Normalerweise wird E13/A14 oder umgekehrt angegeben, dass zwei A-Besoldungen angegeben sind ist eher ungewöhnlich. Da könnte es dann Verhandlungsspielraum geben.
Langfristig lohnt sich das Berufsbeamtentum wegen des Ruhegehalts, da das unabhängig vom Durchschnittseinkommen ist. Relevant ist nur die letzte Beaoldungsstufe. Wegen der PKV kommt es auf das Bundesland an, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Thüringen bieten die sog. pauschale Beihilfe. Das ist aber nur ein fancy Name für den Arbeitgeberanteil der GKV.
Ein weiterer Vorteil des Berufsbeamtentums ist, dass Beamte nicht bezahlt, sondern alimentiert werden. Der Staat hat eine grundgesetzliche Pflicht, einem Beamten einen gewissen Lebensstandard zu sichern. Das bedeutet aber auch, dass es de facto einen grundgesetzlichen Anspruch auf Besoldungsanpassungen gibt. Der Nachteil daran ist natürlich, dass Gehaltsverhandlungen wie in der freien Wirtschaft nicht möglich sind.
Durch die Alinentation gibt es zudem recht gute Zuschläge für verheiratete Beamte mit Kindern. NRW ist da recht mittig, darum nehme ich das als Beispiel her: Für eine Beamtin die verheiratet ist, drei Kinder hat und in Düsseldorf lebt, summieren sich diese Zuschläge alleine auf 2294,62€ brutto. Egal ob der Partner arbeitet und das Kindergeld ist davon auch unberührt.
Unterm Strich würde ich sagen, dass es eine individuelle Entscheidung ist. Der Staat zahlt im höheren Dienst nicht schlecht, aber auch nicht gut. In der freien Wirtschaft ist sicher deutlich mehr Geld zu holen. Aber es bringt einem eine massive Sicherheit, gerade wenn man plant Kinder zu kriegen.