Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Grönemeyers Wutrede - gut oder nicht gut?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
...Aber um genau diese politische, argumentative Diskussion geht es.

dies möchte ich aufgreifen Andreas und über die Definition "politisch rechts" im Zusammenhang "kein Millimeter nach rechts" sprechen

was bedeutet "politisch rechts" zu sein?
heute wird mit "rechts" der Nationalsozialismus in direktem Kontext gebracht, ist jedoch falsch. "rechts" ist als "konservativ" zu verstehen. heute scheuen unsere konservative Parteien wie CDU oder FDP sich "rechts" zu positionieren. es wird umschrieben mit "bürgerlich" oder sonstigen lüstigen Begriffen. oder man denke an die Aussage "es dürfe rechts von der CSU keine demokratisch legitimierte Partei geben", hier wird umschrieben aber sich nicht klar positioniert. dies empfinde ich sehr schwammig und fühle mich in meinen Ansichten von diesen Parteien nicht mehr würdig vertreten. das bedeutet jedoch nicht gleich, dass ich mich von der AFD vertreten lassen möchte. hier entsteht eine klaffende Lücke und eine Unsicherheit bei vielen die nicht "links" sind aber eben auch nicht "rechtspopulistisch". hinzu kommt die ungute Vorahnung sehr schnell in ein Lager eingeordnet zu werden, wo man nicht hin gehört. und so werden Menschen zum schweigen gebracht. finde ich sehr gefährlich.
 
dies möchte ich aufgreifen Andreas und über die Definition "politisch rechts" im Zusammenhang "kein Millimeter nach rechts" sprechen

was bedeutet "politisch rechts" zu sein?
heute wird mit "rechts" der Nationalsozialismus in direktem Kontext gebracht, ist jedoch falsch. "rechts" ist als "konservativ" zu verstehen. heute scheuen unsere konservative Parteien wie CDU oder FDP sich "rechts" zu positionieren. es wird umschrieben mit "bürgerlich" oder sonstigen lüstigen Begriffen. oder man denke an die Aussage "es dürfe rechts von der CSU keine demokratisch legitimierte Partei geben", hier wird umschrieben aber sich nicht klar positioniert. dies empfinde ich sehr schwammig und fühle mich in meinen Ansichten von diesen Parteien nicht mehr würdig vertreten. das bedeutet jedoch nicht gleich, dass ich mich von der AFD vertreten lassen möchte. hier entsteht eine klaffende Lücke und eine Unsicherheit bei vielen die nicht "links" sind aber eben auch nicht "rechtspopulistisch". hinzu kommt die ungute Vorahnung sehr schnell in ein Lager eingeordnet zu werden, wo man nicht hin gehört. und so werden Menschen zum schweigen gebracht. finde ich sehr gefährlich.

"politisch rechts" ist immer eine gefährliche Formulierung, da 80% der Menschen darunter gerne gleichbedeutend "rechtsradikal" verstehen.
Ich möchte aber auch dir widersprechen, rechts ist nicht gleichbedeutend mit rechtskonservativ. Die FDP zb würde ich als rechts und liberal bezeichnen. Allerdings gehen rechts und konservativ oft Hand in Hand.

Doch egal wie wir es definieren, hast du Recht, dass ein Einordnen in Lager immer schlecht ist.
Nur bietet eine 5 minütige Rede keine Möglichkeit auszudefinieren was man ganz genau meint. Grönemeyer "twittert" von der Bühne, kurz, knapp, wütend.

Was ich bei linken Rednern nicht verstehe/nicht mag, ist, dass sie wie im 19sten jahrhundert nur gegen den Klassenfeind schießen.
Dabei ist es doch eher rechtskonservativ zu sagen, was man alles NICHT möchte.
Die Linke hat doch mit ihrem Gerede über Solidarität eigentlich doch alle Karten in der Hand um zu sagen was man möchte - statt nur zu meckern "keinen Millimeter nach rechts".

So ein bisschen verlieren sich die linken Parteien für mich in ihrem Defensivkrieg gegen Rechte. Ich würde sogar sagen, es fehlt eine echte linksliberale Partei.
 
Ach ja und hast du mal an die (ich wage es zu sagen) "eigenen Landsleute" gedacht, die sich tagtäglich mit dem Jobcenter rum ärgern müssen? Wenn es uns so gut geht, wieso ist es dann so?

Der alteingesessene ewig gestriger liest vermutlich immer noch die Bild-Zeitung oder ein anderes lokales Blatt, studiert die neuesten News über Schützenvereine und liest die Sterbeanzeigen... brät sein Rührei mit Schinken und geht danach zur Arbeit, der Vertrag läuft über die Zeitarbeit, was er aber ausblendet.

Mir ist klar, dass dies ein Reizthema ist und es Menschen gibt, auch in Deutschland, denen es sehr schlecht geht.

Ich finde aber die Diskussion "Deutsche gegen Ausländer" immer sehr flach.
Bereits VOR der Flüchtlingswelle gab es Hartz 4 und den meisten geht es nicht schlechter weil es Flüchtlinge gibt.

Tatsächlich ist das System in Deutschland immer noch besser als in vielen anderen Ländern. In den USA zb gelten Rentenversicherung, Krankenversicherung usw. als Zusatzleistung und sind selbst bei halbwegs bezahlten Jobs nicht selbstverständlich.

Deutsche haben sich an vieles gewöhnt und halten es ungeachtet der Veränderungen auf der Welt für ihren Anspruch.
Da kann auch die halbe Welt und Krieg und Elend versinken, wehe wenn der Deutsche -0,4% auf sein Erspartes zahlen muss! 🙄

Menschen in anderen Ländern verändern sich. Sie wachsen mit der Digitalisierung, sie werden von Anlegern zu Investoren, sie werden selbstständiger, sie ändern ihre Weltsicht.

Die Welt hört sich nicht auf zu drehen, weil der Deutsche sagt "das will ich nicht!"
 
Menschen in anderen Ländern verändern sich. Sie wachsen mit der Digitalisierung, sie werden von Anlegern zu Investoren, sie werden selbstständiger, sie ändern ihre Weltsicht.

Die Welt hört sich nicht auf zu drehen, weil der Deutsche sagt "das will ich nicht!"

Ja! Und natürlich werde ich das ergänzen 😉

Menschen in anderen Ländern verändern sich und kommen zu Wohlstand. Vor 30 Jahren wurde in China noch gehungert. Singapur war ein Fischerdorf. Um mal zwei Beispiele zu nennen. Dubai war Wüste.

Die Länder und deren Menschen haben sich entwickelt. Ich bin dienstlich in den Ländern gewesen und eins haben Sie gemeinsam. Es ist nicht einfach dauerhaft dort einen Job zu bekommen. Denn die Länder bestimmen, wer einreist. Denn die Regierungen erkennen, dass man (qualifizierte!) Zuwanderung braucht. Und mit solchen Ländern werden wir zukünftig auch im Wettbewerb stehen.

Die Welt dreht sich weiter und entwickelt sich weiter und der Deutsche beschäftigt sich mit hausgemachten Problemen. Während andere weitreichende Entwicklungen vorantreiben fragen wir uns ob es Negerkuss, Mohrenkopf oder Dickmann heissen darf....und was politisch korrekt ist.
 
"politisch rechts" ist immer eine gefährliche Formulierung, da 80% der Menschen darunter gerne gleichbedeutend "rechtsradikal" verstehen...

genau. natürlich kann man über die Sinnigkeit der Begrifflichkeit und Einordnung in politische Lager streiten aber die Unsicherheit für die "nicht linke" verurteilt zu werden bleibt. mir fällt nur noch der Begriff "konservativ" ein, wobei dieser auch Schlüsse suggeriert. vlt ist tatsächlich "rechtsliberal" die Wahl, auf die Gefahr hin, dass das beinhaltete Wörtchen "recht" einem schon wieder ungünstig ausgelegt wird.

...Nur bietet eine 5 minütige Rede keine Möglichkeit auszudefinieren was man ganz genau meint. Grönemeyer "twittert" von der Bühne, kurz, knapp, wütend.

Was ich bei linken Rednern nicht verstehe/nicht mag, ist, dass sie wie im 19sten jahrhundert nur gegen den Klassenfeind schießen.
...
So ein bisschen verlieren sich die linken Parteien für mich in ihrem Defensivkrieg gegen Rechte. Ich würde sogar sagen, es fehlt eine echte linksliberale Partei.

freilich bietet eine kurze aufbrausende Rede wie die vom Herbert Raum für Interpretation. "kein Millimeter nach rechts" ist jedoch sehr gewagt, vor allem sehr relativ.

heute wird auch sehr schnell um die politischen Diskusse wie Asylsuchende, Umweltschutz, Frauenpolitik von "Andersdenkenden" gesprochen. was soll uns das sagen? da wird doch implementiert und indoktriert. ist etwa von vorne rein ausgeschlossen anderer Meinung sein zu dürfen? ich würde "Andersdenkende" oft und aus Trotz am liebsten "Selbständigdenkende" bezeichnen.
 
Ja! Und natürlich werde ich das ergänzen 😉

Menschen in anderen Ländern verändern sich und kommen zu Wohlstand. Vor 30 Jahren wurde in China noch gehungert. Singapur war ein Fischerdorf. Um mal zwei Beispiele zu nennen. Dubai war Wüste.

Die Länder und deren Menschen haben sich entwickelt. Ich bin dienstlich in den Ländern gewesen und eins haben Sie gemeinsam. Es ist nicht einfach dauerhaft dort einen Job zu bekommen. Denn die Länder bestimmen, wer einreist. Denn die Regierungen erkennen, dass man (qualifizierte!) Zuwanderung braucht. Und mit solchen Ländern werden wir zukünftig auch im Wettbewerb stehen.

Die Welt dreht sich weiter und entwickelt sich weiter und der Deutsche beschäftigt sich mit hausgemachten Problemen. Während andere weitreichende Entwicklungen vorantreiben fragen wir uns ob es Negerkuss, Mohrenkopf oder Dickmann heissen darf....und was politisch korrekt ist.

Richtig: Andere Länder bestimmen wer einreist und suchen qualifizierte Arbeitskräfte.

Frage: Wie lange hat Deutschland gebraucht um überhaupt ein Einwanderungsgesetz zu beschließen? 😀

Fakt ist doch: Die meisten Deutschen wollen GARKEINE Zuwanderung, auch nicht qualifizierte. Es gab nie einen demokratischen oder politischen Willen gute Arbeitskräfte aus dem Ausland zu kriegen. Im Gegenteil, die deutsche Bürokratie gilt im Ausland als schrecklich.
Kein Mensch auf der Welt sagt, ich gehe nach Deutschland, da habe ich gute Jobchancen. Schau dir alleine mal das Themenfeld Digitalisierung an, schrecklich.

Und wenn hier unqualifizierte Menschen ins Land kommen, stehen wie vor einer Wand von Ablehnung, selbst wenn sie lernen und arbeiten wollen. Wir haben Angst dass der Ausländer uns die Arbeit wegnimmt, aber es soll besser sein wenn er auf unsere Kosten hier lebt?

Migrationspolitik muss mit zwei Händen erfolgen. Aufnahmen was wir brauchen können, den Rest ablehnen. Das macht so meines Wissens KEINE Partei konsequent.
 
es gibt Parteien, die tatsächlich und nicht nur gefühlt, antisemitisches und rechtsradikales Gedankengut öffentlich vor sich hertragen.

Welche Partei bei uns ist denn öffentlich antisemitisch ... also explizit für den Judenhass und die Judenverfolgung (was der Antisemitismus nämlich ist)
Schreib jetzt bitte nicht FPÖ, denn ich hab noch keine einzige Rede oder eine Wahlwerbung oder dergleichen gesehen, die gegen Juden hetzt ... weil es schlicht keine gibt.
 
Welche Partei bei uns ist denn öffentlich antisemitisch ... also explizit für den Judenhass und die Judenverfolgung (was der Antisemitismus nämlich ist)
Schreib jetzt bitte nicht FPÖ, denn ich hab noch keine einzige Rede oder eine Wahlwerbung oder dergleichen gesehen, die gegen Juden hetzt ... weil es schlicht keine gibt.


Hast Recht, war von mir wohl missverständlich geschrieben - eine Partei, die überproportional Mitglieder/Funktionäre führt, die sich xenophob äußern in sozialen Medien o.ä. und/oder Kontakte pflegen zu Vereinigungen, die teilweise offen xenophob agieren.
 
Mit der Stimme von Herrn Grönemeyer kann ich leider nicht viel anfangen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oh, das sind scheinbar Erkenntnisse, die ich noch gar nicht mitbekommen habe.

Was machen dann alle unsere Mitmenschen hier, wenn sie nicht mit uns arbeiten und leben wollen?

Deutschland soll ja so um die 30% "Ausländerquote" haben.

Was sagt eine Ausländerquote darüber aus wie viele Menschen hier hin gekommen sind und qualifizierte willige Fachkräfte waren?

Würdest du als Fachkraft nach Deutschland kommen?

Wenn ich richtig was drauf hätte, zb im Bereich IT, ich würde ins amerikanische Silicon Valley gehen oder in Länder, die IT fördern, Japan, vielleich Schweiz oder Finland.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben