Schattenwölfin
Aktives Mitglied
Dieses Mantra "such dir nen Therapeuten" wird doch längst reflexartig verwendet. Einen Termin bei einem Therapeuten bekommt man kaum, mit monatelanger Wartezeit oder man bekommt nur Absagen, weil die Praxen überlaufen sind, es sei denn man ist Privatpatient.Das ist schon richtig. Aber du schreibst ja selbst: „…stehen nur noch für die nötigsten Dinge auf.“ Das heißt: Auch hier machen sie noch etwas. Von daher: Möchte man aus seinem Tief raus, kommt man um das „machen“ nicht drumherum. Kleine Schritte reichen für den Anfang völlig aus. Möchte man Hilfe, muss man schließlich auch etwas dafür tun, wie z.B. hier im Forum schreiben oder Therapeuten anrufen. Auch das sind erst mal Tätigkeiten, wozu sich ein Depressiver überwinden muss. Donanao hat sich hier an das Forum gewendet. Die nächsten Schritte wären, sich therapeutische Hilfe zu suchen und sich im Alltag immer wieder mal kleine Dinge vorzunehmen, ohne sich dabei zu überfordern.
Eine Therapie ist zudem längst kein Garant auf Besserung, in vielen Fällen hilft sie nämlich nicht bzw nicht genug um sein Leben wieder auf die Reihe zu kriegen.
Auch kostet es eine Menge Überwindung zu einem Therapeuten zu gehen. Das ist nicht einfach.