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Gast
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Hallo zusammen,
bitte nicht böse sein, daß ich dieses Forum als Art Tagebuch mißbrauche. Ich muss mir das jetzt einfach mal von der seele schreiben.
Ich bin w, 29 Jahre alt, verheiratet und Mutter einer 6 jährigen Tochter. Mein Mann und ich arbeiten beide Vollzeit, mein Kind geht in die 1. Klasse.
Wir führen ein geregeltes, geordnetes Leben, sparen auf ein Haus, fahren in Urlaub, alles "ganz normal".
Meine Tochter ist ein Vorzeigekind, lieb, umgänglich, gut erzogen und gibt sich Mühe in der Schule.
Mein Mann macht neben seinem Job ein Fermstudium, damit er beruflich weiter kommt. Nebenbei unterstützt er mich wo er kann und versucht mir jeden Wunsch zu ermöglichen. Wir haben Hobbies, Freunde, verstehen uns gut mit der Familie. Soweit, so gut.
Jedoch hasse ich mein Leben und ich weiß nicht warum. Ich habe das meinem Mann auch schon gesagt. Am liebsten würde ich weit weg von diesem Leben flüchten, mir liegt nicht einmal etwas an meinem Kind!!! Dieser Gedanke macht mich fix und fertig. Bei jeder Kleinigkeit reagiere ich aggressiv, schreie rum und werde ausfällig. Kein Außenstehender würde auch nur erahnen, daß ich so drauf sein kann. Ich bin mir meiner Gefühle überhaupt nicht mehr schlüssig, in mir ist nur Leere, mein Kind versorge ich, das wars aber auch schon. Bei meinem Mann kommt es auch nur noch selten vor, dass ich "nett" zu ihm bin. Ich bin schrecklich ungerecht, keiner hat so eine Behandlung verdient. Ich hasse mich selbst dafür, dass ich so reagiere. Aber in dem Moment, wenn ich so hasserfüllt drauf bin, so abstoßend primitiv reagiere....in diesen Momenten fühle ich mich so......mächtig, toll! und im nächsten Moment fühle ich mich wieder abstoßend.
Irgendwie habe ich das Gefühl, daß mein komplettes Leben schief gelaufen ist. Das fing mit meiner schwierigen Kindheit an, ich war ein Vorzeigekind und später in der Pupertät ein Drachen, der von Psychodoc zu Psychodoc geschleppt wurde. Ich war uncool, ne graue Maus, hatte erst mit 18 nen Freund, war vollkommen "zurück geblieben" in der Hinsicht und mit Brille und uncoolen Klamotten von Mama (und ein paar Kilos zuviel) auch recht häßlich. Das hab ich dann zwar in den Griff bekommen und bin nun seit über 8 Jahren mit meinem Mann verheiratet, jedoch gin die Negativ-Serie in anderer Hinsicht weiter.
Ich habe mit 22 die Kleine bekommen. Eigentlich wollte ich so früh kein Kind. Bis heute habe ich das Gefühl, keine echte Liebe zu spüren. Wobei ich im moment kaum noch weiß, wie sich echte Liebe anfühlt. Meine Ehe war das reinste Chaos. Es ging ständig auf und ab, Zusammen bleiben oder trennen, heftige Gefühlsausbrüche von beiden Seiten, teils auch Handgreiflichkeiten. Mein Mann ruht jetzt in sich, er ist angekommen und vollkommen klar in dem was er will. Mich, sein Kind, das Haus. Und ich? Will meist einfach nur weg.
Ich habe mein komplett sinnfreies wissenschaftliches Studium mit Hängen und Würgen und absoluter Abneigung durchgezogen. Jetzt arbeite ich für ein Gehalt, daß einem Akademiker nicht annähernd würdig ist. und der job bringt viel Streß, kaum Anerkennung. Aufhören kann ich nicht, wir brauchen die beiden Gehälter zum Sparen. und was soll ich zu Hause auch den ganzen Tag machen? Weiter grübeln und Löcher in die Luft starren?
Ich komme in diesem Leben einfach nicht mehr weiter. Es erscheint mir alles furchtbar mühselig, sinnlos und hassenswert. Ich hasse die Routine, kann mich aber zu Neuem nicht aufraffen. Ich hasse meinen Mann (glaube ich), schaffe es aber nicht mich zu trennen. Ich mag mein Kind nicht, kann es aber nicht abgeben. ich hasse mich selbst dafür, dass ich meine Familie, die so viel für mich tut, hasse. Ich bin einfach durch und durch schlecht. Sowas geht einfach gar nicht.
Danke fürs Lesen, wer auch immer sich den Mist angetan hat.
bitte nicht böse sein, daß ich dieses Forum als Art Tagebuch mißbrauche. Ich muss mir das jetzt einfach mal von der seele schreiben.
Ich bin w, 29 Jahre alt, verheiratet und Mutter einer 6 jährigen Tochter. Mein Mann und ich arbeiten beide Vollzeit, mein Kind geht in die 1. Klasse.
Wir führen ein geregeltes, geordnetes Leben, sparen auf ein Haus, fahren in Urlaub, alles "ganz normal".
Meine Tochter ist ein Vorzeigekind, lieb, umgänglich, gut erzogen und gibt sich Mühe in der Schule.
Mein Mann macht neben seinem Job ein Fermstudium, damit er beruflich weiter kommt. Nebenbei unterstützt er mich wo er kann und versucht mir jeden Wunsch zu ermöglichen. Wir haben Hobbies, Freunde, verstehen uns gut mit der Familie. Soweit, so gut.
Jedoch hasse ich mein Leben und ich weiß nicht warum. Ich habe das meinem Mann auch schon gesagt. Am liebsten würde ich weit weg von diesem Leben flüchten, mir liegt nicht einmal etwas an meinem Kind!!! Dieser Gedanke macht mich fix und fertig. Bei jeder Kleinigkeit reagiere ich aggressiv, schreie rum und werde ausfällig. Kein Außenstehender würde auch nur erahnen, daß ich so drauf sein kann. Ich bin mir meiner Gefühle überhaupt nicht mehr schlüssig, in mir ist nur Leere, mein Kind versorge ich, das wars aber auch schon. Bei meinem Mann kommt es auch nur noch selten vor, dass ich "nett" zu ihm bin. Ich bin schrecklich ungerecht, keiner hat so eine Behandlung verdient. Ich hasse mich selbst dafür, dass ich so reagiere. Aber in dem Moment, wenn ich so hasserfüllt drauf bin, so abstoßend primitiv reagiere....in diesen Momenten fühle ich mich so......mächtig, toll! und im nächsten Moment fühle ich mich wieder abstoßend.
Irgendwie habe ich das Gefühl, daß mein komplettes Leben schief gelaufen ist. Das fing mit meiner schwierigen Kindheit an, ich war ein Vorzeigekind und später in der Pupertät ein Drachen, der von Psychodoc zu Psychodoc geschleppt wurde. Ich war uncool, ne graue Maus, hatte erst mit 18 nen Freund, war vollkommen "zurück geblieben" in der Hinsicht und mit Brille und uncoolen Klamotten von Mama (und ein paar Kilos zuviel) auch recht häßlich. Das hab ich dann zwar in den Griff bekommen und bin nun seit über 8 Jahren mit meinem Mann verheiratet, jedoch gin die Negativ-Serie in anderer Hinsicht weiter.
Ich habe mit 22 die Kleine bekommen. Eigentlich wollte ich so früh kein Kind. Bis heute habe ich das Gefühl, keine echte Liebe zu spüren. Wobei ich im moment kaum noch weiß, wie sich echte Liebe anfühlt. Meine Ehe war das reinste Chaos. Es ging ständig auf und ab, Zusammen bleiben oder trennen, heftige Gefühlsausbrüche von beiden Seiten, teils auch Handgreiflichkeiten. Mein Mann ruht jetzt in sich, er ist angekommen und vollkommen klar in dem was er will. Mich, sein Kind, das Haus. Und ich? Will meist einfach nur weg.
Ich habe mein komplett sinnfreies wissenschaftliches Studium mit Hängen und Würgen und absoluter Abneigung durchgezogen. Jetzt arbeite ich für ein Gehalt, daß einem Akademiker nicht annähernd würdig ist. und der job bringt viel Streß, kaum Anerkennung. Aufhören kann ich nicht, wir brauchen die beiden Gehälter zum Sparen. und was soll ich zu Hause auch den ganzen Tag machen? Weiter grübeln und Löcher in die Luft starren?
Ich komme in diesem Leben einfach nicht mehr weiter. Es erscheint mir alles furchtbar mühselig, sinnlos und hassenswert. Ich hasse die Routine, kann mich aber zu Neuem nicht aufraffen. Ich hasse meinen Mann (glaube ich), schaffe es aber nicht mich zu trennen. Ich mag mein Kind nicht, kann es aber nicht abgeben. ich hasse mich selbst dafür, dass ich meine Familie, die so viel für mich tut, hasse. Ich bin einfach durch und durch schlecht. Sowas geht einfach gar nicht.
Danke fürs Lesen, wer auch immer sich den Mist angetan hat.