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Glaubt ihr an Karma?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 133109
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Karma über viele Leben hinweg ist eigentlich eine ziemlich doofe Einrichtung, denn wie will man Fehler vermeiden die man früher schon mal gemacht hat, wenn man sich nicht an frühere Leben erinnert? Denn auch Traumata früherer Leben werden mitgeschleift, etwa wenn jemand in früheren Leben auf grausame Weise zu Tode kam oder schwer litt, dann hat dieser Mensch im jetzigen Leben alle möglichen Baustellen und keine Ahnung wo die herkommen. Darum geht es bei sogenannten Rückführungen unter Hypnose meistens, zu schauen wo heutige Probleme ihre Wurzel haben. Erst sobald eine Erkenntnis eintritt, warum und wieso, löst sich der Knoten.
Beispiele anhand von Einzelfällen findet man in der Literatur zum Thema, es gab im Lauf der Jahre einige Leute, auch Psychiater die mit Erklärungen der Schulmedizin (bzw. derem regelmäßigen Versagen in bestimmten Fällen) nicht zufrieden waren, die sich damit befaßt und Bücher dazu veröffentlicht haben, z. B. https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Wickland , der allerdings, seiner Zeit und Umgebung verschuldet, stark christlich gefärbt geschrieben hat.
 
Hm, ich finde, das hat beim Thema Karma nicht gerade viel verloren.

Aber hier gerne meine Top 3 der Nackenhaar-Sträuber:
Du sollst Vater und Mutter ehren.
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau.
Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
Naja, die Eltern "ehren" bedeutet nunmal nicht, daß man sie lieben muss, oder ihnen in allem gehorchen zu müssen. Sondern einfach nur, sie zu respektieren.
Und ich finde, das kann man auch tun, wenn sie vieles falsch gemacht haben...
Ausnahmen sind natürlich Väter und Mütter, die sich überhaupt nie als solche verhalten haben, sondern ihren Kindern bewusst oder aus Eigennutz schwer geschadet haben.
Aber das sind dann für mich sowieso keine Eltern, sondern allenfalls Asis, die leider Kinder in die Welt gesetzt haben...

Und das mit dem Begehren vom Besitz anderer Leute, also ganz ehrlich, Neid führt doch wohl selten zu was Gutem.
Auch wenn er manchmal wirklich verständlich ist, wenn man sieht wie sich Menschen mit Besitz und Vermögen aufplustern, und andere niedermachen...

Aber dein drittes Beispiel-Gebot finde ich auch widerwärtig, denn genau durch dieses Gebot wurde der Grundstein für späteren religiösen Hass und Intoleranz gelegt.
Dieser Gott wird sich insgeheim wohl ziemlich schwach und minderwertig fühlen, wenn er sowas nötig hat...😉🤣

Es hat schon gute Gründe, daß ich Polytheistin bin.
 
Naja, die Eltern "ehren" bedeutet nunmal nicht, daß man sie lieben muss, oder ihnen in allem gehorchen zu müssen. Sondern einfach nur, sie zu respektieren.
Und ich finde, das kann man auch tun, wenn sie vieles falsch gemacht haben...
Ausnahmen sind natürlich Väter und Mütter, die sich überhaupt nie als solche verhalten haben, sondern ihren Kindern bewusst oder aus Eigennutz schwer geschadet haben.
Aber das sind dann für mich sowieso keine Eltern, sondern allenfalls Asis, die leider Kinder in die Welt gesetzt haben...
Solche Asis kann es heute geben, weil die gesellschaftlichen Strukturen viel lockerer geworden sind, weil die Sozialämter des Staates vieles auffangen und die Menschen daher auch im negativen Sinne viel mehr Freiheiten haben, Verantwortung abzulehnen.
Damals zählten noch Familienklans und Stämme und waren die Bindungen viel enger, zwangsweise, denn wer keine Familie, keinen Klan, keinen Stamm hinter sich hatte war rechtlos und machtlos und mußte sich überall allein durchkämpfen so gut er konnte.

Aber dein drittes Beispiel-Gebot finde ich auch widerwärtig, denn genau durch dieses Gebot wurde der Grundstein für späteren religiösen Hass und Intoleranz gelegt.
Dieser Gott wird sich insgeheim wohl ziemlich schwach und minderwertig fühlen, wenn er sowas nötig hat...😉🤣
Ein Gott ist immer so mächtig wie seine Anhänger, und Israel war zu allen Zeiten eine kleine Klitsche, eingezwängt zwischen Großmächten wie Ägypten, Babylon, Assyrien etc. und später dann gegen seinen Willen dem Römischen Imperium unterworfen. Zivilisation fand immer irgendwo anders statt, was den Israeliten schon früh einen massiven Minderwertigkeitskomplex beschert hat, der sich auch in ihrer Religion manifestierte. Wenn man schon selber keine Macht hatte, wollte man sich wenigstens einbilden können, einen garantiert allmächtigen Gott auf seiner Seite zu haben.

Ich habe KARMA immer so für mich interpretiert, dass z.B. "böse" Menschen, die anderen Menschen schaden, irgendwann die Retoure-Kutsche, in welcher Form auch immer, bekommen. Oder das Menschen, die anderen helfen und für andere immer da sind, irgendwann für ihre guten Taten belohnt werden.

Beides habe ich bisher nicht erleben dürfen und glaube daher nicht an Karma.
Eben, der Karma-Glauben setzt einen Glauben an viele Leben, in denen sich irgendwann alles ausgleicht, voraus. In einem einzigen Leben kann er nicht funktionieren.
 
Man darf sich aber sagen, dass dieses Karma, das nun dies spezielle Leiden hervorgerufen hat, nicht wiederkommt, da es abbezahlt ist. Sieht man sich ferner sein Leiden an und versteht, dass man so etwas nie wieder erleben möchte, dann spornt das sicher die Achtsamkeit an, um für die Zukunft weitere kommende Fehltaten zu vermeiden.
Passt für mich nicht. Wer sein Karma, Erinnerung, Tat,- lebt, der leidet unter der Wiederholung all dessen was er angesammelt hat.
Er ist es selbst der sich die Ketten (Karma) umlegte.
Die meisten können nicht anders handeln, denken, fühlen, als sie es tun.
Sie sind an die Erinnerungen gekettet.
Deshalb wiederholt sich das gleiche Leiden bei der Menschheit immer und immer wieder.
Schau wie weit die Menschheit technologisch gekommen ist, aber es vergeht kein Tag ohne Krieg, ohne Mord, ohne von Menschen verursachtes schlimmes Leid.

Ein komplexes Thema übrigens. Man müsste viele indische Schriften dazu lesen.
 
Ich habe KARMA immer so für mich interpretiert, dass z.B. "böse" Menschen, die anderen Menschen schaden, irgendwann die Retoure-Kutsche, in welcher Form auch immer, bekommen. Oder das Menschen, die anderen helfen und für andere immer da sind, irgendwann für ihre guten Taten belohnt werden.

Beides habe ich bisher nicht erleben dürfen und glaube daher nicht an Karma.
Jep. Ich sagte ja der Begriff wird oft missverstanden.
Es ist wie in unserer Religion, tust du Gutes belohnt dich Gott und du kommst sogar am Ende in den Himmel.
Tust du böses, wirst du bestraft mit Krankheit usw und kommst am Ende in die Hölle.
Das entspricht aber nicht der Realität wie sie jeder erleben kann.

Ich denke Karma bezieht Wiedergeburt mit ein.
Das ist für uns schon ein anderes Denken und nicht selbstverständlich.
Und daraus entstehen bei uns schon viele unterschiedliche Vorstellungen oder nennen wir es Glaube 😉

Glaube und Hoffnung ist etwas für Hilflose bzw Unwissende?
Ich kann mich an eine Bushaltestelle stellen und daran glauben dass bald ein Bus kommt. Ich kann darauf hoffen. Vielleicht habe ich "Glück oder gutes Karma"? und der Bus kommt sogar. Vielleicht aber auch "Pech und schlechtes Karma" und warte stundenlang weil der letzte Bus schon gefahren ist oder die Buslinie eingestellt wurde. 😬
Wie sinnvoll ist als Glaube?

Sollten wir unser Handeln von unserem Glauben leiten lassen?
Wenn ja, bei welchen Situationen oder Umständen?
Welchen Nutzen hat der Glaube dann?
Inshallah? Es liegt nicht in meiner Hand? 🤔
 
Passt für mich nicht. Wer sein Karma, Erinnerung, Tat,- lebt, der leidet unter der Wiederholung all dessen was er angesammelt hat.
Er ist es selbst der sich die Ketten (Karma) umlegte.
Die meisten können nicht anders handeln, denken, fühlen, als sie es tun.
Sie sind an die Erinnerungen gekettet.
Deshalb wiederholt sich das gleiche Leiden bei der Menschheit immer und immer wieder.
Schau wie weit die Menschheit technologisch gekommen ist, aber es vergeht kein Tag ohne Krieg, ohne Mord, ohne von Menschen verursachtes schlimmes Leid.

Ein komplexes Thema übrigens. Man müsste viele indische Schriften dazu lesen.
Das Problem bei der Gattung Mensch ist, daß es kein "Rassegedächtnis" gibt, jeder junge Mensch fängt wissensmäßig wieder bei 0 an, und je nachdem wieviel Bildungsinput er bekommt (oder nicht), meint er daß quasi die Welt mit ihm anfängt und noch kein anderer die Gedanken und Gefühle hatte, die er hat, seine Einfälle die in Wahrheit schon tausende vor ihm hatten, und so werden auch ständig die gleichen Fehler wieder und wieder gemacht. Vielleicht erfindet man in Zukunft irgendein Bildungssystem das es ermöglicht, jedem Kind bereits einen Satz Grundwissen über die wichtigsten Themen einzuprogrammieren, so daß der Nachwuchs nicht ständig versucht das Rad neu zu erfinden, sondern gleich dort starten kann wo noch Luft ist.
 
Das Problem bei der Gattung Mensch ist, daß es kein "Rassegedächtnis" gibt, jeder junge Mensch fängt wissensmäßig wieder bei 0 an, und je nachdem wieviel Bildungsinput er bekommt
Das möchte ich so mal nicht unterschreiben, das widerspricht mitunter auch der Evolutionsgeschichte?
Auch die Menschen passen sich an ihre Umgebung an.
Unsere Gene merken sich ganz schön viel.
Und je nachdem in welche Kultur wir geboren werden, entscheidet das über unsere Wertevorstellungen und Lebensweise.
Die nächste Generation sollte es immer besser machen als die vorige.
Ich weiß nicht, ob man sagen kann, das dies der Fall ist.
Vor allem, was ist besser und für wen?

Karma ist jedenfalls ein spiritueller Begriff.
Was bedeutet Spiritualität?
Vielleicht eine bestimmte Qualität des Lebens zu erfahren?
 
Das möchte ich so mal nicht unterschreiben, das widerspricht mitunter auch der Evolutionsgeschichte?
Auch die Menschen passen sich an ihre Umgebung an.
Unsere Gene merken sich ganz schön viel.
Und je nachdem in welche Kultur wir geboren werden, entscheidet das über unsere Wertevorstellungen und Lebensweise.

Evolution kümmert sich nur um körperliche Entwicklungen, aber nicht um Fragen wie "Funktioniert Kommunismus? oder "Wie groß muß mein Schwanz/Busen sein?" Lies mal auf Frage-Antwort-Foren mit wie gutefrage.net, da kommen die gleichen Fragen immer und immer wieder. Werte und Lebensweise werden rein kulturell weitergegeben, die sind nicht angeboren. Und Fragen samt umgebungs- und gesellschaftstypischer Antworten sind Teil der Kultur. Evolution macht die Hardware, Kultur die Software die darauf läuft.
 
Passt für mich nicht. Wer sein Karma, Erinnerung, Tat,- lebt, der leidet unter der Wiederholung all dessen was er angesammelt hat.
Er ist es selbst der sich die Ketten (Karma) umlegte.
Das ist für mich aber kein Widerspruch. Wenn sich gewisse Leidenssituationen wiederholen, dann ist Dein Karma noch nicht abbezahlt. Je nach Schwere der damaligen Taten wird wohl erwogen, wie und wie oft Du (also im allgemeinen gesprochen, nicht Du persönlich gemeint) noch da durch musst.
Und ja, Karma im Zusammenhang mit nur einer einmaligen Existenz ist nicht vorstellbar und gibt auch keinen Sinn.
Die Kette der Kausalität hat weder einen Anfang noch ein Ende, weshalb das Karma nie aufhört. Man kann es zwar nicht verändern, jedoch bei entsprechender Lebensweise für die Zukunft verbessern.
 
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