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Guten Morgen, ich möchte mich vorstellen

"Herzl ich will kommen" hier, du hast eine schwierige Situation beschrieben. Du solltest den Teufelskreis mutig begegnen, verlassen, dir dazu professionelle Hilfe suchen. Du wirst im Guten das nicht verändern können.
 
Hi du...
Ich habe mich gerade aus dem selben Grund hier angemeldet... Suche nach jemanden, der mich einfach nur als Mensch wahrnimmt... mein Mann verhält sich genauso mir gegenüber - kalt, distanziert, Kontrolle, ständig sich für alles rechtfertigen müssen, bin immer an allem Schuld und sein Leben wäre nicht so schlimm, wenn es mich nicht geben würde... meistens versuche ich das alles zu überhören oder schön zu reden, aber dann kommt wieder diese Phase, wo ich einfach nicht mehr kann... ich fühle mich leer und ausgelaugt, es fehlt sogar Kraft sich morgens aus dem Bett zu quälen... bin den ganzen Tag einfach nur am Heulen... und das Schlimme an dem Ganzen ist, dass meine beiden Töchter (17 und 15 Jahre) sich mir gegenüber mittlerweile genau so verhalten. Für sie bin ich nichts weiter wie Purzfrau, Köchin und Frustableiter... so schlimm zu realisieren, dass ich als Mutter, Ehefrau und Mensch in diesem Leben auf allen Fronten total versagt habe... bin 40, stehe vor den Scherben meines Lebens und sehe keine Zukunft... kann dich voll verstehen, aber habe bis jetzt auch kein Wundermittel gefunden, wie man fast ändern kann... Hoffnung, dass ich vielleicht nicht mehr so lange durchz7halten habe, ist das Einzige, was mir gerade Trost spendet... wenn jemand einen Rat hat, wie man damit fertig wird, wäre ich sehr dankbar... und nein, Trennung ist keine Option...
 
Weil ich ihn wirklich liebe. Ja, es mag banal klingeln, aber so etwas gibt es tatsächlich noch. Wir waren schon mal über ein halbes Jahr getrennt, weil ich der Meinung war, dass ein anderer Mann mich glücklich machen wird. Dabei war es nur ein Wunschgedanke, eine Illusion. Wir sind zusammen seitdem ich 17 bin und ich habe mit ihm mehr als die Hälfte meines Lebens verbracht, da kann man die Gefühle nicht einfach so ausschalten... Wir haben uns bei der Trauung geschworen "in guten, wie in schlechten Zeiten"... Klar, verstehe ich irgendwo in mir drin, dass ich mein Leben wegwerfen, aber andererseits von einem geliebten Menschen getrennt zu sein, ist noch schlimmer, als das Gefühl der kalten Schulter...
 
Hoffnung, dass ich vielleicht nicht mehr so lange durchz7halten habe, ist das Einzige, was mir gerade Trost spendet... wenn jemand einen Rat hat, wie man damit fertig wird, wäre ich sehr dankbar...
Du bist 40 und der Tod ist besser als Trennung?

Was liebst Du denn an Deinem Mann? Ich lese nichts, was euch emotional verbindet, Du beschreibst nur, dass ihr halt schon so lange zusammen seid. Gewohnheit als einzige Beziehungsgrundlage? Hast Du Angst, dass Du alleine nicht klarkommst? Mich macht das gerade echt sehr betroffen. Du fragst hier um Rat, wie Du Dein Unglück am besten aushalten kannst bis zum hoffentlich baldigen Lebensende. Hast Du im echten Leben jemanden, mit dem Du reden kannst? Eine Freundin?
 
Besser mit der Situation zurecht kommen, klingt für mich nicht machbar. Wie soll man besser damit zurecht kommen, ständig abgewertet zu werden, wenn das Selbstwertgefühl schon völlig am Boden ist?
Fühlst du wirklich Liebe für ihn, wenn er dich so schlecht behandelt? So schlimm, dass du dir wünschst du "musst nicht mehr so lange durchhalten"? Du scheinst ja sehr klar zu sehen, was er mit dir macht.
Wichtig wäre meiner Meinung nach auch, dass du mit jemandem redest. Mit einer Freundin oder auch einer ganz unabhängigen Person.
Vielleicht wäre so etwas wie eine Kur eine gute Idee. Dann kommst du einfach mal raus aus dieser Situation, kannst ein bisschen Kraft tanken und eventuell mit etwas Abstand auch nochmal alles aus einem anderen Blickwinkel betrachten.
 
Klar habe ich meine Entscheidung getroffen, indem ich damals um unsere Beziehung gekämpft habe und dazu stehe ich auch. Ich sage auch nicht, dass er Schuld sei, dass ich mich so fühle, wie ich mich fühle. Ich bin ein erwachsener, adekvater Mensch und weiß, dass die Welt nicht immer rosa-rot und voller Einhörner ist, die Glitzer spucken. Es ist ja nicht so, dass er immer so zu mir ist. Vielleicht ist es einfach mein Gemütszustand, dass ich mich einfach sehr einsam fühle und in ihm kein Halt, sondern nur Vorurteile finde.
Ich brauche viel Nähe zu meinem Partner (und nein es geht nicht nur um Sex, wobei das in einer funktionierenden Beziehung ja normal ist) und er ist seit Monaten eher distanziert. Das war aber nicht immer so und das macht mir halt zu schaffen... und nein, leider habe keine Freundin, der ich mich anvertrauen kann - traue den Menschen allgemein nicht mehr, wurde zu oft enttäuscht, verraten, fallen gelassen... Leider habe ich eine schlechte Menschenkenntnis und sehe in jedem nur das Gute, wurde bis jetzt leider Gottes aber immer wieder belehrt, dass man niemandem trauen kann, denn damit macht man sich angreifbar...
Hier ist es anonym und ich weiß, dass ich hier ehrlich sein kann, weil mir das später nicht zum Verhängnis wird. Wenn mich fremde Menschen für mein Leben verurteilen, tut es nicht so Weh, als wenn das eine mir nahe stehende Person macht... und vielleicht findet sich hier jemand, der genau so fühlt und genau so um seine Partnerschaft kämpft... vielleicht weiß jemand woraus man Kraft schöpfen kann, um das durchzustehen... Es ist halt sehr einfach die Tür hinter sich zu zuschlagen und zu gehen, aber es erfordert viel Kraft um zu kämpfen und versuchen etwas zu ändern...

Was ich an meinem Mann liebe? Warum ich so um ihn kämpfe? Weil er mein Mann ist und ich ihn nicht für etwas, sondern trotz allem liebe und in jeder Lebenssituation zu ihm halte. Er ist mein Traumman, weil ich weiß, dass er auch anders kann, als so, wie er gerade zu mir ist...
 
@Margoscha Was Du beschreibst, ist für mich Abhängigkeit - emotionale, vielleicht auch finanzielle - aber keine Liebe. Ansonsten schliesse ich mich @Lala8471 an - was soll man Dir raten, wenn Du Dich schon fürs Unglücklichbleiben entschieden hast 🤷🏻‍♀️ Der Punkt ist: Du kannst und wirst das Verhalten Deines Mannes nicht ändern, und da spielt‘s doch keine Rolle, warum er sich so verhält oder ob er früher mal anders war. Du kannst sein Verhalten nicht ändern.
 
@ms.cooper
Finanziell stehe ich mit beiden Beinen fest im Leben und kann mich und meine Kinder auch alleine sehr gut versorgen. Ich brauche keinen Mann, um mein Lebensunterhalt zu sichern.

Emotionale Abhängigkeit? Vielleicht...(?) Wenn man Gefühle für jemanden entwickelt, wird man automatisch von demjenigen abhängig, weil man daraus Emotionen schöpft. Mein Mann gibt mir sowohl negative, als auch positive Gefühle. Was ich aber überhaupt nicht verstehe, dass alle der Meinung sind, dass man sich gleich trennen muss, sobald es etwas schwieriger wird. Ja, es ist gerade schwierig, aber einen Menschen aus dem Leben zu streichen, nur weil er gerade den eigenen Vorstellungen vom Dasein nicht entspricht, ist schon sehr fraglich. Das ist mein Ehemann, meine Wahl, meine Entscheidung und nicht eine Marionette, die man nach eigenen Wünschen bewegen kann. Kein Wunder, dass es so viele einsame Frauen gibt, die immer wieder Partner wechseln, in der Hoffnung einen Traumprinzen zu finden, wenn es nur solche Ratschläge gibt - trenn dich.

Habe ich auch versucht - ja, ich bin nicht hässlich, nicht dick, nicht verklemmt oder so - einen Mann fürs Bett zu finden, bereitet mir keine Probleme, dies ist aber nicht alles im Leben. In einer Partnerschaft, die schon 23 Jahre besteht (mit einer kleinen Unterbrechung) gab es schon genug gute und schlechte Zeiten und zu sagen, dass man diese Zeit alleine auf der Basis der Abhängigkeit egal welcher Art geschafft hat, ist einfach nur irrsinnig - da gehört schon etwas mehr dazu. Und auch wenn ich 40 bin, heißt es noch lange nicht, dass man einen Menschen nicht bedingungslos lieben kann.
 

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