Hallo zusammen,
nachdem ich nun nach einigen Monaten endgültig am Ende mit meinem Latein bin habe ich mich dazu entschieden hier nach Tipps / Erfahrungen zu fragen. Ich versuche mich so kurz wie möglich zu halten, da es eigentlich seitdem ich denken kann eine never ending Story ist.
Mein Bruder (Mitte 40) ist 10 Jahre älter als ich und seitdem ich denken kann Drogenabhängig. Er war deswegen (bzw. wegen Besitz, Handel usw) schon mehrmals im Knast. Von meinen Eltern hat er nur Hilfe erhalten, mittlerweile ist es für jegliche Hilfe zu spät. Unsere Eltern sind verstorben, zu unserer Schwester besteht kein Kontakt. Es gibt nur noch ihn und mich. Er ist absolut unfähig alleine zu leben. Absolut. Es wird immer schlimmer. Die Drogensucht wird immer schlimmer, seine Kriminalität wird immer schlimmer. Er beklaut alles und jeden, bestellt auf falschen Namen, vertickt Drogen ohne Ende. Seine “Freunde” haben schon versucht bei uns einzubrechen vor einigen Jahren, weil er Schulden hatte. Laut ihm haben wir uns das ausgedacht, weil wir ihn “vernichten” wollen.
Seine Paranoia wegen dem tagelangen wach sein wird immer extremer. Man kann kein normales Wort mit ihm reden. Er versteht es entweder bewusst komplett falsch oder rastet direkt komplett aus, egal um was es geht.
seine Finanzielle Situation wird immer schlimmer und er versteht einfach nicht, dass er ein Problem hat und Dinge ändern muss. Egal wie viel Hilfe ich versuche ihm zu geben. Es wird gelogen dass sich die balgen biegen und immer sind alle schuld, außer er.
Seine letzte Wohnung hat er verloren wegen horrenden Mietschulden. Ein Betrag, der so hoch ist, das ich ihm beim besten Willen nicht helfen konnte (selbst wenn, so wie er sich benimmt weiß ich nicht, ob ich es einsehen würde ihm beim Thema Geld noch zu helfen).
Ich habe dann alles in meiner Macht stehende getan, um eine Wohnung für ihn zu finden. Habe mir Urlaub genommen und er hat Termine verpasst, weil „ich“ ihm den falsch Tag gesagt habe (obwohl ich ihn Screenshots von der Mail geschickt habe, in dem der richtige Tag stand und ihm am Morgen vor dem Termin angerufen habe…)
Er hat nun seit 6 Monaten eine neue Wohnung und mir vor 2 Wochen mitgeteilt, dass er nun die Kündigung bekommt, weil er für diese Wohnung noch nie Miete bezahlt hat. Weiter hat er keinen Strom mehr, da er sämtliche Rechnungen nicht bezahlt hat. Obwohl ich für ihn beim Versorger war und Briefe wegen Ratenzahlung geschrieben habe. Er hätte alle Briefe, die er daraufhin vom Versorger bekommen hat, nicht geöffnet und das “vergessen”.
Er ist jetzt der festen Überzeugung, dass ich ihm doch „einfach 10.000€ leihen könnte“, damit er alles bezahlen kann. Alleine diese Einstellung und diese Aussage macht mich so unfassbar wütend, dass ich in die Tastatur beißen könnte. Ich habe ihm erklärt, dass ich ihm nicht mal „einfach so“ 10.000€ leihen kann. Daraufhin ist er wieder ausgetickt und meinte, dass es meine Schuld ist, wenn er obdachlos wird. Daraufhin hatten wir richtig Streit.
Freitag Nacht hat dann das Handy meines Mannes geklingelt. Mein Bruder war dran, vollkommen am weinen, panisch, aufgelöst. Er meinte, ich soll sofort vorbei kommen, es wäre etwas schlimmes passiert. Dumm
(und überrumpelt) wie ich war, bin ich mitten in der Nacht aufgestanden und zu ihm gelaufen. Er hat erst ewig die Tür nicht aufgemacht und ich hatte richtig Angst, dass was passiert ist. Als er dann öffnete, stand er lachend vor mir und erzählte mir, dass er meinen Mann veräppelt hat und nur wollte, dass ich vorbei komme, weil ich ihm doch die 10.000€ geben wollte. In der Wohnung sah es aus wie in einer Messiebude, seine Kumpels waren da, komplett weggetreten, überall lagen Drogen, spritzen und im Eck lag ein Hund. Ich bin dann mit dem Hund kurz raus und hab ihn in ein Eck des Raums gebracht, in dem keine Drogen usw. waren. Es war ein Kampfhund, der absolut aggressiv war und nicht in solche Hände gehört. Ich hätte am am liebsten die Polizei gerufen. Aber dann wäre er direkt mitgenommen worden und im Knast wurde es immer nur wesentlich schlimmer. Außerdem hatte ich ernsthaft Angst, dass die ggf. den Hund erschossen hätten, da der wie gesagt sehr aggressiv, riesig und ein Listenhund war. Ich hätte den Hund am liebsten mitgenommen, jedoch habe ich selbst 2 sich nicht gut mit Artgenossen verstehen.
Ich bin am Ende mit meinem Latein. Ich kann ihm nicht helfen, trotzdem wird es Tag und Nacht von mir erwartet. Ich soll für ihn Termine wahrnehmen, Briefe öffnen und schreiben usw. Ich kann das nicht mehr. Nicht so. Und ich sehe es auch nicht mehr ein.
Wäre eine Betreuung eine Möglichkeit? Wenn ja, wie? Entzug, Therapie kommt im Moment nicht in frage. Er ist der festen Überzeugung, er hat kein Problem.
nachdem ich nun nach einigen Monaten endgültig am Ende mit meinem Latein bin habe ich mich dazu entschieden hier nach Tipps / Erfahrungen zu fragen. Ich versuche mich so kurz wie möglich zu halten, da es eigentlich seitdem ich denken kann eine never ending Story ist.
Mein Bruder (Mitte 40) ist 10 Jahre älter als ich und seitdem ich denken kann Drogenabhängig. Er war deswegen (bzw. wegen Besitz, Handel usw) schon mehrmals im Knast. Von meinen Eltern hat er nur Hilfe erhalten, mittlerweile ist es für jegliche Hilfe zu spät. Unsere Eltern sind verstorben, zu unserer Schwester besteht kein Kontakt. Es gibt nur noch ihn und mich. Er ist absolut unfähig alleine zu leben. Absolut. Es wird immer schlimmer. Die Drogensucht wird immer schlimmer, seine Kriminalität wird immer schlimmer. Er beklaut alles und jeden, bestellt auf falschen Namen, vertickt Drogen ohne Ende. Seine “Freunde” haben schon versucht bei uns einzubrechen vor einigen Jahren, weil er Schulden hatte. Laut ihm haben wir uns das ausgedacht, weil wir ihn “vernichten” wollen.
Seine Paranoia wegen dem tagelangen wach sein wird immer extremer. Man kann kein normales Wort mit ihm reden. Er versteht es entweder bewusst komplett falsch oder rastet direkt komplett aus, egal um was es geht.
seine Finanzielle Situation wird immer schlimmer und er versteht einfach nicht, dass er ein Problem hat und Dinge ändern muss. Egal wie viel Hilfe ich versuche ihm zu geben. Es wird gelogen dass sich die balgen biegen und immer sind alle schuld, außer er.
Seine letzte Wohnung hat er verloren wegen horrenden Mietschulden. Ein Betrag, der so hoch ist, das ich ihm beim besten Willen nicht helfen konnte (selbst wenn, so wie er sich benimmt weiß ich nicht, ob ich es einsehen würde ihm beim Thema Geld noch zu helfen).
Ich habe dann alles in meiner Macht stehende getan, um eine Wohnung für ihn zu finden. Habe mir Urlaub genommen und er hat Termine verpasst, weil „ich“ ihm den falsch Tag gesagt habe (obwohl ich ihn Screenshots von der Mail geschickt habe, in dem der richtige Tag stand und ihm am Morgen vor dem Termin angerufen habe…)
Er hat nun seit 6 Monaten eine neue Wohnung und mir vor 2 Wochen mitgeteilt, dass er nun die Kündigung bekommt, weil er für diese Wohnung noch nie Miete bezahlt hat. Weiter hat er keinen Strom mehr, da er sämtliche Rechnungen nicht bezahlt hat. Obwohl ich für ihn beim Versorger war und Briefe wegen Ratenzahlung geschrieben habe. Er hätte alle Briefe, die er daraufhin vom Versorger bekommen hat, nicht geöffnet und das “vergessen”.
Er ist jetzt der festen Überzeugung, dass ich ihm doch „einfach 10.000€ leihen könnte“, damit er alles bezahlen kann. Alleine diese Einstellung und diese Aussage macht mich so unfassbar wütend, dass ich in die Tastatur beißen könnte. Ich habe ihm erklärt, dass ich ihm nicht mal „einfach so“ 10.000€ leihen kann. Daraufhin ist er wieder ausgetickt und meinte, dass es meine Schuld ist, wenn er obdachlos wird. Daraufhin hatten wir richtig Streit.
Freitag Nacht hat dann das Handy meines Mannes geklingelt. Mein Bruder war dran, vollkommen am weinen, panisch, aufgelöst. Er meinte, ich soll sofort vorbei kommen, es wäre etwas schlimmes passiert. Dumm
(und überrumpelt) wie ich war, bin ich mitten in der Nacht aufgestanden und zu ihm gelaufen. Er hat erst ewig die Tür nicht aufgemacht und ich hatte richtig Angst, dass was passiert ist. Als er dann öffnete, stand er lachend vor mir und erzählte mir, dass er meinen Mann veräppelt hat und nur wollte, dass ich vorbei komme, weil ich ihm doch die 10.000€ geben wollte. In der Wohnung sah es aus wie in einer Messiebude, seine Kumpels waren da, komplett weggetreten, überall lagen Drogen, spritzen und im Eck lag ein Hund. Ich bin dann mit dem Hund kurz raus und hab ihn in ein Eck des Raums gebracht, in dem keine Drogen usw. waren. Es war ein Kampfhund, der absolut aggressiv war und nicht in solche Hände gehört. Ich hätte am am liebsten die Polizei gerufen. Aber dann wäre er direkt mitgenommen worden und im Knast wurde es immer nur wesentlich schlimmer. Außerdem hatte ich ernsthaft Angst, dass die ggf. den Hund erschossen hätten, da der wie gesagt sehr aggressiv, riesig und ein Listenhund war. Ich hätte den Hund am liebsten mitgenommen, jedoch habe ich selbst 2 sich nicht gut mit Artgenossen verstehen.
Ich bin am Ende mit meinem Latein. Ich kann ihm nicht helfen, trotzdem wird es Tag und Nacht von mir erwartet. Ich soll für ihn Termine wahrnehmen, Briefe öffnen und schreiben usw. Ich kann das nicht mehr. Nicht so. Und ich sehe es auch nicht mehr ein.
Wäre eine Betreuung eine Möglichkeit? Wenn ja, wie? Entzug, Therapie kommt im Moment nicht in frage. Er ist der festen Überzeugung, er hat kein Problem.