verklemmt, problematisch?
Sorry, @ Ballina... aber deine Haltung mag nach Neukölln passen, nach Frankfurt, Köln oder Altona.... und auch da ist es nicht überall normal, auf irgendeiner Party oder in irgendeiner Disse irgendjemand fremdes gleich zu küssen.
Es ist auch irrelevant, ob das Mädchen muslimische Hintergründe hat oder katholische... die einen ziehen sich zum Tanzen halt einen breiten Gürtel an, lassen sich von Fremden anfassen und küssen... die anderen tun das aus gutem Grund gerade nicht.
Ich selbst fände es auch suboptimal, wenn meine Freundin/ Tochter/ Mutter/ Enkelin sich so verhalten würde.
Ein einziges mal ist sicher nicht gleich rufschädigend... wenn Mädels das aber öfter machen, gelten sie in der Regel als frei verfügbar und damit sinkt tatsächlich ihr Ruf, nicht nur bei alten Tanten wie mir, sondern gerade bei potenziellen männlichen Partnern.
Meine Haltung kommt weder von Neukölln, von Frankfurt, von Köln oder von Altona, denn ich bin auf einem sehr sehr kleinen Dorf aufgewachsen. Bin Ende 30, also ist meine Jugend auch schon etwas länger her. Zudem kommt noch dazu, dass es in der heutigen Zeit noch sehr viel lockerer als früher zugeht. Das weiß ich, weil ich sehr viel Kontakt zu 18-22 Jährigen habe. Da kann es passieren, dass sich Zwei Hetero Männer aus Spaß küssen.
Und nein, lange Jeanshosen waren mir schon immer am Liebsten und einen großen Busen, den ich halb raus hängen lasse, habe ich auch nicht. Und die meisten Mädels/Frauen die damals, als ich noch jung war, öffentlich rumgeknutscht haben, waren auch meistens anständig gekleidet und hatten auch nicht gleich den Ruf einer Schlampe weg. Erst wenn man das öfter gemacht hat und mit wechselnden Männern, ja dann...
Zu Mobbing: Bei uns gab es damals eine ca. 22jährige, die, wenn sie was getrunken hatte, immer ihrem Freund fremd ging und einmal sogar in aller Öffentlichkeit gevögelt hatte. Das ging zwar im Dorf herum aber sie wurde deshalb nicht gemobbt oder gemieden noch sonst was. Warum? Weil ihre Familie und sie selber sonst sehr angesehen waren (Vater Filialleiter in der Bank und ganze Familie in der Kirche aktiv). Andere wiederum, wurden wegen jeder Kleinigkeit gemobbt und als Schlampe bezeichnet, z.B. eine die nur einmalig bei ihrem Kumpel übernachtete und da, laut ihrer Aussage, nicht mal was gelaufen war.
Meiner Meinung nach kommt Mobbing oft (auch nicht immer aber eben oft) von der eigenen Einstellung. Mobber können leider regelrecht riechen, wenn ein potentielles Opfer unsicher oder ängstlich ist oder mit bestimmten Themen Probleme haben. Daher kann ich dir, dimera, nur raten dich selbst nicht so unnötig zu verurteilen. Unabhängig von der Meinung anderer aus deinem Umfeld, solltest du erst mal heraus finden was DU willst, was DU magst und was DIR Spaß macht und dann handle danach. Und wenn du dann nicht willst, dass dich ein Kerl küsst, dann handle eben auch danach. Wenn du mehr Selbstbewusstsein hast und weißt was du willst, reagierst du auch schneller und schubst so einen Kerl früher weg wenn du nicht geküsst werden willst.
Manchmal hilft es auch mal die Umgebung objektiv zu beobachten, um zu schauen, wie sich die anderen so verhalten. Gut, das war dein erstes Mal Fortgehen, da bekommt man nicht gleich alles mit. Beim nächsten mal schaust du mal, ob andere nicht auch einfach mal öffentlich rum knutschen. Heißt ja nicht, dass du das auch machen sollst/musst aber vielleicht hilft es dir dabei, dich deswegen weniger schlecht zu fühlen.
Wer weiß was in der Zukunft ist? Vielleicht wohnst du da in ein paar Jahren eh gar nicht mehr dort. Dann kann es dir doch egal sein, was die Leute von dir denken. Wenn sie dich dich mobben wollen dann ist es eh Wurst was du tust, die werden trotzdem immer irgendwas finden.
Aber es sind ganze 4 Jahre seid dem Mobbing vergangen? Dann scheinen diese Leute kein Interesse mehr daran zu haben. Überlege mal ob es nicht sein könnte, dass du die Blicke im Bus nicht einfach nur überbewertest. Ich wurde früher auch sehr oft und sehr stark gemobbt. Hab da heute oft noch damit zu kämpfen und bilde mir Sachen ein. Dass dem nicht so ist weiß ich manchmal nur, weil ich Partner und enge Vertraute habe, die mir helfen heraus zu finden, ob ich mir was einbilde.