Ich denke, dass die Sorge der SchwieMu in erster Linie darin begründet sind, dass man sich des Eindrucks kaum erwehren kann, dass du
@Minimaus1990 - schwarz-weiß gesprochen - dich nicht tiefergehend mit den medizinischen Informationen auseinandersetzt, die du bekommst.
Du (be)schreibst in deinem anderen Faden mehrfach, dass du "nicht mehr mitkommst" und eigentlich gar nicht richtig weißt, wofür die einzelnen Maßnahmen eigentlich gut sind. Du nimmst also eher zur Kenntnis, statt aktiv in den Dialog mit dem Arzt zu gehen.
Bislang lief die Behandlung meinem Verständnis nach ja sowieso so, wie es nach medizinischem Standard erforderlich ist, und daher war es bisher für den weiteren Ablauf nachrangig, ob du dich tiefergehend damit auseinandersetzt oder nicht.
Nun ist man aber das erste Mal mit einer Bitte um Entscheidung an dich herangetreten.
Das heißt im Umkehrschluss, dass man auch anders entscheiden könnte, dass es also Alternativen gibt.
Dein Mann hat dich gebeten, für ihn, in seinem besten Sinne, zu handeln. Das bedeutet aber, dass man für sich selbst eine Basis schaffen muss, auf der man entscheiden kann.
Und ich glaube die SchwieMu fürchtet, dass du vorschnell Dinge abnickst, statt Fragen zu stellen und Informationen einzuholen, anhand derer du eine Entscheidung treffen kannst, die den Wunsch deines Mannes - ihres Sohnes - bestmöglich repräsentiert.
Ich wiederhole daher den Vorschlag aus meinem letzten Beitrag hier - wenn die Schwiegermutter eher medizinische Details erfragt, während du zuverlässig die Stellung hältst und für deinen Mann da bist, dann versucht es doch mal mit dieser "Arbeitsteilung". Ihr nähert euch der Lage einfach von ganz verschiedenen Seiten. Das kann man aber auch nutzen!
Lass die Schwiegermutter die "Kleinarbeit" machen während du deine Energie für die täglichen Besuche und die Bestandsaufnahme vor Ort nutzt (nicht zu vergessen die kleine Tochter, die auch noch Aufmerksamkeit erfordert). Und versucht dann, gemeinsam die beste Entscheidung für deinen Mann zu treffen, anhand der Informationen, die ihr beide beitragt.