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Heutzutage definieren sich zu viele Menschen über Erfolg jedweder Art

  • Starter*in Starter*in Dr. Island
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wenn du als kind eben keine liebe bekamst und dadurch kein selbstwert hast,und garnicht weisst das du ein anrecht auf alles hast...musste dirs erst einmal erarbeiten.
oder wenn ich als kind vergewaltigt wurde, und dadurch verletzt wurde,muss ich mir erstmal wieder mein vertrauen in die welt und menschheit erarbeiten.
da kann ich noch so ein anrecht drauf haben,nach gewissen dingen glaubste an nichts mehr und da fängt die arbeit an...
dein sogenannter plan liest sich schön und im allgemeinen sollte es so auch sein,doch einige schicksale machen eben eine NEu-Erarbeitung nötig.

Das ist ja genau die Folge einer zutiefst menschenverachtenden Lebensweise, die ja erst in diese Abgründe geführt hat. Warum ist es verkehrt, endlich etwas grundlegend zu verändern, damit es zukünftigen Generationen eben nicht mehr so ergehen wird? Es ist zu viel spät, um pessimistisch zu sein. 🙂
 
Es ist doch jedem Überlassen was er macht und ich finde jede Arbeit im Dienste des Allgemeinwohles gleich wertvoll.


Da liegst du schlicht falsch.

Ob Müllmann oder Arzt. Beide sind gleich viel wert. Denn beides sind Menschen. Und nur das zählt.🙂😎

lizzy 🙂

Das steht nicht zur Debatte. Es geht nicht um die Menschen hinter der Arbeit, sondern um die Arbeit an sich. Und wenn jeder gleich viel bekommt, egal für welche Tätigkeit, gibt es keinen Grund mehr sich anzustrengen.
 
Da hast du Recht Sonnenlicht. Ich habe das dann wohl etwas falsch verstanden wegen dem Threadtitel. Denn da ging es wohl eher um beruflichen Erfolg und das sich die Menschen darüber definieren. 🙂

lizzy🙂


mein beitrag sollte nur zeigen ,das erfolg eben auch abhängig ist,vom ausgangspunkt. (diva und eu frank schrieben dazu etwas... da kamen mir eben diese gedanken dazu.😉
 
Das ist ja genau die Folge einer zutiefst menschenverachtenden Lebensweise, die ja erst in diese Abgründe geführt hat. Warum ist es verkehrt, endlich etwas grundlegend zu verändern, damit es zukünftigen Generationen eben nicht mehr so ergehen wird? Es ist zu viel spät, um pessimistisch zu sein. 🙂

glaube das ist OT-es ist ja nicht verkerht und ich sage mal ich persönlcih habe viel erfolg dadurch das ich eben viel erarbeitet habe und vieles anders mache...aber es denken eben nicht alle so wie du oder ich... lol,die denken eben nur an ihren persönlichen erfolg...😉
 
Hallo Sonnenlicht,

das kann ich sehr gut nachvollziehen, und so geht es mir ja auch. 🙂

Hätte ich den ganzen Mist nicht durchgemacht, den du beschreibst, und hätte ich nicht dermaßen an mir arbeiten müssen, dann würde es mir wahrscheinlich auch nicht so dermaßen auffallen, was für ein Mist überhaupt in der Erziehung viel zu oft passiert, was wohl so mancher wohl niemals durchschauen wird, weil er stets versucht, nur ein gutes Rädchen im Getriebe zu sein.

Damit will ich die Not ja keineswegs postum rechtfertigen, ich hätte sehr gern darauf verzichtet. Aber es hatte eben nicht nur Nachteile, nicht wahr. 🙄 Bei den Kindern heute kann ich es immerhin besser machen als meine Eltern es damals gemacht haben, indem ich ihnen wichtige soziale Werte auch vorlebe und so vielleicht etwas dazu beitragen kann, es ihnen zu ermöglichen, eine ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung zu erreichen.

Was der einseitig leistungsorientierte Mensch ja auch gar nicht erst leisten kann, denn das musste ich vor allem sehr früh erfahren, dabei kamen nur Schuldgefühle und Vernachlässigung dabei heraus. Das Reifen zu einer ganzheitlichen Persönlichkeit, das musste ich alles selbst nachholen, viel später, nachdem ich das alte von meinen Eltern erlernte destruktive Muster endlich auf dem Misthaufen der Geschichte entsorgt habe. 😀
 
Es geht nur um Menschen und dafür lohnt es sich doch wohl sich anzustrengen. Und wenn es allen Menschen gleich gut geht ist das doch der schönste Erfolg der zu erreichen ist. Jeder Mensch für jeden. Das finde ich sehr Erstrebenswert und das wäre auch der grösste Erfolg.🙂😎

lizzy🙂

Lizzy, du musst mal sagen, wie du das konkret umsetzen willst.
 
also ich lebe praktisch einen Teil dessen, was Lizzy hier wohl meint - und mein Erfolg ist es eben, wenn die Familien glücklich sind, wenn sie ihre Bedingungen verbessern können ............

also in bestimmten Teilen ist das nun schon machbar.

Meine Hochachtung, Diva. Das finde ich wirklich vorbildlich. Wenn jeder nur ein bisschen in seinem eigenen möglichen Rahmen und Umfeld tun würde, vorausgesetzt, dass er was tun kann, das wäre schon sehr viel wert. Das erinnert mich gerade an den Film "Das Glücksprinzip", der gezeigt hat, dass so etwas ja sogar ansteckend wirken kann. 🙂
 
Ja, dieser Lohn ist nicht messbar, gewiss nicht. 🙂

Die Mär, dass nur eine überdurchschnittliche Bezahlung glücklich macht, das stimmt so auch nicht, dafür gibt es auch gegenteilige Beweise, dass dem nicht immer so ist. In den USA machen ja auch gerade viele Betriebe dicht, Entlassungen sind dort längst an der Tagesordnung.

In einer Dokumentation wurde gezeigt, dass ein Betrieb in der Lebensmittelbranche in den USA, mit 500 Mitarbeitern, der gar nicht in den roten Zahlen gewesen ist, unbedingt geschlossen werden sollte von der Geschäftsleitung. Dann hätten alle ihre Arbeit verloren und der Betrieb wäre dicht gewesen. Die Arbeiter haben ihren Betrieb aber nicht mehr verlassen, für mehrere Monate, sie haben um den Betrieb gekämpft, es wurde hart verhandelt, und das hat sie zusammengeschweißt. Ganz egal in welcher Position sie waren, sie haben zusammengehalten und wurden sogar von der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln versorgt. Fast alle saßen ja in demselben Boot, das unterzugehen drohte.

Am Ende haben sie den Betrieb dann übernommen und in eine Genossenschaft umgewandelt. Da bekommt jetzt in der Tat jeder dasselbe Geld, vom Fließbandarbeiter bis zum Geschäftsführer hinauf. Und jeder ist Miteigentümer. Das Betriebsklima ist seitdem so gut wie nie zuvor und keiner von den Mitarbeitern stört es, dass jeder dasselbe verdient. Das war wirklich überraschend.

Und das gibt es sogar im Mutterland des Kapitalismus inzwischen. Das hatte mich tief beeindruckt. Die Doku hat auch gezeigt, wie die Solidarität durch die gemeinsame Not zwischen den Mitarbeitern immer stärker wurde, so dass alle vorherigen Grenzen immer mehr gefallen sind. Na ja, man sagt ja auch, dass die Not die Menschen auch zusammenschweißen soll. 🙄
 
schön wenn es in einem mal klappt 🙂)

Du musst bedenken, dass heute andere Zeiten sind als damals. Die 68er waren noch Wohlstandsrevolutionäre, die Wirtschaft war damals ja noch recht gesund. In den USA muss es inzwischen sehr schlimm sein, alle 3 Minuten soll dort momentan ein Haus gepfändet werden, habe ich gerade irgendwo gelesen.

In guten Zeiten mit reichlich Arbeitsplätzen wird das wohl auch nicht funktionieren. Obwohl, einige Genossenschaften haben ja durchaus immer noch auch die guten Zeiten überlebt. Aber heute sieht es ja ganz anders aus in diesen Zeiten des wirtschaftlichen Niedergangs und der Wirtschafts- und Bankenkrise, wir bekommen das ganze Ausmaß wahrscheinlich eh nur rudimentär mit. So etwas hätte ich gerade in den USA auch gar nicht für möglich gehalten.

In Argentinien und in Venezuela ist es aber auch so gelaufen. Als die Betriebe dicht gemacht haben, da wurden sie von den Arbeitern kurzerhand in Eigenregie wieder zum Leben erweckt. Auch die Bürgermeister und die Kommunen haben mitgemacht. Und dann kommt natürlich auch eine Menge Idealismus mit ins Spiel. Die Leute sagten in der Doku ja auch, die Krise um ihren Betrieb und die Empörung wegen der Schließung hatte alle Mitarbeiter enorm verändert von ihrer Einstellung her, sie waren danach nicht mehr dieselben Menschen gewesen.
 
Habs grad mal alles durchgejagt.

Was Diva tut ist Weichmachen eines harten Systems, von dem sie Teil ist, wie wir alle.

Was Lizzy erzählt, ist meines Erachtens (unabhängig davon, was sie am alten System weichmacht, das ist nicht meine Aufgabe, das zu erzählen) mehr eine Theorie, wie man sich eine andere Welt vorstellen könnte.

Und ich finde das Thema und ihre Überlegungen dazu sehr interessant, es ist das interessanteste, was es auf dieser Welt nach dem Kommunismus und dem Kapitalismus zu diskutieren gäbe.

Nur habe ich die leise Vermutung, dass die Diskussionen nicht weiterbringen, wegen der Masse der Menschen, mit denen sowas nicht zu machen ist (warum da gäbs viel zu reden, aber ich schweig jetzt lieber mal). Von daher, sind so Menchen, die so sind, wie Diva das beschreibt, ja schon eine Bereicherung.


Sigi
 
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