Mit meiner Antwort möchte ich mich, zunächst, auf die Fragestellung, ob der gänzlichen Uneigennützigkeit menschlichen Handelns, beziehen.
Diesen, manchmal so genannten, psychologischen Altruismus an sich, gibt es meiner Meinung nach nicht. Allerdings halte ich es da doch ein wenig wie der Philosoph Richard David Precht, der zu dem Thema mal in einer Talkrunde (Sternstunden der Philosophie), mit einem Schweizer Ökonomen, sagte, dass man aber auch nicht so weit gehen dürfe, alles als reinen Egoismus zu titulieren, da es - sinngemäß - sonst nur noch Egoismus gäbe und es der eigentlichen Sache auch nicht gerecht würde. Das würde ich so unterschreiben. Ansonsten ist Altruismus aber immer zweckgebunden. Freilich ist dieser Zweck nicht immer sofort erkennbar und liegt in keinem Fall stets bei einer rein ökonomischen Vorteilsnahme des Handlungsträgers. Um mal ein banales Beispiel zu nennen: Auch ein Vater, der seinem Kind ein Geschenk macht, tut dies nicht aus einem Altruismus heraus, der sich selbst zum Zwecke hat, er erfreut sich z. B. an der Freude des Kindes. Aber um es noch einmal zu betonen: Dies egoistisch zu nennen, ist schon ein wenig absurd. Es gibt natürlich Menschen die einem "Gutes" wollen, ohne einen niederen Hintergedanken zu verfolgen. Ob es sich in Deinem Fall um solche "guten" Menschen handelt, bleibt zunächst offen und verlangt Vertrauen (was zuweilen auch recht viel sein kann).