und wie du deine Probleme in den Griff bekommen hast. Vielleicht kann der eine oder andere etwas daraus lernen...
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Hallo,

die weitere Entwicklung würde mich auch interessieren.
Zu dem thread fiel mir noch ein: Liebe bedeutet sehr deutlich auch mal NEIN zu sagen...echte Liebe fängt mit der Liebe zu sich selber an...nur wer sich auch selber liebt und achtet und somit nicht alles gefallen läßt, der ist glaub ich imstande andere Menschen auf eine gute und förderliche Art und Weise zu lieben, indem man sich halt ggü dem Willen anderer Menschen abgrenzt....inklusive den eigenen Kids..die funktionieren ja auf der Verhaltensebene wie alle Menschen nach dem Prinzip Eigennutz. Und es hat nunmal nichts mit normaler Liebe zu tun sich ausnutzen zu lassen...immer ja zu sagen, keine deutlichen Regeln aufzustellen etc. Die Kinder entwickeln sich da nur zu kleinen Soziopathen, die keine Regeln eines guten Sozialverhaltens kennen und demgemäß nach normalem raubtierhaften Gutdünken handeln...womit sie dann im Leben immer wieder anecken...Normalerweise finden Kinder es klasse klare Strukturen zu haben...die sind oft überfordert, wenn sie keine Regeln haben und werden dann aggressiv und unsozial....da müssen halt Grenzen konsequent gesetzt und durchgesetzt werden..auf angemessene Weise versteht sich....das kann man leicht durch Bücher oder Elternkurse erlernen...

Dieser ADS-Sohn scheint mir auch ein solches Kaliber zu sein...essenziell bei der Sozialisation sind ja die ersten Lebensjahre...da hätte man vielleicht sofort mit fachkundiger Hilfe einiges mehr tun können...solche Kinder brauchen eine Zeitlang doppelten Halt und gezielte Förderung, Waldorf-Schule, gezielte Stärkung des Sozialverhaltens etc....allein als Eltern oder alleinerziehend Mutter ist man damit oft überfordert, aber es gibt da ne Reihe an Hilfsangeboten, Selbsthilfegruppen etc. Sehr schade...sowohl für die Eltern und v.a. auch die Kinder, dass diese Möglichkeiten viel zu wenig genutzt werden...

Wichtig für Mütters finde ich grundsätzlich, dass sie nicht ihren kompletten Lebensinhalt auf die Kids münzen, sondern auch noch ein Leben neben Kindern und Familie haben, eigene Interessen, Freundschaften, HObbies, Beschäftigungen....denn ansonsten gerät das Familiengefüge in eine Machtschieflage...die Kids haben zu viel Macht über ihre Mütter, die Angst haben von ihnen verlassen zu werden...
Veränderung ist der Lauf der Dinge....Kinder werden groß und da ist es immer gut auch loslassen zu können. Kinder gehören einem ja nicht...man darf sie nur eine Zeitlang ihrer Entwicklung begleiten, und wer in dieser Zeit seinen Erziehungsjob gut macht, der verliert an sich den Kontakt auch nie wieder...die Art des Kontakts ändert sich nur...andere Menschen werden wichtiger für die Kids...und das ist auch gut so, denn man hat ja auch ein eigenes Leben und Beschäftigungen...zumindest sollte man die haben, damit man nicht in ein zu großes Loch der Einsamkeit fällt...und zumindest weich landet 🙂)

Gruß
Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe Frau Holle.

Wissen Sie eigentlich, wie sehr Ihre Kinder sie lieben?
Ich meine das ganz ernst! Die Liebe der Kinder zeigt sich oftmals auf die seltsamsten Arten. Hass und Wut sind nichts anderes als Liebe, nur eben in der Gegen-Form. Kinder die gegenüber ihren Eltern solchen Hass und solche Wut entwickeln sind sehr verzweifelt.

Das oberste Ziel - und da werden mir alle zustimmen, die ehrlich in sich hineinfühlen - ist es von Kindern (und das sind oder waren wir alle) das Glück, die Liebe und die Anerkennung unserer Eltern zu erfahren. Kinder sind am Glücklichsten wenn die Eltern glücklich sind. Dafür haben sie ganz feine "Sensoren". Sie fühlen das Unglück der Eltern und versuchen alles erdenkliche (sogar wenn sie selbst darunter leiden), dass sie die Eltern von ihrem Beziehungsunglück ablenken.
Eltern die sich um ihre auffälligen Kinder kümmern haben keine Zeit mehr, sich um ihre gescheiterte Beziehung zu widmen.

Ich weiß, dass dies vielleicht etwas verwirrend und etwas "abgehoben" klingt. Jedoch (und das zeigt mir meine Praxiserfahrung als Paar- und Familientherapeut) steckt hinter jedem Verhalten ein Sinn. Ziel einer Beratung oder einer Therapie ist es nun, den dahinterliegenden Sinn zu entschlüsseln.
 
Ich bin die Frau Holle, habe momentan nur nicht meine Nutzungsdaten parat und melde mich daher als Gast.
Also, das Verhältnis zu meiner Großen (24) hat sich inzwischen fast normalisiert. Die Antworten hier haben mir Denkanstöße gegeben, die mir wirklich geholfen haben. Wenn man selber in einer bestimmten Situation ist, sieht man manche naheliegenden Dinge gar nicht mehr und dafür ist dieses Forum hier eine ganz wunderbare Sache. Sie hat ungewöhnlich viel Vertrauen inzwischen zu mir, sie und meine jüngere (20), die unternehmen viel mit mir, sind oft bei mir und ich nehme das als positiv - es wird nicht ewig so bleiben. Sie ist nicht mehr so extrem die selbstsüchtige Diva, nach deren Pfeife der Rest der Welt tanzt (nur noch ab und zu). Das wird auch damit zursammenhängen, dass meine jüngere und ich seit einiger Zeit einer jungen Frau helfen, die in arge Not geraten ist und keine eigene Familie hat. Die Große hat auf einmal extrem eifersüchtig reagiert......hat sie jetzt aber auch als Freundin angenommen und wir sind ein Vierer-Frauen-Gespann.
Mein Sohn wohnt immer noch in der Ferne - war Ostern wieder verschollen, da hat sich nichts geändert. Ich hatte ihm eine Riesenszene gemacht, weil er sich nie meldet. Daraufhin hat er mir versprochen, dass sich das ändert - nix passiert. Als er mal wieder verschwunden war, hab ich ihn online erwischt unter AIM, hab ihm gesagt, wie wir uns dabei fühlen, dass er den Kontakt zu uns abgebrochen hat - nix passiert. Damit hab ich mich jetzt abgefunden, bin zwar traurig darüber, aber nicht mehr verzweifelt. Er ist erwachsen und muß wissen, was er tut.
Folgendem Abschnitt stimme ich voll zu:
"Dieser ADS-Sohn scheint mir auch ein solches Kaliber zu sein...essenziell bei der Sozialisation sind ja die ersten Lebensjahre...da hätte man vielleicht sofort mit fachkundiger Hilfe einiges mehr tun können...solche Kinder brauchen eine Zeitlang doppelten Halt und gezielte Förderung, Waldorf-Schule, gezielte Stärkung des Sozialverhaltens etc....allein als Eltern oder alleinerziehend Mutter ist man damit oft überfordert, aber es gibt da ne Reihe an Hilfsangeboten, Selbsthilfegruppen etc. Sehr schade...sowohl für die Eltern und v.a. auch die Kinder, dass diese Möglichkeiten viel zu wenig genutzt werden..."
Leider war ADS in der Kindheit meines Sohnes noch nicht so populär wie heute, ist von keinem Arzt erkannt worden. Er ist auf Verhaltenstörungen behandelt worden, Hass auf seinen Vater - Auslassen des Hasses an mir, weil Vater nicht da usw.
Auf ADS bin ich selber gekommen durch Lektüre, Internet usw. Das wurde nach Untersuchungen dann bestätigt, da war er aber schon fast erwachsen.

Was ganz wichtig ist, auch wenn es schwerfällt, in der Erziehung immer konsequent bleiben!!! Das habe ich versäumt!!! Wenn ich z. B. Fersehverbot o. Ä. verhängt habe, haben meine drei wunderschöne Liebesbriefe geschrieben und schon waren die Verbote wieder aufgehoben. Kein Wunder, wenn zumindest die beiden Großen mir irgendwann auf dem "Kopf herumgetanzt" sind. Also - Nein-sagen können!!! Auch an sich selber denken - Selbstlosigkeit nützt in diesem Fall niemanden, weder den Kindern, die sonst zu rücksichtslosen Egoisten werden, noch der Mutter.
Es gibt in Deutschland auch eine Menge Hilfangebote, die man nutzen kann und man sollte sich nie scheuen, diese in Anspruch zu nehmen. Das ist kein Anzeichen von Schwäche, sondern eher von Verantwortungsbewußtsein.

Bis dann (schon wieder viel zu spät)
Frau Holle
 
Hallo Frau Holle,

finde ich ne tolle Sache, dass du so in Sachen Analyse und auch Selbstkritik ne Menge machst...ich denke dadurch kommt man gut weiter.

Jeder Mensch macht Fehler, gut ist nur das nicht zu vertuschen, sondern genau hinzusehen und ggf.Versäumnisse nachzuholen oder einfach zu Fehlern zu stehen. Ändern kann man immer etwas, wenn man sich selber nix vormacht und mal neue Wege ausprobiert.

Blöd, dass das mit deinem Sohn nicht rechtzeitig diagnostiziert wurde...aber so ist es ja an sich häufig...und die Elterns stehen letztlich oft allein vor der Frage: wie damit...was auch immer es sei...richtig umgehen?

Viel Glück weiterhin mit dem Frauen-Vierergespann und immer dran denken: sich ggü den Ladies mit gutem Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl abgrenzen, damit die Einzel-Egoismen schön in sozialer gegenseitiger Absprache verbleiben...und keiner ..einschließlich dir selber ..zu kurz kommt. Devise: Fordern und Fördern statt verwöhnen.

LG
Tyra
 
Ich weiß, es ist schon mehr als 7 Jahre her seit du dein problem geschildert hast.
Dennoch habe ich das Bedürfnis dir antworten zu müssen.
Ich bin 15 Jahre alt und auch bei einer Alleinerziehenden Mutter zusammen mit meinem Bruder aufgewachsen.
Meine Mutter war noch bis zu meinem 6 Lebenjahr verheiratet und wie hatten keine leicht Kindheit.
Mein Bruder hat sich nach der Scheidung ziemlich distanziert und als er volljährig war ist er einer Sekte bei getreten.
Ich hatte sehr lange mit den Konsequenzen seiner Entscheidung zu kämpfen.
Schließlich war MEIN großer Bruder, der einzige dem ich alles anvertraute, mein Held plötzlich weg.
Doch einige Jahre später raffte ich mich zu einem Gespräch auf.
Ich als seine Schwester sagte ihm, dass ich ihn vermisse, dass ich ihn brauche und dass ich angst habe in zu verlieren.
Das hat ihm die Augen geöffnet und nun habe ich die beste Beziehung in meiner Familie zu ihm.
Auch meiner/unsere Mutter hat er sich wieder ein wenig angenähert, wenn ach mit kleinen Schritten.

Ich weiß, dass dein Problem viel größer ist als das meine jemals war.
Ich wünsche dir, dass sich das in den letzten Jahren ein wenig geändert hat.
 

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