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Hausaufgaben bereits in der Schule verrichten?

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Soul

Sehr aktives Mitglied
Heute habe ich einen interessanten Artikel gelesen. Es geht darum, dass der französische Präsident "Francoise Hollande" die Hausaufgaben generell abschaffen möchte um mehr Chancengleichheit zu schaffen.

Einige Europäische Länder, darunter auch die Schweiz, begrüssen die Idee und wollen dieses "Model" zumindest prüfen. Doch wie bei jedem neuen Vorstoss, gibt es auch hier Kritiker; welche meinen, dass so die schwächeren- zwar gestärkt, die stärkeren Schüler aber geschwächt werden. Absurd sagen dagegen die Befürworter, gerade die sozial besser gestellten, würden sowieso auch nebst der Schule immer Mittel und Wege finden auch neben der Schule ihre Kinder zu fördern.

Wie steht ihr zu dieser Idee?

Soul...
 
Ich war auf ner Ganztagsschule, d.h. wir hatten in den "Hauptfächern" mehr Stunden als normalerweise. Somit hatten wir mehr Zeit für Übungen in der der Schule und hatten auch keine Hausaufgaben auf. Außer über's Wochenende und da meistens nur Mathe. Oder vielleicht ein Englisch - Übungsblatt. An mehr kann ich mich gerade nicht erinnern. 😉

Ich fand's gut so...
 
Die meisten Eltern sind mitunter einfach viel zu lange raus.Um den Stoff den Kindern erklären zu können,
hier ist es angebrachter das es entweder Mitschüler oder Lehrer übernehmen.Durch die Zeit in der Schule,
ersparen sich die Kinder auch die Zeit die evtl durch den Weg zur Nachhilfe entsteht.Und haben somit mehr Freizeit.

Mehr Freizeit bedeutet auch mehr Erholung für die Kinder.

Und das sie auch Kind sein dürfen.Sie sind länger Erwachsen ,lassen wir ihnen ihre Kindheit solange es geht.
 
Ich habe es schon in der Grundschule verstanden, dass Hausaufgaben wenig förderlich sind. Also ja, wem mit dem Mist.
 
Ich finde es eher unfair den guten gegenüber. Ich mach fast immer die Hausaufgaben und das dauert oft eine Stunde, die "Klugen" schreiben sie einfach ab und lesen sie vor und bekommen noch gute mündliche Noten....
 
Es geht wohl auch um die Verteilung der Kosten.

Und hier könnte auch grade bei schwächeren Familien eine Entlastung passieren,
was den Kindern ggf zu gute kommen könnte,grade wenn die Eltern sich die Nachhilfe oder
allgemein jemanden nicht leisten können.

Eine Schwächung der Starken sehe ich nicht darin.

Außer das sie vielleicht Angst haben könnten ,jemanden zu finden der mit halten könnte.
 
Haben Hausaufgaben nicht auch immer den Sinn, das mit dem eigenständigen Arbeiten und der Selbstorganisation etwas zu lernen? In der Schule lernt man das nun nicht so direkt. Welchen Sinn haben die denn sonst?

Wenn man mit dem Lernstoff nicht klar kommt, wird man auch ohne Hausaufgaben auf Nachhilfe angewiesen sein.
 
Ich finde es schon sehr gut wenn Hausaufgaben in der Schule gemacht werden könnten .

Da haben auch lernschwächere Kinder die Möglichkeit gleich eine Lehrkraft neben sich zu haben die helfen könnte bei den Hausaufgaben .

Ich habe ein Enkelkind und ich als Oma habe mir schon Gedanken gemacht ob ich nicht bei Zeiten auf einem Internetportal den Schulstoff nochmals mir erlese . ZB. die neue Rechtschreibreform . Ich werde ja sicherlich mit meinem Enkelkind Hausaufgaben machen müssen wenn das Enkelkind von mir beaufsichtigt werden müßte .

Die Kinder müßten dennoch zb am Wochenende Vokabeln usw lernen . Aber die Hauptlast der Hausaufgaben wäre dann schon in der Schule erledigt .

Die meisten Kinder in der heutigen Zeit sind schon enorm belastet und meist auch sehr selbständig weil ja die Eltern den ganzen Tag in der Arbeit sind . So wäre die oft belastende Situation Hausaufgaben tätigen von Kindern und Eltern genommen .

Ich kann mir nicht vorstellen das Kinder in Ruhe ihre Hausaufgaben tätigen könnten wenn beruflich gestresste Eltern hinter dem Kind stehen und zur Eile drängen und das oft entnervt .
 
Ich finde den Ansatz gut; gerade die Überlegung, dass Kinder schon jetzt viel zu wenig Freizeit haben. Bewegungsmangel ist die Konsequenz, was gesundheitlich wie volkswirtschaftlich weitreichende Folgen hat. Ja, Kinder sollten Kinder sein, sie werden noch genügend schnell erwachsen, ausserdem bin ich davon überzeugt, dass gemeinschafltiches lernen auch das soziale Gefüge stärkt. Jeder hat seine Stärken und man kann so einander gegenseitig helfen.

Falls ein Kind ausserordentlich begabt ist, wird das ein geschulter Pädagoge merken und der wird die Eltern darauf ansprechen und geeignete Massnahmen für Förderprogramme mit ihnen diskutieren oder sogar in Erwägung ziehen, den betreffenden Schüler eine Klasse überspringen zu lassen.

Soul...
 
Hausaufgaben ganz abzuschaffen, halte ich nicht unbedingt für die "Idee des Jahrhunderts". Ich verstehe, welcher Gedanke dahintersteckt und ich bin auch für Chancengleichheit, doch nur, weil Kinder keine Hausaufgaben mehr aufbekommen, haben ja noch lange nicht alle dieselben Chancen!

Wenn man schon etwas im Schulsystem verändern sollte, dann muss man auch überlegen, was wirklich sinnvoll ist und was nicht. Ich finde Hausaufgaben gut, weil man sich so selbst kontrollieren und testen kann, wie viel man im Unterricht tatsächlich verstanden hat. Wir haben einige Lehrer, die vor allem das aufgeben, was in der Stunde intensiv geübt wurde (z.B in Französisch). Die Hausaufgaben werden dann gemeinsam am Anfang der Stunde verglichen. Halte ich für sehr sinnvoll und für eine gute Übung. Mit dem Unterrichtsstoff muss man sich meiner Meinung nach manchmal auch zuhause auseinandersetzen.
Ich bekomme beispielsweise zweimal die Woche Mathe Hausübung, und ich finde das nicht schlecht, obwohl ich Mathe nicht ausstehen kann. Ansonsten würde ich daheim überhaupt nicht üben und alles gleich wieder vergessen.

Ich finde es am besten, wenn Lehrer wirklich nur das aufgeben, was der Schüler durch das, was in der Schule gemacht wurde, auch hundertprozentig lösen kann.

Bei uns kommt es auch vor, dass Lehrer z.B sagen: "Probiert zuhause mal das Beispiel aus, und schaut, ob ihr es könnt oder nicht." Es ist dann also kein Zwang, es zu erledigen, man hat einfach die Möglichkeit, es zu probieren und dann in der Schule noch mal nachzufragen.

Ich habe früher auch manchmal Hausaufgaben abgeschrieben, als ich ins Gymnasium ging, denn damals bekam man manchmal wirklich Ärger, wenn man die Hausaufgaben nicht brachte. Und wenn man es nicht verstand, waren die meisten Lehrer unglücklicherweise auch wenig verständnisvoll.
In der Handelsschule wurde das dann viel besser. Da hatte man wirklich die Chance, sich an die Lehrer zu wenden und noch mal Fragen zu stellen.
Heute versuche ich, all meine Aufgaben selbst zu erledigen, manchmal rede ich halt mit meinen Freunden darüber, wir vergleichen z.B die Lösungen, die wir in Mathe rausbekommen haben, und sprechen über den Lösungsweg.

Ich denke, es sollte auf jeden Fall immer die Chance geben, dass Schüler, die Probleme mit den Hausaufgaben haben, diese direkt in der Schule machen und dann auch mit den Lehrern darüber reden können.

lg
anythingbutme
 
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