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Grenzen setzen- warum fühlen sich Menschen dadurch angegriffen?

  • Starter*in Starter*in Ilse82
  • Datum Start Datum Start
Mir fällt ein Ereignis ein. Bei einer früheren Arbeitsstelle kam eine neue Kollegin dazu, welche auf uns "alten Hasen" einen überheblichen Eindruck gemacht hat. Sie nahm uns einfach mal so Dokumente aus der Hand, fuhr uns über den Mund etc. Rums, schon hatte sie ihr Stigmata und wir sahen nur noch das Negative. Nach ein paar Tagen kam dann eine Kollegin auf mich zu, nahm mich zur Seite und sagte: "Ilse, kannst du mal mit der Neuen reden, wir trauen uns nicht." Ich dachte: Ach du S****! Nahm dann meinen ganzen Mut zusammen, fragte die Neue, ob sie mit mir zusammen eine Zigarettenpause macht, ging mit ihr vor die Tür und begann mit den Worten: "Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll, bitte fass das jetzt nicht böse auf..." stammelte ein bisschen vor mich hin und weiß noch, das meine Hände gezittert haben. Dann reflektierte ich ihr, welchen Eindruck sie auf mich und die anderen macht. Sie war verblüfft, änderte aber ihr Verhalten. Von da an verstanden wir uns gut. Später wechselte ich den Betrieb. Kurz nach meiner Kündigung rief mich die Kollegin an und fragte, ob ich ihretwegen gekündigt habe, die anderen hätten ihr gesagt, es sei ihre Schuld? Puh... sie hatte nach dem Gespräch sehr an sich gearbeitet, trotzdem behielt sie ihr Stigmata 🙁 Man kann es leider nicht allen recht machen.
 
Mein Lieber Schwan, bei einigen Beiträgen hier habe ich wirklich gedacht: "Musst gu gerade schreiben."

Ilse, ich bewundere dich für deine Geduld!

Alleine schon hier merkt man, dass ein großer Teil der Menschen, lieber auch Mal einsteckt, als sich darin zu üben, Grenzen zu achten, seine und fremde.

Mir ist auch nicht klar, warum Gradeliningkeit so unbeliebt ist. Es ist doch super, man weiß, was Sache ist und es kommen weniger Missverständnisse zustande. Mir fällt nur eine Erklärung ein, nämlich dass man bestimmte Dinge bei sich selbst ungerne sieht, also sich selbst und somit anderen, einen in die Tasche lügt.
 
Ich weiß nicht so recht, was es genau ist, aber die Art wie Du schreibst und auch was Du schreibst erinnert mich an eine frühere Freundin (Du hast nicht zufällig im August Geburtstag? 🙂). Diese Freundin hatte eine oftmals belehrende Art anderen und auch mir gegenüber, so dass sie damit auch aneckte. Dabei glaube ich, dass ihr das nur bedingt selbst bewusst war und sie so manches Mal tatsächlich nur helfen wollte. Deine Äußerung oder "Grenzsetzung" bezüglich der Ausrufezeichen hätte von ihr sein können!!! (Darauf hätte ich übrigens entweder nur gelacht oder Dir nicht mehr geschrieben, weil die Art zu schreiben dann doch etwas sehr persönliches ist; würde umgekehrt auch nicht sagen, wie Du Dir die Haare kämmen oder wie Du gehen sollst, da bin ich sehr tolerant)

Da frage ich mich, wenn Dich schon die Setzung der Satzzeichen eines anderen so sehr stört, wie schnell fühlst Du Dich dann generell von anderen und deren Handlungen und Äußerungen gestört? (Das meine ich jetzt sehr ruhig und nicht provokativ o.ä.). Und überschreitest Du nicht selbst durch Deine eigene Grenzsetzung die Grenze eines anderen? Mir scheint es eher so, dass Du zwar selbst großzügig Grenzen setzt, Dir selber aber solche nicht gerne von anderen setzen lässt. Für mich persönlich ist es immer von großer Bedeutung, "wie" jemand etwas zu mir sagt... wie es schon zuvor erwähnt wurde... "der Ton macht die Musik". Das Beste ist wohl, dass man so mit einem anderen spricht, wie man es sich selber wünschen würde - der Rest bleibt Risiko 😉

Leider ist es meist schwierig jemanden nur anhand von schriftlichen Äußerungen zu beurteilen, Stimme, Mimik, Gestik... diese anderen wichtigen Dinge fehlen einfach und da kann es auch schnell zu Missverständnissen kommen. Vielleicht bist Du ja ganz anders... 🙂
 
Hallo,

nein, ich habe nicht im August Geburtstag 🙂 Und was die Geduld angeht... manche Beiträge lassen ganz tief blicken und sagen mehr über die Ersteller aus als über mich 🙂 Warum sollte mich das aus der Ruhe bringen? Nicht mein Problem 🙂
Na, wenn ich mich im Allgemeinen schnell aus der Ruhe bringen lassen würde wäre so ein emotionsgeladenes Forum nix für mich 🙂 Es ist eher so, das ich in vielen Situationen die Kontrolle über die Situation behalte, weil ich vieles an mir abperlen lasse; nicht immer, versteht sich, kommt auf meine Stimmung an, wie bei jedem anderen auch.
Auf jeden Fall finde ich den konstruktiven Meinungsaustausch über dieses Thema richtig interessant. Hätte nicht gedacht, dass soviel zusammen kommt.

LG

Ilse
 
Hallo, Ilse,

die Diskussion wird theoretisch und eher am äusseren Rand der Person verlaufen, wenn Du Dich mit Beiträgen nicht positiv oder negativ identifizieren kannst. Beim Lesen Deiner Kommentare habe ich den Eindruck, dass Dich Kommentare - positiv oder negativ - nicht wirklich berühren. Ist das so? Könnte es sein, dass Du mit einigen Kommentaren nichts anzufangen weisst?

LG, Nordrheiner
 
Und was die Geduld angeht... manche Beiträge lassen ganz tief blicken und sagen mehr über die Ersteller aus als über mich
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ist das jetzt positiv oder negativ gemeint?
 
Ich kann mich Nordrheiner nur anschließen und finde zudem, dass Deine Kommentare eher aufgesetzt rüberkommen, so als wolltest Du beinahe krampfhaft allen zeigen, wie kontrolliert, ruhig und cool Du bist, aber auf die eigentlichen Inhalte der Beiträge von anderen gehst Du nicht näher ein. Dadurch wirkst Du egoistisch und selbstgerecht, nicht aber geradlinig oder souverän.

Grenzen setzen ist das eine, aber nur seinen eigenen Willen durchsetzen das andere und wenn der andere das nicht untertänig mit einem Lächeln akzeptiert, hat er halt Pech gehabt - egal - prallt ja ab.

Wie ist es denn, wenn Dir jemand Grenzen setzt? Kannst Du vielleicht ein Beispiel nennen? Vielleicht von einer Freundin oder einem Kollegen?
 
Ich kann mich Nordrheiner nur anschließen und finde zudem, dass Deine Kommentare eher aufgesetzt rüberkommen, so als wolltest Du beinahe krampfhaft allen zeigen, wie kontrolliert, ruhig und cool Du bist, aber auf die eigentlichen Inhalte der Beiträge von anderen gehst Du nicht näher ein. Dadurch wirkst Du egoistisch und selbstgerecht, nicht aber geradlinig oder souverän.

Grenzen setzen ist das eine, aber nur seinen eigenen Willen durchsetzen das andere und wenn der andere das nicht untertänig mit einem Lächeln akzeptiert, hat er halt Pech gehabt - egal - prallt ja ab.

Wie ist es denn, wenn Dir jemand Grenzen setzt? Kannst Du vielleicht ein Beispiel nennen? Vielleicht von einer Freundin oder einem Kollegen?

Smilla74, Du hast das seltsame, ungute Gefühl, das ich beim Lesen aller Beiträge der TE hatte, in treffende Worte gefasst. Geht mir auch beim Lesen der Beiträge so, die du, @Ilse82, in deinen anderen Themen schriebst.
Etwas erstaunt mich auch, wie detailreich du selbst ältere Ereignisse schilderst.
Vielleicht solltest du deinen Mitmenschen mit etwas großzügigerem Denken begegnen?
 

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