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Gast
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Hallo,
ich weiß jetzt nicht genau, ob das hier rein passt aber im Grunde ist es auch Gewalt, wenn auch „nur“ psychische Gewalt.
Ich fang mal an. Ich bin 25 und weiblich und mein Freund ist 23. Ich habe meinen Freund vor ca. 4 Jahren kennengelernt. Ich war verliebt und da wir uns sehr gut verstanden haben, bin ich dann nach 1 1/2 Jahren Fernbeziehung mit ihm zusammengezogen. Ich habe damals noch bei meinen Eltern gewohnt und für ihn meine Heimat aufgegeben. Er war der Grund, warum ich ausgezogen bin und ich war schon irgendwie froh endlich ausziehen zu dürfen, weil ich es bei meinen Eltern nicht mehr ausgehalten hab. Nicht weil ich Stress mit meinen Eltern hatte, sondern die Lebensumstände waren nicht wirklich gut.
Am Anfang wohnten wir kurzfristig bei seinen Eltern und dann sind wir in unsere eigene Wohnung gezogen. Er und seine Eltern haben die Wohnung bzw. die Möbel finanziert, weil ich mir nichts leisten konnte (war gerade erst mit der Schule fertig).
Ich muss sagen, wir haben eine tolle Fernbeziehung geführt. Ich bin einmal im Monat übers Wochenende zu ihm gefahren und wir haben viel unternommen. Er war auch nie negativ auffällig mir gegenüber. Ich hatte ein wirklich gutes Gefühl und dachte, ich habe den Mann meines Lebens gefunden.
Als ich dann bei ihm war, habe ich mir sofort Arbeit gesucht und auch gefunden.
Nach einiger Zeit, noch bei seinen Eltern fing er an mich zu bevormunden, weil ich einkaufen war und ich ihm nicht Bescheid gesagt hab. Da gab es den ersten Streit, vorher hatten wir nie gestritten. Seine Mutter hatte es zudem noch mitbekommen und eine Aussprache veranlasst. Wir haben uns zusammengesetzt und darüber geredet und dann war alles wieder ok. Naja, ich dachte das sind nur Kleinigkeiten und hab es so hingenommen.
Als wir dann zusammen die Wohnung bezogen haben, wurde es immer häufiger mit den Meinungsverschiedenheiten. Meist waren es nur Kleinigkeiten und nicht der Rede wert aber trotzdem hat es mich heruntergezogen. Wir haben uns immer wieder zusammengerauft und dann wars auch wieder gut. So langsam aber sicher kam dann sein wahres Gesicht zum Vorschein. Er ist Choleriker, was mir am Anfang nie aufgefallen ist, weil er immer nett, lieb und aufrichtig war. Wie Choleriker nun mal so sind, macht er aus jeder Mücke einen Elefanten. Er ist immer am nörgeln und meckern. Ich brauche nur eine falsche Bewegung machen und er rastet aus. Egal was ich mache oder nicht mache, alles ist falsch oder nicht richtig. Er schreit herum wie ein Verrückter wenn ihm was nicht passt und mich zieht das dann immer so runter, dass ich nur am heulen bin, auch wenn ich mal nicht gemeint bin.
Es gab mal eine Zeit, da haben wir uns so sehr gestritten, dass ich mit dem Messer auf ihn losgegangen bin. Und der Streit ging von IHM aus, wie immer. Ich war so außer mir, ich konnte nicht mehr und sah keinen Ausweg. Total verrückt, aber ich wusste mir nicht anders zu helfen. Ich war am schreien, heulen und verrückt werden. Selbstmordgedanken waren bei mir an der Tagesordnung. Ich wollte sogar einmal vom Balkon springen, so fertig war ich. :-( Ich drohte ihm, dass ich mich umbringe aber er nahm es nicht ernst und sagte zu mir, dass ich verrückt bin und mir nicht mehr zu helfen ist. Dabei bin ich so harmoniebedürftig und gehe Streit eher aus dem Weg, bzw. fange so gut wie nie einen Streit an. Manchmal drohte er mir sogar, sollte ich mich umbringen dann bringt er meine Eltern um, weil sie ja angeblich Schuld hätten, dass ich so verrückt bin. Er hält meine Eltern für dumm und verrückt, weil sie nicht seiner Lebenseinstellung entsprechen. Dabei sind seine Eltern nicht viel besser, aber die lobt er ja in den Himmel. :-(
Und das ist nicht alles. Wenn wir zusammen sind und er hört oder sieht etwas, sei es eine Frau die nicht einparken kann, dann fängt er urplötzlich an „laut“ zu schreien, teilweise so laut, dass ich mir vor Schmerzen die Ohren zuhalten muss: "Weiber sind doch zu allem zu blöd, scheiß Weiber, die dürften bei mir keinen Führerschein machen, die sind nur zum Beine breit machen und dem Mann dienen da. Für was anderes kann man Weiber nicht gebrauchen etc...." Auch wenn ich selbst Auto fahre und er daneben sitzt ist er nur am meckern, obwohl ich wirklich gut Auto fahren kann. Mittlerweile fahre ich nicht mehr Auto mit ihm. Er nimmt mir mein ganzes Selbstbewusstsein, und dabei habe ich sowieso nicht so viel. :-( Ich habe eine Sozialphobie seit meiner Kindheit.
Das muss ich mir dann immer anhören und kann nichts dagegen tun. Wenn ich dann meine Meinung sage, dann macht er extra weiter. Ich habe das Gefühl, er macht das bewusst, damit er mich noch weiter herunterziehen kann. Er macht mich runter wo er nur kann. :-(
Am Anfang konnte ich noch arbeiten gehen, doch das wurde mit der Zeit immer schlimmer. Ich leide seit 6 Jahren an einer Angststörung mit Panikattacken, aber mir ging es noch relativ gut. Seitdem ich mit ihm zusammen wohne, bzw. wo das mit ihm angefangen hat, wurde es immer schlimmer und habe ich nun auch noch Depressionen dazu bekommen. Ich konnte nicht mehr arbeiten gehen, weil sich meine Gedanken nur noch um mein Leben mit ihm gedreht haben. Ich war immer unruhig und konnte mich nicht mehr konzentrieren. Da es immer nur zeitlich begrenzte Arbeitsverträge waren, habe ich mich dann einfach nicht mehr um neue Arbeitsstellen gekümmert. Ich hatte keine Kraft mehr. Ich hab immer mit ihm darüber geredet, dass ich wegen der momentanen Situation keine Kraft mehr habe, arbeiten zu gehen aber er blockt einfach ab und sagt ich wäre faul, undiszipliniert etc. Er will es nicht verstehen, dass es mit ihm zusammenhängt.
Für ihn ist alles ok. Er geht weiterhin arbeiten und ist auch zufrieden und führt ein normales Leben. Er geht jedes Wochenende mit seinen Freunden Party machen. Er sieht dabei nicht wie schlecht es mir geht. Oder er will es nicht sehen, ich weiß es nicht. Ich gehe so gut wie nicht mehr raus und langweile mich zu Tode in der Wohnung. Ich habe hier keine Freunde gefunden, wegen meiner Sozialphobie. Ich bin ganz allein und gehe nur einkaufen und mache den Haushalt, natürlich für ihn mit, er macht gar nichts. Er sagt immer, ich sitze eh den ganzen Tag Zuhause herum da kann ich mich wohl um den Haushalt kümmern, hab ja sonst nichts besseres zu tun. Er geht ja Vollzeit arbeiten und hat keine Lust sich auch noch um den Haushalt zu kümmern. Dass er arbeiten geht, muss reichen. Selbst wo ich noch Vollzeit arbeiten war, hat er keinen Finger krumm gemacht. Ich musste alles im Haushalt machen.
Ich hatte mir einen Plan gemacht, dass ich Mitte März 2010 in eine stationäre Klinik gehe, damit mir geholfen wird, mit meinen Problemen umgehen zu können und auch um Abstand zu gewinnen. Ich bin seit einem Jahr schon in ambulanter Behandlung wegen meiner Sozialphobie. Das Thema mit meinem Freund habe ich jedoch ausgelassen, ich wollte nicht auch noch damit anfangen, was wohl ein Fehler war. :-(
Als ich dann die stationäre Therapie angetreten habe, hat er mich nach einer Woche besucht und so lang auf mich eingeredet bis ich die Therapie abgebrochen habe. Er hätte mich am liebsten noch am selben Tag mitgenommen aber es war Sonntag und es war niemand auf die Schnelle zu erreichen. Er drohte sogar Gewalt an um mich da rauszuholen. Dann später sagte er mir, er ist mit dem Gedanken dahin gefahren um mich da raus zu holen, koste es was es wolle. Mit der Begründung, er kam nicht damit zurecht ohne mich zu sein und dass es mir da sowieso schlecht ergeht. Jetzt glaube ich, dass er das nur gemacht hat, weil er allein Zuhause war und niemand für ihn gekocht hat. Er hat die ganze Woche nichts gekocht, weil er keine Lust hatte. Klar, habe ich mich dort auch nicht wohl gefühlt, das war auch mit der ausschlaggebende Grund weshalb ich abgebrochen habe aber wenn er nicht gewesen wäre, dann hätte ich die Therapie sicherlich fortgeführt und zu Ende gebracht. Ich bin kein Typ der einfach so etwas abbricht.
Er war dann auch überglücklich, als ich wieder bei ihm war und hat mich freudig begrüßt. Ich habe ihm aber auch gesagt, dass er sich ändern muss, damit es mir wieder besser geht. Das hielt aber nur kurze Zeit an und jetzt ist wieder alles beim Alten.
Nun kann ich mir wieder tagtäglich anhören, wie lebensunfähig ich doch bin und dass ich nichts zu sagen hätte, weil er ja verdient und mich mit durchzieht. Ich habe kein Einkommen und er sorgt für mich mit. Er zahlt die Wohnung und Lebensmittel etc. Ich bin arbeitslos und bekomme kein Hartz4. Ich habe auch nichts beantragt, weil ich eine eheähnliche Lebensgemeinschaft mit ihm führe und ich eh keinen Anspruch habe, da er ja verdient. Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll. Ich habe ihm schon oft damit gedroht, dass ich mich von ihm trennen will und wieder zu meinen Eltern ziehen würde aber das stört ihn überhaupt nicht, weil er weiß, dass ich das eh nicht fertig bringe und nicht den Mut dazu habe. Er sagt mir dann immer, ich könnte eh nicht ohne ihn leben und ich würde auf der Straße landen wenn ich nicht bei ihm bliebe. Er hält mir dann immer vor, ob ich wirklich wieder zurück in mein "altes" Leben will und ich es doch viel besser bei ihm habe. Das stimmt aber nicht. Oft fügt er noch hinzu, dass ich ja selbst schuld bin, dass ich bei ihm sein muss. Ich hätte ihn ja angesprochen, nicht er und nun muss ich mich damit abfinden für mein Lebensende. Ich "darf" mich nicht von ihm trennen, ich hab es mir ja selbst so ausgesucht. NEIN habe ich eben nicht. :-(
Beziehungstechnisch führen wir seit über einem Jahr keine richtige Beziehung mehr. Es ist eine "Freundschaft" mehr ist da nicht mehr. Ich verweigere mich ihm. Ich liebe ihn nicht mehr und ich finde ihn einfach nur noch nervig und bin froh, wenn er nicht da ist. Er sieht das ganz anders, er sagt mir immer, wie sehr er mich doch liebt. Er ist blind und sieht nicht, oder will es nicht wahr haben, dass die Beziehung zum scheitern verurteilt ist. Jeder Tag ist ein Tag mehr, wo ich das Gefühl habe, dass ich eigentlich nicht mehr mit ihm zusammen sein will. Niemand weiß, was ich denke und fühle nicht einmal meine Eltern wissen, wie sehr mich die "Beziehung" mitnimmt. Seine Eltern schon gar nicht, denn zu ihnen habe ich überhaupt keinen Bezug. Ich traue mich nicht denen die Meinung zu sagen, wie schlimm ihr Sohn mit mir umgeht. Ich kann es nicht, ich bring es nicht fertig, ich bin so ängstlich. :-( Ich schäme mich einfach nur dafür. Vielleicht will ich mir auch selbst nicht eingestehen, dass es so ist. Aber tief im Innern habe ich damit abgeschlossen, dass es besser wird.
Mich plagen Existenzängste, da ich nun finanziell völlig von ihm abhängig bin. Ich habe ein Auto (12 Jahre), was ich damals mitgebracht habe aber das ist auch nicht mehr das Beste und weiß nicht wie lang es noch fährt. Ein Neues werde ich mir nicht leisten können. Und selbst wenn, dann sagt er es darf kein Auto sein was mehr PS hat als seins. Ich habe nur ein eigenes Konto, wo fast nichts mehr drauf ist und es wird immer weniger. :-( Ich konnte mir nie etwas Großartiges leisten, seit ich mit ihm zusammen wohne, da wir ein gemeinsames Konto haben und mein Geld, wo ich noch arbeiten war, einfach mit verbraucht wurde. Ich habe keine Arbeit und keine Zukunft und sehe schwarz. Er dagegen hat ein neues Auto und zieht bald in das Haus zu seinen Eltern und da soll ich natürlich mit. :-( Ich habe ihm schon gesagt, dass ich keine Miete zahlen will, weil es ja mal sein Haus ist (er ist Einzelkind). Damit ist er auch angeblich einverstanden. Warum sollte ich seine Immobilie mit abbezahlen? Sehe ich nicht ein.
Ich halte es langsam nicht mehr aus. Ich war, seitdem ich bei ihm wohne, nur einmal bei meinen Eltern zu Besuch, er war natürlich mit aber er hat es dort nicht ausgehalten und wir sind nach einem Tag wieder gefahren. :-( Ich darf meine Eltern nicht besuchen, geschweige denn Urlaub machen. Er stellt sich vor mich und unterdrückt mich wo es nur geht. Ich führe kein eigenständiges Leben mehr. Wenn meine Eltern zu Besuch sind, dann spiele ich ihnen eine heile Welt vor, weil sie ebenso mit Depressionen zu kämpfen haben (beide) und ich das ihnen nicht zumuten will und kann.
Was soll ich machen? Einfach abhauen? Ich habe Angst wie er reagiert und mich dann wahrscheinlich verfolgt. Ich habe schon oft mit ihm darüber geredet aber er sagt immer nur ich soll sein Leben nicht so schwer machen. Dabei macht er doch mir mein Leben schwer. :-( Am liebsten würde ich mein Leben beenden, aber ich will nicht sterben. Ich habe es meinen Eltern mal andeutungsweise erzählt und sie meinten dann nur ich soll wieder nach Hause kommen, bevor ich sowas tue. Aber wenn sie wüssten, wie mein Freund reagiert. Sie wissen ja nicht, wie verrückt er sein kann. :-( Zumal meine Eltern für mich auch keine große Hilfe sind. Wenn sie Probleme haben, rufen sie mich an und ich soll sie lösen. Ich darf auch von ihm aus niemandem erzählen was mit uns ist und wie er wirklich ist. Das macht mich alles so fertig, ich kann bald nicht mehr. Ich wache jeden Morgen auf und mir kommen aus Verzweiflung die Tränen. Was soll ich nur tun?????? :-(
Sorry, für den langen Text aber ich habe es schon kurz gefasst. Danke fürs lesen.
ich weiß jetzt nicht genau, ob das hier rein passt aber im Grunde ist es auch Gewalt, wenn auch „nur“ psychische Gewalt.
Ich fang mal an. Ich bin 25 und weiblich und mein Freund ist 23. Ich habe meinen Freund vor ca. 4 Jahren kennengelernt. Ich war verliebt und da wir uns sehr gut verstanden haben, bin ich dann nach 1 1/2 Jahren Fernbeziehung mit ihm zusammengezogen. Ich habe damals noch bei meinen Eltern gewohnt und für ihn meine Heimat aufgegeben. Er war der Grund, warum ich ausgezogen bin und ich war schon irgendwie froh endlich ausziehen zu dürfen, weil ich es bei meinen Eltern nicht mehr ausgehalten hab. Nicht weil ich Stress mit meinen Eltern hatte, sondern die Lebensumstände waren nicht wirklich gut.
Am Anfang wohnten wir kurzfristig bei seinen Eltern und dann sind wir in unsere eigene Wohnung gezogen. Er und seine Eltern haben die Wohnung bzw. die Möbel finanziert, weil ich mir nichts leisten konnte (war gerade erst mit der Schule fertig).
Ich muss sagen, wir haben eine tolle Fernbeziehung geführt. Ich bin einmal im Monat übers Wochenende zu ihm gefahren und wir haben viel unternommen. Er war auch nie negativ auffällig mir gegenüber. Ich hatte ein wirklich gutes Gefühl und dachte, ich habe den Mann meines Lebens gefunden.
Als ich dann bei ihm war, habe ich mir sofort Arbeit gesucht und auch gefunden.
Nach einiger Zeit, noch bei seinen Eltern fing er an mich zu bevormunden, weil ich einkaufen war und ich ihm nicht Bescheid gesagt hab. Da gab es den ersten Streit, vorher hatten wir nie gestritten. Seine Mutter hatte es zudem noch mitbekommen und eine Aussprache veranlasst. Wir haben uns zusammengesetzt und darüber geredet und dann war alles wieder ok. Naja, ich dachte das sind nur Kleinigkeiten und hab es so hingenommen.
Als wir dann zusammen die Wohnung bezogen haben, wurde es immer häufiger mit den Meinungsverschiedenheiten. Meist waren es nur Kleinigkeiten und nicht der Rede wert aber trotzdem hat es mich heruntergezogen. Wir haben uns immer wieder zusammengerauft und dann wars auch wieder gut. So langsam aber sicher kam dann sein wahres Gesicht zum Vorschein. Er ist Choleriker, was mir am Anfang nie aufgefallen ist, weil er immer nett, lieb und aufrichtig war. Wie Choleriker nun mal so sind, macht er aus jeder Mücke einen Elefanten. Er ist immer am nörgeln und meckern. Ich brauche nur eine falsche Bewegung machen und er rastet aus. Egal was ich mache oder nicht mache, alles ist falsch oder nicht richtig. Er schreit herum wie ein Verrückter wenn ihm was nicht passt und mich zieht das dann immer so runter, dass ich nur am heulen bin, auch wenn ich mal nicht gemeint bin.
Es gab mal eine Zeit, da haben wir uns so sehr gestritten, dass ich mit dem Messer auf ihn losgegangen bin. Und der Streit ging von IHM aus, wie immer. Ich war so außer mir, ich konnte nicht mehr und sah keinen Ausweg. Total verrückt, aber ich wusste mir nicht anders zu helfen. Ich war am schreien, heulen und verrückt werden. Selbstmordgedanken waren bei mir an der Tagesordnung. Ich wollte sogar einmal vom Balkon springen, so fertig war ich. :-( Ich drohte ihm, dass ich mich umbringe aber er nahm es nicht ernst und sagte zu mir, dass ich verrückt bin und mir nicht mehr zu helfen ist. Dabei bin ich so harmoniebedürftig und gehe Streit eher aus dem Weg, bzw. fange so gut wie nie einen Streit an. Manchmal drohte er mir sogar, sollte ich mich umbringen dann bringt er meine Eltern um, weil sie ja angeblich Schuld hätten, dass ich so verrückt bin. Er hält meine Eltern für dumm und verrückt, weil sie nicht seiner Lebenseinstellung entsprechen. Dabei sind seine Eltern nicht viel besser, aber die lobt er ja in den Himmel. :-(
Und das ist nicht alles. Wenn wir zusammen sind und er hört oder sieht etwas, sei es eine Frau die nicht einparken kann, dann fängt er urplötzlich an „laut“ zu schreien, teilweise so laut, dass ich mir vor Schmerzen die Ohren zuhalten muss: "Weiber sind doch zu allem zu blöd, scheiß Weiber, die dürften bei mir keinen Führerschein machen, die sind nur zum Beine breit machen und dem Mann dienen da. Für was anderes kann man Weiber nicht gebrauchen etc...." Auch wenn ich selbst Auto fahre und er daneben sitzt ist er nur am meckern, obwohl ich wirklich gut Auto fahren kann. Mittlerweile fahre ich nicht mehr Auto mit ihm. Er nimmt mir mein ganzes Selbstbewusstsein, und dabei habe ich sowieso nicht so viel. :-( Ich habe eine Sozialphobie seit meiner Kindheit.
Das muss ich mir dann immer anhören und kann nichts dagegen tun. Wenn ich dann meine Meinung sage, dann macht er extra weiter. Ich habe das Gefühl, er macht das bewusst, damit er mich noch weiter herunterziehen kann. Er macht mich runter wo er nur kann. :-(
Am Anfang konnte ich noch arbeiten gehen, doch das wurde mit der Zeit immer schlimmer. Ich leide seit 6 Jahren an einer Angststörung mit Panikattacken, aber mir ging es noch relativ gut. Seitdem ich mit ihm zusammen wohne, bzw. wo das mit ihm angefangen hat, wurde es immer schlimmer und habe ich nun auch noch Depressionen dazu bekommen. Ich konnte nicht mehr arbeiten gehen, weil sich meine Gedanken nur noch um mein Leben mit ihm gedreht haben. Ich war immer unruhig und konnte mich nicht mehr konzentrieren. Da es immer nur zeitlich begrenzte Arbeitsverträge waren, habe ich mich dann einfach nicht mehr um neue Arbeitsstellen gekümmert. Ich hatte keine Kraft mehr. Ich hab immer mit ihm darüber geredet, dass ich wegen der momentanen Situation keine Kraft mehr habe, arbeiten zu gehen aber er blockt einfach ab und sagt ich wäre faul, undiszipliniert etc. Er will es nicht verstehen, dass es mit ihm zusammenhängt.
Für ihn ist alles ok. Er geht weiterhin arbeiten und ist auch zufrieden und führt ein normales Leben. Er geht jedes Wochenende mit seinen Freunden Party machen. Er sieht dabei nicht wie schlecht es mir geht. Oder er will es nicht sehen, ich weiß es nicht. Ich gehe so gut wie nicht mehr raus und langweile mich zu Tode in der Wohnung. Ich habe hier keine Freunde gefunden, wegen meiner Sozialphobie. Ich bin ganz allein und gehe nur einkaufen und mache den Haushalt, natürlich für ihn mit, er macht gar nichts. Er sagt immer, ich sitze eh den ganzen Tag Zuhause herum da kann ich mich wohl um den Haushalt kümmern, hab ja sonst nichts besseres zu tun. Er geht ja Vollzeit arbeiten und hat keine Lust sich auch noch um den Haushalt zu kümmern. Dass er arbeiten geht, muss reichen. Selbst wo ich noch Vollzeit arbeiten war, hat er keinen Finger krumm gemacht. Ich musste alles im Haushalt machen.
Ich hatte mir einen Plan gemacht, dass ich Mitte März 2010 in eine stationäre Klinik gehe, damit mir geholfen wird, mit meinen Problemen umgehen zu können und auch um Abstand zu gewinnen. Ich bin seit einem Jahr schon in ambulanter Behandlung wegen meiner Sozialphobie. Das Thema mit meinem Freund habe ich jedoch ausgelassen, ich wollte nicht auch noch damit anfangen, was wohl ein Fehler war. :-(
Als ich dann die stationäre Therapie angetreten habe, hat er mich nach einer Woche besucht und so lang auf mich eingeredet bis ich die Therapie abgebrochen habe. Er hätte mich am liebsten noch am selben Tag mitgenommen aber es war Sonntag und es war niemand auf die Schnelle zu erreichen. Er drohte sogar Gewalt an um mich da rauszuholen. Dann später sagte er mir, er ist mit dem Gedanken dahin gefahren um mich da raus zu holen, koste es was es wolle. Mit der Begründung, er kam nicht damit zurecht ohne mich zu sein und dass es mir da sowieso schlecht ergeht. Jetzt glaube ich, dass er das nur gemacht hat, weil er allein Zuhause war und niemand für ihn gekocht hat. Er hat die ganze Woche nichts gekocht, weil er keine Lust hatte. Klar, habe ich mich dort auch nicht wohl gefühlt, das war auch mit der ausschlaggebende Grund weshalb ich abgebrochen habe aber wenn er nicht gewesen wäre, dann hätte ich die Therapie sicherlich fortgeführt und zu Ende gebracht. Ich bin kein Typ der einfach so etwas abbricht.
Er war dann auch überglücklich, als ich wieder bei ihm war und hat mich freudig begrüßt. Ich habe ihm aber auch gesagt, dass er sich ändern muss, damit es mir wieder besser geht. Das hielt aber nur kurze Zeit an und jetzt ist wieder alles beim Alten.
Nun kann ich mir wieder tagtäglich anhören, wie lebensunfähig ich doch bin und dass ich nichts zu sagen hätte, weil er ja verdient und mich mit durchzieht. Ich habe kein Einkommen und er sorgt für mich mit. Er zahlt die Wohnung und Lebensmittel etc. Ich bin arbeitslos und bekomme kein Hartz4. Ich habe auch nichts beantragt, weil ich eine eheähnliche Lebensgemeinschaft mit ihm führe und ich eh keinen Anspruch habe, da er ja verdient. Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll. Ich habe ihm schon oft damit gedroht, dass ich mich von ihm trennen will und wieder zu meinen Eltern ziehen würde aber das stört ihn überhaupt nicht, weil er weiß, dass ich das eh nicht fertig bringe und nicht den Mut dazu habe. Er sagt mir dann immer, ich könnte eh nicht ohne ihn leben und ich würde auf der Straße landen wenn ich nicht bei ihm bliebe. Er hält mir dann immer vor, ob ich wirklich wieder zurück in mein "altes" Leben will und ich es doch viel besser bei ihm habe. Das stimmt aber nicht. Oft fügt er noch hinzu, dass ich ja selbst schuld bin, dass ich bei ihm sein muss. Ich hätte ihn ja angesprochen, nicht er und nun muss ich mich damit abfinden für mein Lebensende. Ich "darf" mich nicht von ihm trennen, ich hab es mir ja selbst so ausgesucht. NEIN habe ich eben nicht. :-(
Beziehungstechnisch führen wir seit über einem Jahr keine richtige Beziehung mehr. Es ist eine "Freundschaft" mehr ist da nicht mehr. Ich verweigere mich ihm. Ich liebe ihn nicht mehr und ich finde ihn einfach nur noch nervig und bin froh, wenn er nicht da ist. Er sieht das ganz anders, er sagt mir immer, wie sehr er mich doch liebt. Er ist blind und sieht nicht, oder will es nicht wahr haben, dass die Beziehung zum scheitern verurteilt ist. Jeder Tag ist ein Tag mehr, wo ich das Gefühl habe, dass ich eigentlich nicht mehr mit ihm zusammen sein will. Niemand weiß, was ich denke und fühle nicht einmal meine Eltern wissen, wie sehr mich die "Beziehung" mitnimmt. Seine Eltern schon gar nicht, denn zu ihnen habe ich überhaupt keinen Bezug. Ich traue mich nicht denen die Meinung zu sagen, wie schlimm ihr Sohn mit mir umgeht. Ich kann es nicht, ich bring es nicht fertig, ich bin so ängstlich. :-( Ich schäme mich einfach nur dafür. Vielleicht will ich mir auch selbst nicht eingestehen, dass es so ist. Aber tief im Innern habe ich damit abgeschlossen, dass es besser wird.
Mich plagen Existenzängste, da ich nun finanziell völlig von ihm abhängig bin. Ich habe ein Auto (12 Jahre), was ich damals mitgebracht habe aber das ist auch nicht mehr das Beste und weiß nicht wie lang es noch fährt. Ein Neues werde ich mir nicht leisten können. Und selbst wenn, dann sagt er es darf kein Auto sein was mehr PS hat als seins. Ich habe nur ein eigenes Konto, wo fast nichts mehr drauf ist und es wird immer weniger. :-( Ich konnte mir nie etwas Großartiges leisten, seit ich mit ihm zusammen wohne, da wir ein gemeinsames Konto haben und mein Geld, wo ich noch arbeiten war, einfach mit verbraucht wurde. Ich habe keine Arbeit und keine Zukunft und sehe schwarz. Er dagegen hat ein neues Auto und zieht bald in das Haus zu seinen Eltern und da soll ich natürlich mit. :-( Ich habe ihm schon gesagt, dass ich keine Miete zahlen will, weil es ja mal sein Haus ist (er ist Einzelkind). Damit ist er auch angeblich einverstanden. Warum sollte ich seine Immobilie mit abbezahlen? Sehe ich nicht ein.
Ich halte es langsam nicht mehr aus. Ich war, seitdem ich bei ihm wohne, nur einmal bei meinen Eltern zu Besuch, er war natürlich mit aber er hat es dort nicht ausgehalten und wir sind nach einem Tag wieder gefahren. :-( Ich darf meine Eltern nicht besuchen, geschweige denn Urlaub machen. Er stellt sich vor mich und unterdrückt mich wo es nur geht. Ich führe kein eigenständiges Leben mehr. Wenn meine Eltern zu Besuch sind, dann spiele ich ihnen eine heile Welt vor, weil sie ebenso mit Depressionen zu kämpfen haben (beide) und ich das ihnen nicht zumuten will und kann.
Was soll ich machen? Einfach abhauen? Ich habe Angst wie er reagiert und mich dann wahrscheinlich verfolgt. Ich habe schon oft mit ihm darüber geredet aber er sagt immer nur ich soll sein Leben nicht so schwer machen. Dabei macht er doch mir mein Leben schwer. :-( Am liebsten würde ich mein Leben beenden, aber ich will nicht sterben. Ich habe es meinen Eltern mal andeutungsweise erzählt und sie meinten dann nur ich soll wieder nach Hause kommen, bevor ich sowas tue. Aber wenn sie wüssten, wie mein Freund reagiert. Sie wissen ja nicht, wie verrückt er sein kann. :-( Zumal meine Eltern für mich auch keine große Hilfe sind. Wenn sie Probleme haben, rufen sie mich an und ich soll sie lösen. Ich darf auch von ihm aus niemandem erzählen was mit uns ist und wie er wirklich ist. Das macht mich alles so fertig, ich kann bald nicht mehr. Ich wache jeden Morgen auf und mir kommen aus Verzweiflung die Tränen. Was soll ich nur tun?????? :-(
Sorry, für den langen Text aber ich habe es schon kurz gefasst. Danke fürs lesen.