Also mich bedrückt eins sehr! Ich glaube ich bin ein ziemlich gutaussehender Mann. Zumindest höre ich das immer wieder und von vielen Seiten ohne das ich dies möchte, ich es auch anders sehe und mir darauf auch nichts einbilde denn es macht sich ja niemand selber. Wenn dann hätten meine Eltern darauf stolz sein können das sie mich so hinbekommen haben. waren sie wohl aber nie. Mich bedrückt aber daran daß ich das Gefühl habe mit gutem Aussehen werden auch andere Dinge in Verbindung gebracht.z.Bsp. Das man👎 ein Frauenheld ,Aufreißer Fremdgeher usw.ist. hat jemand ähnliche Erfahrungen gesammelt wenn ja wie geht Ihr damit um? Mich bedrückt das sehr da ich genau das Gegenteil von dem bin für was man mich zuhalten scheint:
lg karlo
Hallo Karlo,
ich habe noch einmal über Deinen Beitrag nachgedacht und ich glaube, ich kann Dich ein bisschen verstehen.
Gutaussehende Menschen fallen auf. Sie werden angeschaut, teils sogar begafft. Das ist immer ein bisschen wie bei Prominenten. Über die wird auch schnell geredet und es werden schnell Zuschreibungen gemacht.
"....daß ich das Gefühl habe mit gutem Aussehen werden auch andere Dinge in Verbindung gebracht.z.Bsp. Das man
👎 ein Frauenheld ,Aufreißer Fremdgeher usw.ist."
Karlo, Dein Gefühl täuscht Dich nicht.
Es gibt viele gutaussehende Menschen, die da ähnliche Probleme haben wie Du.
Einige von diesen Menschen, die kenne ich. Ich hatte es nur vergessen, weil, für mich ist der Umgang mit ihnen einfach normal.
Im Grunde ist es eine Frage Deines Selbstwertgefühles und es ist wichtig, dass Du lernst, Dich ab zu grenzen, manches nicht an Dich heran kommen zu lassen. Teils wirst Du die gleichen Probleme haben, wie Menschen, die entstellt sind oder ent-stellt werden! - Das werfe ich jetzt zum Nachdenken bewusst ein. Schau da hin!
Es ist nie leicht, aus dem Rahmen zu fallen. Das hast Du Dir nicht ausgesucht, aber Du musst damit leben, dass Du es tust.
Ich nenne Dir einmal einige Beispiele:
"Oh, schau Dir diesen Mann an. Boah! Sieht der gut aus!" sagten Frauen im Schwimmbad. Ich folgte ihren Blicken. Ja, der Mann sah gut aus UND er verhielt sich merkwürdig. Der war wie auf der Flucht.
Irgendwann lernte ich ihn kennen. Ein Frauenaufreisser? Nicht die Spur. Er war ehr verschüchtert im Kontakt, blühte nur im Job auf. Wir gingen zusammen in ein öffentliches Bad. Er verschwand sofort im Wasser und ging er am Beckenrand, war er wieder auf der Flucht.
Auch ich bekam etwas Stress. Die Frauen waren neidisch. Sie wollten unbedingt wissen, wie ich Kontakt zu diesem "Schönen" bekommen habe, bedrängten mich mit Fragen. Ich liess sie ärgerlich stehen.
Das war doch kein "...". (Es gab noch mehr Bezeichnungen, egal.) Das war ein Mensch! Ich fand ihn nett.
Ich fing an, zu verstehen.
Er auch, denn wir redeten mit der Zeit darüber recht offen.
Ja, er hatte da ein Problem, sich ab zu grenzen. Die Blicke der Frauen, die Zuschreibungen, Erwartungen.
Teils bekam ich das selbst als nur seine Bekannte zu spüren.
Ganz nach dem "Jade-Prinzip" *lach* (es gab ´mal eine Werbung von der Kosmetikfirma Jade mit dem Slogan: was hat sie was ich nicht habe) stand ich prlötzlich auch in der Öffentlichkeit und wurde bewertet. "Die passt doch nicht zu dem. Wie die schon aussieht, usw. ." Mir machten die dummen Sprüche nichts, aber ihm. Er wurde wieder traurig.
"Die passt nicht zu dem." Joah! Aber die Frauen sollten passen? *lach* Und ausserdem hatte ich nichts mit ihm. (Blöder Ausspruch, ne? Wozu erklären?) Wir unterhielten uns nur, fanden uns symphatisch. Mehr wollte auch ich da nicht und was ging die das an? - Die Fantasie mancher Menschen hatte da wohl Flügel bekommen. *schmunzel* - Deren Problem, nicht meins.
Zum Glück traute er sich, wieder zum Schwimmen zu gehen. Er hatte verstanden, ja, es ist wirklich so: einige Menschen gaffen. Als eine Frau hell lachte, stand er plötzlich wie erstarrt im Wasser. Ich bat ihn, sich mit mir zusammen auf den Beckenrand zu setzen. - Das war für ihn zu viel. Ich ging zum Beckenrand, stützte mich ab, ging aus dem Wasser in die Sitzstellung, glitt wieder ins Wasser, dann wieder auf den Beckenrand, wieder ins Wasser und lachte ihn aufordernd an. Oh, was war ich froh, als er dann über mich lachte. (Naja, *denk* *schmunzel* wurde ja auch ´mal Zeit, ne? *grins*)
Er fing an, mit zu spielen. Und wir spielten im Wasser fast wie die Kinder, ausgelassen.
Es war, als wollten wir es allen zeigen und irgendwann hatten wir alle um uns vergessen.
- Yeah!
🙂
Ja, Karlo und genau das ist es was Du bitte lernst: Lerne zu tun was Du möchtest, was Dir Spass macht oder/und was Du für Dich willst und vergesse bestimmte Blicke und dumme Zuschreibungen!
Es sind nicht alle Menschen gleich! Habe Mut!
Im übertragenen Sinne: springe ins Wasser und lebe! Springe immer wieder! Um zu springen, muss man eben auch ´mal an den Rand. Da läuft es sich mit der Zeit auch besser, ganz bestimmt! Und dann kannst Du es Dir aussuchen, ob Du untertauchst, schwimmst, spielst, auf dem Rand sitzt oder ebenso selbstsicher andere Wege gehst!
🙂
Noch ein Beispiel?
Habe noch so einige.
Du bist nicht allein!
Alles alles Gute!
Landkaffee
Ach ja: was aus mir und dem Bekannten wurde (für Klatschmäuler): Unser Urlaub war vorbei UND es ging uns gut.
Noch etwas: Anders sein, ist nicht immer leicht UND es muss nicht immer zum Nachteil sein.
Ausserdem: es gibt immer etwas was Menschen gemeinsam haben und egal wie sie aussehen, woher sie kommen, wohin sie gehen. Es gibt immer etwas: Brücken.