Klar haben sich die Macher viel dabei gedacht. Allerdings ist mir persönlich noch nicht ganz klar, was genau sie sich dabei gedacht haben. Zum Schluss flüchtet er zwar, lässt aber keine Probleme offen, auch die Puppe ist geheilt. Ganz im Gegenteil, es finden sich Liebespaare, die Frau im Rollstuhl kann wieder laufen, der Drogenabhängige spendet sein Geld usw. Die Alternative wäre gewesen, dass irgendein Mensch stirbt: Der Radfahrer oder die Frau im Rollstuhl, ihr Begleiter an Herzinfarkt oder das Mädchen infiziert sich mit der Spritze. Hat er also alles geschafft und flüchtet trotzdem. Warum? Wohl, wie das Beispiel mit der Puppe zeigen soll, weil es sonst kein Ende nimmt. Vielleicht hat ja die Aussage des Films garnichts mit dem Schicksal und der Beeinflussung des Schicksals an sich zu tun. Also nicht der Apparat steht hier im Vordergrund, sondern die Tatsache, dass er anderen Menschen hilft und nur durch Flucht dieser Helferposition entkommen kann. Er will ja immer wieder gehen, aber wird dadurch gehindert, dass andere Sachen geschehen. Und zum Schluss wird er dadurch gehindert, dass, wie du schon richtig sagtest, die Hilfe von ihm ERWARTET wird. Er kehrt nicht den Problmen den Rücken zu, weil er sie nicht immer wieder aufs neue korrigieren kann, sondern, weil er aus seiner Helferposition anders nicht wieder heraus kommt. Soll der Film uns etwa sagen, dass wir garnicht erst anfangen sollten zu helfen, weil wir dann in eine moralische Ecke gedrängt werden?