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Gute Menschen, schlechte Menschen

Egoistisch? Ist Egoismus unbedingt so das Problem? Weil ja selbst kleinste Bedürfnisse ja befriedigt werden müssen, wie halbwegs gute Nahrung, Kleidung, ein Dach über den Kopf, Wasser etc.? Oder gibt es auch gesunden Egoismus? Sodass man nicht so egozentrisch ist, sich also nicht so im Mittelpunkt sieht? Wäre das gut oder schlecht?

Das Interessante ist ja, dass immer nur ein anderer bestimmt, wer egoistisch ist und wer nicht- und meist wird derjenige als "egoistisch" beschimpft, der es wagt, nicht die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen 😀

Ergo: Egoismus ist vielleicht gar nicht per se etwas Objektives, sondern eine Perspektivfrage.
Aus der Sicht der "bösen egoistischen Person" tut sie vielleicht gerade für sich selbst etwas Gutes, während sie nicht für den anderen da ist bzw. tut was der andere gerade möchte.

Leider Gottes kann ich auch ziemlich gut relativieren, aber lassen wir das mal beiseite.

Also, Egoismus, was ist das?

Nun, wenn es um das

Weil ja selbst kleinste Bedürfnisse ja befriedigt werden müssen, wie halbwegs gute Nahrung, Kleidung, ein Dach über den Kopf, Wasser etc.?

geht, ich denke nicht, dass "schlafen, essen, trinken, Kleidung und Unterkunft" an sich bzw. im Grundsatz irgendwas mit Egoismus zu tun haben - wenn man denn nicht auf sehr ungewöhnliche bzw. verbrecherische Weise daran gelangt.

Ganz allgemein würde ich meinen, dass Egoismus eigentlich nur im gemeinschaftlichen Kontext stattfindet - zum Beispiel im Bereich von Partnerschaften, im Bereich der Familie, aber bspw. auch im Bereich von Geschäftsbeziehungen. Man mag da auch von Übervorteilung oder Opportunismus sprechen.

Im Gegensatz dazu hätten wir da vielleicht jemanden, der komplett bzw. weitgehend alleine lebt. Vielleicht jemand, der gerne alleine Spaziergänge in der Natur macht, Museen besucht, viel meditiert, Saxophon spielt, Bücher liest oder schreibt, Makramee macht, etc., etc. Dieses - teils hypothetische - Alleinsein bzw. Für-sich-sein mag dazu führen, dass man Egoismus verlernt oder nicht lernt. Ich meine, wenn du für dich alleine bist, wie oder wem gegenüber willst du da egoistisch sein? Dir selbst gegenüber? Wie soll das funktionieren?

Man könnte vielleicht auch sagen, dass Egoismus zumindest potentiell ein Angriff auf andere Personen ist - im Gegensatz vielleicht zu sowas wie Balance, Gerechtigkeit, Win-Win oder wie man das alles nennen möchte.

~~~

Mir fällt da noch diese Geschichte mit König Salomo und den zwei Müttern ein. Hat vielleicht auch was mit Egoismus zu tun?
 
Egoismus -

Egoismus beschreibt die Charaktereigenschaft der Selbstsucht, bei der eine Person ausschließlich oder vorrangig ihre eigenen Interessen verfolgt. Dabei nimmt sie oft rücksichtslos in Kauf, dass die Belange, Bedürfnisse oder gar das Wohl anderer Menschen ignoriert oder verletzt werden

Wenn man also seine Interessen verfolgt ! ! !

Bedeutet die Interessen der anderen nicht zu respektieren und auch nicht diese zu akzeptieren, man ignoriert sie.

Na und wenn mehr als ein Mensch lebt, gibt es mit der Haltung Stress wenn die sich auf die Pelle rücken. Es sei beide sind gleich, dann können sie alles zusammen machen....

Oder sie halten sich an soziale Regeln, erst gemeinschaftliches Überleben sichern , dann Eigeninteressenverfolgung ,

Aber wenn der Eremit alleine auf ner Insel wohnt, tut er ja keinem was zu leide.....
 
Denke mal, dass Egoismus kein Muss bzw. kein Zwang ist. Ist das nicht eher eine Frage der Einstellung und wie man die Dinge handhabt? Ich meine, es ist ja durchaus auch möglich oder vorstellbar, fair bzw. gerecht zu handeln, also alle Interessen möglichst gut zu berücksichtigen, auch wenn das vielleicht mehr Aufwand ist, als dem einen oder anderen lieb ist.

Und wenn gewissermaßen keine Win-Win-Situation bzw. -Ergebnis möglich ist, sollte man vielleicht besser erst gar keinen Deal machen? Mit den anderen Varianten, also Win-Lose, Lose-Win und Lose-Lose, ist eine langfristig erfolgreiche oder positive Beziehung - welcher Art auch immer - doch gar nicht möglich?
 
Wenn beide einen fairen Kompromis machen gewinnt ja keiner , sondern man einigt sich auf das Kleinstmögliche Übel.

Also praktisch eine Loose - Loose Situation.
Dann gibt es aber auch die andere Variante, wo beide sich gegenseitig ergänzen - der eine sammelt Dübel, der andere Schrauben.

Der eine hat Feuer aber keine Kippe , der andere hat Kippen , aber kein Feuer .....

Dann ist das ja im Grunde eine WIN WIN Situation , könnte man denken , aber man bekommt das Feuer, die Kippe, nicht geschenkt....sondern gibt ja was dafür ( Feuer und Kippen ) , also kann das Mehrschichtig sein, sozusagen Sichtweisen oder einstellungsbedingt.


Akzeptieren und respektieren in sozialen Gruppen ...hättest Du einen Freitag ( sozusagen die persönliche rechte Hand ) oder hättest Du einen Freund oder gar einen Feind ....wenn Du an Crusoes Stelle gewesen wärst ????
Wer entscheidet es - wenn der andere fair ist ?
 
Wenn beide einen fairen Kompromis machen gewinnt ja keiner , sondern man einigt sich auf das Kleinstmögliche Übel.

Also praktisch eine Loose - Loose Situation.
Dann gibt es aber auch die andere Variante, wo beide sich gegenseitig ergänzen - der eine sammelt Dübel, der andere Schrauben.

Der eine hat Feuer aber keine Kippe , der andere hat Kippen , aber kein Feuer .....

Dann ist das ja im Grunde eine WIN WIN Situation , könnte man denken , aber man bekommt das Feuer, die Kippe, nicht geschenkt....sondern gibt ja was dafür ( Feuer und Kippen ) , also kann das Mehrschichtig sein, sozusagen Sichtweisen oder einstellungsbedingt.


Akzeptieren und respektieren in sozialen Gruppen ...hättest Du einen Freitag ( sozusagen die persönliche rechte Hand ) oder hättest Du einen Freund oder gar einen Feind ....wenn Du an Crusoes Stelle gewesen wärst ????
Wer entscheidet es - wenn der andere fair ist ?

Ja, klar, es kommt sicher auch auf die jeweiligen Ansprüche bzw. Anspruchshaltung an, und das kann, wie du sagst, sehr vielschichtig sein. Wenn du da nun gewissermaßen Akteure bzw. Parteien hast, denen niemals etwas recht ist, die niemals genug bekommen können, sieht es mit Win-Win bzw. einem fairen Deal vielleicht eher schlecht aus - womöglich meint jeder von denen, dass er benachteiligt wurde, verloren hat, ganz unerheblich, was es überhaupt für ein Deal war. Dann wiederum magst du auch Akteure bzw. Parteien haben, die eher geringe Ansprüche haben - sagen wir mal, Minimalisten - da mag ein fairer Deal, bei dem jeder zufrieden ist, wahrscheinlicher sein.

Vielen ist es vielleicht gar nicht so vertraut, nicht sehr viel haben zu wollen, oder eine solche Einstellung bei anderen vorzufinden.

~~~

Teilweise bestehen ganze Systeme ja darauf, dass manche sehr viel wollen, auch bekommen, und andere haben dadurch eben weniger. In welchen Fällen das so ist, und ob es jeweils fair ist, kann sich ja jeder selbst beantworten.
 
Wenn auch vieles im Leben nicht gerecht ist, was Ressourcen und Verteilung angeht, so hat aber doch jedes Volk und manche mehrmals, den Schrecken des Krieges erfahren.
Warum denke ich die ganze Zeit so ein Gefühl zu haben, das alle dahin rennen wollen ?
Was wäre denn, wenn es keine Kriege mehr gäbe, weil die einfach einvernehmlich abgesagt werden würden ?
Frieden - wäre das nicht besser ?

Eigentlich wissen die doch was auf sie zukommt - andere töten - oder getötet werden, ganz zu schweigen, von den Unschuldigen die sterben.

Warum gehen die also dahin ,warum legen sie nicht die Waffen hin und regeln das friedlich ?
Sollte es wirklich so sein - sie finden keine Einigung, dass Krieg der einzige Weg ist ?

Schauen wir uns die Korruption an, die weltweite, wo wissentlich Gesetze missachtet werden.

Das kann man doch auch ohne regeln.

Da bleibt ja wirklich die Frage - warum tut der Mensch Dinge , die im Grunde schlecht sind ?

Vielleicht tut er sie weil er das toll findet, wenn andere leiden , vielleicht auch , wenn andere folgen ?
Ich kann mir das nur schwer erklären, es scheint, als würden sie da irgendwas
folgen, denn wenn Frieden ist, muss ja einer mit dem Krieg anfangen....

na und da ist der Punkt, warum fängt man Krieg an und warum hat man das noch nicht weltweit verboten ? Ein paar Volksentscheide und zack - Krieg für immer vorbei.

Vielleicht denken manche aber auch anders, die anderen sind egal, wenn der Rest gehorcht.

Gute Menschen würden doch keinen Krieg anfangen, die sind ja froh dass Frieden ist . Oder ist das noch perfider , glaubt von denen wirklich einer an einen gottgewollten Krieg - oder sagen die das nur , an die Befreiung der Ukraine, die angeblich von Nazis regiert wird , an die Ideologie, die nordkoreanischen Kindern vermittelt wird - der gottgleiche Herrscher ....
Oder ist es wirtschaftliche Macht und kriminelles Verhalten, was da die Wege ebnet.....

Die anderen sehen den Erfolg und wollen das dann auch ?
 

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