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Glücklich verlobt, dann aber auch nicht

KB24

Mitglied
Hallo,

habe mich (30) mit meiner Freundin (28) verlobt, der Antrag kam von ihr. Wir sind seit fünf Jahren zusammen. Das erste Jahr war sehr holprig und stand eigentlich bereits vor dem Aus.

Ich hing mehr oder weniger noch an meiner Ex, konnte aber eines Tages die Entscheidung treffen, mit ihr abzuschließen, da es einfach nicht funktionierte und widmete mich komplett meiner Freundin, mit der ich mich super verstanden hatte und immer noch sehr gut verstehen.

Meine Freundin war vom Aussehen her nicht so ganz mein Typ, aber ich dachte mir an diesem genannten Tag, dass der Charakter für die Zukunft wichtiger ist und so gut hatte ich mich mit keiner verstanden. Sie ist wirklich hübsch, aber eben leider nicht mein Typ, auch nach all den Jahren gucke ich sehr gerne anderen Frauen hinterher und stelle sie mir dann auch mal vor. Betrügen würde ich meine Freundin nie, obwohl ich solche Möglichkeiten hatte. Auch wenn ich betrunken war und es die Möglichkeit gab, dachte ich immer an meine Freundin, dass ich sie liebe und diese Gemeinsamkeit nie riskieren würde.

Dennoch quäle ich mich manchmal sehr, weil so viele Frauen hatte ich vor ihr auch nicht, insgesamt fünf Frauen und diese gingen immer in die gleiche Richtung Typ Frau und denke mir manchmal, wie andere Frauen sein könnten. Im nächsten Moment denke ich mir aber, dass ich so viele Frauen kennengelernt hatte, mit denen es von Anfang an nicht geklappt hat oder mit den anderen fünf Frauen, mit denen es nach ein paar Monaten oder auch nach ein paar Jahren nicht geklappt hatte. Ich bekomme ja auch von Freunden oder von anderen Freundinnen mit, wie heutzutage die meisten Frauen sind. Dann schätze ich mich glücklich, dass ich eine Freundin habe, die sich wirklich um mich sorgt.

Klingt sicherlich für viele wieder wie "Typisch Mann", aber es ist halt nun mal so. Wäre sie optisch komplett mein Typ, wäre es perfekt, aber selbst dann würde ich mir wahrscheinlich Gedanken machen, wie es wäre, auch mal andere Typ Frauen zu "haben". Somit schwanke ich stets hin und her "hab ich alles erlebt und meine Erfahrung gemacht" und "wenn ich jetzt nochmal diese Erfahrungen mache, werde ich nach einer Frau mit dem Charakter, bei der ich so sein kann wie ich bin, sehr lange suchen".

Als wir uns kennenlernten sagte ich ihr gleich aus, dass ich mir eine Ehe und Kinder aktuell nicht vorstellen kann, dabei blieb es auch. Ihre "Bedingung" war es aber, innerhalb von 2 Jahren zusammenzuziehen, dass sie spätestens mit 30 heiratet und spätestens mit 35 Kinder bekommt. Da ich sie nicht verlieren möchte und für mich sich quasi nichts ändert in einer Ehe, habe ich ihrem Antrag zugestimmt, weil es ihr Wunsch war, zu heiraten. Zum Beispiel habe ich einfach gar keine Lust auf den Aufwand vor und bei der Hochzeit, das hatte ich ihr vor Jahren gesagt. Nun fängt es schon an, dass ich mit planen muss, weil sowas lang vorher geplant werden muss. Ich sag, dass ich es gerne so und so hätte, passt nicht, wird diskutiert geredet usw. Dann soll ich natürlich einen Tanz lernen, hab ihr zu Liebe zugestimmt einen Kurs zu besuchen. Hab ihr gesagt, dass ich aktuell keinen freien Kopf wegen der Arbeit habe und wir das nach dem Urlaub besprechen könnten. Nein geht nicht, weil die Zeit drängt ja.

Nun haben wir über die Erziehung der Kinder gesprochen und wir hatten bei einem Thema eine große Meinungsverschiedenheit. Wir kamen darauf, als ich im Internet gesehen habe, wie Eltern ihren dreijährigen Sohn als Meerjungfrau verkleidet haben, dazu schrieben sie, dass sie stolz sind, dass ihr Sohn zugegeben hat, er sei schwul, es sei seine freie Entscheidung gewesen usw.

Ich war der Ansicht, dass ein dreijähriger sicherlich nicht weiß, was überhaupt "schwul" bedeutet und ich es nicht OK finde, wenn die Eltern es ihm einreden und damit im Internet "Werbung" machen. Sie war der Ansicht, dass es in Ordnung sei, wenn ein kleiner Junge sagen würde, dass er die Lena liebt, würden wir nichts sagen, aber wenn ein Junge sagt, er liebt seinen Freund Paul, wäre es für viele Eltern immer noch schlimm. Homosexualität sei angeboren und Kinder würden es früh merken.

Ich kann mich gut erinnern, dass ich im Kindergarten auch immer gesagt habe, dass ich meinen besten Freund liebe, doch meine Eltern dachten nicht gleich, ich sei schwul und haben es mir eingeredet, dass es völlig OK sei, schwul zu sein.

Es ist natürlich völlig in Ordnung schwul zu sein, doch sollte man kleine Kinder für sowas nicht instrumentalisieren. Was dieses Thema angeht, streiten wir uns seit längerem. Ich bin mittlerweile von dem Thema Transgender genervt und ignoriere es, für sie ist es gleich ein Anzeichen von Transphobie. Hatte auch mal gefragt, weshalb sich wirklich viele Transgender komplett komisch, auffällig und anders kleiden würden. Damit war ich natürlich gleich transphob.

Und ich bin ehrlich, es wäre definitiv ein Schock für mich, wenn mein Kind sich dazu entscheidet und wäre sicherlich erst enttäuscht, aber es wäre trotzdem mein Kind und würde es lieben, beschützen und unterstützen, aber es ist glaube ich normal, dass man geschockt wäre. Was mich aber wirklich stören würde, wenn es sich komplett schräg kleiden würde usw. Passt ihr auch nicht.

Wie oben geschrieben, wird es sicherlich für viele nach typisch Mann klingen und ich hätte sie bestimmt nicht verdien usw. Aber auch meine Freundin weiß mich zu schätzen, dass viele Kerle nicht so sind wie ich. Meine Ex- Freundinnen melden sich heute immer noch, dass sie mich vermissen und keinen mehr finden wie mich.

Vielleicht kann sich trotzdem jemand in meine Situation hineinversetzen, dass ich sie auf gar keinen Fall verlieren möchte, weil es einfach passt und wir uns gut verstehen, mich aber ständig irgendwelche Fantasien mit anderen Frauen plagen. Mittlerweile drehe ich bald durch, da ich für paar Stunden super glücklich mit meiner Entscheidung bin und im nächsten Moment mir denke, du verpasst was. Hoffentlich konnte jemand von euch so eine ähnliche Situation überwinden und hat vielleicht ein paar Ratschläge.

VG!
 

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Also ich würde es mir nochmals gründlichst überlegen, was ich will und dann auch ehrlich zu Deiner Verlobten sein! Das ganze riecht danach, dass es nicht gut kommt.

Deine Verlobte hat das nicht verdient!

Und solche Worte geben einem echt zu denken:

und widmete mich komplett meiner Freundin, mit der ich mich super verstanden hatte und immer noch sehr gut verstehen.

Meine Freundin war vom Aussehen her nicht so ganz mein Typ, aber ich dachte mir an diesem genannten Tag, dass der Charakter für die Zukunft wichtiger ist und so gut hatte ich mich mit keiner verstanden. Sie ist wirklich hübsch, aber eben leider nicht mein Typ, auch nach all den Jahren gucke ich sehr gerne anderen Frauen hinterher und stelle sie mir dann auch mal vor.

Dennoch quäle ich mich manchmal sehr, weil so viele Frauen hatte ich vor ihr auch nicht, insgesamt fünf Frauen und diese gingen immer in die gleiche Richtung Typ Frau und denke mir manchmal, wie andere Frauen sein könnten.
VG!
Es erstaunt mich immer wieder, wie einige Menschen innerhalb einer Beziehung umgehen. Die können es sich irgendwie "leisten". Man denke da nur an die vielen im Forum, welche nie oder sehr schwer zu einer Beziehung kommen und einfach froh wären, einen tollen Partner zu haben. Die haben vielfach keine "Auswahl".
 
Zuletzt bearbeitet:

Eva

Aktives Mitglied
Für mich klingt das nach "Habe ich etwas im Leben verpasst?"

In meinen Augen ein klares "Nein". Du hast andere Frauen gehabt, und hast nun eine tolle Beziehung. Was will man/Mann mehr? Ok, sie ist nicht ganz dein Typ, aber mit deinen "Typen" von Frau hat es ja nicht geklappt.

Solltest du dich irgend wann doch von deiner Verlobten lösen, um nach deinem bisherigen Schema Ausschau zu halten, kann es natürlich passieren, dass du nicht glücklich wirst, und im endeffekt deine Trennung bereust.

Wir können hier natürlich nicht in dich schauen. Eine Entscheidung musst du ganz alleine treffen.

Ach so, und in der Kindererziehung sind sich viele Paare nicht immer einig.
 

Zitronentorte

Aktives Mitglied
Hallo KB24,

ich denke, es ist ein Stück weit menschlich, dass man seine Gedanken schweifen lässt und auch mal andere potentielle Partner begutachtet. 100% gibt es wohl selten, irgendwas ist immer.
Du solltest auf jeden Fall, bevor ihr wirklich heiratet, nochmal in dich gehen. Tu in dieser Richtung nichts, was du nur halbherzig tust oder ihr zu Liebe. Das kann nur nach hinten losgehen! Klar, mal einen Tanz einstudieren, auch wenn du nicht so gern tanzt, das ist kein Problem. Aber die Art der Feier und ob man überhaupt heiraten möchte - da sollte man schon einer Meinung sein, damit beide damit happy sind.
So, wie sich deine lange Geschichte liest, sind die Zweifel ja ein Dauerbegleiter.
Der Anfang war holprig.
Du schaust anderen Frauen nach und träumst, was wäre wenn.
Du möchtest eigentlich nicht heiraten.
Du möchtest nicht diese Art von Hochzeit.
Du redest dir ein, dass es passen muss, weil sie vom Charakter her so perfekt ist.
Hm. Kann es vielleicht sein, dass du nicht wirklich verliebt in sie bist?
Wenn du es jetzt nicht über's Herz bringst, ehrlich zu ihr und auch zu dir selbst zu sein, dann schlitterst du mit der Hochzeit immer weiter in ein Leben, welches nicht deines zu sein scheint. Nach der Hochzeit kommen dann Kinder und dann wird eine Trennung immer schwerer. Vielleicht kommt dann in x Jahren das Fremdgehen, wenn deine Frau immer für die Kinder da sein muss.
So leid es mir tut, aber lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
 

KaffeeKatze

Aktives Mitglied
Für mich klingt das nach "Habe ich etwas im Leben verpasst?"

In meinen Augen ein klares "Nein". Du hast andere Frauen gehabt, und hast nun eine tolle Beziehung. Was will man/Mann mehr? Ok, sie ist nicht ganz dein Typ, aber mit deinen "Typen" von Frau hat es ja nicht geklappt.

Solltest du dich irgend wann doch von deiner Verlobten lösen, um nach deinem bisherigen Schema Ausschau zu halten, kann es natürlich passieren, dass du nicht glücklich wirst, und im endeffekt deine Trennung bereust.

Wir können hier natürlich nicht in dich schauen. Eine Entscheidung musst du ganz alleine treffen.

Ach so, und in der Kindererziehung sind sich viele Paare nicht immer einig.
Sehe ich auch so... die Verlobte tut mir etwas leid, dass unterbewusst die Beziehung offenbar angezweifelt wird, allein aus optischen Gründen, obwohl sie ja sonst offenbar ein echter Glücksgriff zu sein scheint.

Was nutzen dir Frauen, die optisch vielleicht mehr in dein Schema passen, aber mit denen es ansonsten nicht läuft. Deine vorherigen 5 Beziehungen werden ja nicht grundlos in die Brüche gegangen sein.

Ich würde da auch nochmal tief in mich gehen und mich fragen, was genau ich im Leben will, wo meine Prioritäten in einer Beziehung liegen, usw... natürlich kannst du auch Schluss machen, wahrscheinlich wäre das deiner Verlobten gegenüber sogar fairer, als wenn du jetzt jahrelang unterbewusst immer zweifelst und dich fragst "was wäre wenn"... aber es kann genauso gut passieren, dass du die Trennung dann schnell bereust.

Die Entscheidung kann dir keiner abnehmen.

Kindererziehung ist immer ein heikles Thema, da muss man halt manchmal dann Kompromisse finden und sich einige werden. Aber noch habt ihr ja nicht mal Kinder, also solltet ihr euch nicht deswegen jetzt schon dauernd streiten... wenn das Kind erstmal da ist, sieht man manche Sachen sowieso auf einmal wieder etwas anders, als man das vielleicht vorher noch empfunden hat.
 

Mormandanza

Neues Mitglied
Als wir uns kennenlernten sagte ich ihr gleich aus, dass ich mir eine Ehe und Kinder aktuell nicht vorstellen kann, dabei blieb es auch. Ihre "Bedingung" war es aber, innerhalb von 2 Jahren zusammenzuziehen, dass sie spätestens mit 30 heiratet und spätestens mit 35 Kinder bekommt. Da ich sie nicht verlieren möchte und für mich sich quasi nichts ändert in einer Ehe, habe ich ihrem Antrag zugestimmt, weil es ihr Wunsch war, zu heiraten. Zum Beispiel habe ich einfach gar keine Lust auf den Aufwand vor und bei der Hochzeit, das hatte ich ihr vor Jahren gesagt. Nun fängt es schon an, dass ich mit planen muss, weil sowas lang vorher geplant werden muss. Ich sag, dass ich es gerne so und so hätte, passt nicht, wird diskutiert geredet usw. Dann soll ich natürlich einen Tanz lernen, hab ihr zu Liebe zugestimmt einen Kurs zu besuchen. Hab ihr gesagt, dass ich aktuell keinen freien Kopf wegen der Arbeit habe und wir das nach dem Urlaub besprechen könnten. Nein geht nicht, weil die Zeit drängt ja.
Wenn ich das hier lese, stelle ich mir folgende Frage:

WILLST du das alles überhaupt?
Willst du mit 30 heiraten? Mit 35 Kinder bekommen?
Du denkst vielleicht, in einer Ehe ändert sich nichts, aber du stellst ja jetzt fest, dass dem doch so ist. Eine Ehe kannst du nicht einfach Beenden, wie du es mit einer Beziehung machen kannst. Scheidung und all der Kram, um das mal in den Raum zu werfen.

Hast du mal mit ihr darüber gesprochen, wie du dich hier fühlst? Für mich liest sich das, als ob sie hier auch viel Druck auf dich aufbaut. Indem sie dir quasi ihren Lebensplan aufdrückt und du einfach ja gesagt hast, damit du sie nicht verlierst. Nett von dir in dem Moment gewesen, aber das rächt sich jetzt wo du feststellst, dass du das tatsächlich wirklich, richtig umsetzen sollst. Mit ihr, oder vielleicht besser FÜR sie.

Ich bin ganz ehrlich: Wenn ich einen Kerl kennen lernen würde, der mir vorschreibt, wie ich meine nächsten Jahre zu leben habe, würde ich ihm die Tür zeigen. Immerhin ist das "unser" gemeinsames Leben, was man gemeinsam entscheiden und leben soll. Und nicht, dass nur die eine Seite sich ausleben darf, während die andere Seite es schlicht hinnimmt. Logisch, bist du dann unzufrieden und schaust dir andere Frauen an. Fantasierst oder hast noch Kontakt mit der Ex.

Es geht in einer Beziehung auch viel um Kompromisse. In jedem Bereich. Aber man sollte auch an einem Strang ziehen. Immerhin ist es auch DEINE Hochzeit, DEINE Kinder und DEIN Leben.
Heißt, man muss das mal auf den Tisch bringen und feststellen, dass möchten wir beide, wo können wir der anderen Seite entgegen kommen. Sie will tanzen? Fein. Gibt es etwas, was du dafür von ihr möchtest?

Ich würde hier wirklich mal in mich gehen. Denn im worst case hast du sie geheiratet, obwohl du eigentlich etwas anderes von deinem Leben möchtest oder du es bereust, all das getan zu haben. Es wäre auch fairer deiner Partnerin gegenüber.
 

KB24

Mitglied
Zunächst einmal, ich habe kein Kontakt zu meinen Ex-Freundinnen. Zwei hatten sich bei mir in den letzten Jahren gemeldet, habe es ignoriert und meiner Freundin mitgeteilt.

Also sie hatte schon von Anfang an ihre Pläne gehabt. Ich war schon immer einer, der eher in den Tag hineinlebt. So konkrete Ziele, außer Studium und Job, hatte ich mir für mein Leben noch nicht gesetzt. Sie schon, eine Begründung war, dass bei einer Frau die biologische Uhr tickt. Hat sie ja auch Recht.

Zunächst wollte sie spätestens nach zwei Jahren zusammenziehen. Ich wohnte noch bei meinen Eltern und wollte auch mal meine Erfahrung in einem eigenen Haushalt alleine machen und zog zunächst in eine eigene Wohnung. Da hieß es, nach spätestens einem Jahr möchte sie zusammenziehen.

An sich war ich davon genervt, aber nach kurzer Zeit war es eine gute Entscheidung.

Doch dann kam sie mit der Bedingung eines Hundes, obwohl ich absolut kein Haustier haben wollte. Aber sie hätte schon immer mit einem Hund bei ihren Eltern gelebt. Meine Bedingung war, von einem Tierheim und dass ich keine Verpflichtungen haben werde. Kein Gassi (außer es muss wirklich mal sein), keine Steuern und Versicherung und kein Futter. Verstehe mich mit dem Hund sehr gut, aber mittlerweile kaufe ich ab und zu auch mal das Futter für ihn.

Ich habe das Gefühl, dass auch die Frauen davor gerne meine Gutmütigkeit und auch Gleichgültigkeit ausnutzen. Man kann mich mit einfachen Dingen glücklich machen. Die neue Wohnung hat sie quasi komplett selbst eingerichtet, da es mir egal war, ich fühlte mich auch so schon wohl, aber für sie war es sehr wichtig, es nach ihrem Geschmack einzurichten, so dass ich auch bei ein paar Dingen, die mich genervt haben, zugesagt hatte (ich hasse es, wenn Deko einfach auf dem Boden steht oder den Tisch überfüllt). Als ich beim Boden meine Meinung einbrachte und es ihr nicht passte, sagte sie, dass es mir doch wahrscheinlich eh egal ist, wie es am Ende aussieht. Damit hatte sie zwar Recht, weil mich ein neuer Boden weder glücklich noch unglücklich gemacht hätte, aber wieder kam ihr Wille durch.

Bei ihr hab ich mittlerweile auch das Gefühl, weil sie ständig meint, sie bräuchte Sicherheit und deswegen das Zusammenziehen, Heiraten wollen usw. und hält mir dann gerne das erste Jahr vor.

Ich mag ihre Familie sehr, meine Eltern mögen sie auch sehr. Sie ist sicherlich die richtige Frau um alt zu werde. Stand zu mir, als es mir beruflich ziemlich dreckig ging. Hatte so viel zu tun, nahm extrem viel ab und hatte extrem viel Verantwortung, überlegte zu kündigen, sie meinte, ich soll kündigen, sie könne uns zunächst über Wasser halten. Sie ist sich auch wie viele Frauen heutzutage nicht zu fein, zu kochen und sich um den Haushalt ebenfalls mit mir zu kümmern.

Eine Sache wollte ich von ihr für die Hochzeit, eine Sache die ich bei mir auch durchführen möchte. Abnehmen. Habe in den letzten Jahren einen Bauch bekommen. Hochgerechnet habe ich in der Beziehung ca. 6 kg zugenommen. Sie 1 kg. Hatte ihr auch gesagt, dass ich es gut finden würde, wenn sie ebenfalls 4-5 kg abnehmen könnte.

Kam natürlich nicht gut an, sie hätte in der Beziehung eigentlich gar nicht zugelegt und was ich auf einmal nicht an ihr mag. Mein Geschmack hat sich etwas geändert und 4-5 kg sind jetzt auch nicht viel weniger als davor. Aber sie möchte es auch versuchen, mir zu Liebe.

Am liebsten würde ich so weiter machen, ohne Verlobung und Hochzeit. Hatte sie auch schon egfragt, was sie gemacht hätte, wenn ich "Nein" gesagt hätte. Schluss gemacht hätte sie nicht sofort, aber darüber nachgedacht. Ich mein, andere Verlobte lassen sich etwas Zeit. Sie hat sofort nach einem Tag mit der Suche nach Location gesucht, Kleidung, Kuchen, Gästeliste usw. und hat sich schon Schuhe bestellt. Klar sowas muss ja lange geplant sein, vor allem da durch Corona viele Feste auf 2022 verschoben wurden, aber dieses hektische und sofortige handeln und mich jeden Tag nach Location fragen nervt mich gewaltig. Sie wollte die Verlobung auch sofort jedem erzählen und überall posten und war von mir genervt als ich sagte, dass wir den Muttertag abwarten könnten (war paar Tage später). Gibt mir das Gefühl, als würde sie nur noch 3 Jahre leben und möchte bis dahin alles erleben.
 
Zuletzt bearbeitet:

KB24

Mitglied
Werde denke ich die Tage das Gespräch suchen müssen. Aktuell kann ich mir Kinder absolut nicht vorstellen, ich bin dauerhaft genervt wenn Kinder schreien, klar bei eigenen ist es sicherlich wieder was anderes.


Werde nochmals über mich nachdenken was ich möchte. Klar aktuell hätte ich noch die Möglichkeit hier und da Spaß zu haben mit Frauen, aber irgendwann ist das vorbei und dieses irgendwann möchte ich schon mit der "Richtigen" verbringen.

Vielleicht werde ich ihr sagen, dass sie sich auch überlegen soll, was ihr wichtiger ist, Kinder zu bekommen, vielleicht auch mit mir, wenn ich in fünf Jahren Interesse habe oder lieber ein Leben mit mir und das vielleicht ohne Kinder.
 

Amory

Aktives Mitglied
Lieber KB24,

die Optik Deiner Verlobten ist definitiv Dein kleinstes Problem!

Viel schlimmer ist alles andere, was Du schilderst. Wenn ich das lese, erhalte ich den Eindruck, dass bei Euch sehr vieles nicht passt. Vor allem bezüglich gemeinsamer Zukunftsplanung. Ihr habt irgendwie eine total unterschiedliche Idee vom Leben.

Die Annahme, dass sich für Dich nichts ändern wird mit der Hochzeit, ist eine Illusion. Genau so wie dass Du mit einem Haustier nichts zu tun haben wollest. Und da hat sich ja bereits herausgestellt, dass Du sehr wohl etwas mit dem Hund zu tun hast. Oder bei der Wohnungseinrichtung. Gemeinsame Entscheidungen zu treffen, bei dem einer aber nichts zu tun haben will damit, gehen in einer Partnerschaft nicht. Sagst Du das dann auch bei den Kindern, wenn Du noch nicht bereit dafür bist? Dass Du nichts damit zu tun haben möchtest?

Ganz ehrlich... das kommt nicht gut. Nach einer pompösen Hochzeit, die allein von Deiner Verlobten organisiert wird (denn damit willst Du ja auch am liebsten nichts zu tun haben, und es nervt Dich sogar), wird vermutlich die grosse Leere und der Absturz für Eure Beziehung kommen.

Du bist nicht bereit für das alles und irgendwie liegt die Vermutung nahe, dass es einfach nicht die richtige Frau ist. Und ich denke Du spürst das.


Vielleicht werde ich ihr sagen, dass sie sich auch überlegen soll, was ihr wichtiger ist, Kinder zu bekommen, vielleicht auch mit mir, wenn ich in fünf Jahren Interesse habe oder lieber ein Leben mit mir und das vielleicht ohne Kinder.
Mach das! Finde ich eine gute Idee!
 

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