G
Gelöscht 121028
Gast
Hi alle zusammen,
ich wollte erst dafauf verzichten diesen Thread zu erstellen, allerdings weiß ich nicht, was ich in meiner derzeitigen Lage sonst dagegen unternehmen sollte als dagegen anzuschreiben. Ich hatte meine persönliche Situation bereits mal dargelegt in einem Thread "Es ist zwar nicht so dringend, aber", weswegen ich darauf verzichten werde sie hier nochmals ausführlichst zu erläutern. Nun wollte ich kurz einen anderen, für mich herausragenden Aspekt beleuchten, und zwar meine Studienzweifel und einmal anonym wissen, was euch dazu einfallen möge.
Ich studiere zur Zeit in den zwei Hauptfächern Geschichte und Powi in Heidelberg an der Uni, welche mir auch beide liegen, ich könnte mir im Anschluss an den folgenden Master auch eine Promotion vorstellen, ich wünsche mir sie gar. Abseitsvon den erwähnten psychischen Auffälligkeiten hege ich jedoch generell Zweifel an meiner intellektuellen Eignung, da meine absolute Fixiertheit auf dieses Promotionsthema mich bei jeder schlechten Zensur emotional in die Kellerstuben wandern lässt. Zwei, eher drei konkrete Ereignisse haben diese Gedanken, oder besser Gedankenschleifen ausgelöst. Zunächst eine 2,7 in einer weiterführenden Geschichtsvorlesung für ein Modul im Hauptstudium, die andere eine 4 in einer essayistischen Klausur der Einführung in die IB. Nun absolviere ich derzeit zusätzlich einen (freiwilligen) Englischkurs am hiesigen Sprachzentrum der Uni und habe zweimal eine, sowohl für meine schriftliche als auch meine mündliche Leistung, eine 4 erhalten auf dem C1.1-Level, obwohl ich nur ein Level darunter, B2.2, auf einer glatten 1 stand. Dort hatte die Dozentin zwar den gleichen Hang zu komplexem Satzbau im Sprachlichen festgestellt, aber mich wohl ungeschoren davonkommen lassen. Er hielt meine, Zitat: "Thomas-Mann-Sätze", für unverständlich. Nach all den Erlebnissen mit schlechten Noten in Studiengängen, bei welchen alles im Abschluss schlechter als eine 2 zum Scheitern verurteilt ist, schimmert unterschwellig das Gefühl durch, dass selbst das Letzte, was ich ein wenig beherrschen würde, mündliches Englisch (für welches ich im mündlichen Abi 12 Punkte erhalten sowie dafür von manchen Credit bekommen habe), sei nichts weiter als eine Farce gewesen, ein seeliger Wunschtraum meinerseits. Ein Traum, den ich zu träumen gewagt hatte. Ebenso wie die anderen beiden Noten, welche mich stark an meinen intellektuellen Fähigkeiten als Mensch zweifeln lassen. Ich sollte möglicherweise anfügen, dass ich mich sehr stark über Unileistungen und Vergleiche mit Kommilitonen definiere, gerade, da ich in ihnen vor allem zukünftige Konkurrenten im Kampf um die rar gesäten Promovendenplätze im Fach Geschichte nach dem Master sehe, obwohl ich erst in der Mitte des Bachelors bin. Schulisch war ich nie so erfolgreich, wie ich es gerne gewesen wäre, aber wie sagt man so schön: Dumm bleibt dumm. Ich dachte verwegen notentecgnisxh nun endlixh durchzustarten. Was für ein Irrglaube. Dieses Semester stehen außerdem ein Essay für eine Übung in Geschichtsphilosophie im Theoriemodul an, bei dem ich zur Zeit überlege, ob ich die Prüfungsleistung abmelden soll, da ich mir unsicher über die Tragweite meiner Entscheidung machen bin. Bei den Diskussionen in dieser Veranstaltung, welche auch von Masterstudierenden besucht wird, kommen mir meine Beiträge häufig redundant vor. Als ich den Dozenten darauf ansprach, erwiderte er nur: " Das müssen sie selbst wissen." Jedoch zieht sich dies fort durch viele Veranstaltungen, die ich besucht habe. Relativ viel Interpretationsspielraum also. Ich bin bei sowas ein Freund der klaren Worte. Dies soll nicht fortgesetzt werden, damit sich dies nicht auf mein Essay, das über die Modulnote entscheidet, überträgt. Nächstes SS 22 steht ein vierwöchiges Praktikum in einem Archiv an, was neben zwei Hausarbeiten in Powi und Geschichte bewältigt werden müsste. Von daher wäre Schieben reichliche Erzeugung von Termindruck. Allerdings zweifle ich an meinen Fähigkeiten zur Anfertigung eines guten Essays. Die diessemestrige Hausarbeit in Alter Geschichte lasse ich in der Rechnung mal außen vor, da sie meine geringere Sorge darstellt. Naja, es steht diesen Februar auch noch die Ergänzung des Latinums an, wird wohl auch lustig werden.
Zur Bemerkung des Archivpraktikums: Ich würde gerne später als Archivar arbeiten, wofür eine Promotion sehr zuträglich zu sein scheint.
Zum Abschluss: Ich möchte kein Mitleid einheimsen, auch wenn dieser Post förmlich danach stinkt, sondern konstruktives Feedback. Ich schreibe diesen Post um 10 vor 6 morgens an einem Samstag im Bett liegend.
An jeden, der dieses Monster von Post liest:
Vielen Dank vorab für die Rückmeldung!
Beste Grüße
Rikers
ich wollte erst dafauf verzichten diesen Thread zu erstellen, allerdings weiß ich nicht, was ich in meiner derzeitigen Lage sonst dagegen unternehmen sollte als dagegen anzuschreiben. Ich hatte meine persönliche Situation bereits mal dargelegt in einem Thread "Es ist zwar nicht so dringend, aber", weswegen ich darauf verzichten werde sie hier nochmals ausführlichst zu erläutern. Nun wollte ich kurz einen anderen, für mich herausragenden Aspekt beleuchten, und zwar meine Studienzweifel und einmal anonym wissen, was euch dazu einfallen möge.
Ich studiere zur Zeit in den zwei Hauptfächern Geschichte und Powi in Heidelberg an der Uni, welche mir auch beide liegen, ich könnte mir im Anschluss an den folgenden Master auch eine Promotion vorstellen, ich wünsche mir sie gar. Abseitsvon den erwähnten psychischen Auffälligkeiten hege ich jedoch generell Zweifel an meiner intellektuellen Eignung, da meine absolute Fixiertheit auf dieses Promotionsthema mich bei jeder schlechten Zensur emotional in die Kellerstuben wandern lässt. Zwei, eher drei konkrete Ereignisse haben diese Gedanken, oder besser Gedankenschleifen ausgelöst. Zunächst eine 2,7 in einer weiterführenden Geschichtsvorlesung für ein Modul im Hauptstudium, die andere eine 4 in einer essayistischen Klausur der Einführung in die IB. Nun absolviere ich derzeit zusätzlich einen (freiwilligen) Englischkurs am hiesigen Sprachzentrum der Uni und habe zweimal eine, sowohl für meine schriftliche als auch meine mündliche Leistung, eine 4 erhalten auf dem C1.1-Level, obwohl ich nur ein Level darunter, B2.2, auf einer glatten 1 stand. Dort hatte die Dozentin zwar den gleichen Hang zu komplexem Satzbau im Sprachlichen festgestellt, aber mich wohl ungeschoren davonkommen lassen. Er hielt meine, Zitat: "Thomas-Mann-Sätze", für unverständlich. Nach all den Erlebnissen mit schlechten Noten in Studiengängen, bei welchen alles im Abschluss schlechter als eine 2 zum Scheitern verurteilt ist, schimmert unterschwellig das Gefühl durch, dass selbst das Letzte, was ich ein wenig beherrschen würde, mündliches Englisch (für welches ich im mündlichen Abi 12 Punkte erhalten sowie dafür von manchen Credit bekommen habe), sei nichts weiter als eine Farce gewesen, ein seeliger Wunschtraum meinerseits. Ein Traum, den ich zu träumen gewagt hatte. Ebenso wie die anderen beiden Noten, welche mich stark an meinen intellektuellen Fähigkeiten als Mensch zweifeln lassen. Ich sollte möglicherweise anfügen, dass ich mich sehr stark über Unileistungen und Vergleiche mit Kommilitonen definiere, gerade, da ich in ihnen vor allem zukünftige Konkurrenten im Kampf um die rar gesäten Promovendenplätze im Fach Geschichte nach dem Master sehe, obwohl ich erst in der Mitte des Bachelors bin. Schulisch war ich nie so erfolgreich, wie ich es gerne gewesen wäre, aber wie sagt man so schön: Dumm bleibt dumm. Ich dachte verwegen notentecgnisxh nun endlixh durchzustarten. Was für ein Irrglaube. Dieses Semester stehen außerdem ein Essay für eine Übung in Geschichtsphilosophie im Theoriemodul an, bei dem ich zur Zeit überlege, ob ich die Prüfungsleistung abmelden soll, da ich mir unsicher über die Tragweite meiner Entscheidung machen bin. Bei den Diskussionen in dieser Veranstaltung, welche auch von Masterstudierenden besucht wird, kommen mir meine Beiträge häufig redundant vor. Als ich den Dozenten darauf ansprach, erwiderte er nur: " Das müssen sie selbst wissen." Jedoch zieht sich dies fort durch viele Veranstaltungen, die ich besucht habe. Relativ viel Interpretationsspielraum also. Ich bin bei sowas ein Freund der klaren Worte. Dies soll nicht fortgesetzt werden, damit sich dies nicht auf mein Essay, das über die Modulnote entscheidet, überträgt. Nächstes SS 22 steht ein vierwöchiges Praktikum in einem Archiv an, was neben zwei Hausarbeiten in Powi und Geschichte bewältigt werden müsste. Von daher wäre Schieben reichliche Erzeugung von Termindruck. Allerdings zweifle ich an meinen Fähigkeiten zur Anfertigung eines guten Essays. Die diessemestrige Hausarbeit in Alter Geschichte lasse ich in der Rechnung mal außen vor, da sie meine geringere Sorge darstellt. Naja, es steht diesen Februar auch noch die Ergänzung des Latinums an, wird wohl auch lustig werden.
Zur Bemerkung des Archivpraktikums: Ich würde gerne später als Archivar arbeiten, wofür eine Promotion sehr zuträglich zu sein scheint.
Zum Abschluss: Ich möchte kein Mitleid einheimsen, auch wenn dieser Post förmlich danach stinkt, sondern konstruktives Feedback. Ich schreibe diesen Post um 10 vor 6 morgens an einem Samstag im Bett liegend.
An jeden, der dieses Monster von Post liest:
Vielen Dank vorab für die Rückmeldung!
Beste Grüße
Rikers