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Großes Interesse an religiös orientierten Threads - warum?

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Fundamental - Esotheriker 🙂, ja, es gibt schon interessante Menschen. Gab es eigendlich so etwas ähnliches wie mich hier schon mal im Forum.😉
Hatte hier mal etwas gelesen, was glaube ich schon älteren Datums war, von einer gewissen Inge, die hier anscheinend auch recht tapfer ihren Glauben verteidigt hat. Aber die ist anscheinend schon lange nicht mehr hier ?
Wir beide sind ja nun auch nicht immer gerade einer Meinung, raufen uns aber immer wieder irgentwie zusammen oder? 😉 wie lange bist Du denn schon hier im Forum Peter?
ich bin seit 1/2005 hier im forum, hatte jetzt aber mal einige monate pause gemacht, lena.
die inge war ganz anders drauf als du - nach dem motto: wenn ihr nicht meine meinung teilt, werdet ihr halt von gott verdammt. so war nicht nur ihr standpunkt, sondern so ist sie auch auf hilfesuchende losgegangen.
bei dir dagegen sehe ich in den threads, wo es nicht um grundsatzdiskussionen sondern um hilfeersuchen geht, eine tiefe liebe zu den menschen.
da ich an die wiedergeburt glaube, akzeptiere ich erst recht die wege, die die menschen gehen, weil ich ja nicht davon ausgehe, dass ein leben ausreicht, um die erkenntnisse zu sammeln und die reife zu haben, mit denen man sich den himmel verdient hätte.
du bist nicht fanatisch, sondern offen und gesprächsbereit, sollten wir, und dr.house und mikenull da nicht diskutieren können ?🙂 und jedem seine standpunkte bei aller kontroversität lassen ?

Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Soviele sind es nun auch wieder nicht. Es sind zumeist diesselben die sich oft zu Wort melden. Und Du scheinst auch die einzigste Vertreterin der Fundamentalisten zu sein, wenn man das so sagen darf. Und leider meldet sich ja niemand der anderen Religionen zu Wort, der Dir mal richtig Feuer geben würde. Denn wir, Dr.House und ich, sind ja irgendwie doch handzahme Burschen, die ein kleines, gläubiges und ehrliches Mädchen eben auch nicht zu sehr erschrecken wollen.....

Wie seht ihr das eigentlich? ist es der richtige Weg Menschen ihren Glauben zu lassen oder nicht? Eventuell situationsabhängig?

Weil ich glaub ich hab schon so ziemlich alles versucht, um mal jemanden zu überzeugen und bin zu der erkenntnis gekommen dass das kaum möglich ist und für die person eindeutig keinen Gewinn bringt. Für einen selbst auch nicht. ist einfach nur frustrierend.
Aber sollte man es deswegen lassen? Wie viel ist die Wahrheit wert?
 
hmm, fresh,

du stellst da im letzten satz aber eine unlösbare frage 🙂

der gute pontius pilatus hat sich ja auch gefragt: was ist wahrheit...
ich könnte da jetzt noch viel zu schreiben, aber wahrheit ist bis auf das, was man als "gesichertes wissen" bezeichnet, relativ - und uns als menschen nicht verfügbar. müssen wir, grade auch in glaubenssachen, akzeptieren, aber: für den standpunkt, den wir haben, sollten wir nicht in eine angst verfallen, dafür von "gott" bestraft zu werden.

Peter
 
zum Thema

weil wir immer jemand suchen, den wir unser unvermögen in die Schuhe schieben können, weil wir immer jemand brauchen, der uns Wege zeigt, die wir alleine nicht sehen, weil wir immer etwas brauchen, was uns aufrichtet wenn wir fallen, anstatt alleine aufzustehen, weil wir immer wieder hoffen, anstatt selbst Hoffnung zu geben------> wir glauben, weil wir zu wenig wissen oder wissen wollen. Ist doch schön, wenn es für alle Probleme einen Sündenbock gibt------> es ist einfacher zu beten, als selbst zu handeln und es ist einfacher sich bei jemand zu bedanken, den wir dabei nicht in die Augen schauen müssen !!!!!!

und es ist einfacher diesen Text zu ignorieren, als darüber nachzudenken................
 
Hallo MagicSun,

Du solltest den Aspekt nicht außer acht lassen, daß jede Medaille zwei Seiten hat 😉
 
Ich gehöre zu diesen Usern. Und Ich habe einfach ein Problem mit wenn Leute, aus meiner sicht, schwachsinn verbreiten. Ich verstehe es einfach nicht, warum Menschen mit so viel Zuversicht und Überzeugung Dinge sagen können, die teilweise schlichtweg falsch sind und teilweise extrem unwahrscheinlich.

Da ist jetzt die Frage, was Du meinst. Sprichst Du vom alleinigen Glauben oder von Dingen, wie Kirche, Bibel, etc.?
Bei letzterem hab ich sehr wenig Bezug dazu und kann Dir die Frage nicht beantworten, weil ich weder pro Kirche noch der Überzeugung bin, dass die Bibel das Wort Gottes ist.
Bei ersterem kann ich Dir nur sagen, dass es für mich kein Schwachsinn ist. Ich habe Erfahrungen gemacht, dass es Gott gibt. Nur ist hier das Problem, dass ich diese Erfahrungen nicht beweisen kann und ein strenger Atheist mir dann einfach erklärt, dass ich Halluzinationen habe. Das ist eine Patt-Sitaution.

Ich verstehe es nicht, dass die Katholische Kirche nach allen Schandtaten die sie verrichtet hat, immer noch hunderte von Millionen von Mitgliedern hat.

hmm, schwierige Frage. Ich verstehe es auch nicht so ganz, aber die Kirche ist eine große Institution. Deutschland gibt es auch noch, obwohl da jede Menge Schandtaten verrrichtet wurden. Spannend wäre ja die Frage, was HEUTE im Namen der Kirche passiert.

Ich verstehe es nicht warum man nach dem Tod noch leben will.

Naja, ich könnte anderes rum fragen, warum es nach dem Tod vorbei sein soll. Ich sehe das Leben nach dem Tod nicht in jedem Fall als Erlösung an...
Mit wollen hat das ja auch wenig zu tun. Ich glaube es und ich hab mir ja nur begrenzt ausgesucht, was ich glaube. Kann ja jetzt nicht sagen, ach die Sache mit dem Tod gefällt mir nicht, ich such mir einen anderen Gott. Ich weiß ja für mich persönlich, dass es diesen einen Gott gibt und somit auch ein Leben nach dem Tod.

Ich verstehe es nicht warum Gläubige mir die Fragen die ich ihnen stelle nicht beantworten. Haben sie sich diese Fragen nicht selbst gestellt?

Welche Fragen meinst Du? Viele Fragen sind ja in dem Gottesthread versucht worden, zu beantworten. Einige kann ich einfach nicht beantworten, weil Gläubige genauso wenig allwissend sind, wie Atheisten.

Ich verstehe es nicht, wenn Christen sagen, dass ich es nicht verstehen könnte was sie meinen. Verstehen sie es den selbst?

Ich habe manchmal bei einigen Atheisten das Gefühl, dass sie nicht verstehen wollen. Dass sie sich gar nicht die Mühe machen, sich mal in die Lage der anderen zu versetzen. Das heißt nicht, dass sie glauben sollen, das hat was mit Empathie zu tun. Gibt es natürllich auch auf der Seite der Christen.
Es ist aber schwer, so etwas wie den Glauben und die Liebe an Gott zu verstehen, wenn man sich innerlich total dagegen sperrt.
Und das Problem ist sicher auch, dass wir es nicht beweisen können, dass wir nur auf der Gefühlsebene argumentieren können. Das reicht manchmal einfach nicht.

Ich verstehe nicht warum sich Religion so hartnäckig hält. Warum hat Religion in unseren Köpfen eine sonderbehandlung verdient.

Warum sie sich hält? Provokant könnte ich jetzt sagen, weil was wahres dran ist - weil es Gott wirklich gibt.

Warum muss ich mich immer erklären, wenn ich zu erkennen gebe, dass ich nicht an Gott glaube? Warum ist es nicht anders rum? Warum bin ich anteil einer Minderheit, wenn ich kritische Fragen stelle?

Es ist heute anderes herum? Ich werde extrem schief angesehen, wenn ich sage, dass ich an Gott glaube, meistens müde belächelt. Und dann kommen diese ganzen Fragen, die hier auch ständig auftauchen.
Ich finde es total in Ordnung, dass man nicht an Gott glaubt. Das muss doch jeder für sich selber herausfinden.
Und kritische Fragen sind immer gut. Man sollte sich selbst auch kritisch hinterleuchten.
Das mit der Minderheit der Atheisten - vielleicht ändert es sich noch...

Warum können Menschen nicht selbst die Verantwortung tragen. Warum??????

Ich trage durchaus selbst Verantwortung. Glaube bedeutet nicht, dass man alles Gott in die Schuhe schiebt und die Hände in den Schoß legt.

Da wo im Gehirn der Glaube wohnt, wohnt etwas das ich nicht verstehe. Und das macht mir Angst. Diese Irrationalität. Es kann das beste im Menschen sein und auch das Schlechteste. Ich habe schlichtweg Angst davor. Glaube versiegelt den Geist. Ich klopfe ständig an diese Tür und niemand macht mir auf und erklärt mir das Geheimnis. Ich würde es so gerne verstehen.

Warum macht es Dir Angst? Angst, weil schon so viel schlechtes im Namen Gottes passiert ist? Oder Angst, dass wir vielleicht Recht haben könnten?
Glaube versiegelt nicht den Geist. Nur kannst Du Glaube eben nicht wissenschaftlich erklären, das läuft auf der Emotionsebene. Du kannst Du auch nicht erklären (oder zumindest nur in vagen Ansätzen), warum du ausgerechnet den Menschen liebst, den Du liebst.
Wenn Du es wirklich verstehen willst, dann solltest Du Dich mal drauf einlassen. Aber eben offen, nicht in der Abwehrhaltung das Gespräch suchen.

Es ist fundamental wichtig für mein Selbstverständnis und meinen Lebenssinn verstehen zu können, warum manche Menschen ohne ein durchdachtes System leben können. Ich muss wissen warum Menschen mit dem Handy in der Hand nach einem Unfall bei ihrer Familie anrufen, nachdem sie der Airbag gerettet hat, und "Gott sei Dank" sagen. Ich muss es einfach wissen. Ich mache mir Gedanken und ich halte meine Augen offen. Und was ich sehe erschreckt mich. Ich will den Zynismus verstehen, mit den Menschen sagen können hier auf Erden geschieht Gottes Wille und ich will den Egoismus verstehen wenn Menschen Gott dafür danken, dass jemand anderes verhungert und nicht sie.


Das ist kein Zynismus. Gottes Wille bedeutet für mich nicht, dass er jedes einzelne Geschehnis hier auf Erden in der Hand hat. Gott hat uns einen freien Willen gegeben und wir sind selbst verantwortlich für vieles, was hier passiert.
Das mit dem Egoismus finde ich schwierig. Egal, ob glaäubig oder nicht, jeder freut sich doch, wenn etwas positives passiert und denkt nicht gleich an alles Schreckliche auf der Welt. Sonst würden hier ja nur noch Depressive rumlaufen.
Ich denke, dass es bei diesen Fragen auch davon abhängt, welches Gottesbild man hat. Das Bild, was Du Dir da vorstellst, habe ich nicht und deswegen habe ich auch diese Schwierigkeiten nicht, die du da mit dir rumschleppst.

Das alles möchte ich verstehen, deswegen stelle ich Fragen. Und niemand beantwortet sie mir richtig. Weil es die antwort darauf für einen rationalen geist nicht gibt. Genau wie viele andere Diskussionen dreht sich diese Diskussion deswegen im Kreis. Bei anderen Dingen gibt es Antworten, Lösungen. Und die Diskussion ist beendet. Alle gehen fröhlich nach hause.

fröhlich, naja. Du hast aber schon recht, es wird schwer werden, antworten zu finden, die Dich (oder auch andere) zufrieden stellen.
Ich stelle mir die Frage, warum man es nicht akzeptieren kann, dass der andere etwas glaubt, was ich nicht glauben kann. Mir schadet es doch nicht, dass Lena die Bibel für das wortwörtliche Wort Gottes hält. Wenn es ihr hilft und sie glücklich macht, warum denn nicht? Mir schadet es doch auch nicht, wenn Dr. House Gott für absoluten Quatsch hält.
Es schadet doch erst dann, wenn es extrem oder persönlich wird. Extrem, weil einer die Überzeugung bekommt, seine Ansicht sei die einzig wahre und die müsse er jetzt mit aller macht durchsetzen. Oder wenn man andere angreift, sich darüber lustig macht, weil sie eine andere Ansicht haben...
Das finde ich schade. Und das verleitet mich auch dazu, zu antworten. Wenn der Glaube als dumm, gestört, krank, etc, bezeichnet wird - das kann ich so nicht stehen lassen. Wenn Glaube - Religion und Kirche gleich gesetzt werden und man sofort in die Katogrie "Kreuzzug" abgeschoben wird, weil man an Gott glaubt. Das eine hat mit dem anderen doch nciht zwangsläufig was zu tun.

zum Thema

weil wir immer jemand suchen, den wir unser unvermögen in die Schuhe schieben können, weil wir immer jemand brauchen, der uns Wege zeigt, die wir alleine nicht sehen, weil wir immer etwas brauchen, was uns aufrichtet wenn wir fallen, anstatt alleine aufzustehen, weil wir immer wieder hoffen, anstatt selbst Hoffnung zu geben------> wir glauben, weil wir zu wenig wissen oder wissen wollen. Ist doch schön, wenn es für alle Probleme einen Sündenbock gibt------> es ist einfacher zu beten, als selbst zu handeln und es ist einfacher sich bei jemand zu bedanken, den wir dabei nicht in die Augen schauen müssen !!!!!!

und es ist einfacher diesen Text zu ignorieren, als darüber nachzudenken................

1. schiebe ich mein Unvermögen mir selbst in die Schuhe.
2. brauche ich öfter mal jemanden, der mir den Weg zeigt, dass darf aber auch gerne meine Freundin, mein Freund oder sonstwer sein - manchmal sieht man den Weg einfach nicht, das geht Nichtgläubigen aber sicher auch so.
3. ja, und manchmal falle ich auch so, dass ich alleine nicht mehr aufstehen kann und bin auf die Hilfe eines anderen angewiesen - na und? Ist Schwäche eine schlechte Eigenschaft?
4. Ich hoffe und gebe Hoffnung. Das eine schließt das andere nicht aus. Gerade durch meinen Glauben fällt es mir manchmal sogar leichter (irdische) Hoffnung zu geben.
5. Ich weiß, dass ich nichts weiß 😉 - ich denke, dass ich mich ziemlich gut informiert habe und für einen 08/15-Bürger recht wissend bin. Ich lerne auch sehr gerne dazu. Das ändert nichts an meinem Glauben.
6. Gott ist nicht mein Sündenbock. Ich gebe die Verantwortung für mein Leben nicht ab - ich bin selbst verantwortlich.
7. Ich handele und ich bete. Meinetwegen auch ich bete und ich handele. Aber die wenigsten Christen knien ausschließlich auf dem Boden. Schau dir mal an, welche Arbeit Nonnen beispielsweise verrichten - die handeln wesentlich mich am Mitmenschen als Normalbürger.
8. Ich bedanke mich bei denen, die es verdient haben, egal, ob ich ihnen dabei in die Augen schaue oder nicht. Es ist schwer sich bei denen zu bedanken, die man nicht mag und die einem trotzdem geholfen haben...


Sori
 
Wie würdest Du es denn anstellen wollen, jemanden der glaubt seinen Glauben zu nehmen? 🙂
Das dürfte Dir sehr schwer fallen.
Da dürfte es umgekehrt noch leichter sein, das ein Atheist zum Glauben kommt. Allerdings funktioniert das nicht durch Überzeugen, sondern alleine der Geist Gottes bringt das fertig!





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Aber sollte man es deswegen lassen? Wie viel ist die Wahrheit wert?
 
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