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Gymnasium: so viel Gruppenarbeit

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warum*

Gast
Hallo,
ich bin in der 11ten Klasse eines Beruflichen Gymnasiums und wir machen unglaublich viel Gruppenarbeit und Gruppenprojekte die über ein paar Wochen gehen, das heißt in dem Fachunterricht und natürlich auch darüber hinaus findet ständig irgendeine Gruppenarbeit statt, die wir dann später gemeinsam präsentieren müssen. Ich persönlich finde das nicht gut!! Teilweise einfach ungeeignet.
Die Gruppenarbeit lenkt irgendwie von den Inhalten ab, anstatt das es die Erarbeitung erleichtert oder unterstützt, ich finde das ist arbeiten oder lernen unter erschwerten Bedingungen. Zeitaufwendig
Ich bin für Gruppenarbeit leider auch kein geeigneter Charakter, in dem Ausmaß erst recht nicht, die eine Arbeit ist gerade erledigt, ein dickes von 5 Leuten zusammengetragenes Schriftstück ist abgegeben, die Präsentation folgt auf dem Fuße, man atmet aus und denkt "pooh endlich wieder allein arbeiten und sich sortieren", da kommt der nächste Lehrer um die Ecke mit einem tollen, bitte ganz kreativ zu gestaltenden Projekt..... mich macht sowas fertig. Ich finde das gemein, ich lerne doch für mich und mein späteres Leben, auch wenn soziale Fähigkeiten dazugehören, ich dachte an der Schule lerne ich Fachwissen und nicht die Anstrengungen des sozialen Miteinanders (von denen ich schon wusste und leider vorgeschädigt bin)
Ich habe schon Angst welcher Fachlehrer als nächstes auf den Trichter kommt, das Fachwissen über ein Gruppenprojekt und eine Präsentation an den Schüler zu bringen. Ich will später weder mit vielen Menschen eng zusammenarbeiten, noch will ich mich vor irgendein Zuhörerpublikum stellen müssen. Ich habe nichts gegen Menschen, ich kann so nur leider einfach nicht effektiv arbeiten. Zu zweit wäre okay....aber wir sind immer gleich so viele, unterschiedliche Leute, die sich auf EINS einigen müssen.... Wieso ? :'/

Ist das an anderen Gymnasien auch so? Wieso muss das so sein, muss das so sein ?
Und mich interessieren eure Meinungen zu der Methode.

Danke für Antworten.
 
Unsere Lehrer stehen teilweise auch total auf Gruppenarbeiten und ich versteh's nicht.

Natürlich ist es wichtig, dass man lernt, in Gruppen zu arbeiten. Gelegentliche Teamarbeiten halte ich durchaus für sinnvoll, aber dieses Ausmaß ist meiner Meinung nach echt übertrieben.

Du hast recht: Gruppenarbeiten lenken von den Inhalten ab. Und wenn du in eine Gruppe gesteckt wirst mit Leuten, die sich null für ihre Noten interessieren, bleibt die Arbeit sowieso an dir hängen.

Ich arbeite gerade mit 2 Mädchen an meinem Abschlussprojekt (das zieht sich über fast ein Jahr, schrecklich) und denke, dass ich alleine eine viel bessere Arbeit abliefern könnte. Ich muss den beiden quasi dauernd in den Hintern treten und alles "koordinieren", was ziemlich nervig ist. Beschwere ich mich, riskiere ich damit natürlich, dass überhaupt nichts mehr funktioniert und keiner sich mehr beteiligt... und dann ist auch meine eigene Note im Eimer, was ich auf keinen Fall möchte.

Von daher kann ich dich richtig gut verstehen und dir nur den Rat geben, dich da "durchzubeißen". Wenigstens weißt du durch diese Erfahrungen, dass du später eher auf dich allein gestellt arbeiten willst und Team nix für dich ist. Wobei es natürlich stark auf die Leute ankommt. Ich glaube, gerade unter Jugendlichen kommt es schnell zu Zoff und Lästereien. Mit manchen Erwachsenen ist so eine Zusammenarbeit sicherlich einfacher.
 
Ich besuche eine Fachoberschule und ich muss euch recht geben. Ich stehe eher auf Frontalunterricht wo auch Wissen vermittelt wird. In der Gruppenarbeit sucht man es vergebens.
 
Gruppenarbeit ist nach derzeitiger Pädagogik eine wesentliche Unterrichtsform.

Sie fördert das selbständige Lernen und die Sozialkompetenz. Der Bessere hilft dem Schlechteren, gemeisame Ziele werden formuliert und angestrebt.

Dies setzt allerdings voraus, dass es sich wirklich um GruppenARBEIT handelt und nicht um Klönrunden. Aber da muss sich jede Gruppe selbst organisieren.
 
Immer dieses Geheule über die Gruppenarbeit. Ihr könnt euch auf Arbeit auch nicht in eine Ecke hocken und hoffen, dass ja keiner auf euch zu kommt und ihr nie mit euren Mitarbeitern zusammen arbeiten müsst. So einen Job gibt es so gut wie nicht. Wissen will angewendet werden.

Ich fand Gruppenarbeit am Anfang auch lästig und hasste es, ständig etwas präsentieren zu müssen. Nach einer Zeit trat dann aber der umgekehrte Effekt ein. Wir wurden nie in dieselben Gruppen gesteckt, d.h., ich war immer mit anderen Leuten zusammen. Also auch mit solchen, mit denen ich in der Schule sonst nicht viel zu tun hatte. So haben sich auch einige neue Freundschaften gebildet (leider auch die ein oder andere Feindschaft). Dadurch habe ich, die sich sonst immer im Hintergrund gehalten hat, über mich gelernt, dass ich eine absolute Führungspersönlichkeit bin und gern die Gruppe koordiniere. Durch die vielen Präsentationen und anderen Vorträge vor der Klasse, wurde ich mit jedem Mal sicherer und heute macht es mir fast nichts mehr aus. Es ist sogar besser, wenn es mich unvorbereitet erwischt, weil ich dann nicht so viel Zeit habe, mir im Vorhinein endlos Gedanken zu machen.

Klar gibt es immer ein paar Hanseln, die sich quer stellen und nach der Philosophie leben "Team = Toll, ein anderer macht's". Aber das ist eigentlich die Ausnahme, zumindest auf dem Gymnasium. Irgend eine Stärke hat jeder, und die gilt es durch intensives gruppeln heraus zu finden und ein zu setzen. Wenn ihr mal etwas positiv an die Sache rangehen würdet, fiele es euch vermutlich sehr viel leichter.

Die Wissensvermittlung leidet darunter nicht. Wenn ihr Fehler macht, greift der Lehrer doch bestimmt ein, oder? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir Wissen sehr viel besser im Gedächtnis bleibt, wenn es anschaulich (z.B. durch Tafelbilder oder Folien) dargestellt und vernünftig vorgetragen wird, als wenn da vorne ein Lehrer sitzt, der mich mit monotoner Stimme vollseiert.

LG Rosie
 
Man kriegt darauf Noten. Das ist schon der Widerspruch an sich. Wie soll man den soziale Kompetenzen und Kapitalismus miteinander vereinbaren.
 
Moderne Pädagogik halt.

Ist Scheiße, aber weil irgendwelche Leute sich überlegt haben, dass das gut sei (und bestimmt nicht getestet haben, ob am Ende auch genauso viel Fachwissen dabei überkommt wie bei herkömmlichem Unterricht), wird den jungen Lehrern halt eingetrichtert, sie müssten das tun.


Man kann nur etwas lernen, in dem man es selber macht und übt. Aber diese Weisheit ist in der modernen Pädagogik halt noch nicht angekommen.
 
Tja Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Wenn du einen Abschluss haben willst dann heißt es: Friss oder stirb. Für mich war die Schule auch nicht immer lustig. Besonders die Oberstufe war zum kotzen. Komm einfach durch und denk einfach die Schule ist auch irgendwann vorbei.
 
Ich kenne das aus meiner Schulzeit (zwei Jahre her höhö) eigentlich nicht.
Wer macht schon ne Gruppenarbeit in Mathe? Das läuft doch nur darauf hinaus, das einer die Ergebnisse ausrechnet und der Rest abschreibt. Ich kenne eigentlich nur Referate und so mit mehreren.
Von Abschlussarbeiten in Gruppen hab ich nie was gehört :O

Allerdings muss ich sagen, dass ich jetzt auf einer Uni bin, die genau diese Gruppensachen jeden Tag macht. Heißt PBL (Problem-based-learning) und das funktioniert eigentlich sehr gut. In der Schule aber kaum durchsetzbar, also liegt es vielleicht an der Einstellung der Leute? Ich weiß es nicht.

Warum sprichst du einige Lehrer nicht darauf an? Die meisten finden konstruktive Kritik an ihrem Unterricht okay.
 
Von Abschlussarbeiten in Gruppen hab ich nie was gehört :O

Allerdings muss ich sagen, dass ich jetzt auf einer Uni bin, die genau diese Gruppensachen jeden Tag macht. Heißt PBL (Problem-based-learning) und das funktioniert eigentlich sehr gut. In der Schule aber kaum durchsetzbar, also liegt es vielleicht an der Einstellung der Leute? Ich weiß es nicht.

Warum sprichst du einige Lehrer nicht darauf an? Die meisten finden konstruktive Kritik an ihrem Unterricht okay.

Abschlussarbeiten in Gruppen gibt es in Österreich an kaufmännischen Schulen. Waren neben Gymnasium-Oberstufe, was keine Option für mich war, meine einzige Wahl. Bin insgesamt auch sehr zufrieden mit meiner Schule, aber eine Abschlussarbeit im Team zu verfassen, ist wirklich nicht leicht, vor allem, da wir zu wenig Wochenstunden im betreffenden Gegenstand haben, um wirklich vorankommen zu können.

Oft es ist es in der Schule wirklich die Einstellung der Leute, die Gruppenarbeit unmöglich macht. An unserer Schule gibt es Leute, die kommen und gehen, wie es ihnen passt. Und dann ist einer der Dumme, der alles erledigen muss.

Vielleicht sollte man Gruppenarbeiten weniger häufig machen, dafür sollten die Lehrer dann aber verstärkt darauf achten, dass bei Gruppenarbeiten wirklich jeder was beiträgt und vlt. auch Individualnoten vergeben, denn es gibt leider Faulis, die Teamwork zumindest in der Schule nicht ernst nehmen. Dass es anders ist an der Uni kann ich mir schon vorstellen.
 

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