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Gehälter im öffentlichen Dienst

A13/A14 fand es auch irritierend das sie beides angeben haben. Also das ist erheblich weniger brutto. Lohnt sich das wirklich? Also Sozialabgaben gibt es nicht, aber da müsste ich ja tatsächlich in die PKV, habe ich tatsächlich bisher nicht gemacht. Übersehe ich etwas? Lohnt sich das langfristig tatsächlich?
Das lohnt sich. Man zahlt in der PKV ja nicht den Beitrag für 100 % Absicherung, sondern für z.B. 35 %. Entsprechend niedriger ist der Beitrag. Der Rest wird über die Beihilfe abgedeckt. Und A 13/A 14 ist nicht schlecht. Besonders wenn es später in den Ruhestand geht. Knapp 72 % des Brutto als Pension.
 
A13/A14 fand es auch irritierend das sie beides angeben haben. Also das ist erheblich weniger brutto. Lohnt sich das wirklich? Also Sozialabgaben gibt es nicht, aber da müsste ich ja tatsächlich in die PKV, habe ich tatsächlich bisher nicht gemacht. Übersehe ich etwas? Lohnt sich das langfristig tatsächlich?
Normalerweise wird E13/A14 oder umgekehrt angegeben, dass zwei A-Besoldungen angegeben sind ist eher ungewöhnlich. Da könnte es dann Verhandlungsspielraum geben.

Langfristig lohnt sich das Berufsbeamtentum wegen des Ruhegehalts, da das unabhängig vom Durchschnittseinkommen ist. Relevant ist nur die letzte Beaoldungsstufe. Wegen der PKV kommt es auf das Bundesland an, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Thüringen bieten die sog. pauschale Beihilfe. Das ist aber nur ein fancy Name für den Arbeitgeberanteil der GKV.

Ein weiterer Vorteil des Berufsbeamtentums ist, dass Beamte nicht bezahlt, sondern alimentiert werden. Der Staat hat eine grundgesetzliche Pflicht, einem Beamten einen gewissen Lebensstandard zu sichern. Das bedeutet aber auch, dass es de facto einen grundgesetzlichen Anspruch auf Besoldungsanpassungen gibt. Der Nachteil daran ist natürlich, dass Gehaltsverhandlungen wie in der freien Wirtschaft nicht möglich sind.

Durch die Alinentation gibt es zudem recht gute Zuschläge für verheiratete Beamte mit Kindern. NRW ist da recht mittig, darum nehme ich das als Beispiel her: Für eine Beamtin die verheiratet ist, drei Kinder hat und in Düsseldorf lebt, summieren sich diese Zuschläge alleine auf 2294,62€ brutto. Egal ob der Partner arbeitet und das Kindergeld ist davon auch unberührt.

Unterm Strich würde ich sagen, dass es eine individuelle Entscheidung ist. Der Staat zahlt im höheren Dienst nicht schlecht, aber auch nicht gut. In der freien Wirtschaft ist sicher deutlich mehr Geld zu holen. Aber es bringt einem eine massive Sicherheit, gerade wenn man plant Kinder zu kriegen.
 
Das lohnt sich. Man zahlt in der PKV ja nicht den Beitrag für 100 % Absicherung, sondern für z.B. 35 %. Entsprechend niedriger ist der Beitrag. Der Rest wird über die Beihilfe abgedeckt. Und A 13/A 14 ist nicht schlecht. Besonders wenn es später in den Ruhestand geht. Knapp 72 % des Brutto als Pension.
Die Beihilfe beträgt 50% für aktive Beamte und 70% für Beamte im Ruhestand. Den Rest muss man mit der PKV ausgleichen, wenn man nicht in die GKV geht.

Die 71,75% Ruhegehalt gibt es nur bei 40 vollzeitäquivalenten Dienstjahren als Beamter. Für jedes Jahr weniger werden Prozentpunkte abgezogen.
 
Normalerweise wird E13/A14 oder umgekehrt angegeben, dass zwei A-Besoldungen angegeben sind ist eher ungewöhnlich. Da könnte es dann Verhandlungsspielraum geben.

Langfristig lohnt sich das Berufsbeamtentum wegen des Ruhegehalts, da das unabhängig vom Durchschnittseinkommen ist. Relevant ist nur die letzte Beaoldungsstufe. Wegen der PKV kommt es auf das Bundesland an, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Thüringen bieten die sog. pauschale Beihilfe. Das ist aber nur ein fancy Name für den Arbeitgeberanteil der GKV.

Ein weiterer Vorteil des Berufsbeamtentums ist, dass Beamte nicht bezahlt, sondern alimentiert werden. Der Staat hat eine grundgesetzliche Pflicht, einem Beamten einen gewissen Lebensstandard zu sichern. Das bedeutet aber auch, dass es de facto einen grundgesetzlichen Anspruch auf Besoldungsanpassungen gibt. Der Nachteil daran ist natürlich, dass Gehaltsverhandlungen wie in der freien Wirtschaft nicht möglich sind.

Durch die Alinentation gibt es zudem recht gute Zuschläge für verheiratete Beamte mit Kindern. NRW ist da recht mittig, darum nehme ich das als Beispiel her: Für eine Beamtin die verheiratet ist, drei Kinder hat und in Düsseldorf lebt, summieren sich diese Zuschläge alleine auf 2294,62€ brutto. Egal ob der Partner arbeitet und das Kindergeld ist davon auch unberührt.

Unterm Strich würde ich sagen, dass es eine individuelle Entscheidung ist. Der Staat zahlt im höheren Dienst nicht schlecht, aber auch nicht gut. In der freien Wirtschaft ist sicher deutlich mehr Geld zu holen. Aber es bringt einem eine massive Sicherheit, gerade wenn man plant Kinder zu kriegen.
Ich habe keine Kinder. Aber ich sehe es tatsächlich nicht in meiner Abteilung. In meiner Firma könnte man eigentlich ein gutes Leben haben, kommt aber auf den Chef an. Ich hatte da Pech.
Daher der Wunsch nach einem Wechsel. Da ich aber keine Partner habe macht mir das Gehalt schon Sorgen, da ich halt mich immer auf mich finanziell verlasse und auch Mal in der Familie aushelfe. Hier würde ich schon alleine durch den Tarif Geldeinbuße haben. Allerdings hoffe ich so länger gesund zu bleiben und endlich die Familienplanung anzugehen. Zumindest habe ich gehört das es im öffentlichen Dienst nicht so verteufelt wird.
Deine Ausführung beruhigt mich. Hatte mich tatsächlich auch nicht für die PKV entschieden, weil mir alle älteren in meiner Umgebung abgeraten haben. Und man weiß nie, ob man doch den Job verliert oder so. Aber wenn es sowieso nicht die 100% sind geht das ja.
Ja, ich muss erstmal eine Zusatzausbildung machen daher erst Mal E13 und nach bestehen und wenn was frei wird Verbeamtung.
 
Die Beihilfe beträgt 50% für aktive Beamte und 70% für Beamte im Ruhestand. Den Rest muss man mit der PKV ausgleichen, wenn man nicht in die GKV geht.

Die 71,75% Ruhegehalt gibt es nur bei 40 vollzeitäquivalenten Dienstjahren als Beamter. Für jedes Jahr weniger werden Prozentpunkte abgezogen.
Vielen Dank für den Hinweis! Es werden definitiv keine 40 Jahre bei mir 😀
 
Ich habe keine Kinder. Aber ich sehe es tatsächlich nicht in meiner Abteilung. In meiner Firma könnte man eigentlich ein gutes Leben haben, kommt aber auf den Chef an. Ich hatte da Pech.
Daher der Wunsch nach einem Wechsel. Da ich aber keine Partner habe macht mir das Gehalt schon Sorgen, da ich halt mich immer auf mich finanziell verlasse und auch Mal in der Familie aushelfe. Hier würde ich schon alleine durch den Tarif Geldeinbuße haben. Allerdings hoffe ich so länger gesund zu bleiben und endlich die Familienplanung anzugehen. Zumindest habe ich gehört das es im öffentlichen Dienst nicht so verteufelt wird.
Deine Ausführung beruhigt mich. Hatte mich tatsächlich auch nicht für die PKV entschieden, weil mir alle älteren in meiner Umgebung abgeraten haben. Und man weiß nie, ob man doch den Job verliert oder so. Aber wenn es sowieso nicht die 100% sind geht das ja.
Ja, ich muss erstmal eine Zusatzausbildung machen daher erst Mal E13 und nach bestehen und wenn was frei wird Verbeamtung.
Selbst wenn Familienplanung verteufelt werden würde, nach E13/A14 ist eh nicht viel Luft nach oben. Da kommen noch zwei Stufen und das wars dann (von ein paar Stellen mit B-Besoldung abgesehen, aber die sind echt selten und spielen in einer normalen Karriere eher keine Rolle). Große Karriereeinbußen hast du also eher nicht zu befürchten.
 
Ich kenne mindestens einen Fall, da wollte der Betreffende die Stelle für das Gehalt nicht, weil es ihm zu niedrig war und das Amt wollte die Stelle unbedingt mit demjenigen besetzen.
Dann wurden noch ein paar Aufgaben in die offizielle Beschreibungen dazu genommen, damit sie ihm das höhere Gehalt bezahlen konnten, bzw. begründen konnten, warum er mehr Gehalt bekam.
 

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