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Gast
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Ich habe mich in einer Onlineredaktion beworben und sollte Probetexte geben. Es reichte für ein Praktikum, aber der Zeitdruck, das Recherchieren und das Schreiben waren zu schwer. Ein anderes Mal versuchte ich es mit Fremdsprachen übersetzen, aber da kam ich nicht hinein. Bei uns gab es nämlich komischerweise nur Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. Ich hatte Deutsch und Englisch hauptsächlich. Da gibt es viel Konkurrenz. Unterrichten ging nur in privaten Kontexten, aber irgendwie bin ich bei Kindern gelandet und das war nicht so meines. Beim E-Learning habe ich es versucht, aber keine Chance. Dann noch bei einem Verlag gefragt, aber das klang dann wieder eher nach kaufmännischen Dingen.Auf welche Stellen bewirbst Du Dich denn? Was würdest Du gern machen? Und nicht zuletzt: in welchem Großraum lebst Du?
Ich lebe günstiger- oder ungünstigerweise in einer Großstadt.
Die einzigen Sachen, die ich machen könnte, sind Putzen oder Austragen. Das andere hat mehr oder weniger Kaufmännisches, Kommunikatives (Call-Center) oder einen anderen Haken.Nordrheiner meinte:Würden Dir Aushilfsjob's gefallen? Schonmal gemacht?
Ich hatte mal einen Studentenjob auf Empfehlung gemacht, weil ich schon damals keinen Aushilfsjob für mich gefunden habe, und dort musste ich Daten übertragen. Also wäre Datenerfasser eventuell noch etwas.
[QUOTE = Gast] Wieso hast du denn das studiert?
Und was machen deine Ex-Kommilitonen alle?
Kennst du überhaupt jemanden mit derselben Fächerkombination?
Hast du im NF genug Soziologie mitbekommen, um dir in der Richtung etwas zu suchen? Wie gut bist du in Statistik? Da ergäben sich vielleicht Möglichkeiten für einen ruhigen, ordentlich bezahlten Job.
Oder kannst du dir einen Job in einer Sprachschule vorstellen?
Oder Richtung Sprachtherapie? Dazu müsstest du wahrscheinlich noch etwas draufsetzen...
Theoretisch bliebe natürlich immer noch der Bereich "Forschung und Lehre", aber das ist dann kein Job, sondern ein Leben für diese Aufgaben, soweit ich das bei anderen mitbekommen habe. Also eher nichts für dich, richtig?
Deine beiden Fächer sind ja solche "Allrounder"-Fächer, mit denen man mit Glück oder Beziehungen praktisch in jedes Unternehmen hineinrutschen kann. Hast du mal versucht, dir ein Netzwerk aufzubauen? Bist du bei Xing etc angemeldet? Wo hast du denn deine Praktika gemacht, hast du da noch Kontakt? [/QUOTE]
Ich habe es studiert, weil ich irgendwie den Druck hatte, etwas zu studieren und für anderes wenig Talent oder Grips habe. Es gab noch Kunst oder Fremdsprachen direkt, aber es heißt immer, davon kann man nicht leben. Mathe war halt überall, Logik auch. Linguistik ist ja leider oft wie Mathe, nur mit Wörtern. Zuerst hatte ich Soziologie als HF, weil ich dachte, es ist da nicht so schlimm mit dem Mathe und den ganzen Ansprüchen. Bin aber immer durch Empirie Tests gefallen, hatte allgemein Probleme und habe dann gewechselt.
Zu anderen Kommilitonen habe ich keinen Kontakt. Hatte ich schon im Studium kaum. Ich wüsste nicht mal, wie die alle hießen.
Ansonsten kenne ich niemanden mit der Kombi. Ich habe einen Nachbar, der hat Philo und ich glaube Geografie studiert...? Der hat aber Zusatzausbildungen gemacht.
Für eine Sprachschule oder Logopädische Arbeit müsste ich Zusatzausbildungen machen. Es gibt auch Trainerstellen oder Sachen für Kinder und Jugendliche, aber das ist schwer zu finden bzw. erfordert Initiativbewerbungen mit konkreten Angeboten.
Forschung... zu dumm.
Bin bei Xing, habe auch Gesuche auf anderen Seiten gehabt. Es ging aber schnell ins Marketing und das bedeutet Zeitdruck, Mathe und ein wenig Kommunikation.
Praktika liefen einigermaßen, aber Kontakt habe ich nicht mehr. Ich traue mich auch nicht, nach der Zeit anzurufen. Wenn ich mal etwas angesprochen habe, kamen die üblichen Sachen (s.o.). Oder es kamen die Sachen, die man auch auf Uniseiten lesen kann, bei denen aber keiner weiß, wie man herankommt und wie viele Stellen es davon gibt.
@dreammind: Ich bin nicht gut in Kommunikation, trotz der Studienfächer. Ich kann ein bisschen über etwas reden, aber mit jemandem ist schwer. Lehrer, Referent, Berater... ich versuche es, aber ich brauche mehr Persönlichkeit... und noch einiges anderes.
[QUOTE = bird on the wire]Was ist Deine Leidenschaft?
Wofür begeisterst Du Dich?
Wobei vergißt Du die Zeit?
Wofür setzt Du Dich ein?
Was kannst Du besser als andere?
Wo ist die Lebensfreude? Und Deine Kraft?[/QUOTE]
Leidenschaft, ähnlich wie bei den Hobbys... eigentlich genauso.
Ich bin eigentlich schon unternehmungslustig, aber begeistern tue ich mich für nichts mehr. Das einzige sind Sachen im Fernsehen. Film oder Radio ist schon zu anstrengend, aber Serien und Shows gehen. Ich stelle mir manchmal vor, Autor zu sein. Aber ich muss mein Lampenfieber überwinden.
Allgemein setze ich mich indirekt für Dinge ein, wie Gleichstellung im Bezug auf LGBT, Umwelt, Bildung, usw. Sachen, die mir meine Familie näher gebracht hat. Ich gehe aber nicht demonstrieren, zeige Flagge oder berichtige andere, wenn sie sich abfällig ausdrücken. Ausnahme ist vielleicht, dass ich versuche, anderen zu helfen (tragen, Uhrzeit sagen, etc.).
Ich bin sehr ruhig und schnappe Dinge leicht auf, die andere sagen. So erfahre ich viel von den anderen, ohne mit ihnen zu reden. Ich bin ziemlich geduldig, vor allem mit Kindern oder alten Leuten. Ich halte mich an alte "Tugenden". Ich kann mich ziemlich in Arbeit hineinhängen, zum Beispiel eben für Tests sehr viel (auswendig) lernen oder Bücher wälzen. Ansonsten kp, was ich besser kann. Ich bin halt eher der Hausfrauentyp.
Lebensfreude und Kraft sind geschwunden. Es geht mir langsam wieder besser, aber ich trete auf der Stelle und fühle mich dadurch schuldig. Dadurch verkrieche ich mich wieder und es bleibt noch mehr auf der Strecke. Außerdem werde ich immer schüchterner und verschämter. Jetzt reicht es endgültig, ich verliere die Geduld!