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Geldsystem

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Hallo Forum

Es gibt zwar, wie ich gesehen habe, schon einen Threat zum Thema "Banken" aber ich möchte trotzdem hier gerne noch in eine etwas andere Richtung gehen.

Inzwischen sind ist ja die Diskussion über die Funktionalität des Geldsystems schon in den Mainstream-medien angekommen und so hab ich dann auch angefangen mich für dieses Thema zu interessieren. (In der Schule fand ich Sozialkunde immer sehr langweilig)
Ich denke es ist nicht sinnvoll angesichts der Finanzkrise gleich alles was nach Geldgeschäften riecht zu verteufeln, wie es manche tun, und ich würde auch den Wirtschaftswissenschaftlern gar nicht ihre Kompetenz absprechen, es gab ja immerhin viele die vor der Einführung des Euro gewarnt haben. Nichts dagegen, wenn sie versuchen, die Probleme innerhalb des Systems zu lösen. Aber wenn die Debatte jetzt eh schon angeregt ist können wir ja auch mal über die System-Frage reden. Diese stand ja nie wirklich zur Debatte (dank Occupy wurde das angeregt), was eígentlich schade ist, denn ich denke mittlerweile dass es eine der wichtigsten und interessantesten Fragen überhaupt ist, die die Menschheit betreffen. Die Wirtschaftswissenschaftler sind nicht verantwortlich dafür eine Antort zu finden, sie denken ja nur innerhalb unseres Systems und das ist ja schon kompliziert genug. Die Frage nach dem Geldsystem ist fast schon die Frage nach dem gesellschaftlichen Zusammenleben schlechthin, und daher sollten die Menschen darüber entscheiden wie sie leben wollen. Ich hab mir mal das Buch von David Greaber "Dept-the first 5000 years" zukommen lassen. Ich Da waren ein zwei Kapitel drin, die mich echt beeindruckt haben, und die ne ganz neue Perspektive auf die Weltgeschicht eröffnen (jetzt ohne Werbung machen zu wollen). Interessant vor allem der Zusammenhang Geld und Materialismus.

Gibt es hier jemanden, der sich mit solchen Dingen schon mal beschäftigt hat?
 

Hallo Gast,

schau mal hier: Geldsystem. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ich meinte hauptsächlich mögliche Alternativen. Unser Geldsystem ist natürlich nicht Fehlerlos und gerade deshalb sollten wir es nicht betrachten wie etwas von Gott gegebenes. Mir ist schon klar, dass es schwierig ist über etwas nachzudenken was scheinbar nichts mit unsrer Wirklichkeit zu tun hat.

Ich möchte mal nur eine einzige Frage stellen: Welche Konseqenzen hat es, wenn der Austausch von Gütern innerhalb einer Gesellschaft und damit der ges. Zusammenhalt fast nur auf völlig wertfreien rationalen Zahlen beruht?
Zahlen und Mathematik sind doch, wenn man sich`s recht überlegt die einzigen Dinge, die überhaupt nichts aussagen, die ihre Bedeutung nur aus sích selbst heraus erhalten oder indem sie auf was anderes bezogen werden... Ich weiß, etwas sehr philosophisch
 
Ich meinte hauptsächlich mögliche Alternativen. Unser Geldsystem ist natürlich nicht Fehlerlos und gerade deshalb sollten wir es nicht betrachten wie etwas von Gott gegebenes. Mir ist schon klar, dass es schwierig ist über etwas nachzudenken was scheinbar nichts mit unsrer Wirklichkeit zu tun hat.

Ich möchte mal nur eine einzige Frage stellen: Welche Konseqenzen hat es, wenn der Austausch von Gütern innerhalb einer Gesellschaft und damit der ges. Zusammenhalt fast nur auf völlig wertfreien rationalen Zahlen beruht?
Zahlen und Mathematik sind doch, wenn man sich`s recht überlegt die einzigen Dinge, die überhaupt nichts aussagen, die ihre Bedeutung nur aus sích selbst heraus erhalten oder indem sie auf was anderes bezogen werden... Ich weiß, etwas sehr philosophisch

Absolut, das sage ich immer wieder, dass man unser System nicht als von Gott gegeben sehen soll.
Die Leute wirken dann sehr verwirrt, weil sie anscheinend nicht wissen, was das bedeuten soll, deswegen kommt wohl keine Diskussion zu stande. Und sie wollen dann auch nicht nachfragen, weil sie eben prinzipiell wenig hinterfragen.

Hier ist ein Ansatz einer Alternative:
ZDAY 2012 - Franz Hörmann - YouTube

wirklich gut, aber noch zu wenig Lösungsorientiert finde ich.

und

etwas zu den wertfreien Zahlen,
ein Versuch einer Erklärung des "Informationsgeldes", ich verstehs nicht 🙄
Das neue System - YouTube
 
Ja Franz Hörmann kenne ich, ein sympathischer Mann.
Aber in seinem System wirft er alles ein bisschen durcheinander, finde ich.
Dieses dubiose soziale Netz, das er über die einzelnen Menschen stellt und das die "binären Tauschbeziehungen" aufheben soll haben wir doch schon längst und genau darin liegt vielleicht auch das Problem...
Ich bin eher dafür, dass wir versuchen unsere komplexe globale Strukturen wieder auf kleinere Einheiten herunterbrechen, also übersichtliche Gemeinschaften, die sich größtenteils selbst organisieren. Subsidiarität nennt man das glaube ich.
Je komplexer und unpersönlicher ein Gesellschaftssystem ist, desto weniger überschaubar wird es, desto größer das Risiko, dass es zu Verwerfungen kommt.
 
Gibt es hier jemanden, der sich mit solchen Dingen schon mal beschäftigt hat?

Ich habe mich damit befasst. Das Ende vom Lied ist das alles bald zusammenbrechen wird. Schuld daran ist das Zins-und Zinsesssystem da die Menschen verarmen lässt und mit ihnen die Länder. Der Eurocrash steht kurz bevor und jeder sollte sich damit vertraut machen. Das Ganze geschieht weil Menschen unersättlich sind in ihrer Besitzgier statt mit dem zufrieden zu sein was sie haben. Das ist der Grund wieso auch andere Länder unnd deren Menschen ausgebeutet werden da man ihnen dort die Lebensgrundlage, ihr eigenes Land, weggenommen hat um dort billig zu produzieren. Das Ganze ist ein Kreislauf der alles zusammenbrechen lässt. Es werden schlimme Zeiten kommen.
 
Ich habe mich damit befasst. Das Ende vom Lied ist das alles bald zusammenbrechen wird. Schuld daran ist das Zins-und Zinsesssystem da die Menschen verarmen lässt und mit ihnen die Länder. Der Eurocrash steht kurz bevor und jeder sollte sich damit vertraut machen. Das Ganze geschieht weil Menschen unersättlich sind in ihrer Besitzgier statt mit dem zufrieden zu sein was sie haben. Das ist der Grund wieso auch andere Länder unnd deren Menschen ausgebeutet werden da man ihnen dort die Lebensgrundlage, ihr eigenes Land, weggenommen hat um dort billig zu produzieren. Das Ganze ist ein Kreislauf der alles zusammenbrechen lässt.
Es werden schlimme Zeiten kommen.

Abgesehen vom letzten Satz stimme ich Dir zu.

Denn
Das bestehende Finanzsystem muss tatsächlich zusammenbrechen, damit ein neues System eingeführt werden kann.

Aber
Die bestehenden Wirtschaftskreisläufe müssen nicht im selben Maßstab zusammenbrechen, sondern nur dem neuen Finanzsystem angepasst werden.

Und
Ich traue der Menschheit grundsätzlich zu, diese Aufgabe zu bewältigen.

Die Wirtschaftskrise existiert doch in Wirklichkeit gar nicht!

Sie ist eine Lüge die einzig und allein dazu in die Welt gesetzt wurde, um die Lügen, den Betrug, die Ausbeutung und die Gewalttaten der Vergangenheit und der Gegenwart hinter ihr zu verstecken.

Der allergrößte Teil des Geldes, das heutzutage scheinbar an allen Ecken und Enden fehlt, hat doch in Wirklichkeit niemals existiert ...... es ist lediglich ein erdachter, ständig aus sich selbst heraus anwachsender Wert, dem kein tatsächlicher Wert entgegen steht.

Stellt Euch vor:
Morgen bricht das gesamte Finanzsystem zusammen und das Geld in Eurer Tasche ist völlig wertlos.

Na und?

Stellt Euch vor, die meisten Menschen machen einfach so weiter wie bisher ......

Die Menschen gehen zur Arbeit und erledigen Ihren Job wie vor dem Crash.
Alles was getan wird um die Menschen mit Allem zu versorgen was sie zum Leben brauchen wird nach wie vor produziert, verteilt und konsumiert wie vorher.

Mit dem einzigen Unterschied, dass Niemand Geld bekommt für das was er tut und Niemand Geld bezahlen muss für das was er braucht.

Der Landwirt bestellt seine Felder, der Maschinenbauer baut seine Maschinen, die Schuhfabrik erzeugt ihre Schuhe, der Händler transportiert die Produkte zu den Märkten, die Angestellten in den Märkten verteilen die Produkte an die Verbraucher, die Ärzte versorgen ihre Patienten, die Lehrer unterrichten ihre Schüler, der Gärtner schneidet Hecken und pflanzt Bäume, die Forscher forschen in ihren Laboratorien, der Polizist geht Streife, der Postbote verteilt seine Briefe, der Busfahrer fährt seine Routen etc.etc.

Alles wäre beim Alten, bis auf ein paar Punkte:

Niemand bräuchte mehr einen Bankangestellten.
Niemand bräuchte mehr einen Börsenmakler.
Niemand bräuchte mehr einen Versicherungskaufmann.
Niemand bräuchte mehr einen Steuerberater.

Alle Berufe die sich in irgendeiner Weise ums Geld drehen, würden nicht mehr gebraucht und es gäbe keine Möglichkeit mehr, mit Geld "Geld zu machen".

Bis hierher wäre ein Leben ohne Geld also durchaus denkbar.

Aber im Folgenden wird es schwieriger:

Denn was ist mit den Bodenschätzen?

Schätze, die wir alle benötigen, die aber nur wenigen gehören!
Wie könnten diese "bezahlt" werden, wenn es kein Geld mehr gäbe?

Was erhält ein Scheichtum für einen Liter Öl, der auf "seinem" Land gefördert wird als Gegenleistung?
Was erhält der Besitzer einer Mine für das Gold oder was auch immer er aus "seiner" Erde herausholt?
Was erhält ein Waldbesitzer für das Holz, das auf "seinem" Grund und Boden wächst?
Was erhält der Steinbruchbesitzer für eine Tonne Stein die er aus "seinem" Fels gesprengt hat?
Was erhält der Besitzer einer Quelle für einen Liter Wasser, das er auf "seinem" Land fördert?

Die Antwort darauf ist zwar drastisch, im Grunde aber sehr einfach:

"Gar nichts"!

Denn im Grunde ist jede Form von Besitz an Land und den sich darin befindlichen Bodenschätzen das Resultat eines abscheulichen Gewaltaktes, nämlich der Besetzung des Landes durch einzelne Menschen oder Gruppen, deren einzige Rechtfertigung ihres Anspruches auf den Besitz dieses Stückchens Erde sich daraus ableiten lässt, dass sie oder ihre Vorfahren die Macht dazu hatten von diesem Land Besitz zu ergreifen - notfalls und alles andere als selten, mit brachialer Gewalt, durch Vertreibung und Mord bis hin zur Ausrottung ganzer Völker.....

Wenn "schlimme Zeiten" kommen, dann wird es zu einer Auflösung auch solch alter Strukturen kommen und das darin gebundene Gewaltpotential wird sich in einem Blutrausch entladen, wie ihn die Welt des Öfteren schon über sich ergehen lassen musste ......

Und das wissen auch viele der Mächtigen dieser Welt und sie werden alles erdenkliche in Bewegung setzen, um diesem Massaker zu entgehen - notfalls auch dadurch, dass sie die eigenen Machtstrukturen zu großen Teilen "freiwillig" auflösen, um dem Unabwendbaren zu entgehen.

Natürlich gibt es nicht wenige, die sich auf solche Zeiten vorbereiten indem sie sich bewaffnen und sich in von hohen Mauern umgebenen, von Sicherheitsleuten betreuten Schutzzonen zusammen rotten und der Bau von edlen Bunkeranlagen boomt .....

Doch es gibt auch die Anderen, die fleißig an der Umgestaltung der Strukturen arbeiten und immer mehr Gehör finden!

Lasst uns optimistisch sein!
 
Das gibt es schon und heisst Kommunismus. Hat nur nirgends in der Realität funktioniert.
 
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