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Gewalt in Beziehungen- Frauen-Mut zur Änderung

T

Tyra

Gast
Dein Herz fleht nach Liebe
Dieb deines Herzens schenkt dir nur Hiebe
Klammerst dich an falsche Hoffnung, an die winzigen Augenblicke vergangenen Glücks
Wendest stur den Blick weg von unbequemen Wahrheiten,
Leugnest das Übel und verleugnest dich selbst

Was willst du sein? Gleichgestellte oder Sklavin?
Welche Liebe willst du, die der Knechtschaft oder die der Gleichgestellten?

Was bist du dir wert?
Kennst du die richtige Antwort, kennst du den richtigen Weg

Leicht ist es sich hinter Gewohnheit zu verstecken, sich zu ducken, sich zu begnügen
Schwer ist es aufzustehn und zu sagen: Hier bin ICH,
wer wagt es mir Leid anzutun?

Bist du ein NICHTS?
Nein - das ist nur ein Gedanke, der sich in deinem Kopf eingenistet hat
Ein langer Weg der Demütigung und Unterdrückung hat diesen Gedanken geboren
Ein langer Weg der Demütigung und Unterdrückung hat diesen Gedanken wachsen und groß werden lassen.
Willst du das Nichts, ist es deine Entscheidung.
Jeder Tag stellt dich neu vor die Wahl
Wähle weise.
Habe den Mut zu SEIN und wende dich ab von Wegen, die dich ins NICHTS führen.
Gib dem Gedanken ein NICHTS zu sein keine Nahrung mehr.
Es bringt nichts, zu verharren und immer und immer wieder zu hoffen und dieselben Wege zu rennen und wieder zu hoffen, dass diese eines Tages vielleicht in eine andere Richtung führen mögen.
Öffne die Augen, stell dich den Realitäten, ein Weg zur Hölle wird niemals ein Weg in den Himmel sein.

Sei dir selber eine gute und liebevolle Anwältin
und lege dein schwaches, korrumpierbares Herz in Ketten
Befreie deinen Verstand und lass ihn laut sprechen.

Sieh der Wahrheit in ihr hässliches Gesicht + tu was notwendig ist
Geh fort von dem Ort deiner Qualen
ohne Reue, ohne Blick zurück....
 
Dir wurde beigebracht: Ein weiches Herz, Schwäche und Schutzbedürftigkeit sind weibliche Tugenden
Doch dein starker Glaube daran macht dich ohn-mächtig
und öffnet Tor und Tür für Macht und Gewalt über dich

Beherrsche dein Herz, sei Herz und Verstand, werde stark, damit sich diese Tore schliessen --->für alle Zeit und gegen jeden, der hindurchtreten will

Deine Weiblichkeit verliert sich nicht dadurch, dass du auch stark und selbständig bist, weisst, wer du bist und was du willst.
Durch Stärke und Selbstbewusstsein verlierst du nichts, sondern gewinnst wesentliche, vielleicht sogar lebensrettende Charaktereigenschaften hinzu.

Auch die Liebe ist kein macht- und herrschaftsfreier Raum. Daher solltest du dich dort souverän bewegen können und die Spielregeln beherrschen, bzw. mitbestimmen.

Nur dann gelingt es dir eine gute Liebe zu finden und zu leben.

Eine Liebe ohne gegenseitige Achtung ist niemals Liebe, daher verliert man nichts, wenn man sich von einer solchen Liebe verabschiedet.
 
HY Tyra, Du bist echt gut und sprichst mir sehr aus dem Herzen.

Ich hatte vorhin schon ein Posting geschickt, aber ich hab wohl nicht aufgepasst, ich kann es nicht wiederfinden.

Ich denke, ich bin schon auf dem richtigen Weg, so wie Du ihn beschrieben hast. Manchmal fühle ich mich aber schlecht, wenn ich selbstbewußt auftrete. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Männer es einerseits gut finden, wenn man selbstsicher auftritt, aber dass es ihnen auch Angst macht und sie so tun, als sei ich von einem anderen Stern. Wie komme ich besser damit klar ???

Bei meinem Ex ist es auch so, er hat sich in die nach außen hin starke Frau verliebt und hat sich auch hinter mir oft versteckt, im Gegenzug hat er mich aber für meinen Erfolg gehasst und mich mit Agression bestraft. Leider habe ich zu lange gebraucht um das Muster zu erkennen.

Aber zurück zu meiner Frage, wie werde ich mit dem schlechten Gewissen besser fertig?
 
Hi Puppi,

danke für das Lob 🙂) + Lob zurück du triffst mit deiner Beobachtung den Nagel auf den Kopf.
Männer betrachten selbstbewußte Frauen tatsächlich recht zwiespältig...An sich haben jedoch charakterstarke und selbstbewusste Männer null Problem mit selbst bewußten Frauen. Nur die Typen, die einen Knacks im eigenen Selbstbewusstsein haben (wie anscheinend dein Ehemaliger?) kriegen das irgendwie nicht auf die Reihe.

Tja die Sache mit dem schlechten Gewissen....fragt sich ggü wem du denn dieses schlechte Gewissen hast. GGü dir selbst, da du innerlich ein noch zu geringes Selbstwertgefühl hast, dass dir irgendwie verbietet selbstbewusst = auch mal dominant, bzw. zumindest gleichberechtigt zu sein?
Oder ggü Männern, da du dich innerlich dem Rollenverständnis ein "braves Mädchen (=schutzbedürftig, passiv und duldend und nicht fordernd etc.) verpflichtet fühlst?
Oder ggü anderen FRauen, die sich diesem klassischen weiblichen Rollenverständnis verpflichtet fühlen und man sich deshalb da eingliedern möchte und nicht zu sehr aus der REihe tanzen.

Ich glaube in Hinsicht auf Selbstbewusstsein sollte man sich ein schlechtes Gewissen ggü allen drei genannten Richtungen konsequent abgewöhnen und abtrainieren. Wie das geht? Ich denke, wenn die innere Überzeugung da gross genug ist, geht das von allein. Ist die innere Überzeugung noch zu wacklig, dann sollte man noch ein wenig dran arbeiten, indem man z.B an der Thematik arbeitet, ein wenig liest, vielleicht mal in der nächstgelegenen Universität ein paar Vorlesungen/Seminare in der Soziologie/Geschlechterforschung belegt (kann jeder als GAsthörer!)und sich da mal durchdiskutiert in Diskussionen kann man auch Selbstbewusstsein und ne eigene Meinung auch sehr gut üben ---->das gibt guten Rückenwind!
Dreh- und Angelpunkt bzw. der Ausschalter für das schlechte GEwissen aufgrund eines guten Selbstbewusstseins sollte der Grundgedanke sein, was gut für dich ist, nämlich ein gutes Selbstbewusstsein und ein gutes Selbstwertgefühl etc. Also sollte ein selbstbewusstes Auftreten so etwas wie eine nicht mehr zu hinterfragende Instanz sein oder werden.

Du schreibst, dass du dich nach außen hin stark gibst, d.h. an der innerlichen Stärke haperts noch...aber innere Stärke ist ja etwas, was sich noch entwickeln kann, echtes Selbstbewusstsein ist eh so etwas wie ein Lernprozess und braucht halt seine Zeit um zu wachsen und zu gedeihen.

Lieber Gruss
Tyra

Buchtipps: Harriet Rubin: Macchiavelli für Frauen
Elke Müller-Mees: Die aggressive Frau
Wickler/Seibt: Männlich Weiblich
 
Hi Tyra, danke für die Tips, damit kann ich mich anfreunden. Ich sehe jetzt, wo es bei mir noch hakt.

Danke auch für die Buchtips, ich kanne ja schon viele Bücher, aber die alle drei kenne ich nicht, werd ich mích gleich mal bei Amazon drum kümmern.


LG Puppi
 

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