Klar habe ich meine Entscheidung getroffen, indem ich damals um unsere Beziehung gekämpft habe und dazu stehe ich auch. Ich sage auch nicht, dass er Schuld sei, dass ich mich so fühle, wie ich mich fühle. Ich bin ein erwachsener, adekvater Mensch und weiß, dass die Welt nicht immer rosa-rot und voller Einhörner ist, die Glitzer spucken. Es ist ja nicht so, dass er immer so zu mir ist. Vielleicht ist es einfach mein Gemütszustand, dass ich mich einfach sehr einsam fühle und in ihm kein Halt, sondern nur Vorurteile finde.
Ich brauche viel Nähe zu meinem Partner (und nein es geht nicht nur um Sex, wobei das in einer funktionierenden Beziehung ja normal ist) und er ist seit Monaten eher distanziert. Das war aber nicht immer so und das macht mir halt zu schaffen... und nein, leider habe keine Freundin, der ich mich anvertrauen kann - traue den Menschen allgemein nicht mehr, wurde zu oft enttäuscht, verraten, fallen gelassen... Leider habe ich eine schlechte Menschenkenntnis und sehe in jedem nur das Gute, wurde bis jetzt leider Gottes aber immer wieder belehrt, dass man niemandem trauen kann, denn damit macht man sich angreifbar...
Hier ist es anonym und ich weiß, dass ich hier ehrlich sein kann, weil mir das später nicht zum Verhängnis wird. Wenn mich fremde Menschen für mein Leben verurteilen, tut es nicht so Weh, als wenn das eine mir nahe stehende Person macht... und vielleicht findet sich hier jemand, der genau so fühlt und genau so um seine Partnerschaft kämpft... vielleicht weiß jemand woraus man Kraft schöpfen kann, um das durchzustehen... Es ist halt sehr einfach die Tür hinter sich zu zuschlagen und zu gehen, aber es erfordert viel Kraft um zu kämpfen und versuchen etwas zu ändern...
Was ich an meinem Mann liebe? Warum ich so um ihn kämpfe? Weil er mein Mann ist und ich ihn nicht für etwas, sondern trotz allem liebe und in jeder Lebenssituation zu ihm halte. Er ist mein Traumman, weil ich weiß, dass er auch anders kann, als so, wie er gerade zu mir ist...