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Gast
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Guten Abend!
Anders, wie ihr wohl jetzt denkt, habe ich weder Probleme in der Schule, noch werde ich gemobbt. Ich bin mit meiner Klasse zufrieden, die Lehrer könnten nicht besser sein, es liegt an etwas anderem.
Ich gehe jetzt in eine Einführungsklasse am Gymnasium, habe also meine Mittlere Reife und bin dort freiwillig.
Es geht um das Lernen: Ich bin ein Mensch, welcher sich für alles interessiert und sich sehr für Sachen begeistert. Es liegt nicht daran, was unterrichtet wird.
Kennt ihr den Begriff "Bulimie-Lernen"? Bestimmt. Für den Test so viel wie möglich lernen, "auskotzen" beim Test und dann vergessen. Genau das finde ich schlimm. Momentan, und dies war auch in den letzten Klassen der Realschule der Fall, wird diese Lernweise geradezu gefördert. So hörte ich zu beginn des Schuljahres: "Es wird nur eine Ex/nur eine Ausfrage über das Thema der letzten Stunde geben, nicht über die zweite oder so". Ich hielte es für unwahr, da ich solchen "Versprechungen" generell misstrauisch bin (denke, dass die Lehrer unsere Naivität damit testen wollen). Aber zu meinem Erstaunen ist dies tatsächlich der Fall, in jedem Fach.
Da so viel Wert auf eine Note gelegt wird, kommt es dazu, dass Schüler lernen, um eine gute Note zu bekommen und nicht, um gebildet zu sein.
Zuhause ist man in der Regel schon etwas ermüdet, von daher hat man nicht so viel Energie, die man in eine Vertiefung investieren könnte. Stattdessen kann man diese Energie nur in das "Lernen" investieren. Nur für die Note...
Durch diese Bedienungen entsteht ein ziemlich ungünstiger Rahmen. Ich kann mich nicht in die Themen vertiefen, sie genauer verstehen, weiter forschen. Am Wochenende muss ich wieder Energie tanken, genauso wie am Sonntag. Energie tanken, für das erneute Lernen, für Sonntag und für die Schultage.
Ich hasse Schule allgemein, da sie ein falsches Lernsystem vermittelt. Die Note ist unser Ziel, nicht das Gebildetsein.
Ein Beispiel: Kann ich mich daran erinnern, was ich in der 10.Klasse Realschule alles hatte? Antwort: Nichts, ich könnte über kein Thema jetzt sprechen, welches wir in dieser Klasse besprochen haben, da ich nichts dazu weiß. Ich war kein schlechter Schüler. Schnitt: 1,5
Versteht ihr, genau deshalb geht es. Ich würde mich als sehr selbstdisziplinär bezeichnen. So habe ich ein Schülerbuch zum Erlernen von Französisch innerhalb von zwei Wochen durchgenommen. Ich hätte weiterhin geübt, wenn nur nicht die Abschlussprüfungen kämen.
Am liebsten würde ich mich selbst weiter bilden, mit Orientierung zum offiziellen Lehrplan und dann mein Abitur nachholen. Ich meine, ich kann mich ja abmelden, einen Schulabschluss habe ich bereits in der Tasche.
Wenn ich mich selber bilden könnte, so würde ich Möglichkeiten eröffnen, meine Stärken und Schwächen genauer erforschen zu können, ich könnte endlich die Themen VERSTEHEN. Wenn man etwas versteht, so vergisst man es wohl nicht so schnell. Klar, niemand könnte z.B. Aufsätze korrigieren, aber ich könnte mich auf sie gut vorbereiten (d.h. Grammatik und Rechtschreibung wiederholen, viel Lesen, etc.). Ich hätte viele Ideen, die zu verwirklichen wären (z.B. würde ich mein Zimmer zu einer Lernfreundlichen Umgebung machen, wo ich Informationen herausgreifen könnte, wie durch das Aufhängen von eines Periodensystems).
Überfordert fühle ich mich jetzt am Gymnasium nicht. Bis jetzt nur gute Noten, größtenteils 1er. Aber Geduld habe ich für so ein System nicht mehr.
Was ratet ihr mir?
Anders, wie ihr wohl jetzt denkt, habe ich weder Probleme in der Schule, noch werde ich gemobbt. Ich bin mit meiner Klasse zufrieden, die Lehrer könnten nicht besser sein, es liegt an etwas anderem.
Ich gehe jetzt in eine Einführungsklasse am Gymnasium, habe also meine Mittlere Reife und bin dort freiwillig.
Es geht um das Lernen: Ich bin ein Mensch, welcher sich für alles interessiert und sich sehr für Sachen begeistert. Es liegt nicht daran, was unterrichtet wird.
Kennt ihr den Begriff "Bulimie-Lernen"? Bestimmt. Für den Test so viel wie möglich lernen, "auskotzen" beim Test und dann vergessen. Genau das finde ich schlimm. Momentan, und dies war auch in den letzten Klassen der Realschule der Fall, wird diese Lernweise geradezu gefördert. So hörte ich zu beginn des Schuljahres: "Es wird nur eine Ex/nur eine Ausfrage über das Thema der letzten Stunde geben, nicht über die zweite oder so". Ich hielte es für unwahr, da ich solchen "Versprechungen" generell misstrauisch bin (denke, dass die Lehrer unsere Naivität damit testen wollen). Aber zu meinem Erstaunen ist dies tatsächlich der Fall, in jedem Fach.
Da so viel Wert auf eine Note gelegt wird, kommt es dazu, dass Schüler lernen, um eine gute Note zu bekommen und nicht, um gebildet zu sein.
Zuhause ist man in der Regel schon etwas ermüdet, von daher hat man nicht so viel Energie, die man in eine Vertiefung investieren könnte. Stattdessen kann man diese Energie nur in das "Lernen" investieren. Nur für die Note...
Durch diese Bedienungen entsteht ein ziemlich ungünstiger Rahmen. Ich kann mich nicht in die Themen vertiefen, sie genauer verstehen, weiter forschen. Am Wochenende muss ich wieder Energie tanken, genauso wie am Sonntag. Energie tanken, für das erneute Lernen, für Sonntag und für die Schultage.
Ich hasse Schule allgemein, da sie ein falsches Lernsystem vermittelt. Die Note ist unser Ziel, nicht das Gebildetsein.
Ein Beispiel: Kann ich mich daran erinnern, was ich in der 10.Klasse Realschule alles hatte? Antwort: Nichts, ich könnte über kein Thema jetzt sprechen, welches wir in dieser Klasse besprochen haben, da ich nichts dazu weiß. Ich war kein schlechter Schüler. Schnitt: 1,5
Versteht ihr, genau deshalb geht es. Ich würde mich als sehr selbstdisziplinär bezeichnen. So habe ich ein Schülerbuch zum Erlernen von Französisch innerhalb von zwei Wochen durchgenommen. Ich hätte weiterhin geübt, wenn nur nicht die Abschlussprüfungen kämen.
Am liebsten würde ich mich selbst weiter bilden, mit Orientierung zum offiziellen Lehrplan und dann mein Abitur nachholen. Ich meine, ich kann mich ja abmelden, einen Schulabschluss habe ich bereits in der Tasche.
Wenn ich mich selber bilden könnte, so würde ich Möglichkeiten eröffnen, meine Stärken und Schwächen genauer erforschen zu können, ich könnte endlich die Themen VERSTEHEN. Wenn man etwas versteht, so vergisst man es wohl nicht so schnell. Klar, niemand könnte z.B. Aufsätze korrigieren, aber ich könnte mich auf sie gut vorbereiten (d.h. Grammatik und Rechtschreibung wiederholen, viel Lesen, etc.). Ich hätte viele Ideen, die zu verwirklichen wären (z.B. würde ich mein Zimmer zu einer Lernfreundlichen Umgebung machen, wo ich Informationen herausgreifen könnte, wie durch das Aufhängen von eines Periodensystems).
Überfordert fühle ich mich jetzt am Gymnasium nicht. Bis jetzt nur gute Noten, größtenteils 1er. Aber Geduld habe ich für so ein System nicht mehr.
Was ratet ihr mir?