Ach so, Du wirst in Konstanz operiert, wer soll Dich denn operieren?
Probleme könnte es mit dem Wundschmerz geben, einseitig im Gesicht ist das oft kein Problem, doch mittig oder gar beidseitig kann schon sehr einschränkend sein. Dinge wie Essen, Trinken und Sprechen könnten sehr unangenehm werden, wenn beide Gesichtshälften betroffen sind. Aus Der Sicht einer dritten Person, gar eines Arztes, der ohnehin einen anderen Blickwinkel auf solche Dinge hat (frag mich mal, ich war seit der Kindheit von Medizinern umzingelt), sieht die Sache natürlich weniger problematisch aus. Die Frage ist, ob Du lieber eine kurze Zeit (vielleicht) stärker eingeschränkt sein möchtest oder lieber eine längere Zeit weniger. Es kommt natürlich auf sehr individuelle Faktoren an, wie stark die Einschränkung am Ende wirklich ist, doch ich persönlich würde auf die längere Zeit und ambulante Versorgung setzen.
Ich habe zu viele schlechte Erfahrungen mit Eingriffen in Vollnarkose gemacht, lässt man einen Eingriff ambulant durchführen, hat man eine gewisse Kontrolle. Natürlich gibt es Eingriffe, die kann man nur unter Vollnarkose richtig machen, da stellt sich die Frage natürlich nicht. Ich wurde z.B. unter Vollnarkose am Darm operiert (hätte keine Vollnarkose sein müssen), einige Jahre später hat sich heraus gestellt, dass der Arzt Dinge abgerechnet hat (ich war privat versichert), die er nicht gemacht haben kann, da das Narbenbild nicht passt.
Versteh mich nicht falsch, ich möchte Dir keine Angst vor einer Vollnarkose machen. Ich möchte lediglich, dass Du die Möglichkeit bekommst die Sache aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und ggf. neu zu bewerten. Wenn Du lieber nichts vom Eingriff mitbekommst (das könnte empfindliche Personen alleine schon sehr stressen) und die Sache in kürzerer Zeit durchgestanden haben möchtest, dann lass Dich nicht abhalten.