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Gehen oder Bleiben?

Windbeutel 200

Neues Mitglied
Hallo!😉

Brauche einen Rat, vielleicht kann mir jemand helfen?!
Kurz zur Erklärung: Auf meiner Arbeit fühle ich mich echt unwohl, dies liegt nicht an der Tätigkeit an sich sondern am Betriebsklima (Chef ist ungerecht, respektlos, bevorzugt jüngere Kolleginnen die schleimen).
Ich hab vor längerer Zeit angefangen, mich bei anderen Firmen zu bewerben, auch in völlig anderen Bereichen, um zu sehen, ob ich noch irgendwo anders unterkommen könnte.
Jetzt war ich heute zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen (Tätigkeit im Reinraum-Montage von Produkten für die Gefäßchirurgie). Ich hab sowas schon mal früher gemacht.
War auch sehr happy über die Einladung. Das Gespräch war auch sehr positiv, und ich könnte mir sogar vorstellen, daß ich Chancen auf eine Einstellung habe.
Jetzt kommt aber das Problem: Schon während des Gesprächs sind dann bei mir Zweifel aufgekommen: Schaffe ich das? Was ist, wenn ich mit den (überwiegend weiblichen)
Kolleginnen nicht klarkomme? Und so weiter und so fort. Auch ist es so, daß es bei einer Einstellung erst mal einen 1-Jahresvertrag gäbe (6 Monate Probezeit). Was mache ich, wenn ich das nicht schaffe? In meinem jetzigen Job bin ich unbefristet beschäftigt, praktisch alleinfür meinen Bereich verantwortlich.
Dies wäre ein quasi kompletter Neuanfang für mich. Ich verstehe mich selbst nicht. Auf der einen Seite habe ich zeitweise echt den Wunsch zu wechseln und dann, krieg ich irgendwie Angst, daß ich das nicht schaffe und dann mit leeren Händen dastehe. Könnt Ihr das nachvollziehen? Ich müßte ja alles wieder neu lernen, mich praktisch unterordnen. Ich weiß nicht ob ich das packe. Bei dem Gespräch war man echt nett zu mir, hat mir vieles erklärt, ich hab auch viele Fragen gestellt. Auf dem Heimweg hab ich dann die ganze Zeit mich gefragt, was ich machen soll, falls man sich für mich entscheidet. Ich müßte doch eigentlich froh sein über so ein positives Feedback, stattdessen hab ich nur Zweifel.
Für ein Feedback von Euch wär ich dankbar!!😕😕😕😕😕
 
Es ist nicht immer leicht etwas sicheres aufzugeben. Bestünde denn nach dem 1 Jahr die Option auf einen unbefristeten Vertrag? Hattest du Schwierigkeiten diese neue Stelle zu finden?

Ich persönlich würde es wagen - bevor ich beim alten Job unglücklich werde.
 
Danke für die schnelle Antwort!
Man hat mir das so erklärt: Man muß sich praktisch den unbefristeten Vertrag "erarbeiten", also nach 1 Jahr, nach 2 Jahren usw. Auch mit dem Stundenlohn ist es dasselbe. Der würde sich erst nach dem 1. Jahr erhöhen. Dasselbe gilt für Urlaubs- und Weihnachtsgeld.
Du hast recht: Es ist echt die Angst, was "Sicheres" wenn man das so nennen kann, aufzugeben. Anscheinend bin ich schon so festgefahren.
 
Hallo 🙂

Kann dir nur ähnlich wie Peachly raten, falls du das Angebot bekommst zu wechseln es auch anzunehmen (wenn du generell die Möglichkeit auf einen unbefristeten Vertrag hast).
Du schreibst, dass du schon Erfahrung in dem job hast, also wirst du das auch in einer neuen Firma packen 😉
Das Arbeitsklima ist unglaublich wichtig und wenn du dich da unwohl fühlst, wo du bist, dann musst du etwas ändern. Lieber ein paar Privilegien aufgeben, sich auf etwas neues einlassen und in ein besseres Arbeitsklima kommen!
Du hast ja geschrieben, dass die leute beim Vorstellungsgespräch sehr nett waren, dir alles erklärt haben, das lässt ja auf gute, kollegiale Arbeit schließen. Du schaffst die probezeit schon, glaub an dich! 🙂

Liebe Grüße,
Canya
 
Hallo!

Ist solches Erarbeiten von Festanstellungen in Deiner Branche üblich?
Klingt für mich sehr nach Ausbeutung, aber das ist in jeder Branche anders.

Gruß

CrashAndBurn
 
Hallo,

du bist an deinem bisherigen Arbeitsplatz sehr unzufrieden und hast die Chance auf einen neuen. Was du über diesen potentiellen neuen Arbeitgeber gesagt hast, klingt für mich sehr fair und das würde mir Mut machen. Mit deinen Gedanken "Schaffe ich das?" blockierst du dich nur selbst; stell dir mal vor all deine jetzigen Bedenken erweisen sich nach Antritt deines neuen Jobs in kürzester Zeit als vollkommen unbegründet; du arbeitest dich spielend ein, deine Kollegen sind klasse und du fühlst dich pudelwohl, dein Stundenlohn steigt fair und wie zuvor besprochen...so kann es nämlich genausogut kommen und das ist wohl auch realistischer als dass du tatsächlich nicht zurecht kommen würdest, oder?

Denn auch wenn du natürlich eingearbeitet werden würdest; du startest ja nicht von 0 auf 100 ins Berufsleben, Berufserfahrung hast du ja. Abgesehen davon; wie lange willst du dir einen Job, zu dem du anscheinend tagtäglich mit Magenschmerzen fährst, wirklich noch antun?

Also viel Erfolg! 😉
Doc.
 
Hallo,

wenn du die so genannte "innere Kündigung" schon ausgesprochen hast, gibt es eigentlich nur noch die Flucht nach vorn, d.h., du solltest den Job wechseln. Wenn du dich innerlich im Grunde schon von deiner jetzigen Arbeitsstelle losgesagt hast, wirst du dich, wenn du bleibst, immer mehr ärgern und dich unwohl fühlen.

Was die Selbstzweifel angeht: So wie es sich anhört, hattest du doch bisher keine Schwierigkeiten, dich in neue Aufgaben einzuarbeiten und dich in ein neues Umfeld zu integrieren. Wenn dem so ist, wirst du auch in Zukunft damit keine Probleme haben....

Gruß
Xirtsch
 

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