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Gewalt und deren Folgen

  • Starter*in Starter*in Wildrose
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    gewalt
W

Wildrose

Gast
Hallo,

um ehrlich zu sein, weiß ich nicht was ich mir von diesem Posting hier verspreche, wäre vielleicht nett wenn jemand zuhören könnte mich aufbaun, oder mal Holzhammer mäßig sagen: So geht es nicht weiter 😉.
Ich habe in meiner Kindheit Gewalt zwecks Eltern erlebt, körperliche wie seelische, es wurde besser, jetzt ist es wieder so, dass mein Vater in seinem Gewalt (nur noch schreien (!)) schema feststeckt. Klar so ist die Welt einfacher, so macht jeder was er will.
Naja, dann wurd ich noch gemobbt in der Klasse, und später einmal sexuell genötigt, wahrscheinlich auch vergewaltigt - ich hab keine exakten Erinnerungen oder wehre mich gegen sie.
Das alles ist jetzt schon etwas her, aber ich habe das Gefühl festzustecken, komme einfach nicht mehr vom Fleck. Über Therapie hab ich schon oft nachgedacht, habe aber Angst vor den Reaktionen meiner Eltern. (Ich bin noch nicht volljährig und wohne auf dem Land).
Selbstverletzendes Verhalten war schon immer ein Thema für mich, nur in letzter Zeit wird es schlimmer, und ich habe mich auch leider schon übergeben.
Was man jetzt dazu sagen soll wüsste ich auch nicht, wäre aber schön wenn jemand irgendeine Reaktion hätte. Es ist immer so still um mich.
Mit freundlichen Grüßen
Wildrose
 
Hallo Wildrose ,

es ist Traurig was ich das Lese. Da du noch nicht Volljährig bist was egal ist , wäre doch die Möglichkeit da zum Jugendamt zu gehen. Oder hast du eine liebe Oma , Opa Tante Onkel etc. an die du dich wenden kannst. Da wo du genau weißt hier hört mir jemand zu und kann mir helfen und mit deinen Eltern in Ruhe zu reden. Ich wünsche Dir alles gute und Hoffe du findest ein offenes Gehör was dir auch helfen wird.

Gruss Mama65
 
hallo wildrose!
wie sieht es mit dem verhältnis zu deiner mutter aus? über sie hast du nichts geschrieben. ist sie wie dein vater? weiß sie über deine probleme bescheid? weiß es überhaupt irgendjemand mit dem du drüber reden kannst? zu dem du ein gutes vertrauenswürdiges verhältnis hast?

falls du dich dazu entscheiden solltest eine therapie zu machen, was ich persönlich für ein gute entscheidung halten würde, dann mach doch einfach eine ohne deine eltern damit zu konfrontieren. andererseits, da du auf dem land lebst weiß ich nicht in wiefern es ein geheimnis bleiben wird, dass du einen psychologen aufsuchst und welche konsequenzen es für dich hat, wenn es schließlich dann über tausend ecken deine eltern erfahren...
wann wirst du denn 18?
 
Hallo ihr beiden,

danke für eure Antwort 🙂

Ich glaube nicht, dass ich mit jemandem aus unserer Familie reden kann, der eine Teil ist total verstritten (wahrscheinlich würden sie diese Info das nächste Mal im Gericht verwenden) und der andere Teil irgendwie weit entfernt von irgendeiner Realität.

Ja, Jugendamt, ich habe schon oft darüber auch nachgedacht, aber ich kenne diese Einrichtung nicht, habe bisher leider nur negatives gehört. Außerdem hätte ich Angst die Situation dann ganz zum eskalieren zu bringen.

Das Verhältnis zu meiner Mutter ist ziemlich schlecht, da sie in der Vergangenheit immer der im Bereich Gewalt treibende Elternteil war. Sie wissen, dass ich mal geritzt "habe". Ich habe immer gesagt, ich wüsste nicht warum - ich wollte sie nicht verletzten.

Vielleicht wäre es gar nicht so ein Problem wenn meine Eltern es erfahren, aber dann würden wieder die unendlichen Fragen: "Warum" oder "Was" anfangen. Das kann ich nicht ertragen. [Ich habe einmal versucht eine Therapie zu machen mit dem Wissen meiner Eltern.]

Wildrose
 
Hallo Wildrose,

du könntest dich tatsächlich ans Jugendamt wenden und dort um Hilfe bitten. Das Jugendamt bietet dir Rat und Unterstützung an, hilft dir, über deine Situation klar zu werden und kann dir eine weiterführende Beratung vermitteln.

Oder du könntest zu ProFamilia oder einer anderen Beratungsstelle gehen. In der Regel sind diese Beratungen kostenlos.

Zunächst musst du dir allerdings ersteinmal selbst darüber klar werden, ob du Hilfe möchtest bzw. brauchst. Deine Aussagen klingen recht diffus. So lange du nur "irgendwie" und "vielleicht" nach Hilfe suchst, kann man dir auch nur vielleicht irgendwie weiterhelfen....
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Wildrose,
kann dir auch nur Mut zusprechen und nahelegen, dich beraten zu lassen.
Falls du Angst hast, deine Eltern können etwas erfahren, weil du noch nicht volljährig bist: Soweit ich weiß, müssen bei ärtlichen Behandlungen/Therapien ab 16J die Eltern nicht mehr verständigt werden. Erkundige dich doch mal!

LG
Sapphyr
 
Hallo

was du unbedingt bekämpfen solltest sind Ohnmachtsgefühle und Gedanken wie: ich kann ja doch nix ändern, ich bin schwach etc..Das alles stimmt nämlich nicht! Du kannst sehr viel mehr, als du dir ggf. derzeit zutraust.
Ich rate dir dazu dir professionelle Hilfe zu holen und NIEMALS die Augen auch vor unschönen REalitäten zu verschließen sondern immer sehr genau hinzuschauen, auch wenn das manchmal weh tut. Dir wird nur helfen zu lernen zu handeln, auf Angriffe auf deine Seele oder deinen Körper angemessen zu reAGIEREN. Das kannst du mit Verhaltenstherapie und Kampfsport an sich recht leicht erlernen.

Bei mir war es damals so, dass ich auf niemanden zählen konnte außer auf mich selber..ich habe mich dieser Realität und Verantwortung sehr früh ab meinem 13 ode 14 Lebensjahr gestellt, bzw. stellen müssen und zwar erfolgreich. Mein Vater war damals gewalttätig meiner Mutter (die devot und passiv war und nix zum eigenen Schutz oder Schutz ihrer Kinder tat, was ich verachte), mir und meinen Schwestern ggü..nach einem sehr deutlichen und überzeugendem Einschreiten von meiner Seite her nicht mehr...es gab zwar "nur" noch ab und an Versuche von Psychoterror, aber der prallte an mir ab wie S**** an einer Windschutzscheibe mit Lotuseffekt und ich habe erfolgreich CONTRA gegeben, gekämpft und mit nix mehr bieten lassen, was bei meinem mir intellektuell unterlegenen Vater leicht war. Er hat für seine Taten bezahlt und das hat das, was mir vorher durch die erniedrigenden Schläge genommen worden war Ausgleich und Aufbau (Wiederaufbau des angeknaxten Selbstwertgefühls) gegeben, sodaß ich nicht mehr an diesen Erinnerungen anhaften muss. Man kann sehr rasch mit einer richtigen Grundeinstellung, genügend Selbstbewusstsein, ausreichendem Abgrenzungsvermögen, ausreichendem Selbstwertgefühl etc. lernen ganz gut mit traumatischen Erinnerungen oder Angriffen oder egal was so im Leben auf einen zukommt umzugehen.

Ganz wichtig ist halt dass du dir deine Verantwortung dir selbst ggü klar machst, anfängst (mit Therapie + Kampfsport od.ä.)einen Selbstschutz aufzubauen, aktiv dein Ich, dein Leben selber gestaltest wozu gehört dass du dir auch Hilfe suchst und annimmst und bereit bist dein Leben zu ändern, ggf. auch in größerem Umfang und z.b. eine Familie, die dich mehr belastet als entlastet zu verlassen um irgendwo für dich neu anzufangen etc...Ich habe diesen Schritt getan und bin heute sehr froh darüber. Das Leben hat für mich mit dieser Grundeinstellung mit allem klar zu kommen, Selbstvertrauen zu haben und die Dinge leistungsbereit direkt und offen anzugehen ein größeres Maß an Leichtigkeit gewonnen und mir viele Erfolge und ein gewisses Maß an Glück beschert. Ich habe mir selbst ggü den Schwur getan mich selber mit allen notwendigen Mitteln vor Unrecht zu schützen und ihn bislang nie gebrochen...viel getan um ihn immer wieder zu erfüllen. Manchmal kein leichter Job, aber ein auf jeden Fall lohnender Job...das sollte man sich wert sein.

Gewalt oder Gewalttraumata können sehr negative Folgen haben wenn man nix dagegen unternimmt...einige Menschen wie meine mittlere Schwester, die immer verdrängt und schöngeredet, sich nie abgegrenzt und auseinandergesetzt hatte erkranken daran, andere wie ich, die sich aktiv damit auseinandergesetzt und aufgelehnt und erfolgreich CONTRA gegeben haben werden dadurch nur stärker. Zu welcher Kategorie möchtest du gehören? Es liegt z.T. entscheidend daran wie du mit der erlebten Gewalt umgehst welche Auswirkungen sie für dich auf dein späteres Leben haben wird.


Viel Erfolg dabei die richtige Art des Umgangs für dich zu finden!

Tyra

Du solltest vor nix und niemandem Angst im Leben haben..zu viel Angst versaut einem das Charisma und den Charakter...sei mal mutiger und habe Mut zur Wahrheit! Es lohnt sich und ist reine Übungssache. Ich war früher ein totaler Hasenfuss, merkte aber dass ich so nicht weiterkam und mit dieser Haltung immer nur einen drauf bekam, als ideales Opfer ausgenutzt wurde etf. und habe meine Haltung rigoros geändert....Schritt für Schritt, immer ein bisschen mehr und gelegentlich einen großen Schritt...manchmal muss man sich einfach überwinden und größere Schritte machen um nicht nur zu überleben sondern auch gut zu leben.
 
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