Wer legt denn fest, dass ein Christ bezahlen muss? Das steht doch nirgendwo in der Bibel.
Ich habe mit Glauben sowieso nichts zu tun. Aber ich würde das Christsein, wenn ich Christin wäre, nicht an die Bedingung knüpfen zahlen zu müssen. Ich würde mich dann trotzdem als Christin sehen.
In so gut wie jeder christlichen Kirche wird irgendwie Geld gezahlt, meistens als Spenden deklariert, oft aber auch offiziell, wie z.B. bei den Adventisten oder den ZJ.
In der Bibel ist übrigens auch an mehreren Stellen des Alten und Neuen Testament vom "Zehnten" die Rede.
Das ist nämlich ursprünglich eine Idee des jüdischen Glaubens gewesen, daß man von allem was man verdient, verkauft und einnimmt, ein Zehntel quasi Gott geben sollte.
Und damit ist natürlich gemeint, dessen Vertretern!
Und in den Zeiten des Alten Testaments speiste sich der sog. Tempelschatz von Jerusalem aus diesen Einnahmen, und der Rat der Priester, oder der Hohe Rat hat bestimmt, wofür das Geld ausgegeben werden durfte.
Also z.B. für Dinge wie den Bau einer neuen Tempelschule, aber auch für nützliche weltliche Dinge wie z.B. den Bau oder Erweiterung von Zisternen zur Wasserspeicherung.
Und das hat damals natürlich Sinn gemacht, denn so konnten für die Gemeinschaft wichtige Projekte finanziert werden...
Später hat die christliche Kirche den Zehnten mit Begeisterung übernommen, und wer dauerhaft seinen Kirchenzehnten nicht leisten konnte oder wollte, konnte deshalb exkommuniziert werden, und kam in die Hölle...😏
Heute sind es vor allem die fundamentalistischen Evangelikalen, die mit jede Menge Bibelzitaten und allen möglichen manipulativen Tricks ihre Anhänger zu Spenden aufrufen. Und wer mehr gibt als die anderen, ist selbstverständlich ein besserer Christ als die anderen, die nicht soviel geben können.