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Helfen Selbsthilfegruppen nach narzisstischem Missbrauch?

Deshalb finde ich auf sm nichts wirklich interessantes dazu. Man soll folgen und nur klatschen. Eigene Gedanken sind tabu.
Das Thema ist aber so interessant,da es eben auch kl. Manipulationen im Alltag gibt. Wenn man das erstmal versteht,sieht man vieles genauer. Hat mir beruflich sehr geholfen und auch privat.
Ich hoffe stärker zu werden dadurch. Aber die Ruhe vor Männern tut mir erstmal gut.
 
Ich würde gerne auch mit anderen sprechen,aber das ist nicht einfach. Da sie entweder Angst vor dem Thema haben oder weil sie sich nicht auskennen,oft dumme Argumente kommen und man fühlt sich noch hilfloser danach.
Ich habe es vermieden über das Thema explizit zu sprechen, weil ich selbst nicht beurteilen kann, was genau mit diesem Vogel nicht stimmte. Das hat aber Zeit gebraucht, da ich zuerst aus den Schuldgefühlen heraus kommen und die Hoffnung auf eine ehrliche Antwort aufgeben musste. Über die Zeit bekam ich dann einen klareren Blick und ich erkannte allmählich, an was für einen Menschen ich da geriet, wie missbräuchlich die Dynamik war und wie sehr ich manipuliert wurde. Ich konnte das trotzdem lange nicht fassen und tat mir schwer, das für wahr zu halten. Aber was geschehen war, das vergisst man nicht. Meine Wahrnehmung war richtig, nur mein Vertrauen in diese Wahrnehmung war schwerst erschüttert dadurch. Daher konnte er tun mit mir, was er wollte..
Ich habe nicht über irgendwelche Krankheiten mit anderen gesprochen und mir auch keine Internetseiten über irgendwelche "so erkennt man einen Narzissten" durchgelesen. Ich halte das für Quatsch und wenig hilfreich. Ich habe mir Feedback eingeholt zu meiner Wahrnehmung, zu meinem Verhalten zur damaligen Situation. Habe mit Geistigen und Therapeuten gesprochen und mir unterschiedliche Meinungen angehört ohne mich selbst dabei irgendwie gut zu stellen. So erkannte ich allmählich, wie absurd schräg das alles war und in was für ein Macht Ungleichgewicht ich da geriet. Ich wäre damals für diesen Menschen durchs Feuer gegangen. Heute würde ich ihm nicht einmal einen ml Knochenmark spenden, wenn ich die einzige auf dieser Erde wäre, die in Frage käme. Da ist einfach zu viel in mir gestorben.

Das schwierigste war, dass ich kaum noch ein Umfeld hatte. Es fehlte einfach die Möglichkeit eines Korrektivs. Zwar haben mich vereinzelt Freunde gewarnt, aber ich nahm es nicht ernst. Leider. Und es passierte alles auch während Corona, sodass es kaum Möglichkeiten gab, dass andere Einblick in diese Dynamik erhielten. Inzwischen verfüge ich aber wieder über ein stabiles Netzwerk. Ich will nicht wissen, wieviel Gewalt und Missbrauch es während Corona tatsächlich gab und es einfach an Zeugen fehlt. Gruselig.
 
Das andere betrifft Kinder,vor allem Töchter von narzisstischen Müttern,werden oft selbst Narzissten.
Das ist aber auch nicht in Stein gemeißelt und trifft nicht immer zu. Es kann auch genau das Gegenteil heraus kommen. Eher in Richtung Dependenz. Es gibt einfach zu viele Pseudo psychologische Bücher inzwischen. Am besten ist es, über einen langen Zeitraum tatsächlich mit einem Therapeuten zu arbeiten und ehrlich in der Therapie zu sein. Ich habe zB von Kind an gelernt, dass mein Bauchgefühl falsch ist und mich auf das Urteil anderer mehr verlassen, als auf mich selbst. Geht mir heute in Teilen auch noch so. Das war das Eingangstor für böse Menschen mit bösen Absichten. Ich lerne erst langsam, auf mein Bauchgefühl zu vertrauen, mir selbst zu vertrauen. Das ist ein harter, länger Weg, mit zig Rückschlägen, aber er lohnt sich.
 
Die Amerikaner gehen offener mit dem Thema um und sind viel weiter.
Inwiefern sind die Amerikaner da "weiter"?

Klar ist, dass es in Amerika viel offener beispielsweise über Psychotherapien etc. gesprochen wird. Ob das (die Therapien und das Engagement des Klienten/Patienten) dann eher oberflächlichen Charakter hat, kann ich nicht beurteilen.

Hin- und wieder stolpere ich über (für mich) neue Begriffe - beispielsweise das Imposter-Syndrom, u. a. Michelle Obama - dann liest man tendenziell immer mehr davon.....letztendlich flaut es dann wieder ab. Ich sehe solche Entwicklungen teilweise kritisch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiß nicht, ob das stimmt. Aber mir hat mal jemand gesagt, dass oft die, die Narzissmus bei anderen schreien, später selbst die Narzissten sind, was logisch wäre.
Nunja ich muss sagen, ich nehme es mir auch nicht heraus jemandem irgendeine Diagnose überzustülpen. Für mich bleiben es naheliegende Vermutungen und ausgeprägte Verhaltensstörungen. Näher möchte ich mich damit dann auch gar nicht befassen.
Bei meinem Ex kann ich sagen, da war etwas cholerisches in seinem Verhalten, oft Kritik und Abwertung meiner Person oder was ich tat und täglich Alkohol in tragbaren Maße.
Soll er zu einem Therapeuten und sich diagnostizieren lassen wenn es ihn interessiert.
Cholerisch, abwertend und ständig Alk trinken passt für mich nicht.
Aber im Nachhinein ist es dann doch auch etwas hilfreich zu wissen welcher Störung man ausgesetzt war.

Manche erkennen das erst nach Jahren woher sie dieses oder jenes Verhalten oder bestimmte Ängste haben.

Zu narzisstischem Verhalten neigt jeder, da muss man wirklich aufpassen das man nicht zu schnell mit seinem Urteil ist. Ebenso beim Alkohol. Wobei ich es selbst dort echt schwer finde, weil mein Alarm schnell angeht.

Das sind so Themen bei denen jeder in einer SHG von seinen Erfahrungen, Überlegungen und Strategien erzählen kann und andere davon profitieren können.
Eine reine Jammer Gruppe hatte ich bisher auch noch nicht erlebt.
Es wurde zwar schon erzählt was einen bedrückt aber auch die Gedanken dazu geteilt wie man versucht diese bedrückende und zb einen ständig einholende Erfahrung zu verarbeiten oder einzuordnen.
 
Ich lerne erst langsam, auf mein Bauchgefühl zu vertrauen
OK. Wobei Bauchgefühl nichts anderes als Intuition ist. Und diese entsteht auch nur über Erfahrungen und meist unbewusst wahr genommenem.

Die Intuition kann auch falsch sein, wie zb wenn ich aus jedem der ein Glas Wein oder Bier trinkt gleich einen Alkoholiker mache^^ Das Bauchgefühl schreit halt einfach "kenne ich schon, Gefahr!"

Zu viele schlechte Erfahrungen bestimmen auch das Bauchgefühl, oder? 🤔

Ich mag ja dieses Model Herz-Kopf-Bauch.
Wobei da die Bachgefühle nicht mit Intuition gleichgesetzt werden, aber gleich ist, das der Kopf überprüfen sollte,ob das richtig ist, was der Bauch sagt.
 
@früher-vogel
Die Amis sind ja schon von ihrer Mentalität so,dass ein Therapheut zum" guten Ton" gehört,wenn man das bezahlen kann. Sowie in z.B. Thailand überall Massagen angeboten werden. Somit geben sie auch mehr Geld für Forschung aus. Ich habe viel von den amerikanischen Beiträgen lernen können. Sie wissen besser über die Folgen Bescheid für Opfer und über die Symptomatik bei Narzissten. Sie nehmen das Thema auch ernster,als wir.
 
@Savay
Natürlich nicht jede Tochter einer Narzisstin,aber glaube die Quote ist hoch.
Ich habe aktuell zwei in meinem Umfeld.
Eine andere ist durch den Narz so schwer traumatisiert,dass sie selbst in neuer Ehe nicht aus ihrem Verhalten rauskommt. Alle müssen darauf achten,dass sie in Watte gepackt wird. Daraus ergibt sich auch Narzissmus, da die volle Aufmerksamkeit der Familie nur auf sie gerichtet ist. Wodurch Kinder wiederrum auch in Mitleidenschaft gezogen werden. Das ist auch bei einer der Töchter einer Narzisstin so.
Daher gibt es mehr,als die Statistik aussagt,da es durch diese Art von Übertragung auf Opfer,anders ist,als bei Psychosen, Borderliner oder Schizophrenie, die eher genetisch vorbelastete trifft.
 
@Schutzhuette
Ich kann deinen Text voll unterschreiben,wie sich das bei dir zeigte und entwickelte.
Ich habe auch in sehr schwierigen Zeiten zu ihm gehalten,auch durch Krankheit hindurch. Er erträgt nicht mal einen Schnupfen, bei anderem. Ich würde ihm nicht mal meinen kleinen Finger mehr geben,selbst wenn er ertrinken würde.
Ich habe niemals vorher so einen Menschen erlebt,komplett leer von innen heraus. Keine Gefühle in sich,einfach nur leere Hülle.
Mir hat es sehr geholfen viel zu lesen,da ich sonst nie erfahren hätte,dass meine Wahrnehmung immer stimmte.
Aber durch all die Spiele ,mein Nervensystem abgekoppelt war. Man vergleicht es mit der Gehirnwäsche,die bei Kriegsgefangenen angewendet wird. Und ja,es war wie Krieg im eigenen Körper.
 
Kann es sein, dass du dem Thema "Narzissmus" extrem viel "Raum" in deinem Leben gibst?

Ich selbst finde es wichtig, mich selbst gelegentlich zu fragen, wieviel Raum, Zeit und Gedanken ich Problemen, Erkrankungen etc. (meine Rheuma-Erkrankung etwa) geben will bzw. worauf ich meinen Fokus (auch) richten will.
 

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