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Gespräch mit Chef

G

Gast

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Hi Leute,

kurze Beschreibung meiner aktuellen Situation:
Ich habe vor 10 Monaten in einer kleinen Firma (10 Leute) als Berater angefangen. Nun bin ich als Berater seit ca. 9 Monaten in einem sehr anstrengenden und frustrierendem Projekt bei einem Kunden tätig. Meine Belastungsgrenze ist fast erreicht, heißt ich habe bereits Tinnitus und sehe auch schlechter durch die ganze Bildschirmarbeit. Da das Projekt aber im Januar vorbei ist denke ich kann ich es noch durchziehen.

Nun da das Projekt im Januar vorbei ist hat mich mein Chef, den ich jedoch sehr selten sehe (nach 10 Monaten das erste mal zusammen 4 Augen Mittagessen) heute, gefragt wie es mir geht und wie es mir in seiner Firma gefällt. Ich habe gesagt, dass alles ok wäre und es mir gefällt. Ich bin dann ein klein wenig ausgewichen und sagte dass es Schade ist das man sich so selten sieht. Es hat ihn glaube ich gefreut und es so aufgefasst, das er also mit mir weiter planen kann. Er sieht mich also bereits im nächsten Projekt im Februar, da er mein Lebenslauf auch bereits an Kunden weitergegeben hat.

Für mich steht aber bereits jetzt schon fest dass ich im Januar kündigen werde, da ich aus diesem beruflichen Grund (zuviel Stress, zuviel Frust) und aus privaten Gründen aus meiner aktuellen Stadt weg ziehen werde. Meine Wohnung ist bereits für Ende Februar gekündigt und das Gespräch mit meinem Chef werde ich im Januar führen, da ich nur vier Wochen Kündigungsfrist habe. So werde ich Ende Februar weg ziehen können.

Wie würdet ihr das Kündigungsgespräch führen bzw. die Entscheidung begründen? Ist halt blöd für ihn, dass ich heute gesagt habe, dass alles ok und gut ist und dann ca. 2 Monate später kündige.

Werde ihm aber auch noch schreiben, dass ich im Februar also nach dem aktuellen Projekt erstmal Urlaub nehmen will.

Viele Grüße,
Andrea
 
Hast du denn bereits einen neuen Job und eine neue Wohnung?

Ich meine, Stress im Beraterjob ist normal, machst du das schon länger?

Beim Kündigungsgespräch sagst du einfach, dass du dich für die gute und spannende Zeit bedankst, dich aber privat noch einmal verändern möchtest. Das musst du ja gar nicht weiter begründen, du kündigst, verlässt den AG im Guten und fertig. In erster Linie ist das jetzt nicht dein Problem, sondern das des AG.

Wenn du noch Urlaub hast, kannst du diesen vor dem Arbeitsende wegnehmen, das sollte eigentlich möglich sein. Für den Chef macht es ohnehin keinen Sinn, dich für vier Wochen noch in ein Projekt zu stecken, das du nicht zu Ende betreuen kannst.
 
Nun da das Projekt im Januar vorbei ist hat mich mein Chef, den ich jedoch sehr selten sehe (nach 10 Monaten das erste mal zusammen 4 Augen Mittagessen) heute, gefragt wie es mir geht und wie es mir in seiner Firma gefällt. Ich habe gesagt, dass alles ok wäre und es mir gefällt. Ich bin dann ein klein wenig ausgewichen und sagte dass es Schade ist das man sich so selten sieht. Es hat ihn glaube ich gefreut und es so aufgefasst, das er also mit mir weiter planen kann. Er sieht mich also bereits im nächsten Projekt im Februar, da er mein Lebenslauf auch bereits an Kunden weitergegeben hat.

Für mich steht aber bereits jetzt schon fest dass ich im Januar kündigen werde, da ich aus diesem beruflichen Grund (zuviel Stress, zuviel Frust) und aus privaten Gründen aus meiner aktuellen Stadt weg ziehen werde. Meine Wohnung ist bereits für Ende Februar gekündigt und das Gespräch mit meinem Chef werde ich im Januar führen, da ich nur vier Wochen Kündigungsfrist habe. So werde ich Ende Februar weg ziehen können.

Wie würdet ihr das Kündigungsgespräch führen bzw. die Entscheidung begründen? Ist halt blöd für ihn, dass ich heute gesagt habe, dass alles ok und gut ist und dann ca. 2 Monate später kündige.

Werde ihm aber auch noch schreiben, dass ich im Februar also nach dem aktuellen Projekt erstmal Urlaub nehmen will.

Viele Grüße,
Andrea

Ich denke, dass Du Dich für ein falsches Verhalten entschieden hast. Aus Gründen der Fairness wäre es in meinen Augen wichtig, dass Du klar sagst, dass die Umstände der Arbeit (z.B. immer alleine beim Kunden) Dich bedrücken.

Es ist nichts Besonderes, dass gerade junge Berater enger betreut werden müssen, als erfahrene Hasen, die das Alleine-Arbeiten seit vielen Jahren gewohnt sind. Kommen dann noch private Gründe hinzu, ist Dein Entschluß "bloss weg von hier" verständlich.

Nehmen wir mal an, die privaten negativen Gründe wären nicht vorhanden. Dann würdest Du vermutlich lediglich die Umstände Deiner Arbeit ändern wollen. Würde die Änderung der beruflichen Situation ausreichen, Deinen Entschluß zu revidieren?

Wenn Du zu der Feststellung kommst, dass die beruflichen Umstände noch so gut sein können, wie Du es Dir wünschst, aber Du trotzdem auf Grund der privaten Gründe weg möchtest, dann wäre das (für mich) der Grund, dem Chef so früh wie möglich genau das mitzuteilen.

Könnten Dich Änderungen Deiner beruflichen Situation zum Dableiben bewegen, trotz der privaten Umstände, dann wäre mir das ein Gespräch wert, um die Möglichkeiten einer Änderung mit dem Chef auszuloten.

Sei einfach fair zu Deinem Chef - denn beim Zeugnis möchtest Du auch fair behandelt werden. Oder?
Dein Chef wird unangenehm aus allen Wolken fallen, wenn er erst sehr spät erfährt, dass Du weg willst.
Je früher er davon erfährt, je eher kann er eine Lösung finden, Deinen Weggang auszugleichen.

Verhalte Dich einfach lösungsorientiert und ducke Dich nicht weg. Gehe offensiv mit unliebsamen Umständen um anstatt sie auszusitzen und am Ende wegzulaufen.

LG; Nordrheiner
 
Hallo zusammen,

danke für die Rückmeldungen.
Ich bin schon seit ein paar Jahren in der Beratung und habe echt genug davon.
Bezgl meinem Chef. Aktuell sehe ich vor ihm Anfang Januar (KW1) zu kündigen und nicht bis Ende Januar zu warten. Das wäre m.E. fair ihm gegenüber. Immerhin gibt er lediglich vier Wochen Kündigungsfrist vor. Wenn er mehr Planungshorizont wünscht muss er es halt im Arbeitsvertrag anpassen. Dies kam ja von ihm.

Wenn ich ihm jetzt offen meine Intention beichte, dann würde er mir für Ende Januar kündigen, da das Projekt dann auch zuende ist und ich dann aber noch meine Wohnung im Februar zahlen muss, ohne Einkommen. Dadurch ensteht finanzieller Verlust.

Generell sage ich ihm halt, dass ich in den letzten zwei Monaten nochmal intensiv über das belastende Projekt nachgedacht habe, sowie unter Berücksichtigung meine privaten Veränderungswünsche diesen Entschluss gefasst habe. Dazu kommen die gesundheitlichen Probleme etc.pp. Und natürlich wie du sagst für alles bedanken und das es nicht an seiner Firma liegt, sondern im Projekt und private Gründe hat.

Urlaubsanspruch habe ich auch noch ca. 8 Tage, also kann er sich um ca. 2 Wochen Umsatzverlust keine großen Gedanken machen.

Danke,
Andrea
 

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