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Gut verstanden - plötzlich komplett ignoriert

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Hallo,
vor etwa 2 Jahren habe ich über die Arbeit einen neuen Kollegen kennengelernt. Er ist 45 und ich bin 35. Er fiel mir unter vielen Neuen auf, weil er lustig war und irgendwie anders. Nach einigen Wochen schrieb ich ihn an, da ich seine Handynummer aus einer Gruppe hatte. Merkwürdig fand ich damals, dass er nicht sofort ansprang, sondern zurück haltend kommunizierte, was ich von Männern so garnicht gewohnt war. Allerdings habe ich und hatte damals auch einen Freund, was ich ihm auch mal in irgend einer Situation beiläufig sagte.

Warum ich ihn trotzdem anschrieb, naja, er zog mich irgendwie an und war interessant, mit meinem Freund, mit dem ich seit 6 Jahren zusammen bin, läuft es mittelmäßig und damals eher schlecht. Mittlerweile hat sich das wieder gebessert, es ist immer mal ein Auf und ein Ab, weil mein Freund sehr bequem ist und überhaupt nicht aktiv. Ich glaube, das war es auch, was mich an meinem Kollegen gereizt hat, der aktiv, sortiert und sehr zielstrebig lebt.

Wir waren seit diesem Moment dann wirklich ständig in Kontakt, verstanden uns sehr gut und irgendwann nach einigen Wochen sagte ich ihm auch, dass ich Interesse hätte, wenn ich Single wäre. Er war damals Single und hatte keine Freundin oder Frau. Wir sahen uns auch in den Pausen immer mal und irgendwann nach einem Jahr fragte er dann, was jetzt mit uns eigentlich sei, also ob ich mir vorstellen könnte, dass aus "uns" mehr werden könnte. Ich reagierte sehr abweisend und sagte ihm auch, dass ich da große Zweifel hätte, dass das passen würde. Im Kern habe ich mit meinem Freund viel aufgebaut, wir haben ein Haus, das noch finanziert wird, wir haben 2 Hunde und das aufzugeben, würde sehr viel bedeuten.

Ich glaube, das war der Moment für ihn, ab dem er dann auch aktiv auf "Frauensuche" ging und sich auf Dating Portalen anmeldete, was ich eher weniger gut fand, aber war ja seine Sache. Und seit diesem Moment änderten sich auch irgendwie unsere Themen. Es ging sehr oft um seine Dates, auch um das Thema Beziehung und Frauen und es war finde ich überhaupt nicht mehr so recht locker.

Irgendwann dann hatten wir einen Konflikt, da ging es um ein Projekt. Er wusste genau, dass mir bestimmte Punkte hierbei wichtig waren und machte sich während der Präsentation vor versammelter Mannschaft über diese Punkte, die ich eingebracht hatte, lustig, brachte damit andere, unter anderem den Vorstand auch zum lachen. Ich wäre am liebsten im Boden versunken. Nach dem Meeting war er dann verschwunden. Ich hatte nahtlos drei Wochen Urlaub. Während der Zeit sahen wir uns natürlich nicht und er schrieb mir zwei Mal per Handy, ich aber reagierte nicht.

Auch nach meinem Urlaub nach drei Wochen war ich noch immer stinksauer auf ihn. Als wir uns wieder im Büro sahen, wollte er mit mir reden. Zu dieser Zeit hatte ich allerdings ziemlichen Stress mit meinem Freund. Ich machte ihm klar, dass ich keine Lust habe auf so eine Art und dass ich keine Lust mehr habe mit ihm zu kommunizieren. Das war aus einer Wut heraus.

Anschließend sahen wir uns nicht, da er auf Seminar war und Urlaub hatte, auf seine Nachrichten hatte ich nicht mehr reagiert, die er während meines Urlaubes schrieb.

Unser Streit war im Juni. Ich dachte, das legt sich, normal kam er immer und entschuldigte sich oder sprach wieder mit mir über das, was das Problem war - aber diesesmal nicht. Als er vom Seminar und seinem Urlaub zurück kam, sprach er kein Wort mehr mit mir, war super gut drauf und fröhlich und ständig am telefonieren in den Pausen. MIt wem, weiß ich nicht. Er hatte plötzlich seine Arbeitszeiten verändert und war mehr im Home Office. Vorher war er immer im Büro. Das geht nun seit 2 Monaten so und ich muss sagen, es macht mich traurig, ihn als Kontakt verloren zu haben.

Ich frage mich, was das soll und eigentlich müsste umgekehrt ich wütend sein, doch meine hat sich gelegt und ich bin inzwischen traurig und es ist einfach unangenehm für mich, ihm zu begegnen, weil man sich so gut verstand und plötzlich ist da jemand nah und doch ganz fern.

Doch ich habe keine Lust, auf ihn zuzugehen. Frage mich aber, ob dieser Zustand noch zu retten ist oder nicht.
Distanziere dich so weit es geht von dieser Person und belasse es bei einem kollegialen Verhältnis. Deine Geschichte war eh nicht angenehm zu lesen, weil ich dabei die ganze Zeit an deinen Freund denken musste :/ Eine Freundschaft macht für mich auch keinen Sinn, weil es phasenweise mehr als freundschaftliche Gefühle gab (Finde ich deinem Partner nicht wirklich fair gegenüber). Hak ihn ab und fokussiere dich auf deine Beziehung und Arbeit.
 
Verstehe es nicht ganz. Du zeigst/sagst ihm wiederholt, dass nichts daraus wird, als er sprechen wollte, hast du geblockt/keine Zeit. Warum müsstest du "umgekehrt wütend sein"- etwa, weil er nicht weiter bei dir nachhakt?
Das mit dem lächerlich machen seinerseits ist schlechter Stil, aber ansonsten macht er doch jetzt das, was du ihm signalisiert hast. Ich würde es an deiner Stelle gut sein lassen- gut für dich, dass er viel im HO ist und du wenig Berührungspunkte hast.
Bist du enttäuscht, dass er trotz deiner Körbe sich nicht noch weiter um dich bemüht?
 
Für mich klingt das so, als habe er jetzt für sich entschieden, diesem Hickhack ein Ende zu setzen. Die Signale waren nie eindeutig, mal wollte er mehr, dann du.. aber eben doch nicht so ganz. Sicherlich ein bisschen prickelnd im Miteinander, aber auch riskant, wenn man etwas Beständiges möchte, so wie es eben bei den meisten Menschen ist.

Ob er dich vor dem Vorstand vorführen wollte oder ob das nur Frotzelei war, wäre noch interessant zu wissen. Das fänd ich insofern wichtig zu klären, um für die Zukunft gewappnet zu sein. Ich würde da wahrscheinlich noch ein bereinigendes Gespräch ins Auge fassen.

Zu allem anderen gibt es keine Besitzansprüche geltend zu machen. Er hat sich jetzt anderweitig orientiert und gut ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nicht jede zwischenmenschliche Beziehung, bei der man nicht oder noch nicht miteinander ins Bett geht, ist eine Freundschaft.
 
Ich finde, ihr seid ein bisschen zu streng mit Greit.

Wahrscheinlich hätte man das Ganze auch ein wenig anders formulieren können, dann hätte es schon einen anderen Eindruck gemacht.

Da ist also ein sehr sympathischer Kollege, mit dem Frau viel Zeit verbringt, irgendwie hat sie sich ein bisschen verguckt, er sich auch. Seid ihr denn alle in langjährigen Beziehungen und habt euch in der ganzen Zeit niemals fremdverliebt?

Eigentlich ist ja nichts passiert, noch nicht mal eine Affäre. Dann wollte er Nägel mit Köpfen machen, sie hat aber kalte Füße bekommen. Das kann man ihr sicher vorwerfen, dass sie nicht mutig genug war, einen Absprung aus ihrer nicht ganz so glücklichen Beziehung zu wagen. Oder vielleicht hat doch das Gefühl nicht ganz gereicht?

Und mit der Freundschaft, das ist ja nur eine Definitionssache. Für Greit ist der Kollege zu einem wichtigen Menschen geworden, den sie jetzt vermisst. Für sie war er ein Freund.

Im Ablauf der Ereignisse haben sich beide vielleicht nicht ganz vernünftig, erwachsen verhalten, aber ist das nicht meist so, wenn Emotionen involviert sind. Nicht immer kann man einen kühlen Kopf bewahren.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Black
Mit flirten meinst du das hier: Aus uns könnte etwas werden, wenn ich Single wäre?
Na ja, das könnte man auch so interpretieren: Ich finde dich attraktiv, aber ich bin in einer Beziehung, also wird das wohl nichts. Wir wissen doch gar nicht, wie das entsprechende Gespräch sich entwickelt hatte.

Und er hat dem Einhalt geboten? Er hat doch gefragt, ob sie eine Beziehung mit ihm möchte.

Ich verstehe das übrigens schon, dass man eine langjährige Beziehung nicht einfach aufgibt, wenn man für jemanden anderes Gefühle entwickelt. Da steckt doch so viel drin, jahrelange Beziehungsarbeit, Vertrautheit, gemeinsame Themen, ein gemeinsames Leben, das man sich zusammen aufgebaut hat. Wenn man lange in einer Beziehung ist, weiß man doch auch, dass das mal auf und ab gehen kann, gute und schlechte Tage. Da gehört schon viel dazu, neu anzufangen mit jemandem, den man doch im Prinzip kaum kennt. Ich sehe das nicht so schwarz und weiß, das sind keine einfachen Entscheidungen.
 
Dass er sich zurück zieht ist die logische Konsequenz aus deinem anstrengenden Verhalten. Du bist nur zu ich-bezogen, um das zu verstehen.
 
… irgendwann nach einem Jahr fragte er dann, was jetzt mit uns eigentlich sei, also ob ich mir vorstellen könnte, dass aus "uns" mehr werden könnte. Ich reagierte sehr abweisend und sagte ihm auch, dass ich da große Zweifel hätte, dass das passen würde. Im Kern habe ich mit meinem Freund viel aufgebaut, wir haben ein Haus, das noch finanziert wird, wir haben 2 Hunde und das aufzugeben, würde sehr viel bedeuten. …
 
Hört doch auf zu zanken und wartet, ob sich die TE überhaupt noch meldet.
Über sie zu sprechen hilft auch nicht weiter.
 
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