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Heimat...

S

Straighta

Gast
Heyo,
ich hab mir gerade mal durch den Kopf gehen lassen, was das Wort ''Heimat'' für mich bedeutet. Habe ich eine Heimat? Wenn ja, wo? Sehne mich ich nach ihr?

Ich wüsste gerne, was Heimat für euch bedeutet. Ist sie orts- oder gesellschaftsabhängig? Hat jeder Mensch eine Heimat, auch wenn er es nicht weiß, bis er sie erreicht? Wie wichtig ist Heimat? Und - ist Heimat das Ziel? Da anzukommen, wo man daheim, 'richtig' ist - bedeutet euch das etwas?

Ich selbst fühle mich heimatlos, habe keinen Ort, an den ich mich gebunden fühle. Ich war an vielen wunderschönen Orten, den herben schottischen Highlands, den bezauernden polnischen Masuren, dem wilden zerklüfteten Kaukasus, aber Heimat...? Nein.

Die einzige Heimat, die ich mir für mich vorstellen kann, liegt an der Seite meines besten Freundes, der das Schönste in meinem Leben ist und der mir jeden Tag Freude und Zuversicht spendet.

Vielleicht ist Heimat aber auch nur eine Illusion, und jeder findet seine einzige Heimat in sich selbst, muss sich selbst erkennen, um Zuhause zu sein.

Ich hoffe, ihr schreibt eure Gedanken, Meinungen, Erfahrungen zum Thema - denn das ist etwas, das mich wirklich interessiert.

Ganz liebe Grüße
Straighta

PS: Ich entschuldige mich für den exzessiven Gebrauch des Wortes Heimat. Ich hoffe, ihr verzeiht mir. :>
 

Hallo Straighta,

schau mal hier: Heimat.... Hier findest du vielleicht was du suchst.

für mich ist heimat hier wo ich aufgewachsen bin und mein ganzes leben verbracht habe.
diese schöne gegend hier. wo ich mich auskenne, wo mich die leute kennen und ich sie.
vielleicht würde es mir sogar woanders besser gehen. wo mich niemand kennt und ich neu anfangen könnte. aber meine HEIMAT ist das hier auf jeden fall.
wobei sich mein heimatbegriff schon gedehnt hat. früher war heimat für mich eindeutig der ort meiner kindheit. das dorf, mein elternhaus.
weit weg bin ich nicht gekommen. bin in der gegend geblieben.
wir haben vor kurzem mein elternhaus verkauft und es war garnicht so sentimental und schlimm wie ich dachte.
ich lerne loszulassen. wahrscheinlich könnte ich auch woanders leben.
aber ich denke auch wenn ich den rest meines lebens auswandern würde...meine heimat wäre immer noch hier.
was auch noch ganz wichtig für mich ist ist die sprache. ich liebe die deutsche sprache. ich würde mich nirgendwo daHEIM fühlen können, wo nicht deutsch gesprochen wird.
 
Hmmmm...

Für mich ist Hessen - bzw. konkret Oberhessen - meine Heimat.
Hier bin ich zum großen Teil aufgewachsen, hier hab ich Freunde, kenne mich aus, mag den Dialekt ("bei uuhs dehaam in de Wearreraa hey" 😀) und fühl mich wohl.

Finde zwar viele andere Orte sehr schön, z.B. die Alpen und fahr da gerne in Urlaub hin, aber ob ich da heimisch werden könnte, bezweifel ich...
 
Auch was sagen!^^
Aus Masuren kommt meine Oma und mein opa aus Pommern ich glaube genau das ist mein PRoblem... Ich wurde gewissermaßen zum Heimatlosen erzogen. MEine Mutter als Flüchtlingskind hat das wahrscheinlich von ihren Eltern, das sie sich hier Fremd fühlen... Und offenbar haben wir Kinder es wiederum von ihr gelernt...
Ich hab mein gesamtes Leben in ein und der selben gemeinde verbracht, in der mein Vater auch schon geboren wurde und immer gelebt hat. Aber Heimat wahr es für mich nie... Ich hasse meinen "Heimatdialekt" ich hasse die Typische art der Menschen in dieser Region... Und meine Schwester und ich wir sagen immer wir wollen nach Hause und das während wir in UNSERER Wohnung sind
!!!!
Ergo: wir sind noch auf der Suche

PS: ich scheitere schon kläglich bei dem Versuch mir meine Heimat so wie sie sein sollte vorzu stellen :mad:😕
 
Ortsgebunden könnte man sagen, dass Heimat der Ort der höchsten Geborgenheit ist.
Grob betrachtet also meistens das Land, in dem man aufgewachsen ist, etwas mehr im Detail dann auch die eigene Stadt, oder die eigene Wohnung.. Zimmer etc.

Wenn man vom Begriff der Geborgenheit ausgeht, kommt man glaub ich aber auch recht schnell zu einem metaphorischen Gebrauch von "Heimat" - das heißt alles, was einem Geborgenheit schenkt.
Sei es nun eine Beschäftigung, ein Lebenswandel, oder ein Mensch.
Der Liedvers "You´re arms feel like home" wird sicher nicht ohne Grund geschrieben worden sein.

Womöglich fühlst Du Dich heimatlos, weil Du auf der Suche nach etwas bist, wo Du Dich wirklich geborgen fühlst?
(Das Stichwort "Vertrauen" ist übrigens unweit davon weg..)
 
Womöglich fühlst Du Dich heimatlos, weil Du auf der Suche nach etwas bist, wo Du Dich wirklich geborgen fühlst?
(Das Stichwort "Vertrauen" ist übrigens unweit davon weg..)

Hi Nemo

Ja - da hast du Recht. Früher war es so, dass ich mich, wenn es mir ganz schlecht ging, 'nach Hause'gewünscht habe - aber damit meinte ich nicht das Haus in dem wir gewohnt haben oder so, es war einfach ein unbestimmtes Sehnen. Jetzt ist an diese Stelle mein bester Freund getreten - die einzige Person der ich vertraue.

Ich denke, Heimat findet man in sich selbst, aber meistens nur durch die Hilfe der anderen. So stelle ich mir es zumindest vor, da ich mir nicht vorstellen kann, dass etwas außerhalb unseres 'Kosmos' (auf unsere Persönlichkeit, unser Bewusstsein etc bezogen) wirklich so wichtig für uns sein kann. Nun ja.

Vielen Dank für eure Antworten!

LG Straighta
 
Heimat... ist für mich zweierlei.

Heute gab es in meiner Stadt ein kleines Straßenfest. Mit knapp 15 Ständen, darunter die obligatorischen mit Crepes und Roter Wurst. Das ist die eine Heimat. Schon städtisch, aber noch mit den Hauch von Provinz. Ich war in vielen Metropolen, New York, Tokio, Chicago, Berlin, London... könnte davon aber keine als Heimat definieren - zu fremd und unwirklich sind sie.

Die andere Heimat ist mein Zuhause. Vier Wände, in denen ich mich wohl, geborgen und sicher fühle. Diese Heimat fehlt mir gerade.
Zumindest aber habe ich den richtigen Fleck gefunden.
 

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