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häusliche Gewalt

  • Starter*in Starter*in sandyrot
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    gewalt
S

sandyrot

Gast
hallo- bin neu und na ja, wer hat denn schon mal persönlich mit dem Thema "erfahrung sammeln dürfen"?😕
 
Hallo und willkommen Namensvetterin,

Es kommt ganz darauf an was du dir unter häußliche Gewalt vorstellst. Bei mir beginnt Gewalt schon bei extremen verbalen Ausdrücken innerhalb der Familie. Was ist für dich häußliche Gewalt?

Liebe Grüße
Sandy
 
Hallo, ich bin auch neu hier, habe mich eben mal hier etwas umgesehen und bin dann auf ihren Beitrag gestoßen.
Leider habe ich schon solche Erfahrungen machen müssen und ich hatte gehofft, dass es sich wieder legen würde. Doch irgendwie scheint der Spruch zu stimmen: Wer ein Mal schlägt wird es wieder tun!". Mittlererweile mache ich mir sehr viele Gedanken darüber was ich machen soll, so schwer es mir auch fällt. Aber ich bin noch jung und habe noch mein Leben vor mir. Ich ertrage auch nicht mehr länger die ganzen Erniedrigungen, Demütigungen und Schmerzen (überwiegend seelisch). Das Schlimme ist, dass man mit der Zeit abstumpft.
Es fällt mir vor allem schwer, über dieses Thema zu sprechen. Aber irgendwie muss es sein.
Gruß, L.
 
Gewalt und auch häusliche Gewalt kann psychisch oder physisch (körperlich) ausgeübt werden. Die psychische Gewalt kann schwerer identifiziert und auch schwieriger nachgewiesen werden, ist jedoch nicht weniger verletzend und schädigend wie körperliche Gewalt.

Ich habe in meiner Kindheit mit beiden Formen Erfahrungen gemacht und ab der Pubertät gelernt mich dagegen zu wehren..erfolgreich. Es ist wichtig diesen Weg zu finden, denn auch außerhalb des Elternhauses trifft man überall mal wieder auf Gewaltstrukturen..sei es in Form institutionalisierter Gewalt (bekloppte Sachbearbeiter bei Ämtern) oder beim Job (Mobbingversuche etc.).
Menschen sind nämlich keine Kuscheltiere sondern biologisch gesehen Raubtiere und einige benehmen sich auch so und vergessen oder vernachlässigen Moral, Sitte, Anstand und Gesetze.
Ich persönlich finde es gerade für Frauen sehr wichtig zu lernen "ihren Mann" zu stehen, genügend Stärke aufzubauen um im Leben klar zu kommen.

Tyra
 
@Gast:

bevor man abstumpft sollte man den Hintern hochkriegen und was dagegen unternehmen. In meiner Jugend habe ich gelernt, dass der persönliche Schutz zur Eigenverantwortung gehört...es ist wichtig dem Leben ggü eine aktive Haltung aufzubauen und auf Gewalt DIREKT zu reagieren.
Viele Menschen verfallen in eine Opferstarre ...in manchen Situationen, bei erwiesener Übermacht es Gegners ist eine Opferstarre oder Demutshaltung manchmal lebensrettend, manchmal jedoch das Gegenteil. Im Kampfsport lernt man so einige wichtige Dinge um ggf auch mal in Notwehr handeln zu können und v.a. wird man selbstbewusster...SElbstbewusstsein ist ohnehin das A und O eines soliden Selbstschutzes.

In meiner Kindheit und frühen Jugend habe ich (und meine Geschwister) sehr unter elterlicher Gewalt gelitten. Bis zu einem Punkt an dem ich sagte: genug ist genug und das dann auch durchgesetzt habe, was gar nicht mal so schwer war, wenn man die richtige Entschlossenheit und genügend Kampfgeist an den Tag legt...also raus kommt aus dieser duldenden passiven Opferhaltung...Dieser Schritt in die neue Haltung kostet zwar Mut, aber wer den nicht hat, der ist in meinen Augen ohnehin verloren....so hart das klingt...ein Mindestmaß an Mut und wenigstens so viel Rückgrat um Angreifer deckeln zu wollen und zu können ist schon erforderlich.
Ich war ganz früher mal ne richtige Schissbuxe...aber man lernt ja dazu und kann sich auch ändern...heute gibt es so gut wie gar nix was ich fürchte...außer ggf. den Zahnarzt 😉

Ich hoffe du findest auch einen Weg auf angemessene Weise mit Angriffen umzugehen...ganz essenziell dabei ist, dass du selber bestimmst was du wert bist und dir sagst, dass du es nicht verdient hast ständig gedemütigt und erniedrigt zu werden. Wer glaubt der Täter habe Recht, auch das Recht zu demütigen weil man es nicht besser verdient hat od.ä....der ist im Eimer...Es ist wichtig sich abzugrenzen und lt. NEIN zu der indirekten Message (=du bist nix wert, hast schlechte Behandlung verdient, musst gehorchen etc.) eines Täters zu sagen und lt. JA zu sich selber.

Tyra
 
hallo sandyrot, wenn du willst dass man dir konkrete ratschläge gibt, musst du auch (deinen?) Fall konkret schildern.
Ansonsten bilden sich hier in deinem Thread nur allgemeine Thesen, Tipps / Mutmaßungen / unterstellungen (ist leider so üblich hier...).

Ob dir dabei geholfen ist?

professionelle Hilfe / Ansprechpartner z.B. hier:

LG
leo
 
Sorry- da hast du wohl recht...- ich habe meinen HINTERN🙄 hoch gekriegt und hab ihn endlich verlassen- na ja, wirklich ausschlaggebend war ER und zwar so das ich mit einem Schüttelschleudetraum, große Hämatome und Prellungen davon kam/ging.
Häusliche Gewalt - auf dieses Thema kam ich erst im Nachhinein. Die div. Strukturen der häusl. Gewalt ziehen sich durch meine Leben der letzten 2 Jahre wie ein roter Faden.
Demütigungen und Beleidigungen(wie z.B.du bist und hast nix ohne mich,Aussehen/Figur/meine Mitarbeit im Betrieb oder mein Haushalten wurden ebenso regelmäßig ständig vernichtent kritisiert)waren fast an der Tagesordnung. Termin wie Arzt, Krabelgruppe,Babyschwimmen und selbst Beisetzungen von Bekannten waren reines Privatvergnügen und wurden mir vorgeworfen. UND hatte ich wirklich mal ein Date mit ner Freundin und wollte mal shoppen gehen..hach, da war ich die Oberfaule die nur ihrem Vergnügen frönt. Schlimmer noch aber war, das er meine Familie und meine Freunde immer kritisierte und ich, peinlich berührt von seinen Zurechtweisungen und manchmal auch Beleidungen wenn andere dabei waren, mich mehr u. mehr von meinem Umfeld zurückzog u. immer mehr in das Sozial aus gedrückt wurde.
Körperliche Übergriffe wie der letzte- gabs in der Form vorher nicht. Aber einmalig ne Ohrfeige oder mal hier oder dort ein fester Griff oder Stoß, das passierte mehrmals.
Klar- ich merkte, ÄHM HALLO- was geht hier gerade oder mir geht es immer schlechter, ich baute ihm gegenüber eine riesige Schutzwand auf und war einfach nicht mehr zugänglich für andere Dinge.
Warum geht man nicht einfach? GANZ einfach..wir haben zusammen einen mittl. 23Monaten altes Kind- das vorallem er unbedingt wollte und ich habe sovieles für ihn und das Leben mit ihm aufgegeben- DA GEHT MAN NICHT SO EINFACH. Und der Oberhammer finde ich immer noch, ich liebte ihn auf irgendeine Art immer noch.UND nein- er wurde erst so als folgende 3 Schritte in meinem Leben passierten- ich zog bei ihm ein u. gab mein bish.Umfeld auf(aufgr. der entfernung)- gewünschte Schwangerschaft(da kommt Verantwortung auf MANN zu); keine Einkommen mehr meinerseits(hach- und jetzt auch noch finanzielle Abhängig) und ICH SAG EUCH- das war definitiv der UMBRUCH..
Und mein jetztiges Problem ist oder seit diesem Übergriff- wie bekomme ich mich wieder in den Griff? Wer hilft mir wirklich mit meinen Ängsten, Problemen und Albträumen fertig zu werden. Eigentlich n i e m a n d... klar gibts div. Anlaufstellen, nur all die - die ich kennengelernt habe wie Erstbefund Krankenkaus, Polizei, meine Anwältin, Gespräch bei der Diakonie ect. selbst meine Ärztin sind von diesem Thema immer etwas peinlich berührt und im Grund genommen fühl ich mich sehr verlassen auf weiter Flur. Ich hangle mich so von Tag zu Tag, versuche meinen Tag mit unserem 22 Monaten alten sohn und ein absolut neues Leben irgendwie zu bewältigen. Nur ich merke immer mehr, ich schaff es einfach bald nicht mehr. Klar, man hat Familie u. Freunde- nur die Kopfsache ist dermaßen tief und traumatisch- und im Grunde wie bereits erwähnt..ich erzähle so ein bisschen und merke ich rasch- jeder hat zwar Verständnis das du trotzdem so lange gebeblieben bist aber im Grunde kann dir keiner richtig helfen. Habe eher so das Gefühl, ich werde von einer riesige Welle von hinter bedroht..die immer mehr u. mehr wächst.
Kontakt zum Kind..vergißt es. Er gibt sich diesbzgl. keinerlei Mühe und hat ihn in 12 Wochen 2 mal gesehen/besucht. Und REUE und gar ne entschuldigung mir gegenüber- wie, da war doch nix!?Strafanzeige läuft, Unterhalt zahlt er auch keinen und leben tue ich völlig am Limit.
Also- immer noch auf die eine oder andere Art eine miese Situation und ich fühle mich einfach nur Lebens-Müde. Ich habe das große Glück in einer famil. Notunterkunft zu leben und langsam wieder fuß zu fassen..nur es kostet mich soviel wahnsinnige Kraft- die ich bald glaube nicht mehr habe.
 
hallo sandy....wie jeder dir sagen wird finde ich es natürlich sehr schlimm was du so durch hast. Will nicht zu viel von mir ausholen, wenns dich interessiert kannst ja mein erstelltes thema mal durchlesen...

Wenn man sowas mitmachen muss/es geschehen lässt, ist es einfach unglaublich verletztend....

Liebe sandy, die frage wer dir helfen kann ist glaub ich nicht die richtige! Eher solltest du dich fragen, von wem du dir helfen lassen willst! In dieser Situation gibt es leider kein Allinclude packet was auf jeden passt. Du musst ganz allein für dich und deinen jungen entscheiden was das beste für dich ist. alle Tips sind gut aber wichtig ist was dir jetzt gut tut. Du musst anfangen deinen eigenen Kopf zu benutzen und wenn du was entschieden hast wird es dir damit auch gut gehen. Ob es nun ein kompletter Neustart ist, eine Therapie oder ein Kampfsport ist das musst du für dich finden. Das einzige was ich dir sagen würde (tip geben) überlege genau ob du diesem Riesen Idioten von "Mann" DEINEM kind übergeben willst! Warte nicht auf reue von ihm, wozu!!!! Du willst ihn ja hoffentlich nicht zurück! Aber lass ihn nicht das kind allein sehen. In dem alter wird er das gut verkraften mit einem neuen, besseren daddy aufzuwachsen und du musst keine Angst haben wenn er bei ihm ist!!!

Ich hoffe du findest deinen weg...der schwer ist und ja auch einsam! Aber das macht dich stark, stück für stück!!! denk an dich! Du bist ein toller einzigartiger Mensch!! Finde neue freunde und lebe das leben!! Träume als würdest du ewig leben....Lebe als würdest du morgen sterben!!!

Ganz liebe grüsse
"steffi"

wenn du irgendwelche fragen hast kannst mir auch jederzeit ne PN schicken
 
Hallo,

gerade wenn ein Kind da ist sollte man nicht nur gehen, sondern RENNEN...denn sowas kann man seinem Kind nicht zumuten.
Oft spielen jedoch praktische Erwägungen ne Rolle, oder finanzielle Abhängigkeit...da ist man dann gezwungen neue Prioritäten aufzustellen...auch Unbequemlichkeiten in Kauf nehmen und viele Mütter scheuen das.
Meine Mutter z.B wollte nicht auf Haus, mehrere Autos, Doppeleinkommen und den nach außen hin gerichteten Schein einer scheinbar intakten Bilderbuchfamilie verzichten und war dazu noch einen Tacken hörig und hat deshalb halb unbewusst, halb kalkuliert Schläge des Ehemanns/Vaters für sich und auch uns Kids in Kauf genommen...so kalkulieren einige Mütter halt und zwar nicht selten denke ich.

Sieh es so: du hast mit deinem Ex nen ordentlichen Griff ins Klo gemacht..da hilft jetzt nix..du musst durch die S**** halt durch..und irgendwann wirst du das auch geschafft haben...es braucht natürlich einige Zeit und auch Kraft sich neu zu arrangiere, aber es lohnt sich, denn es ist für dich und dein Kind GUT und dafür lohnt dann schon einiger Aufwand, oder? Veränderungen haben auch IMMER positive Seiten..du solltest diese Seiten betonen.

Ich finde es unangemessen die Kinder als Vorwand zu nehmen sich nicht von einem schlechten, gewalttätigen Partner zu trennen...man sollte da schon ehrlich sein und sich eingestehen, dass man ein Schisshase ist, mehr Schiss vor einer Veränderung, Trennung hat als vor dem schlagenden Partner und halt andere Prioritäten setzt...Und: Nimmt man die Kids zum Vorwand werden die ggf. ihr Leben lang an einem schlechten Gewissen, Schuldgefühlen leiden...das ist nicht in Ordnung. Als Frau hat man sich selbst ggü die Pflicht/Verantwortung den eigenen Hintern zu sichern, als Mutter neben dieser Pflicht/Verantwortung noch die ihre Kinder vor einem gewalterfüllten Milieu zu schützen...Du kannst stolz auf dich sein genügend verantwortungsbewusst gewesen zu sein um dich zu trennen!

Wirklich helfen kann man sich an sich selber genug indem man halt auch Hilfen annimmt, was aber gerade Frauen in ihrer selbstauferlegten Helferinnenrolle oft sehr schwer fällt...an sich sind sie es ja eher gewohnt für andere zu springen...und sie tun sich daher schwer mal andere für sich machen zu lassen...Nach gezielter Arbeit an meinem Selbstbewusstsein und mit normalem Selbstwertgefühl fällt mir das mittlerweile gar nicht mehr schwer..ich genieße es mich auch mal "bedienen" zu lassen...

Was deine Kraft angeht: du klingst depressiv und solltest umgehend was dagegen TUN, also psychiatrische und psychologische Hilfe annehmen..ich hoffe du kriegst das auf die Reihe. Bei Depression hat man keine Kraft und fühlt sich hohl und leer..aber mit einer zeitnahen Therapie ist man bereits nach kurzer Zeit wieder auf Normallevel...du musst das natürlich WOLLEN, dir fachkundige Hilfe (1 X die Woche Psychologe, + ggf. Psychiater) suchen und v.a. annehmen...ich hoffe du lernst das mit dem Annehmen rasch, sonst stehst du sehr sehr isoliert da und das kostet enorme Kraft..was an sich unnötig ist.

Tyra
 
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