Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Gehen oder bleiben?

G

Gast

Gast
Hallo zusammen,

ich weiß gerade nicht mehr weiter. Seit 2012 arbeite ich (w, 32) in einer PR-Agentur. Bin dort als Trainee eingestiegen und habe mich zur Beraterin hochgearbeitet. Die Arbeit als solches (also die Tätigkeit) ist ganz ok, manchmal macht es sogar Spaß (aber eher selten). Mit den Kollegen komme ich klar. Mein Chef ist menschlich in Ordnung, aber ein echter Workaholic, der immer möchte, dass ich mehrere Sachen auf einmal und sofort erledige. Das stresst mich enorm. Dazu kommt, dass meine Überstunden weder bezahlt werden noch man sie abfeiern kann. Es sind jede Woche mindestens 5 bis 6, wenn Messen o. Ä. anstehen, kann es auch sein, dass ich erst um halb 11 nachhause komme.

Ich habe diverse körperliche Probleme, die ich früher nicht hatte. Angefangen von Rückenschmerzen (war in Behandlung, hat aber wenig gebracht), über Magenschmerzen (beim Arzt kein Befund) über Haarausfall und Muskeltics im Gesicht. Ich bin mir sehr sicher, dass das was mit dem Stress zu tun hat. Nun könnte man sagen, naja wenn das Gehalt stimmt, hört sich das doch alles gar nicht so schlimm an. Leider ist das nicht der Fall Klar gab es Steigerungen seit meinem Einstieg, aber wirklich viel bekomme ich am Ende des Monats nicht raus. Urlaubsgeld gibt es nicht, auch keine betriebliche Altersvorsorge o. Ä. Oft denke ich mir, ich hätte vielleicht lieber ne Ausbildung machen sollen statt studieren. Ich kann von meinem Gehalt leben, aber große Sprünge sind nicht drin. Mein Partner ist auch voll berufstätig, verdient mehr als ich, wir teilen aber alle Ausgaben. Positiv an meinem Job ist, dass ich nur 20 Minuten mit dem Auto dahin brauche (das klingt unwichtig, da ich aber kein Fan vom Autofahren bin, ist das für mich durchaus ein wichtiger Faktor). Ich bin unschlüssig, was ich tun soll. Kündigen? Vielleicht ist es woanders aber ja noch blöder. Ende des Jahres habe ich ein Feedbackgespräch mit meinem Chef, da werde ich mal nach mehr Gehalt fragen. Vielleicht empfinden manche meinen Post als Jammern auf hohem Niveau, aber ich denke, kein Job ist es Wert, dass man seine Gesundheit aufs Spiel setzt. Was meint Ihr? Ich drehe mich gedanklich gerade im Kreis. Ein sicherer unbefristeter Job, den schmeißt man ja nicht mal eben so hin....

Ich freue mich auf Antworten.

Lieben Dank im Voraus!
 
Ist der Stress permanent seit 2 Jahren? Und wie sieht es in deiner Freizeit aus, kannst du da gut abschalten und die Arbeit vergessen? Ich denke wenn du Dauerstress hast und es keine Hoffnung gibt, das du iwann einen ruhigeren Arbeitsalltag hast (den du dir ja wünscht?!) solltest du schauen eine andere Stelle zu finden. Mach dir keinen Druck, seh dich um, frage Leute aus der Branche wo man auch etwas ruhiger/stressfreier arbeiten kann und bewirb dich. 😉
 
Sehe ich genauso. Schau, was du verändern kannst, denn offensichtlich bist ja nicht sehr glücklich derzeit.

Bewirb dich in Ruhe und prüfe deine Möglichkeiten. Dass du nie weit fahren musst, kann dir natürlich keiner garantieren, wenn du nicht gerade in einer Großstadt lebst, wo du den Nahverkehr nutzen kannst.

Aber vielleicht findet sich mal ein Job mit einer Fahrgemeinschaft.

Man sollte schauen, dass man sich nicht in ein Laufrad drängen lässt, in dem man dann lebenslang festhängt, weil ja Gehalt und Unbefristung eigentlich okaxy und die Kollegen ganz nett sind, man selbst aber nicht glücklich ist.

Du hast studiert und wenn du einmal einen Job gefunden hast, dann stellt dich auch ein zweites Mal jemand ein.
 
Hallo Gast,

deine Arbeit, hat sie dir mal Spaß gemacht? Wenn ja, wann hörte es auf? Du schreibst, daß du jede Menge Überstunden machen musst und öfter mehrere Sachen auf einmal. Das klingt für mich nach einer Überforderung. Daneben schreibst du, daß du Rückenschmerzen hast und Magenprobleme (ohne Befund). Wenn man in einer Situation feststeckt, die einem selbst nicht gut tut, zeigt einem irgendwann der Körper, wo es drückt. Das weiß ich aus Erfahrung. Deine Beschwerden können also psychosomatischer Natur sein. Der Rücken erträgt die Last dann nicht mehr. Der Magen rebelliert. Man sagt ja auch, "mir ist etwas auf den Magen geschlagen". Die Haare fallen aus ("das ist zum Haare raufen"). Ende des Jahres willst du erst mit deinem Chef reden, warum? Ich empfehle dir es jetzt zu tun.
Gar nicht mal wegen einer Gehaltserhöhung übrigens, sondern wegen deiner Situation. ERkläre ihm, wie es dir damit geht, wenn er dir mehrer Dinge auf einmal aufträgt. Teile ihm mit, wie es dir damit geht, daß du Überstunden machen musst, die nicht ausgeglichen werden. Er, der Chef, erhält seinen Anreiz für Überstunden und alles aus der Tatsache heraus, daß es sein Betrieb ist. Manchmal übersehen Chefs einfach, daß es für Mitarbeiter anders ist.
Erkläre ihm, was du brauchst, damit es dir besser geht. Zum Beispiel so: Chef, ich arbeite hier schon so und so lange. Sie sind mit meiner Arbeit bisher sehr zufrieden. Und ich arbeite auch gerne hier. Was mir zu schaffen macht, ist die Tatsache, daß ich keinerlei Anerkennung für meine Überstunden erfahre. Mir geht es damit schlecht. Ich möchte, dafür daher in Zukunft entweder einen bezahlten Zeitausgleich oder eine geldliche Anerkennung. Ich weiß, daß wir Stoßzeiten haben, in denen viel zu erledigen ist. Aber es gibt auch ruhigere Zeiten. Ich wünsche mir daher ein Arbeitszeitkonto mit der Möglichkeit die angesammelten ÜBerstunden in Rücksprache mit .... abbauen zu können.

Viel Glück Suzanna
 
Hallo Gast,

ich teile Deine Auffassung, dass die geschilderten Symptome teilweise durch
den Dauerstress ausgelöst werden können. Wie ist es denn im Urlaub?

Mehr Gehalt wird Deine Beschwerden nicht lindern, eine extra Gehaltserhöhung
führt vermutlich zu einem höheren Erwartungsdruck. Ich denke, es macht mehr
Sinn, über eine Bezahlung der Überstunden zu sprechen.

Langfristig solltest Du über einen Wechsel nachdenken...
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben