Vermutlich hat Gott kein Geschlecht. Und hätte er eine Frau, so wäre er wohl nicht vollkommen🙂. In diesem Witz scheint auch eine gewisse Wahrheit zu stecken.
Lieber möchte ich noch etwas zum LumpiAsatru (Asatru in Lumpis Interpretation) und ihrem Verhältnis zum VernunftGlauben sagen (Gemeinsamkeiten und Unterschiede).
Asatru ist nach Lumpi einfach die Anerkennung der Natur. Genauer: der Mensch lebt ohne Willen in den gesetztlichen Kausalzusammenhängen der Natur. Fertig! Gut und Böse oder Moral gibt es nicht.
Der Vernunftglaube besteht im Grunde aus drei notwendigen Elementen, von denen der Bereich der Natur die Grundlage ist.
A)
Nach dem Vernunftglauben besteht die Vorraussetzung darin, dass wir in einer Welt (Natur) leben, die von Gesetzmäßigkeiten durchsetzt ist. Diese Gesetzmäßigkeiten werden vom Verstand erfasst. Soweit kann Lumpi wohl noch mitziehen.
Jetzt kommen die Boni 🙂:
B)
Die Vernunft fragt danach, welche Schlussfolgerungen man aus den Dati des Verstandes ziehen soll. Hier kommt die ethische Komponente ins Spiel: Was soll ich auf der Basis meines bisherigen Wissens machen? Was soll ich tun? Was ist gut? Schritt B ist also Moral.
C)
Auf der Basis der Vernunft werden nun moralische Handlungen ausgeführt. Wenn sich der Mensch lange und maximal darum bemüht hat, ein moralisches gutes Leben zu führen, dann fordert ihm seine Vernunft die Hoffnung dazu ab, dass er ein positives Feedback von einem göttlichen Wesen erhalten wird. Gleichzeitig fordert die Vernunft auch die Annahme der Unsterblichkeit (sorry Sigi, Du hast ja was gegen diesen Begriff 🙂). Der dritte Schritt ist also der der Religion.
Verstand (Natur) -> Vernunft (Moral) -> Religion
Mit diesem hier dargestellten Weltbild läßt sich leben. Mit der unbarmherzigen Natur kann sich kein vernunftbegabtes Wesen abfinden.