Da ist jetzt die Frage, was Du meinst. Sprichst Du vom alleinigen Glauben oder von Dingen, wie Kirche, Bibel, etc.?
Bei letzterem hab ich sehr wenig Bezug dazu und kann Dir die Frage nicht beantworten, weil ich weder pro Kirche noch der Überzeugung bin, dass die Bibel das Wort Gottes ist.
Bei ersterem kann ich Dir nur sagen, dass es für mich kein Schwachsinn ist. Ich habe Erfahrungen gemacht, dass es Gott gibt. Nur ist hier das Problem, dass ich diese Erfahrungen nicht beweisen kann und ein strenger Atheist mir dann einfach erklärt, dass ich Halluzinationen habe. Das ist eine Patt-Sitaution.
hmm, schwierige Frage. Ich verstehe es auch nicht so ganz, aber die Kirche ist eine große Institution. Deutschland gibt es auch noch, obwohl da jede Menge Schandtaten verrrichtet wurden. Spannend wäre ja die Frage, was HEUTE im Namen der Kirche passiert.
Naja, ich könnte anderes rum fragen, warum es nach dem Tod vorbei sein soll. Ich sehe das Leben nach dem Tod nicht in jedem Fall als Erlösung an...
Mit wollen hat das ja auch wenig zu tun. Ich glaube es und ich hab mir ja nur begrenzt ausgesucht, was ich glaube. Kann ja jetzt nicht sagen, ach die Sache mit dem Tod gefällt mir nicht, ich such mir einen anderen Gott. Ich weiß ja für mich persönlich, dass es diesen einen Gott gibt und somit auch ein Leben nach dem Tod.
Welche Fragen meinst Du? Viele Fragen sind ja in dem Gottesthread versucht worden, zu beantworten. Einige kann ich einfach nicht beantworten, weil Gläubige genauso wenig allwissend sind, wie Atheisten.
Ich habe manchmal bei einigen Atheisten das Gefühl, dass sie nicht verstehen wollen. Dass sie sich gar nicht die Mühe machen, sich mal in die Lage der anderen zu versetzen. Das heißt nicht, dass sie glauben sollen, das hat was mit Empathie zu tun. Gibt es natürllich auch auf der Seite der Christen.
Es ist aber schwer, so etwas wie den Glauben und die Liebe an Gott zu verstehen, wenn man sich innerlich total dagegen sperrt.
Und das Problem ist sicher auch, dass wir es nicht beweisen können, dass wir nur auf der Gefühlsebene argumentieren können. Das reicht manchmal einfach nicht.
Warum sie sich hält? Provokant könnte ich jetzt sagen, weil was wahres dran ist - weil es Gott wirklich gibt.
Es ist heute anderes herum? Ich werde extrem schief angesehen, wenn ich sage, dass ich an Gott glaube, meistens müde belächelt. Und dann kommen diese ganzen Fragen, die hier auch ständig auftauchen.
Ich finde es total in Ordnung, dass man nicht an Gott glaubt. Das muss doch jeder für sich selber herausfinden.
Und kritische Fragen sind immer gut. Man sollte sich selbst auch kritisch hinterleuchten.
Das mit der Minderheit der Atheisten - vielleicht ändert es sich noch...
Ich trage durchaus selbst Verantwortung. Glaube bedeutet nicht, dass man alles Gott in die Schuhe schiebt und die Hände in den Schoß legt.
Warum macht es Dir Angst? Angst, weil schon so viel schlechtes im Namen Gottes passiert ist? Oder Angst, dass wir vielleicht Recht haben könnten?
Glaube versiegelt nicht den Geist. Nur kannst Du Glaube eben nicht wissenschaftlich erklären, das läuft auf der Emotionsebene. Du kannst Du auch nicht erklären (oder zumindest nur in vagen Ansätzen), warum du ausgerechnet den Menschen liebst, den Du liebst.
Wenn Du es wirklich verstehen willst, dann solltest Du Dich mal drauf einlassen. Aber eben offen, nicht in der Abwehrhaltung das Gespräch suchen.
Das ist kein Zynismus. Gottes Wille bedeutet für mich nicht, dass er jedes einzelne Geschehnis hier auf Erden in der Hand hat. Gott hat uns einen freien Willen gegeben und wir sind selbst verantwortlich für vieles, was hier passiert.
Das mit dem Egoismus finde ich schwierig. Egal, ob glaäubig oder nicht, jeder freut sich doch, wenn etwas positives passiert und denkt nicht gleich an alles Schreckliche auf der Welt. Sonst würden hier ja nur noch Depressive rumlaufen.
Ich denke, dass es bei diesen Fragen auch davon abhängt, welches Gottesbild man hat. Das Bild, was Du Dir da vorstellst, habe ich nicht und deswegen habe ich auch diese Schwierigkeiten nicht, die du da mit dir rumschleppst.
fröhlich, naja. Du hast aber schon recht, es wird schwer werden, antworten zu finden, die Dich (oder auch andere) zufrieden stellen.
Ich stelle mir die Frage, warum man es nicht akzeptieren kann, dass der andere etwas glaubt, was ich nicht glauben kann. Mir schadet es doch nicht, dass Lena die Bibel für das wortwörtliche Wort Gottes hält. Wenn es ihr hilft und sie glücklich macht, warum denn nicht? Mir schadet es doch auch nicht, wenn Dr. House Gott für absoluten Quatsch hält.
Es schadet doch erst dann, wenn es extrem oder persönlich wird. Extrem, weil einer die Überzeugung bekommt, seine Ansicht sei die einzig wahre und die müsse er jetzt mit aller macht durchsetzen. Oder wenn man andere angreift, sich darüber lustig macht, weil sie eine andere Ansicht haben...
Das finde ich schade. Und das verleitet mich auch dazu, zu antworten. Wenn der Glaube als dumm, gestört, krank, etc, bezeichnet wird - das kann ich so nicht stehen lassen. Wenn Glaube - Religion und Kirche gleich gesetzt werden und man sofort in die Katogrie "Kreuzzug" abgeschoben wird, weil man an Gott glaubt. Das eine hat mit dem anderen doch nciht zwangsläufig was zu tun.
1. schiebe ich mein Unvermögen mir selbst in die Schuhe.
2. brauche ich öfter mal jemanden, der mir den Weg zeigt, dass darf aber auch gerne meine Freundin, mein Freund oder sonstwer sein - manchmal sieht man den Weg einfach nicht, das geht Nichtgläubigen aber sicher auch so.
3. ja, und manchmal falle ich auch so, dass ich alleine nicht mehr aufstehen kann und bin auf die Hilfe eines anderen angewiesen - na und? Ist Schwäche eine schlechte Eigenschaft?
4. Ich hoffe und gebe Hoffnung. Das eine schließt das andere nicht aus. Gerade durch meinen Glauben fällt es mir manchmal sogar leichter (irdische) Hoffnung zu geben.
5. Ich weiß, dass ich nichts weiß 😉 - ich denke, dass ich mich ziemlich gut informiert habe und für einen 08/15-Bürger recht wissend bin. Ich lerne auch sehr gerne dazu. Das ändert nichts an meinem Glauben.
6. Gott ist nicht mein Sündenbock. Ich gebe die Verantwortung für mein Leben nicht ab - ich bin selbst verantwortlich.
7. Ich handele und ich bete. Meinetwegen auch ich bete und ich handele. Aber die wenigsten Christen knien ausschließlich auf dem Boden. Schau dir mal an, welche Arbeit Nonnen beispielsweise verrichten - die handeln wesentlich mich am Mitmenschen als Normalbürger.
8. Ich bedanke mich bei denen, die es verdient haben, egal, ob ich ihnen dabei in die Augen schaue oder nicht. Es ist schwer sich bei denen zu bedanken, die man nicht mag und die einem trotzdem geholfen haben...
Sori