V
Verzweifelte
Gast
Hallo Ihr Lieben!
Dies wird ein längerer Text, da man ansonsten die Situation nicht beurteilen kann, in der ich mich momentan befinde. Ich bin zwar hier auch registriert, aber ich möchte nicht, dass es eventuell jemand liest, der mich kennt.
Ich versuche mich kurz zu fassen, was mich so verzweifeln lässt: Vor gut 4 Jahren bemerkte ich, wie sich meine Mutter immer seltsamer benahm, immer mehr Zeit im Bad verbrachte etc. Jedenfalls äußerte sich das Ganze als Waschzwang. Habe lange gebraucht, sie darauf anzusprechen, aber jedenfalls hat sie eine Therapie gemacht, die auch erfolgreich war. Außer mir wusste niemand in unserer Familie etwas von ihrer Krankheit, weil sie es so wollte und ich niemandem etwas sagen sollte, um keine anderen Leute mit zu belasten. Auf alle Fälle war ich zu dieser Zeit sehr labil und musste auch in Psychotherapie gehen: Ängste (Vor dem Tod, Krankheit, Alleinsein), Hypochondrie, Panikattacken.
Seit ein paar Monaten hat sich die Situation bei meiner Mutter wieder verschlechtert. Bei mir leider auch, obwohl es mir auch wieder gut ging. Bei mir lag es an der Trennung von meiner großen Liebe, nehme ich an. Aber damit wollte ich meine Mutter nicht belasten. Da sie sich dann Sorgen um mich macht, wo es ihr selbst schon so schlecht geht und sie nicht schlafen kann. Hab sie jedenfalls wieder zur Therapeutin geschickt. Zur Zeit ist die Situation zuhaus unerträglich, da ich jedesmal wenn ich heimkomm nach der Arbeit sehe wie schlecht es ihr geht. Oft ergreife ich die "Flucht" und fahre viel weg zu Freunden usw. Wenn ich dann mal ein ganzes WE nicht da war, werde ich zuhaus gleich ignoriert oder dumm angemacht. Es ist so schlimm. Mein Vater weiß mittlerweile, was meine Mutter hat. Er kann aber auch nicht richtig damit umgehen. Er hört ihr zwar zu, weiß aber nicht wie er helfen kann. Ich habe noch eine Schwester (21 Jahre), die allerdings nichts von der Krankheit wissen soll, weil sie nicht auch mit reingezogen werden soll in die Stimmung.
Gestern abend ist so viel eskaliert. Mein Vater kam sturzbetrunken nachhaus und hat sich aufs Bett gesetzt. Sie hat sich in ein anderes Zimmer gelegt. Er muss wohl durch den Keller reingekommen sein und als ich mir dort was zu trinken holen wollte, hab ich nen Schock bekommen. Er hatte alles vollgesch... und vollgekotzt... Es tut mir leid, dass ich das hier schreibe, aber es hat mich so fertig gemacht. Ich hab versucht alles wegzuwischen ohne das meine Mutter was mitbekommt. Wenn sie das sieht oder riecht, hab ich Angst, dass sie durchdreht wegen ihrem Waschzwang. Beide haben dann geheult und sich angeschnauzt. Ich mittendrin. Hab ihn dann am Bett saubergemacht! Weil sie es nicht konnte. Die Beiden haben mir solche Angst gemacht. Hab auf ihn eingeredet, dass er mir sagen soll, wo er alles noch im Keller eingesaut hat. Aber er konnte nix mehr sagen und hat geheult, dass er nicht weiß was er machen soll. Er kann mit der Situation mit Mutti nicht umgehen.
Das war jetzt die Kurzfassung. Dies real zu erleben war mehr als schlimm. Ich habe diese Nacht kein Auge zugetan und Herzrasen gehabt. Hab Angst durchzudrehen und es diesmal nicht durchstehen zu können. Weiß nicht mehr was ich machen soll... Bin jetzt an der Arbeit. Weiß nicht wie es weitergeht. Hab Angst, alles nicht zu schaffen. Wollte Sonntag mit nem guten Freund in Urlaub fahren und hoffe, dass ich dort ohne schlechtes Gewissen mich ein bisschen erholen kann.
Bitte gebt mir Ratschläge.
Eure Verzweifelte.
PS: Entschuldigt den langen Text
Dies wird ein längerer Text, da man ansonsten die Situation nicht beurteilen kann, in der ich mich momentan befinde. Ich bin zwar hier auch registriert, aber ich möchte nicht, dass es eventuell jemand liest, der mich kennt.
Ich versuche mich kurz zu fassen, was mich so verzweifeln lässt: Vor gut 4 Jahren bemerkte ich, wie sich meine Mutter immer seltsamer benahm, immer mehr Zeit im Bad verbrachte etc. Jedenfalls äußerte sich das Ganze als Waschzwang. Habe lange gebraucht, sie darauf anzusprechen, aber jedenfalls hat sie eine Therapie gemacht, die auch erfolgreich war. Außer mir wusste niemand in unserer Familie etwas von ihrer Krankheit, weil sie es so wollte und ich niemandem etwas sagen sollte, um keine anderen Leute mit zu belasten. Auf alle Fälle war ich zu dieser Zeit sehr labil und musste auch in Psychotherapie gehen: Ängste (Vor dem Tod, Krankheit, Alleinsein), Hypochondrie, Panikattacken.
Seit ein paar Monaten hat sich die Situation bei meiner Mutter wieder verschlechtert. Bei mir leider auch, obwohl es mir auch wieder gut ging. Bei mir lag es an der Trennung von meiner großen Liebe, nehme ich an. Aber damit wollte ich meine Mutter nicht belasten. Da sie sich dann Sorgen um mich macht, wo es ihr selbst schon so schlecht geht und sie nicht schlafen kann. Hab sie jedenfalls wieder zur Therapeutin geschickt. Zur Zeit ist die Situation zuhaus unerträglich, da ich jedesmal wenn ich heimkomm nach der Arbeit sehe wie schlecht es ihr geht. Oft ergreife ich die "Flucht" und fahre viel weg zu Freunden usw. Wenn ich dann mal ein ganzes WE nicht da war, werde ich zuhaus gleich ignoriert oder dumm angemacht. Es ist so schlimm. Mein Vater weiß mittlerweile, was meine Mutter hat. Er kann aber auch nicht richtig damit umgehen. Er hört ihr zwar zu, weiß aber nicht wie er helfen kann. Ich habe noch eine Schwester (21 Jahre), die allerdings nichts von der Krankheit wissen soll, weil sie nicht auch mit reingezogen werden soll in die Stimmung.
Gestern abend ist so viel eskaliert. Mein Vater kam sturzbetrunken nachhaus und hat sich aufs Bett gesetzt. Sie hat sich in ein anderes Zimmer gelegt. Er muss wohl durch den Keller reingekommen sein und als ich mir dort was zu trinken holen wollte, hab ich nen Schock bekommen. Er hatte alles vollgesch... und vollgekotzt... Es tut mir leid, dass ich das hier schreibe, aber es hat mich so fertig gemacht. Ich hab versucht alles wegzuwischen ohne das meine Mutter was mitbekommt. Wenn sie das sieht oder riecht, hab ich Angst, dass sie durchdreht wegen ihrem Waschzwang. Beide haben dann geheult und sich angeschnauzt. Ich mittendrin. Hab ihn dann am Bett saubergemacht! Weil sie es nicht konnte. Die Beiden haben mir solche Angst gemacht. Hab auf ihn eingeredet, dass er mir sagen soll, wo er alles noch im Keller eingesaut hat. Aber er konnte nix mehr sagen und hat geheult, dass er nicht weiß was er machen soll. Er kann mit der Situation mit Mutti nicht umgehen.
Das war jetzt die Kurzfassung. Dies real zu erleben war mehr als schlimm. Ich habe diese Nacht kein Auge zugetan und Herzrasen gehabt. Hab Angst durchzudrehen und es diesmal nicht durchstehen zu können. Weiß nicht mehr was ich machen soll... Bin jetzt an der Arbeit. Weiß nicht wie es weitergeht. Hab Angst, alles nicht zu schaffen. Wollte Sonntag mit nem guten Freund in Urlaub fahren und hoffe, dass ich dort ohne schlechtes Gewissen mich ein bisschen erholen kann.
Bitte gebt mir Ratschläge.
Eure Verzweifelte.
PS: Entschuldigt den langen Text