Ich glaube (bitte fasse das nicht als persönlichen Angriff oder Herablassung auf) du lebst ein wenig in einer etwas idealistisch angehauchten Welt und machst die Dinge manchmal etwas komplizierter als sie sind. Wir sind Primaten. Der Grund warum wir auf die Optik anderer Personen achten, liegt auch daran, dass Frauen sich unterbewusst natürlich auch von einer besseren genetischen Ausstrahlung eines Mannes anziehen lassen. Nur dadurch funktioniert die Werbung ja erst. Ich finde den Zusammenhang zwischen moderner Werbebranche und Evolutionspsychologie interessant. Es hat einen Grund warum Leute, die in einem Modegeschäft auf den Bildern die neuesten Unterhosen oder Jeans präsentieren nicht, wie Quasimodo, sondern eher, wie ein durchtrainierter Hollywoodstar aussehen. Menschen finden das sexy und attraktiv , das erhöht auch das Kaufverhalten. Ich habe viel zur Evolutionsbiologie gelesen, weil ich mich selber und andere auch besser verstehen wollte. Und wir sind hoch entwickelte Primaten, aber jede Wissenschaft bezeugt, dass Schönheit und Genetik eine immense Rolle in unserem Alltag spielen. Attraktivere Personen kommen beispielsweise oft bei Vorstellungsgesprächen sympathischer herüber, Künstler interessierten sich schon vor Jahrhunderten für Gesichtsproportionen und den goldenen Schnitt, ein bessere Körper und ein schön proportioniertes Gesicht versprechen bessere Gene und damit potentiell bessere Nachkommen. Der Grund, dass die OPs heute so boomen, hat auch damit zu tun, dass Leute diese Dinge unterbewusst ganz genau wissen. Tatsächlich bringt Attraktivität in ganz vielen Lebenssituationen real existierende Vorteile. Und ich wehre mich nicht länger dagegen das anzuerkennen.
Das Ding ist, dass ich dir zu verstehen geben wollte, dass Äußerlichkeiten nicht zwingend zu Misserfolg oder Erfolg führen müssen. Es gibt offensichtlich - wie ich am Tesla Chef vergleiche- andere Erfolgsstrategien.
Als Fakt sehe ich allerdings, dass Korrekturen durchaus "geplanter Murks" sein können. Dies habe ich dargestellt, indem ich auf den fortschreitenden Haarausfall nicht behandelter Bereiche hingewiesen habe.
Ich besitze im Übrigen sowas wie eine "Araber-Nase", also mit Höcker, und dann geht's nach unten. Meine Tochter hat sie sich wegoperieren lassen. Vermutlich wird sie meiner Enkelin dasselbe empfehlen - und so weiter.
Ich dagegen habe eine Abwägung vorgenommen.
Meine Nase hat keinen Bruch, keine Verwachsungen, Schleimhaut funktioniert, keinen trockenen Hals, ich kann Luft kriegen ohne Ende.
Warum bitte sollte ich so eine funktionale Konstruktion zertrümmern lassen und neu zusammen basteln lassen?
Wie würde ich meiner Tochter begegnen, wenn die zwar bei Kälte jammert, dass die zerbrochene Nase weh tut aber mir vorwirft, dass ich schlecht aussehe??
Ihre Erklärung wäre, dass ich das schuld bin, dass sie bei Kälte Schmerzen hat?
Nö - sorry, eben nicht.
So ähnlich ist es mit genetisch bedingtem Haarausfall.
Das allseitige Zusammenwirken sollte man betrachten: ehe man es nicht im Detail verstanden hat, ändert man besser nichts.
Es kann wirklich weit her geholt sein, wenn ich vermute, dass altersbedingt höhere Anstrengung körperlicher Aktivitäten zu erwarten ist; damit also höhere Temperatur.
Über den Kopf wird einiges an Hitze abgeführt: daraus folgere ich, dass Leute mit weniger Haaren höhere Anstrengung meistern und vertragen, da sie am Kopf schwitzen können.
(Parallel dazu können Frauen, die wenig schwitzen, Wärme nicht abführen und sind körperlich weniger leistungsfähig.)
Es kann auch weit her geholt sein, wenn ich vermute, das ältere Leute kompetenter wirken. Man unterstellt Lebenserfahrung.
Bei dem Ausmachen des Alters orientieren sich Menschen oft nicht daran, ob das Gegenüber seinen Perso vorlegt, sondern sie schauen einfach hin.
Weniger Haare können ein höheres Alter implizieren, damit eine höhere Lebenserfahrung, damit also ein höheres Vertrauen in das Gegenüber.
Warum bitte hat sich allen Ernstes ein Bekannter Mitte 20, Autohaus-Verkäufer von Mittelklasse -Fahrzeugen, seine Haare grau färben lassen??!
Er wollte seriöser gegenüber dem optisch gleichaltrigen Klientel auftreten.
Lass mich vermuten, dass Frauen Mitte 20 eine Zielgruppe =/+ 5-6 Jahre anstreben.
Anfang 30 tritt durchaus leichter Haarausfall auf.
Also passt Du, obwohl Du erst 26 bist, komplett optisch in den Kreis derer, die in Betracht kommen, hast aber den Vorteil, dass du "mehr" aktive Jahre zur Verfügung hast als jemand, der lebensälter ist.
Ich finde das nicht wirklich verkehrt, bei genauer Betrachtung sogar vorteilhaft.
Und falls es dir gelingt, diese Einstellung zu verinnerlichen, bist Du kostenlos einige Schritte weiter.