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gerade bei der liebe stirbt die hoffnung erst zuletzt

LieKum2011

Aktives Mitglied
hallo liebe leute,

mich würde eure meinung zu folgendem sachverhalt mal sehr interessieren.

warum verhalten sich menschen, wenn sie unglücklich verliebt sind so:

- lange an der anderen person festhalten
- alles für die andere person tun zu wollen
- sich für die andere person aufopfern wollen
- nicht einsehen wollen, das man vllt keine chance hat
- nicht begreifen können, warum man abgewiesen wird

zu dem verlieren manche menschen den lebensmut oder können sich über nichts anderes mehr freuen. sind lange zeit sehr, sehr traurig, depressiv, unglücklich und schaffen es kaum sich abzulenken, weil die ablehnung der liebe zu der anderen person so schmerzhaft ist.

meiner meinung nach gibt es kaum andere schmerzen, die einen erwachsenen menschen so sehr fertig machen können.

im voraus vielen dank für alle ernst gemeinten antworten.

viele liebe grüße

LieKum2011
 
Nun ich denke, dass ist auch ganz stark von der eigenen Persönlichkeit abhängig....
Ich denke man kann dafür keine pauschalen, standartisierten Ratschläge erteilen. Ich kann dich gut verstehen.....🙁
Ich schreibe dir gewiss nicht : Lenk dich ab, mach was mit Freunden, usw... das übliche was angeraten wird. Ist auch gut gemeint, aber klappt halt nicht bei jedem. Allerdings muss es ja auch weitergehen ohne "den" Menschen... ja, ich habe erst loslassen können, als ich meinen jetzigen Partner kennen und liebengelernt hatte. Bis ich dazu wieder bereit und empfänglich war, hat es auch elend lange gedauert.
Dabei hat mir dieser Mann nicht nur nicht gut getan, sondern er war Gift für mich. Heute habe ich aber auch aus dieser exzessiven Zeit, in der ich meine eh schon angeschlagene Gesundheit richtig strapaziert habe, auch meine Schlüsse und Erfahrungen gezogen.

Was tust du so um dich abzulenken, gelingt dir das zumindestens phasenweise? Wie ist die Ausgangssituation: Ist es definitv vorbei, weisst du das und kannst es nur nicht akzeptieren o. gibt es noch realistische Hoffnung?

Grüsse
Nachtblume
 
Ich glaube mit zunehmender Alter wird es immer schlimmer damit umzugehen, weil es in der Regel mit 16 einfacher ist, was neues zu finden. Zudem ist in dem Alter die Liebe noch nicht so gefestigt, so daß man erlebt, daß die Mädchen und Jungen in dem Alter schnell was neues finden.

Ich glaube daran, daß man irgendwann auf den Trichter kommt, daß man einfach keine Chance hat, bei dem Menschen anzukommen und auf die maximal mögliche Distanz geht, idealerweise totaler Kontaktabbruch. Dann hat man etwas, was für einen arbeitet und das ist die Zeit. Bei manchen geht es schneller, bei manchen langsamer, bei anderen gar nicht.

Jaja, die Pille gegen Liebeskummer ist noch nicht erfunden worden, es ist nichts, was man behandeln kann.

Die Leute, die glücklich verliebt sind, haben etwas sehr schönes. Man sollte es zu schätzen wissen.(Danke Hasi!!) Diejenigen, die unglücklich verliebt sind, haben mein ganzes Mitgefühl.
 
der begriff liebe ,wird oft mit besitzen verglichen . ich besitze dich , du gehörst mir ..kein anderer darf dich haben .

wenn der besitz weg geht ,kann das eigene ego es nicht zulassen . es sei denn , es wartet was neues , dann kann man/frau das alte eher loslassen .
verletztes ego ist gefählich .
zu dem glaube ich , das die liebe erst mit den jahren kommt + auch gefestigt wird .in der jugend ist es oft ein hormongesteuertes verliebtsein . 🙂
 
Ich glaube mit zunehmender Alter wird es immer schlimmer damit umzugehen, weil es in der Regel mit 16 einfacher ist, was neues zu finden. Zudem ist in dem Alter die Liebe noch nicht so gefestigt, so daß man erlebt, daß die Mädchen und Jungen in dem Alter schnell was neues finden.
...

Seh ich für mich genau anders herum. ^^ In der Jugend ist man noch ein Stück weit naiver, hat seine Idealvorstellungen und ist viel zu stur, um recht-/frühzeitig einsichtig zu sein. Man weiß gar nicht so recht, wie einem geschieht - man weiß nicht was man machen soll und ist total hilflos bei diesem wirklich schlimmen Gefühl.

Aber das kann sich ändern. Beim 2. oder 3. Mal ist es dann ein wesentliches Stück "einfacher" zu verarbeiten. Das lernt man halt mit der Zeit ... man weiß, wie Beziehungen über eine längere Zeit laufen. Was man vermisst und was nicht - wie man sich anderweitig beschäftigen und ablenken kann - und vor allem, dass eine Beziehung nicht der einzige Lebensinhalt sein muss. Man kann irgendwie viel rationaler an die Sache herangehen usw.

So ist es jedenfalls bei mir. Was nun nicht bedeutet, dass der Schmerz von der Intensität her geringer ausfällt - das nicht. Aber die Dauer reduziert sich.

Ich denke aber auch, dass es bei diesem Thema sehr verschiedene Meinunen gibt, weil sich unsere Lebensverläufe eben stark unterscheiden. Wenn man einige andere schlimme Dinge (außer Trennungen) erleben musste, dann ändert man sich auch innerlich. Man weiß, dass es weitaus Schlimmeres geben kann, als diesen Trennungsschmerz ... der zu großen Teilen halt im Selbstmitleid begründet liegt ... wenn man DAS erstmal verinnerlicht, dann hat man plötzlich eine ganz andere Sicht drauf.

Schönen Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

jetzt melde ich mich als " Herzschmerzerfahrene" auch mal zu Wort.
Ich würde mich selbst als Träumerin und Romantikerin hinstellen, mit einem Schuss zuviel an Empathie oder auch den bekannten Spiegelzellen. Empfindsamkeit, Sensibel wären noch zwei Schlagwörter. Solche Persönlichkeiten lieben tief und ehrlich, wissen das Liebe aus gemeinsamen schönen und auch weniger schönen Momenten entstehen.

Haben solche Menschen dann, eine lange Beziehung absolviert, mit Vertrauen, Nähe und Romantik und geht es dann auseinander, vermissen sie den Menschen der Ihnen Wärme und Geborgenheit schenkte.

Sicher hat man diese Anteile auch in sich für sich selbst( in sich selbst Raum schaffen, sich mit seinen Interessen beschäftigen, sich ausfüllen), ich habe schon einige Jahre allein gelebt und war jetzt nicht zwanghaft auf der Suche nach etwas neuem, sondern die Liebe kam eher unvermutet.

Man gewöhnt sich eben an die Eigenarten des Anderen. Viele Menschen sind eben der Meinung, weil wir Einzigartig sind, sind wir eben austauschbar. Dem stimme ich nicht zu! Weil jeder Einzigartig ist, ist eben niemand austauschbar und deswegen leidet man eine Weile. Ähnlich wie wenn man Raucher ist und seine Zigarette nicht rauchen kann. Gewohnheit fällt weg, das Neue macht Angst.

Das eine Gefühl schreit - Sicherheit, dass andere schreit - Yes Freiheit.

Ich bin momentan in einem Stadium angekommen, wo ich auf den ganzen Mist - Namens Liebe - keine Lust mehr habe. Warum immer wieder von vorne anfangen? ( habe drei Beziehungen gehabt, die letzte lief acht Jahre). Ich komme mir wie Sysiphos vor.

Liebe zu den falschen Menschen kann Gift sein- für sich selbst, obsessive und abhängige Geschichten entstehen daraus. Das liegt an der eigenen Leidenschaft, die man aber falsch auslebt. Ich lebe meine Leidenschaft inzwischen für mich aus. Ich höre Musik und tanze, aber ich werde mir meine Seele nicht kaputt machen, durch falsche Männer. Nie mehr, dafür bin ich zu wertvoll und gut! Konsequent werde ich sein.

Manche denken, sie verschmelzen mit ihrem Partner ( sei es in dem eigenen idealisierten Gefühl, sei es durch "unheimliche Nähe", sei es durch einzigartigen "Sex"), dieser ruft sie um 03:00 Uhr nachts an und bittet sie zu Ihnen zu kommen. Sie machen es, weil sie abhängig sind und nichts sie im Leben so ausfüllt wie der Partner. Daraus entsteht tiefer Schmerz, weil sie im Endeffekt wissen das sie sich selbst belügen. Weil sie kein eigenes Selbst besitzen, keinen eigenen Willen.

Innere Leere füllt sich aber nicht dadurch, dass man eine andere Person sucht die dies tun soll, sondern man ist wie eine Marionette gefangen - jemand zieht an diesen Fäden, aber nicht das eigene Selbst. Das ist das schreckliche und fatale an der falschen Liebe, Projektion.

Ich bin soweit den Schmerz gehen zu lassen und Ja zu meinem Leben zu sagen. Aber zugleich einfach müde um überhaupt an eine neue Liebe zu glauben. Ich genieße die gewonnene Freiheit, ich liebe so unendlich viel.

Lange Rede kurzer Sinn, Zeit heilt alle Wunden ( ist wahr für mich).

Liebe ist Freiheit, nur wenn ich dieses Gefühl verspüre, ich selbst zu bleiben ohne Anforderungen, erst dann werde ich in deinen Augen, deine Liebe erkennen.

MfG
Ying und Yang.
 
Zuletzt bearbeitet:
hallo liebe leute,

mich würde eure meinung zu folgendem sachverhalt mal sehr interessieren.

warum verhalten sich menschen, wenn sie unglücklich verliebt sind so:

- lange an der anderen person festhalten
- alles für die andere person tun zu wollen
- sich für die andere person aufopfern wollen
- nicht einsehen wollen, das man vllt keine chance hat
- nicht begreifen können, warum man abgewiesen wird

zu dem verlieren manche menschen den lebensmut oder können sich über nichts anderes mehr freuen. sind lange zeit sehr, sehr traurig, depressiv, unglücklich und schaffen es kaum sich abzulenken, weil die ablehnung der liebe zu der anderen person so schmerzhaft ist.

meiner meinung nach gibt es kaum andere schmerzen, die einen erwachsenen menschen so sehr fertig machen können.

im voraus vielen dank für alle ernst gemeinten antworten.

viele liebe grüße

LieKum2011

ohjeh -
alle punkte, die du hier aufgezählt hast, gehören in die allererste phase des liebeskummers..... hier hat der ablöseprozess noch gar nicht begonnen. und erst recht nicht das akzeptieren, dass der andere einen nicht möchte.
wenn man in dieser lage steckenbleib, so wie du das ja auch beschreibst, muss das unweigerlich zu einer echten tiefen depression führen. man steckt fest, und kreiselt nur um die eigene wahrnehmung herum. sowohl im liebeskummer als auch in der depression. es vermischt sich. und dann möchte man vielleicht auch nur den schmerz spüren, wenn man sonst (des depressiven muster nach zumindest) nichts hat...

- ob es tatsächlich der "schlimmste schmerz" ist, mag ich nicht beurteilen wollen - da ich leider den standpunkt vertrete, dass dieser schmerz "selbstgemacht" ist - und man "gefälligst" versuchen soll, den schalter umzudrehen! man darf gerne traurig sein, und leiden, und man muss sicherlich mit einer verlorenen liebe abschließen - und braucht hierfür die zeit -
wenn man es schafft, diese zeit als die "schmlimmste" zu akzeptieren, könnte es zumindest helfen, sich vorstellen zu können, dass es ja nur wieder besser gehen kann -
ein schritt hin, wieder positiv in die zukunft zu blicken 🙄
 
Selbst erfahren und mitten drin.

Meine Story ist auch hier hinterlassen. Heute stehe nach 2 Jahren soweit fest im Sattel.. aber.. hänge noch total an meiner Ex.. Sie hat es mir aber auch nicht wirklich einfach gemacht.. Nach dem schnellen Ende, hatten wir (nach 5 Monaten) wieder engeren Kontakt.. und sind einige Male im Bett gelandet (oder Besenkammer, Küche, Trainingsmatte, Bügelraum, Treppenflur, Badezimmer, in Ihrem Bett, in meinem Bett ... Puls steigt gerade mit den Erinnerungen 😀) .. aber letzten Endes, auch wenn es sehr schön war, sind wir über diese Stufe nicht drüber gekommen, als das man es als Neuanfang bezeichnen kann.. Immer wieder waren in den 2 Jahren auch Krisenzeiten dabei, wo sie mich ziemlich krass abblitzen lassen hat.. Ich dachte immer, ok es ist vorbei aber dann passierte wieder was.. und schon kamen alle Gefühle wieder hoch.. ich hatte in der zeit keine neue freundin,.. nicht einmal ein Auge dafür.. für mich drehte sich die welt nur um sie.. sie sagte zwar, dass es nur sex ist, aber ich dachte, dass wir darüber wieder zusammen kommen.. heute stehe ich hier, wir haben seit 4 monaten keinen sex mehr gehabt.. und ich habe auch das starke gefühl, dass sie eine ernste beziehung mit einem anderen eingeht.. denn die art wie sie mich ablehnt, deutet extrem daraufhin.. ich kann leider den kontakt zu ihr nicht völlig abbrechen, weil wir 2 wundervolle kinder haben.. 7 und 4 sind sie.. aber es tut hölle weh, wenn ich wie heute, kurz rein gehe und sie sehe.. dann aber auch sehe, dass auf dem küchtisch eine rose steht.. klar könnte ich im auto warten, dass die kids raus kommen.. einsteigen und direkt losfahren, ohne blickkontakt mit meiner ex.. aber ich muss sie sehen.. auch wenn ich mir teilweise dadurch vor augen halte, dass sie nicht mehr die person ist, die ich einmal liebte (und immer noch liebe, oder zumindest ähnliche gefühle habe).. heute habe ich mir sie angeschaut und dachte.. gott du bist alt geworden.. nur gedacht, nicht gesagt! .. aber dennoch wünsche ich mir, dass wir noch eine 2. chance bekommen.. werden wir aber nicht! ..

zu deiner kernfrage: wie meiner vorredner schon schrieben.. es gibt menschen, die damit besser umgehen können, und andere wiederum nicht.. oftmals denkt man auch, dass man nie wieder eine solche beziehung finden wird.. wo vieles aus eigener sicht so toll war.. aber halte dir vor augen.. wenn schluss ist, dann hat es einen grund.. auch wenn der grund zb total banal ist, wie: du bist mir zu langweilig geworden.. 2 menschen lernen sich kennen.. und beide entwickeln sich weiter.. man bleibt zwar im kern der selbe, aber ansichten und gewohnheiten ändern sich.. und dadurch kann man sich voneinander entfernen.. so eben in 10 sätzen ist das thema eh nicht erklärt oder zu ende diskutiert..

der verstand lässt sich auch nur schwer kontrollieren.. dadurch neigen manche menschen zu alkohol und drogen,.. um den verstand dadurch zu besiegen.. aber im endeffekt unterdrückt man seine gefühle und noch schlimmer: man tötet sich damit!!.. und das ist es allemal nicht wert..

hat man das gefühl von ehrgeiz und falschem stolz.. sei es noch so falsch, aber die energie kann man besser nutzen.. ich weiss, dass es sich dumm anhört.. aber ich sage mir zb:

der werde ich es zeigen.. sie wird das bereuen.. ich werde erfolgreich sein, meine freunde werden ihr davon erzählen.. und wenn sie irgendwann von diesen gemeinsamen freunden zu hören bekommt: boh bist du doof, dass du ihn verlassen hast.. dann habe ich mein ziel erreicht.. 😀 .. wie gesagt, es hört sich doof an.. das man es als beweis für die ex macht, und nicht für sich.. aber der positive nebeneffekt bleibt für einen selbst.. wer will nicht fett karriere machen, dicke kohle + fetten firmenwage? schöne klamotten und ein attraktives äußeres? und daran arbeite ich.. krank oder?

man muss eine innere energie in die richtige bahn leiten.. das ist meine.. jeder hat seine.. aber bitte nicht in alkohol, drogen oder depressionen.. aufstehen, in den spiegel schauen und sagen:

ICH WERDE ES ALLEN ZEIGEN!!!
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe und dessen Folgen kann man chemisch, gesellschaftlich, charakterlich und was weiss ich begründen. Für manche ist Liebe mit dessen Folgen (Liebeskummer) vielleicht sogar eine Charakterschwäche oder Sucht. Alles strebt nach der Durchschnittlichkeit und Uniformität. Alles muss psychologisch erklärbar und verdaubar sein. So wie andere lieben, muss man selber lieben, dann ist alles im Lot und an die sozialen Gesetzmäßigkeiten angelehnt. Wie langweilig. Das ist keine Liebe, sondern eine laue Brühe. Man könnte ja noch Tränen vergießen und menschlich sein. Sicherlich sollte man sich selber auch lieben können, um sich in einer Liebe nicht absolut zu verlieren oder unterzugehen. Vielleicht gehört aber Liebeskummer auch zu einem Reifungsprozess? Vielleicht sind nicht alle Menschen gleich und es gibt nicht die Allgemeinrezeptur um einen Zaubertrank dagegen zu mixen? Was wäre denn diese Menschheit ohne richtigen Liebeskummer? Eine langweilige monotone Spezies aus Robotern, die sich noch Mensch nennt. Die Liebe bringt es mit sich, dass es Opfer gibt. Das hat das Leben so an sich.
 

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