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Gesprächsstoff in einer Beziehung !? hab immer Angst keinen zu finden... :(

  • Starter*in Starter*in Mia24
  • Datum Start Datum Start
M

Mia24

Gast
Hallo allerseits,

mich plagt seit einiger Zeit ein Problem...
Ich habe seit über 3 Monaten einen Freund mit dem ich mich blendend
verstehe,wir harmonieren sehr gut miteinander und haben uns auch ineinander verliebt. Er ist absolut in allen Dingen mein Traummann.
Nun zu meinem Problem :
Ich mache mir mehrmals täglich Gedanken zum Thema "haben wir denn überhaupt immer Gesprächsstoff" weil ich Angst habe mal da zu stehen und nicht zu
wissen was ich sagen soll. So ist er zwar auch recht gesprächig und ich habe an sich auch keine Probleme ein Gespräch mit jemandem zu führen aber meine Sorge ist immer
1. finde ich/wir ein Thema und
2. wie kommen wir zu diesem Thema?
Wenn es Dinge sind die man zeitnah erlebt habt etc. ist das ja kein Problem aber
aus heiterem Himmel von irgendeinem Thema anzufangen fällt mir schwer. Bin auch nicht unbedingt jemand der sich gerne über belangloses Zeug unterhält.
Oder ist es gerade das was den größten Teil einer Unterhaltung ausmacht?
Worüber unterhaltet ihr euch so mit eurem Partner?
Seid ihr beide sehr gesprächig?
Kann mich jemand nachvollziehen?

Mit Familie und Freunden ist das auch was ganz anderes... Wobei auch solche Sprüche "mit meinem Partner kann ich mich stundenlang unterhalten" finde ich auch interessant weil stundenlang am Stück kann ich mich selbst mit Freunden/Familie nicht unterhalten es sei denn wir haben uns lange nicht gesehen oder es gibt was wichtiges zu besprechen/planen.

Auch bei meinen Ex-Freunden hab ich mir nie solche Gedanken gemacht.
Glaube habe einfach nur Angst mal unintressant für ihn zu werden wenn ich nicht
immer was spannendes zu erzählen habe?!
Ich weiss nicht ob ihr versteht was ich meine. Aber mich macht das echt richtig fertig weil ich Angst habe das wir uns irgendwann mal anschweigen. Und wenn ich dran denke das wir vielleicht auch mal zusammen in den Urlaub fahren oder ähnliches wird mir schon fast schlecht weil ich mir denke dann muss ich ja rund um die Uhr gesprächsbereit sein.. Oder wird es dann vielleicht sogar besser?!
Diese Sorgen fressen mich echt auf...es könnte doch alles so perfekt sein 🙁 bzw es ist ja auch alles perfekt aber trotzdem lassen mich diese gedanken nicht los..

Was sagt iht dazu?
Hat bzw. hatte jemand das gleiche "Problem"?
Wie kann ich damit umgehen?

Liebe Grüße
 
also ich für meinen Teil finde es auch angebracht zusammen schweigen zu können. Auch einfach mal still zu sein. Das ist überhaupt nicht peinlich!!!

Wir sitzen auch mal da am Tisch z.B. er ißt, ich bin fertig und beginne statt geschäftig den Tisch abzuräumen oder sonst die Küche wieder zu ordnen, greife zur Zeitung und beginne, was ihn oder mich interessiert, vorzulesen. Darüber kann man sich auch dann unterhalten.

Wir hatten auch bewußt ein paar Jahre kein TV. Da haben wir Brettspiele oder Kartenspiele gemacht oder über irgendwelche politischen Sachen gesprochen oder über Baupläne gesprochen, Ideen ausgetauscht, unsere Ideen ausgefeilt und die dann gleich auf Papier festgehalten. Wir haben auch beide die Ideen "um die Wette" gemalt und verworfen. Wir haben ein Fach in der Küche, wo diese Zeichnungen gelagert werden. Leider habe ich die meisten nach der Realisierung weggeworfen. Man kann ja auch nicht alles aufheben.

Mein Gatte hat ja nun sehr spät eine Familie gegündet. Auf meine Frage nach dem Warum, meinte er auch, er hätte sich nicht vorstellen können über was man (sich) dauernd (be)sprechen würde. Jetzt ist er immer ärgerlich, wenn unsere gemeinsame Zeit schon wieder um ist. Er meint, auf Arbeit verginge die Zeit nicht soo schnell wie zu Hause.

Wenn ich ihn was frage, dann kommt oft eine Pause. Ich sage dann nach ner Weile: "Du, hallo, ich habe dir eine Frage gestellt! "Er meint, er müsse erst mal überlegen. Dabei sehe ich doch (glaubs jedenfalls), daß er ganz woanders ist mit seinen Gedanken. Eins ergibt eben öfter mal das andere. Muß man akzeptieren. Ich bin dann eben nicht eingeschnappt, sondern fange noch mal von vorn an.
Manchmal "überfordere" ich ihn, dann gebe ich auch mehrere Varianten zur Auswahl, aber genau so oft kommt er dann mit einer ganz anderen Variante, eigenen Gedanken. Daran sehe ich dann, daß er doch selber denkt und ich ihm die Zeit lassen muß. Klar wahr?

Gelinda
 
Hallo Mia24-Gast,

In Deiner Geschichte mit dem Freund geht es, wie mir scheint, darum, dass Du ihn wirklich sehr liebst.

Er scheint Dir sehr viel zu bedeuten.
Du hast Angst, mal wortlos zu sein. Ohne Thema zu sein, zu Schweigen mit ihm.

Wovor hast Du genau Angst, könntest Du dich fragen?
Schweigen kann auch sehr schön sein.

Stell Dir vor, es ist Dein Traummann. Du heiratest ihn; und lebst 50 oder 60 Jahre mit ihm zusammen. Und es passiert, dass ihr ab und zu mal nebeneinander schweigt, und auch verstehen und annehmen könnt, dass gemeinsames Schweigen auch was schönes sein kann?

Bringt es Dich immer noch durcheinander?

Ich kann Dir nur aus eigener Erfahrung sagen; es gibt auch die Momente, wo Schweigen einkehrt; ob in einer Beziehung, mit Partner oder ohne Partner.

Schweigen ist ein Teil des Lebens. Ebenso wie schlafen.

Wenn Du dich stresst, unter Druck setzt, weil Du Angst hast, mal keine Worte zu finden... dann willst Du perfekt sein ; auf alles eine Antwort haben.

Aber: und ich vermute es sehr stark.

Es gibt keinen Menschen, der wirklich sofort, immer und auf alles eine Antwort hat.

Selbst hier im Internet gibt es viele Antworten; aber Du musst erst eine Frage, ein Suchwort eingeben, um die Antwort zu finden...

also: was wäre schlimm daran, wenn Dir mal in Deiner Beziehung für einige Zeit die Worte fehlen würden?

Liebe Grüße
 
Mia24 du sprichst da ein heißes Eisen an. Es geht ja nicht nur darum, dass der Gesprächsstoff ausgehen könnte,
es geht bei dieser Angst womöglich noch um mehr.

Stell dir mal vor, ihr habt keine Kinder oder die Kinder sind weg.
Stell dir vor, es sind keine großen Aufgaben mehr da.
Stell dir vor, ihr habt über alles schon 25 Jahre geredet.

Und dann verliert das Gegenüber an Wert, weil es nichts mehr zu bieten hat.

Man sucht verzweifelt nach was Neuem (das ist ja deine Angst, dass er sich nach was umsehen könnte, dass ihm Neues zu bieten hat) und dort beginnt das Gleiche.

Was also hält eine Verbindung aufrecht, in die nichts Neues mehr einfließt?

Klar, das ist ein Ansporn, dass jeder immer irgendwo aktiv ist, damit das Wasser nicht "faulig" wird, aber manchmal . . .

und dann.......

jetzt sagt Rainer, man muss "menschlich reif" sein, um mit so einer Sitatuation umgehen zu können, du aber empfindest gerade das Gegenteil, "wenn man nichts bietet, wird man verworfen".

Mit diesem Gedanken möchte ich das Wort wieder anderen überlassen, das Thema offen lassen. Ich finds interessant . . .

Sigi
 
wenn man grad nix weiß, kann man....dann ... greift man des Freundes Hand, schaut sich in die Augen und fühlt, naselt und spürt des anderen Wärme, des anderen Ruhe oder Unruhe

oder wenn er so sitzt auf dem Stuhl, dann greife ich von hinten um seinen Körper, wiege ihn sanft und küsse seinen Nacken.

Oh ja und ich.. ich lasse mich auch gern "umärmln" und dann fühle ich mich einfach glücklich.. alle ohne ein Wort.
 
wenn man grad nix weiß, kann man....dann ... greift man des Freundes Hand, schaut sich in die Augen und fühlt, naselt und spürt des anderen Wärme, des anderen Ruhe oder Unruhe

oder wenn er so sitzt auf dem Stuhl, dann greife ich von hinten um seinen Körper, wiege ihn sanft und küsse seinen Nacken.

Oh ja und ich.. ich lasse mich auch gern "umärmln" und dann fühle ich mich einfach glücklich.. alle ohne ein Wort.

ich denke bei der te ist es etwas anderes, weil sie eben auch erst drei monate zusammen sind und wahrscheinlich nicht zusammen wohnen. dann ist alles anders. finde ich. man besucht sich ,trifft sich irgendwo. ich hatte das in jüngeren jahren auch, das ich oft dachte, man wenn ich nichts zu erzählen hab oder wenn man mal nen tag nichts reden will, ists doch für den anderen blöde....

aber ich kann heute sagen, das sich alles immer eingespielt hat. man redet und man schweigt auch mal.
bei denen wo man sich unwohl fühlt, denke ich stimmt auch die wellenlänge nicht ganz. das kenne ich auch,da war dann das schwigen nicht schön.

ansonsten spielt sich alles ein, denke ich desto länger man zusammen ist.
ich bin heute eher ein mensch, der selten schweigt 😱 von daher kann ich schlecht mit ruhigen menschen umgehen,mein partner ist ein ruhiger...auch damit komme ich immer besser klar....ich nehme ihn wie er ist und ich muss mir auch andere menschen suchen. weil man sich liebt,hat man ja nicht immer dieselben bedürfnisse.
 
schuldige, ich will nicht naseweis ein, aber zwischen "still" und "ruhig " ist ein Unterschied, hab ich festgestellt..

Im Prinzip stimmt natürlich was du schreibst.
 

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