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Guten Abend...

Equi

Mitglied
...in die Runde. Ich bin Equi, 21 Jahre alt und derzeit einfach nur am Ende. Was genau ich hier suche bzw. ob ich denke, hier etwas zu finden, das mir helfen kann, sei erstmal dahingestellt, aber immerhin kann es mich ablenken. Das ist schonmal viel wert. :)

Kurz zu meiner Vorgeschichte: ich wurde noch in der Grundschule mit ADS diagnostiziert, seitdem von Therapie zu Therapie gescheucht und jahrelang mit Medikamenten zugepumpt - Vater meistens im Ausland unterwegs, Mutter sehr unsicher und überbesorgt. Nach Depressionen und anderen schönen Geschichten habe ich es dann vor drei Jahren geschafft, mein Abi zu machen und die Tabletten abzusetzen, und seitdem ging es eigentlich nur noch bergab. Mittlerweile pendle ich die meiste Zeit durch Deutschland und besuche Bekannte, um mich davon abzulenken, dass ich zum zweiten Mal ein Studium in den Sand gesetzt habe, trinke zu viel und flüchte mich in Onlinespiele à la WoW.

Morgen werde ich zum ersten Mal von mir aus einen Psychiater aufsuchen, weil ich so einfach nicht mehr weitermachen kann, und da ich dazu neige, alles was ich anfange abzubrechen, hoffe ich wohl, hier eine gewisse Motivation zu finden.

Wow, das klingt alles echt positiv. xD

Eigentlich bin ich ein sehr lebenslustiger und aufgeschlossener Mensch, und das will ich mir auch um jeden Preis bewahren - wenn ich nicht gerade in Selbstmitleid versinke lese ich viel, schreibe auch selbst und reise wann immer sich die Gelegenheit bietet. Falls ihr Fragen habt, stellt sie einfach, vielleicht fallen mir ja noch ein paar Sachen ein die nicht klingen als würde ich mir gleich nen Strick nehmen. ^-^

Liebe Grüße,
Equi
 

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G

Gast

Gast
Strick ist nicht gut.
Hast du je ein Ziel gehabt im Leben?
Oder für jemand geschwärmt.?
Was wolltest du beruflich machen?
Wie finanzierst du jetzt dein ( Leben )?
Therapien oder der Psychiater können dich nicht ändern oder dein Leben.
Das sind die Werkzeuge die dir auf dem Weg helfen können.
Das entscheidest du, Akzeptiere und gib zu, daß du dich ändern mußt.
Denke an all die Dinge in deinem Leben, die du verbessern möchtest.
Es ist eine psychologische Veränderung, also deine Einstellung spielt eine große Rolle in deiner Fähigkeit, erfolgreich zu sein. Setze kleine, einfache Ziele, von denen du weißt, du kannst sie erreichen, und dann arbeite dich langsam hoch.
Sei hartnäckig, es dauert etwa 3 Wochen, um eine Gewohnheit zu brechen.
Der erste Tag wird sehr hart, aber dann wird es doppelt so leicht jeden Tag danach.
Ist wie beim Sport, am Anfang hast du Schmerzen, Muskelkater, keine Kondition, das fühlt sich noch nicht gut an, aber dann, wenn die ersten Muskeln stärker werden....
So ist es auch mit deiner Seele; In seiner eigenen Seele trägt der Mensch die Saat, daraus er all sein Frohes und sein Leides zieht.
 

marota

Aktives Mitglied
Hallo Equi,

herzlich willkommen hier im Forum. Fühle dich hier wohl und lenke dich etwas ab. Vielleicht hilft es dir ja.

Viele Grüße
marota
 

Equi

Mitglied
Vielen Dank. :blume:

@Gast: Ja natürlich hatte ich Ziele, habe geschwärmt... das kommt auch jetzt noch immer wieder vor, nur ist mein Leben sehr eng an Phasen gebunden. So eng, dass bei mir auch schon manische Depressionen vermutet wurden, wobei ich selbst das bezweifle.
Meine Einstellung ist denke ich ganz in Ordnung, ich ziehe Kraft daraus alleine zu sein und habe jegliche Gedanken an Selbstmord bedingungslos abgelegt, was schon viel wert ist. Was ich derzeit suche ist vor allem ein gewisser Halt für die Phasen, in denen wieder mal alles zusammenbricht, und eine Erinnerung an meine Probleme in den Phasen, in denen ich sie gerne verdränge. Ein gewisses Gleichgewicht quasi.

Und dass Therapien mir nicht helfen können weiß ich, glaub mir... bis jetzt haben sie mir im besten Fall nichts genützt, wenn nicht sogar geschadet. Aber da man eben nicht nur den ganzen Tag rumsitzen und immer wieder scheitern kann, greife ich nach jedem Strick um nicht mehr finanziell von meinen Eltern abhängig zu sein. Irgendeinen Prozess muss es da ja geben, und wenn ich dafür mit Psychiatern reden muss... dann werde ich das tun. Für Alternativvorschläge wäre ich sehr dankbar. ;)

Liebe Grüße,
Equi
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Hallo, Equi,

Du machst auf mich den Eindruck eines sympathischen Menschen, der sich als Versager fühlt.

Es sieht so aus, dass Du das Leben eines Versagers lebst. Ich verstehe nur nicht, warum Du dieses Leben lebst. Die Worte ADS und Alkohol und Online-Spiele und Studium in den Sand gesetzt habe ich alle gelesen. Aber alle Fehlversuche haben doch nichts damit zu tun, ein glückliches und erfolgreiches Leben zu führen.

Nur Du führst es nicht – und das verstehe ich nicht. Und jetzt kann es sein, dass Du nicht verstehst warum ich nicht verstehe…. Und so kommen wir evt. ins Gespräch. Ist das so?

Herzlich willkommen.

LG, Nordrheiner
 
G

Gast

Gast
ziehe Kraft daraus alleine zu sein
Das gelingt nur Einsiedlern und auch nicht allen.
In Einzelhaft gesteckte Gefangene werden meist nach langer Zeit krank, es entsteht eine innere Leere.
Einsamkeit ist die schlimmste Strafe.
Wir brauchen Austausch, Zuneigung, Verständnis, Trost - und auch schlichtweg einen Partner zur Fortpflanzung.
Soziales Verhalten trägt bis heute dazu bei, daß es uns als entwickelte Spezies gibt.
Die emotionale Einsamkeit zeigt sich, wenn ein enger Vertrauter fehlt, ein Partner, mit dem man sich eng verbunden fühlt.
Die soziale Einsamkeit dagegen weist darauf hin, daß es grundsätzlich an sozialen Beziehungen mangelt, an Unterstützung durch Freunde, Nachbarn oder Kollegen.
Dabei erfüllt die Einsamkeit eine wichtige Funktion für den Menschen:
So wie Hunger ein Signal ist, daß der Körper nicht genug Nahrung erhält, so warnt die Einsamkeit uns, wenn wir den Kontakt zu anderen verlieren.
 

Equi

Mitglied
@Nordrheiner:

Ich hab ja nicht immer so gelebt - im Gegenteil. Aber irgendwann sind zu viele Versuche, deine Ziele zu erreichen, gescheitert, du hast dieselben Aussagen zu oft gehört und vielleicht einmal zu oft zur Flasche gegriffen wenn dir alles zuviel wurde. Und an dem Punkt bin ich jetzt gerade.
Natürlich ist das Leben vorrangig eine Sache der Einstellung, ich wäre die Erste die das bestätigt. Deswegen halte ich auch nichts von Psychologen etc. - wer etwas ändern möchte, muss nur in sich gehen und seine Einstellung ändern. Vielleicht stehe ich nicht zu meinen Grundsätzen, oder vielleicht liege ich einfach falsch, aber mittlerweile kann ich das einfach nicht immer. Meistens, ja. Aber manchmal kann ich meine Einstellung genausowenig ändern wie ein Schmetterling seine Farben, und dann bricht eben alles zusammen.

@Gast:
Ich weiß was du meinst. An sich habe ich genug soziale Kontakte und denke auch, dass ich beliebt bin - zumindest verhalten sich die meisten so. Aber so wie es mir derzeit geht sind mir Kontakte einfach zuwider. Das, was mich wohl wirklich quält, ist momentan die emotionale Einsamkeit, während die soziale Einsamkeit absolut gewollt und selbst verschuldet ist.

Ich werd mich jetzt mal dran machen das Ganze in einem Thread zu formulieren, der Vorstellungsbereich ist ja schließlich kein Therapiesessel. Vielen Dank für eure Ansätze.

Liebe Grüße,
Equi
 

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