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gehemmt

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Suchende76CH

Neues Mitglied
Hallo zusmmen.

Ich bin mit einem verständnisvollem Mann verheiratet und kann eigentlich so sein wie ich möchte. In meiner Familie wurde über das Thema "Sex/Sexualität" gar nicht geredet. Das Thema war tabu. Genau das ist mein Problem. Mir ist nicht immer bewusst WAS ich will und DASS ich was will. Besonders belastend ist das im sexuellen Bereich der Beziehung.

Ich habe viele Sachen abgelehnt die mir eigentlich gut getan haben und habe das erst Jahre später begriffen. Ich habe sehr definitiv mitgeteilt, dass mir Sex nicht wichtig sei und ich habe mich auch so verhalten. Als mein Mann anfing sich resigniert immer mehr zurückzuziehen und immer weniger Interesse an Sex zeigte, merkte dass mir die Sache doch sehr wichtig ist. So war es z.B. mit AV. Allein die Tatsache, dass wir AV hatten hat mir was ausgemacht und ich habe damit ein Problem (diese negative Einstellung war mir anerzogen, das Erlebnis war sehr schön). Ich habe nie wieder den Wunsch danach geäussert und habe nur erwartet, dass mein Mann damit wieder kommt.

Ich kann das Verhaltensmuster nicht ändern und das belastet mich sehr. Mein Mann schlägt was vor (und seine Wünsche sind wirklich schön und die sind wirklich für uns beide gedacht) und ich lehne das kategorisch ab. Und sobald er es nicht mehr will, fange ich mir genau das zu wünschen an.

So oft habe ich bei ihm den Wunsch nach Sex mit mir abgetötet, dass er langsam genug von Ablehnungen hat und sich lieber gar nichts mehr wünscht. Und ich wäre jetzt froh, wenn er noch mal dieselben Wünsche wie damals hätte. Die waren alle schön und ganz lieb gemeint, ich war einfach zu unreif.

Ich weiss, ich soll jetzt was tun und selber Initiative ergreifen. Leider komme ich mit seinen alten Vorschlägen gegen die eine Abneigung (leider mit meine Hilfe) entwickelt hat.

Wie kann ich aus diesen Teufelskreis ausbrechen?
 

Hallo Suchende76CH,

schau mal hier: gehemmt. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hi Suchende,

das klingt wirklich so, als ob dir die Sexualität von deiner Familie "aberzogen" wurde.

Auch wenn es schwer ist, versuche dich da etwas von zu lösen und - vor allem - rede mit deinem Mann. Versuche im deine damalige Ablehnung zu erklären.

Das was du hier geschrieben hast, kann ich als Mann voll nachvollziehen und würde dich verstehen. Lediglich die eventuell viele verstrichene Zeit könnte er dir unter Umständen etwas übel nehmen.

Auch seine Sexualität lässt sich sicher wieder entfachen. Versuche die Initiative zu ergreifen. Zwischen absolut nichts zu machen und ihn als Domina in Lack und Leder ins Schlafzimmer zu zitieren gibt es sicherlich eine Abstufung, mit der du leben kannst.

Ich sehe euch abends gemeinsam auf der Couch. Ihr kuschelt etwas. Was man halt als Paar so macht. Während du ihn vielleicht unverbindlich am Nacken kraulst, unterbrichst du das und arbeitest dich streichelnd in etwas schlüpfrigere Regionen. Je nachdem, was du dich traust, kann das z. B. der Oberschenkel sein. Wie durch Zufall rückst du mit der Hand etwas näher Richtung Becken...

Ist sowas für dich denkbar / machbar, wenn du sagst, dass du eigentlich Bock darauf hast? Ich denke, dass er diese Botschaft schon verstehen würde und dich mit Freude ins Schlafzimmer begleitet oder ihr eben gleich auf dem Sofa intimer werdet.

Die Frage ist, was du dir selber zutraust.

Aber auf Platz 1 sehe ich das klärende Gespräch. Sag ihm, was Sache ist. Er ist jetzt deine Familie und du bist nicht mehr 14 Jahre alt. Du und ihr dürft machen, was ihr wollt. Und solange niemand dabei zu Schaden kommt und es für euch beide schön ist, darf es auch so ausgefallen sein, wie ihr es möchtet.

Bitte tue euch beiden einen Gefallen und such das Gespräch.

Ich wünsche dir die nötige Kraft und euch alles Gute.
Greeni
 
Ein paar Gedanken:


* Ich glaube, dass dein Problem gar nicht so selten ist, wie du vielleicht glaubst. Zumindest kenne ich das Verhalten: Unerfahrene Frauen sind bei Änderungen der normalen Routine oft erst mal kategorisch dagegen. Wenn man als Mann dann gleich aufgibt, dann hat man "den zweiten Preis gewonnen", wie man so schön sagt. Wenn man sie aber liebevoll ein bisschen lockt, dann geht es meist aber eh und dann macht es ihr auch Spaß.

* Versuche, mehr Initiative zu zeigen. Männer lieben es, wenn die Initiative nicht immer von ihnen ausgeht. Wenn du das Ruder in der Hand hast, dann kannst du ja auch mal in unbekannte Gewässer rudern. Mir ist schon klar, dass das nicht leicht ist für dich. Beginne mit ganz ganz kleinen Schritten. Ein Mensch kann mit kleinen Schritten sehr, sehr weit kommen. Wenn er Geduld hat.

* Kannst du dir vorstellen, deinem Mann zu schreiben?!?!? Schreib ihm einen netten kleinen Brief, wo du das genau so darlegst. Ich denke, so ein Brief würde ihn sehr freuen.

* Schenk ihm zum Geburtstag einen Gutschein: "Einmal Sex, wie du es gern hättest." Das löst zwei Probleme mit einer Klappe.😀

* Ändere die Umgebung! Wenn man immer im selben Schlafzimmer immer zur selben Zeit Sex hat, dann spielt sich wahrscheinlich auch immer etwas ähnliches ab. Macht mal einen Kurzurlaub! In einem fremden Hotelzimmer vögelt es sich plötzlich ganz anders.

* Trinkt ein Gläschen vor dem Sex. Nicht dass ihr total knülle seid! Aber so 1-2 Gläschen Sekt könnte man Frauen wie dir fast therapeutisch verordnen. Überlege dir einen Vorwand, den ihr feiern könntet.

* Sprecht ihr miteinander beim Sex? Versuch das mal! Flüster ihm kleine Zärtlichkeiten ins Ohr. Oder kleine Schweinereien.

* Beginne mit der Vorstellung. Also nicht "Jetzt möchte ich dieses und jenes probieren". Der Schritt ist zu groß, das macht dir Angst. Sondern eher "Manchmal stelle ich mir vor wir würden..." Oder "Manchmal stelle ich mir vor, wie es damals war als... Irgendwie macht mir das Angst aber irgendwie finde ich es auch heiß".

* Beginnen mit der Vorstellung, im Sinn des Wortes. Lass deine Phantasie schweifen, während ihr Sex habt. Stell dir die entsprechenden Sachen möglichst blumig vor.





Ich weiss, ich soll jetzt was tun und selber Initiative ergreifen. Leider komme ich mit seinen alten Vorschlägen gegen die eine Abneigung (leider mit meine Hilfe) entwickelt hat.

Diesen Satz verstehe ich nicht 100%. Hat er jetzt auch Abneigungen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein paar Gedanken:

* Wahrscheinlich ist das jetzt nicht das was du erwartet hast, aber mit hilft das was du schreibst. 😀
Es ist das erste mal, dass ich eine Frau so offen über das Thema reden höre.

* Ich glaube nämlich, dass dein Problem gar nicht so selten ist, wie du vielleicht glaubst. Zumindest kenne ich das Verhalten: Unerfahrene Frauen sind bei Änderungen der normalen Routine oft erst mal kategorisch dagegen. Wenn man als Mann dann gleich aufgibt, dann hat man "den zweiten Preis gewonnen", wie man so schön sagt. Wenn man sie aber liebevoll ein bisschen lockt, dann geht es meist aber eh und dann macht es ihr auch Spaß.

* Versuche, mehr Initiative zu zeigen. Männer lieben es, wenn die Initiative nicht immer von ihnen ausgeht. Wenn du das Ruder in der Hand hast, dann kannst du ja auch mal in unbekannte Gewässer rudern. Mir ist schon klar, dass das nicht leicht ist für dich. Beginne mit ganz ganz kleinen Schritten. Ein Mensch kann mit kleinen Schritten sehr, sehr weit kommen. Wenn er Geduld hat.

* Kannst du dir vorstellen, deinem Mann zu schreiben?!?!? Schreib ihm einen netten kleinen Brief, wo du das genau so darlegst. Ich denke, so ein Brief würde ihn sehr freuen.

* Schenk ihm zum Geburtstag einen Gutschein: "Einmal Sex, wie du es gern hättest." Das löst zwei Probleme mit einer Klappe.😀

* Ändere die Umgebung! Wenn man immer im selben Schlafzimmer immer zur selben Zeit Sex hat, dann spielt sich wahrscheinlich auch immer etwas ähnliches ab. Macht mal einen Kurzurlaub! In einem fremden Hotelzimmer vögelt es sich plötzlich ganz anders.

* Trinkt ein Gläschen vor dem Sex. Nicht dass ihr total knülle seid! Aber so 1-2 Gläschen Sekt könnte man Frauen wie dir fast therapeutisch verordnen. Überlege dir einen Vorwand, den ihr feiern könntet.

* Sprecht ihr miteinander beim Sex? Versuch das mal! Flüster ihm kleine Zärtlichkeiten ins Ohr. Oder kleine Schweinereien.

* Beginne mit der Vorstellung. Also nicht "Jetzt möchte ich dieses und jenes probieren". Der Schritt ist zu groß, das macht dir Angst. Sondern eher "Manchmal stelle ich mir vor wir würden..." Oder "Manchmal stelle ich mir vor, wie es damals war als... Irgendwie macht mir das Angst aber irgendwie finde ich es auch heiß".

* Beginnen mit der Vorstellung, im Sinn des Wortes. Lass deine Phantasie schweifen, während ihr Sex habt. Stell dir die entsprechenden Sachen möglichst blumig vor....


Ich denke auch, dass viele Frauen und Paare ähnliche Probleme haben, sie verdrängen das aber erfolgreich. Habe ich auch gemacht. Es sind viele gute Vorschläge, leider habe ich den Bogen ziemlich überspannt.

Beim “Einmal Sex, wie du es gern hättest." würde mein Mann mich fragen was los sei. Ich habe bis jetzt alle seine Wünsche abgelehnt. Ich habe es mal versucht, vlt. etwas ungeschickt, er hat sich von mir fast verarscht gefühlt. Seine Worte „Bis jetzt war Dir doch egal was ich will und da wo ich jetzt keine Wünsche mehr habe, soll ich wieder mit was kommen?! Wieso?! Wieso jetzt?! Was ist jetzt anders?!“ Nach 20 Jahren sind schon bestimmte Muster entstanden. Er hat eine lange Zeit versucht nicht an seinen Wünschen zu hängen, damit er nicht immer wieder auf s Neue von mir abgewiesen wird. Das hinterlässt seine Spuren.

Er hat oft versucht mit mir zu reden, ich habe aber nur abgeblockt. Eine Bekannte hat mir vor kurzem gezeigt wie unsere Kommunikation von der Seite aussieht, schrecklich. Ich habe seine Wünsche meistens als Vorwurf aufgefasst. Und ich habe zu viel hinein interpretiert, was er gar nicht gesagt hat und dann habe ich ihm das auch noch vorgeworfen.

und ich kann nicht aus mir heraus gehen. Wenn ich das doch versuche, dann mache ich das ohne zu merken WAS in diesem Moment das Beste sein könnte...
 
Ich kann das Verhaltensmuster nicht ändern und das belastet mich sehr. Mein Mann schlägt was vor (und seine Wünsche sind wirklich schön und die sind wirklich für uns beide gedacht) und ich lehne das kategorisch ab. Und sobald er es nicht mehr will, fange ich mir genau das zu wünschen an.

Also du möchtest in der Tiefe deines Herzens eigentlich ja sagen.
Du sagst aber nein, weil du nicht über deinen Schatten springen kannst und weil du in diesen Situationen eben automatisch immer nein sagst.

Richtig?

Mögliche Lösung:

Überlege dir eine Standard-Antwort, die nicht ja und nicht nein ist! Die legst du dir vorher schon parat und wenn er wieder mal einen Versuch macht, dann sagst du deine Standard Antwort.
Was mir einfällt:

- vielleicht
- ich weiß nicht
- jetzt nicht, vielleicht später
- heute nicht, vielleicht nächstes mal

Dadurch gewinnst du Zeit, und wenn er den nächsten Ansatz macht, dann traust du dich schon ja sagen.

Andere Möglchkeiten:
- vielleicht probieren, aber ganz vorsichtig
- vielleicht probieren, aber ganz kurz

Dadurch sagst du zwar ja, kommst aber leicht aus der Geschichte raus, wenn es dann doch nicht so ist, wie du es dir vorgestellt hast.

Lustige Geschichte am Rande:

Versteckter Text, Trigger-Gefahr:


Ich habe ein ganz ähnliches Problem im Geschäftsleben. Nur dass ich im Gegensatz zu dir immer ja sage, obwohl ich eigentlich nein sagen will. 🙂


Typische Fragen sind zum Beispiel: Geht das bis nächste Woche? Das ist eh noch im Preis enthalten, oder?
Und in der Situation habe ich dann oft ja gesagt. Dann habe ich aufgelegt und mich geärgert: Was bist du für ein Idiot, warum hast du das wieder zugesagt ?

Meine Standard Antworten sind jetzt in etwa:

- Ich weiß nicht, muss ich mir anschauen
- Das muss ich erst kalkulieren
- Ich sage keine Preise am Telefon
- Das muss ich mir technisch nochmal ansehen
- Ich ruf sie zurück!

Dann habe ich ein bisschen Zeit und kann mir überlegen, ob ich ja oder nein sagen will.



Schreib übrigens ruhig, welche Tipps du gut fandest und welche nicht. Auch wenn du etwas einen totalen Blödsinn fandest oder überhaupt nicht umsetzen kannst. Dann kann ich deine Situation besser einschätzen und vielleicht etwas anderes schreiben. Oder jemand anders hat eine gute Idee, die genau passt.
 
Mögliche Lösung:

Überlege dir eine Standard-Antwort, die nicht ja und nicht nein ist! Die legst du dir vorher schon parat und wenn er wieder mal einen Versuch macht, dann sagst du deine Standard Antwort.
Was mir einfällt:

- vielleicht
- ich weiß nicht
- jetzt nicht, vielleicht später
- heute nicht, vielleicht nächstes mal
Dadurch gewinnst du Zeit, und wenn er den nächsten Ansatz macht, dann traust du dich schon ja sagen. ......

Hatte ich mal probiert. Leider habe ich danach die Themen totgeschwiegen und erfolgreich verdrängt. Zeit war nie das Problem, mein Mann war recht geduldig mit mir.


Andere Möglchkeiten:
- vielleicht probieren, aber ganz vorsichtig
- vielleicht probieren, aber ganz kurz

Habe bis jetzt immer SEHR lange hinausgezögert, bis meinem Mann der Wunsch danach verging.


Im Nachhinein ist man immer schlauer.
Ich denke ich muss etwas eigenes und neues für uns zu kreieren. Etwas das ihn nicht an die Vergangenheit und Abweisungen erinnert.
 
Beim “Einmal Sex, wie du es gern hättest." würde mein Mann mich fragen was los sei. Ich habe bis jetzt alle seine Wünsche abgelehnt. Ich habe es mal versucht, vlt. etwas ungeschickt, er hat sich von mir fast verarscht gefühlt. Seine Worte „Bis jetzt war Dir doch egal was ich will und da wo ich jetzt keine Wünsche mehr habe, soll ich wieder mit was kommen?! Wieso?! Wieso jetzt?! Was ist jetzt anders?!“ Nach 20 Jahren sind schon bestimmte Muster entstanden. Er hat eine lange Zeit versucht nicht an seinen Wünschen zu hängen, damit er nicht immer wieder auf s Neue von mir abgewiesen wird. Das hinterlässt seine Spuren.

Dann gehe einen kleineren Schritt. Schreib nicht "Sex, wie du es gern hättest", sondern "Gutschein für ein kleines Liebes-Experiment" oder "Ich möchte versuchen, mich dir mehr zu öffnen. Obwohl das für mich sehr, sehr schwierig ist. Bitte habe Geduld mit mir. Ich liebe dich."

und ich kann nicht aus mir heraus gehen. Wenn ich das doch versuche, dann mache ich das ohne zu merken WAS in diesem Moment das Beste sein könnte...

Has du das Problem eigentlich nur in der Sexualität oder auch in anderen Lebenslagen?
 
In anderen Lebensbereichen ist das nicht so auffällig und belastet nicht uns beide

Wie ich bereits geschrieben habe halte ich diese Art von Problemen für nicht so selten. Mich überrascht aber, wie stark das bei dir ist.

Wenn du mit den Tipps aus dem Forum nicht weiter kommst, dann überlege dir vielleicht, ob euch nicht eine Paartherapie gut tun würde.
 
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