Leider gibt es auch genügend LehrerInnen, die (trotz des teilweise sehr unbefriedigend verlaufenden Studiums und unabhängig von der Aussicht auf Verbeamtung) voller Elan ihre Tätigkeit aufnehmen, dann aber nach gar nicht langer Zeit völlig erschöpft sind. Dazu bedarf es gar nicht einer fehlgeleiteten Motivation, sondern man muss sich nur mal anschauen, was an den Schulen abläuft: Die schon erwähnte Elternkommunikation ist zwar ein wichtiger, aber eben auch nur einer von zahlreichen Faktoren, die die Lehrkräfte auspowern. Es gibt zumeist hohen Förderbedarf, viele verhaltensauffällige Kinder, eine emotionale Dauerbelastung durch sehr intensive Beziehungsarbeit. Von den rein sachlichen Problemen, wie der mangelhaften Ausstattung oder den schlechten Erhaltungszuständen der Schulen mal ganz zu schweigen. Man muss sich das schon sehr gut überlegen, ob man in den Schuldienst eintritt und sich den Herausforderungen stellt. Ich ziehe da vor jeder Lehrkraft den Hut, habe aber auch völliges Verständnis, wenn sie nach kurzer Zeit schon nicht mehr brennen. Habe so einen Fall in der Familie, hochengagierte Grundschullehrerin, noch nicht einmal 40 - hangelt sich nur noch ausgepowert von Ferien zu Ferien. Da hilft die Verbeamtung auch nicht weiter.